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		<title>Nord-Norwegen &#8211; die Wanderung zum Todesgipfel</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jul 2013 15:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin mit meinen Freunden Ralli und Wolfi im Sommerurlaub. Genauer: auf den Lofoten &#8211; einer norwegischen Inselgruppe zwischen Nordkap und Polarkreis. Wir wollen wandern. Beziehungsweise: Die Jungs wollen wandern. Super ausgerüstet (Adidas High-Tops, H&#38;M-Polyesterjacke, Nüsschen) beginnen wir den anstrengenden Aufstieg über Grasweiden, an Bergseen vorbei und durch Geröllfelder. Ich bin zwar fernab von trittsicher [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin mit meinen Freunden Ralli und Wolfi im Sommerurlaub. Genauer: auf den Lofoten &#8211; einer norwegischen Inselgruppe zwischen Nordkap und Polarkreis. Wir wollen wandern. Beziehungsweise: Die Jungs wollen wandern.</p>
<p>Super ausgerüstet (Adidas High-Tops, H&amp;M-Polyesterjacke, Nüsschen) beginnen wir den anstrengenden Aufstieg über Grasweiden, an Bergseen vorbei und durch Geröllfelder. Ich bin zwar fernab von trittsicher und ausdauernd, irgendwie schieben die Jungs mich aber immer weiter die Berge hinauf. Vor allem mit Energydrinks und angeblichem Wi-Fi werde ich gelockt.</p>
<div id="attachment_4145" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4145" alt="Lofoten_JuleMueller01" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller01.jpg" width="640" height="482" /><p class="wp-caption-text">Bild: Der erste Aufstieg. Rechts unten am Rand – mit dem bloßen Auge kaum erkennbar – Wolfi.</p></div>
<p>Ich bin nach etwa einer Stunde Marsch noch fröhlich am plappern, als ich in Wolfis Gesicht ein paar Meter vor mir das Entsetzen sehe. Langsam nähere ich mich ihm. Vor uns endet der grasige Vorsprung, ein riesiger Block Eis ragt waagerecht in den bewölkten Himmel. Dahinter kommt nichts. Einen Kilometer weiter unten erstrahlt eine Bucht in Türkis. Wie ich mich nun erinnere, bin ich nicht nur eine miese Kletterin, sondern auch nicht schwindelfrei.</p>
<div id="attachment_4148" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4148" alt="Bild: Vom Dreimeterbrett konnte man früher noch die Flucht nach hinten antreten, hier gibt es nur einen Weg - ins Verderben." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller02.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Vom Dreimeterbrett konnte man früher noch die Flucht nach hinten antreten, hier gibt es nur einen Weg &#8211; ins Verderben.</p></div>
<p>Überrumpelt vom Anblick werfe ich mich zu Boden. Mein Körper schnappt wie ein Schweizer Taschenmesser in die Embryonalposition. Es regnet auf mich herab. Ich hyperventiliere. Mir war einfach nicht klar, dass der Berg irgendwann zu Ende sein würde. Und auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass ich aus meiner Liegeposition wo runterfalle, fühle ich mich wie Alice im Wunderland bei ihrem endlosen Sturz in den Kaninchenbau.</p>
<div id="attachment_4151" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4151" alt="Bild: Ich sehe vielleicht aus wie ein glücklicher, druffer Hipster im Gras, habe aber einfach nur eine normale Panikattacke." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller03.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Ich sehe vielleicht aus wie ein glücklicher, druffer Hipster im Gras, habe aber einfach nur eine normale Panikattacke.</p></div>
<p>Keiner weiß, wo wir lang müssen. Ich bin flach an den Boden geklebt. Höhenangst kicking in. Es geht weder zurück, noch vorwärts. Der Wind ist eisig. Ich werde am besten einfach sterben.</p>
<p>Nach einer gefühlten Ewigkeit hebt Wolfi mich wie einen nassen Sack vom Boden auf. „Komm, wir machen eine Polonäse.“ Ich folge ihm heulend, mit zitternden Knien und gebückt wie Gollum. Meine Finger krallen sich in seine Schultern.</p>
<div id="attachment_4154" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4154" alt="Bild: Es ist mir absolut unbegreiflich, wie Menschen auf die Idee kommen, man könne auf einem Bergkamm in tausend Metern Höhe einfach mal so entlanglaufen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller04.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Es ist mir absolut unbegreiflich, wie Menschen auf die Idee kommen, man könne auf einem Bergkamm in tausend Metern Höhe einfach mal so entlanglaufen.</p></div>
<p>&#8220;Auf einem Baum ein Kuhukuck &#8230; Simsalabimbambasaladusaladim. Auf einem Baum ein Kuhukuck &#8230; saß.&#8221;</p>
<p>Wir schieben uns Meter um Meter über die (Achtung, Anwärter für das Unwort des Jahres!) Felsnasen. Ich singe Kinderlieder, um mich abzulenken. Eine Hand habe ich von Wolfi gelöst und zur Scheuklappe umfunktioniert. Ähnlich wie bei der Zerstörung Sodoms und Gomorras darf ich einfach nicht mehr zurück gucken. Ich würde beim Anblick des Abhangs vermutlich implodieren.</p>
<div id="attachment_4156" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4156" alt="Bild: Wer sich anstatt zu laufen einfach galant am Boden voranschubbert, fällt im Zweifelsfall ein bisschen weniger tief. Logisch." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller05.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Wer sich anstatt zu laufen einfach galant am Boden voranschubbert, fällt im Zweifelsfall ein bisschen weniger tief. Logisch.</p></div>
<p>Ich weiß, ich neige zu Übertreibungen, aber das hier ist das Schlimmste. Alle Zahnarztbesuche, Familienfeiern, Singlebörsen der Welt kommen nicht annähernd an diesen Moment heran. Sogar die Jungs werden immer ruhiger. Einer geht vor, um den Weg zu checken, der andere zieht mich an der Hand. Man hört nur noch Schafsglocken in der Ferne. Und mein Wimmern.</p>
<div id="attachment_4158" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4158" alt="Bild: Keine Ahnung, wie dieser wolkige Tausender, von dem wir gerade kommen, heißt, ich taufe ihn „Todesgipfel“." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller06.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Keine Ahnung, wie dieser wolkige Tausender, von dem wir gerade kommen, heißt, ich taufe ihn „Todesgipfel“.</p></div>
<p>Über einen ungünstig gelegenen Felsen muss ich eine Bauchrolle machen. Unter mir droht der Abgrund. Wolfi klebt am Felsen &#8211; wie auch immer er dort physikalisch überhaupt haften kann &#8211; und stemmt meinen Hintern hoch. Ralli zieht von der anderen Seite an meinem Arm. Ich wiederhole stur mein Mantra des Tages: &#8220;Fuck! Fuck! Fuck! Fuck! Fuck!&#8221;</p>
<div id="attachment_4159" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4159" alt="Bild: Auf diesem losen Steinhaufen fühle ich mich für einen kleinen Moment mal nicht so, als müsste ich sofort sterben." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller07.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Auf diesem losen Steinhaufen fühle ich mich für einen kleinen Moment mal nicht so, als müsste ich sofort sterben.</p></div>
<p>Wir machen eine Pause. Endlich darf ich den versprochenen Energydrink leeren. Bei Wolfi gehen alle zehn Minuten E-Mails ein, deren Empfang mit einem Beep bestätigt wird. Gute Netzabdeckung. Ralli erklärt mir, wie toll ich gerade meinen Quadrizeps trainiere. Ich hasse meinen Quadrizeps! Irgendwo sind Schafe und gucken blöd.</p>
<div id="attachment_4161" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4161" alt="Bild: Wie Hohn wirkt dieser Anblick eines Regenbogens angesichts meiner Todesangst." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller08.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Wie Hohn wirkt dieser Anblick eines Regenbogens angesichts meiner Todesangst.</p></div>
<p>Nachdem uns der letzte steile Abstieg aus 400 Metern gelungen ist, küsse ich den Asphaltboden voller Ehrfurcht. Hinter uns liegen acht volle Stunden Terror. Nie wieder werde ich mich über ebenerdiges Terrain beschweren.</p>
<div id="attachment_4162" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4162" alt="Bild: Da auf der Landstraße kein einziges Auto zum Trampen kommt, laufen wir die zehn Kilometer zurück zu unserem Gefährt. Ich liebe jeden einzelnen Schritt davon." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller09.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Bild: Da auf der Landstraße kein einziges Auto zum Trampen kommt, laufen wir die zehn Kilometer zurück zu unserem Gefährt. Ich liebe jeden einzelnen Schritt davon.</p></div>
<p><i> </i></p>
<p>Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23072309/vom-winde-verwoehntkolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>. Alle meine Intro-Texte gibt es<span style="color: #3366ff;"> <strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>.</p>
<p>Außerdem interessiert dich noch <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Norwegen - die Anreise" href="http://mymagictypewriter.com/nord-norwegen-chronologie-einer-reise/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">der 1. Teil</span></a></span></strong> dieser Norwegen-Reise und <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Verkatert in Garmisch" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Verkatert in Garmisch</span></a></span></strong>. Klar.</p>
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		<title>Whatsapp-Sex. Steckste nich drin.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 17:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
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		<category><![CDATA[chat]]></category>
		<category><![CDATA[deine mutter]]></category>
		<category><![CDATA[justin bieber]]></category>
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		<category><![CDATA[whatsapp]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch. Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch.</p>
<p>Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf ein. &#8220;Oh ja, Baby. Ich bin heiß&#8221;, schicke ich zurück, während ich Baumwollschlüpper aufhänge und kichere.</p>
<p>Ich kriege ein Foto. Cool! Ich lade es runter.<br />
Es ist ein Penis. Es ist <i>sein</i> Penis! Ups, ach, anscheinend meint er es ernst mit diesem sexy Chat?</p>
<p>Ehrlich gesagt bin ich kein sexueller Mensch. Es gibt sogar Leute, die beschreiben mich als &#8220;so erotisch wie eine Tennissocke&#8221;<br />
Es ist mein erstes Penisfoto. Dreißig Jahre lang habe ich mich gegen digitale und analoge Erotikfotos gewehrt. Und jetzt starrt es mich unverhofft von meinem Handy an. Hallo Penis. Und siehe da, sooo schlimm ist es gar nicht. Im Gegenteil.<br />
Interessant.</p>
<p>Irgendwas sollte ich nun wohl zum Gemächt sagen. Ich schreibe was ansatzweise Gewagtes zurück. Ich muss noch über die Peinlichkeit des geschriebenen Wortes hinweg kommen. Worte mag ich ja eigentlich. &#8220;Leck meine Nippel, Tiger!&#8221;, schreibe ich im echten Leben aber selten. Und wenn, dann ganz bestimmt nur in nicht-sexuellen, ironischen Zusammenhängen.</p>
<p>&#8220;Ich will auch ein Bild von dir&#8221;, erwidert er. &#8220;Untenrum.&#8221;<br />
Von mir? Nee. Also nee. Da kann ich es ja gleich bei Instagram hochladen.<br />
&#8220;Biiiiitte!&#8221;, bettelt er.<br />
Na gut. Man könnte ja testweise mal &#8230;<br />
Ich mache ein Foto. Sekunden später starre ich auf das Ergebnis. Das gehört doch bitte nicht tatsächlich zu <i>meinem</i> Körper?? Die erotische Stimmung ist sofort komplett ruiniert. Niemals im Leben schicke ich das wem!<br />
Glücklicherweise gehen alle Bilder dieses Chats durch die Quality Assurance-Abteilung &#8211; also mich.<br />
Delete!</p>
<p>Das kann man bei normalem Sex zum Beispiel auch nicht. &#8220;Tschuldigung, ich müsste kurz meine Oberschenkel besser ausleuchten und meinen Unterleib zensieren.&#8221;</p>
<p>Wir schicken also Fotos hin und her. Hier mal ein Nippel, dort mal ein gekringeltes Schamhaar. Mein Kopfkino spielt komplett verrückt. Ich finde es super. Whatsapp-Sex! Das neue Ding!<br />
Vielleicht macht diese Art von Sex Sinn für mich? Eigentlich könnte es genau meine Art von Sex sein: ohne Anfassen, ohne Beine rasieren, ohne Verhütung, ohne Syphilis, ohne Walk of Shame.<br />
Ich bin on.</p>
<p>Und dann, plötzlich &#8211; zwischen all den versauten Worten und Bildern &#8211; ein Gedanke.</p>
<p>AUSZEIT!</p>
<p>Hatte ich gestern im Büro nicht zuerst mein Handy mit meiner Dropbox verknüpft und dann auch gleich noch alle Smartphones und Tablets der Firma? Für mehr Speicherplatz? Und schickt mein Handy nicht alle Fotos automatisch in die Dropbox?<br />
Werden folglich meine Vagina Dialoge gerade in Echtzeit auf das iPad mini meines Chefs gebeamt?<br />
Sollte dieses virtuelle Unterfangen in einem ganz anderen Höhepunkt gipfeln als geplant? Sollte alles anders (Achtung!) kommen?</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt ist mir längst klar: Eine gemeinsame Nacht im Chatverlauf nachlesen zu können hat nicht nur Vorteile. Tippen über Titten, schreiben übers Reiben, sinnieren übers Penetrieren? Generell super, aber „safety first“ &#8211; das gilt auch im virtuellen Raum.</p>
<p>Die gemeinsame Nacht beende ich nicht mit einem innigen Kuss, sondern mit den Worten: &#8220;Wenn das hier jemals jemand sieht, ich schwöre, dann hacke ich dir beide Beine ab!&#8221;</p>
<p>Am nächsten Morgen bin ich etwas früher im Büro und checke noch mal die Handys und Tablets. Nix. Na immerhin.</p>
<p>Ab und zu gehe ich auch noch auf www.dieschlampevonwhatsappnackt.com und suche nach Bildern von mir. Wahrscheinlich gibt es dann doch schönere Möglichkeiten zu lieben.<br />
Sollte ich mal ausprobieren.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4081" alt="Chat_1005px" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Chat_1005px.jpg" width="640" height="520" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072062/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>. Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>. Zu Facebook geht es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier entlang</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>Nord-Norwegen &#8211; Chronologie einer Reise</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jul 2013 11:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin Schönefeld, 10:25h Es geht nach Norwegen. Juchu! Beim Einstieg in das Flugzeug peitscht die eine Hälfte meiner Frisur gen Himmel, die andere in mein Gesicht. &#8220;Früher war mehr Glamour&#8221;, merkt mein Reisepartner in Crime Wolfi völlig richtig an. &#8211; Über Deutschland, 12:32h WiFi im Flugzeug? Irre! Wozu reden, wenn man Handies und iPads hat? Wolfi [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin Schönefeld, 10:25h</strong></p>
<p>Es geht nach Norwegen. Juchu! Beim Einstieg in das Flugzeug peitscht die eine Hälfte meiner Frisur gen Himmel, die andere in mein Gesicht. &#8220;Früher war mehr Glamour&#8221;, merkt mein Reisepartner in Crime Wolfi völlig richtig an.</p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Über Deutschland, 12:32h</strong></p>
<p>WiFi im Flugzeug? Irre!<br />
Wozu reden, wenn man Handies und iPads hat? Wolfi und ich sind 90 Minuten am chatten, checken, mailen, posten, tweeten, appsen, mapsen. So als wäre das Internet ein kostbares Geschenk.<br />
Und wenn wir jetzt abstürzen, können wir wenigstens noch schnell ein Video an die Liebsten whatsappen. Praktisch!</p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Oslo, 15:06h</strong></p>
<p>Wir hocken am Flughafen. Zwischenstopp. Draußen regnet es. Wolfi sitzt neben mir und hackt wild auf sein iPad ein, ab und zu telefoniert er. Es geht um Scholle, Dessert und Cocktails für 124 Mann.<br />
Ich kriege Hunger. Da es auf dem ganzen Flughafen kein vegetarisches Sandwich gibt, vergnüge ich mich an der Salatbar. Zwischen Thunfischbergen und mayonnaisierten Scampis finde ich ab und zu ein verzehrbares Salatblatt oder eine Olive.<br />
An der Kasse zahle ich 30€ für den Billo-Salat und ein kleines Bier. Noch kann ich darüber lachen. Mal gucken, wie viel Spaß ich mit den Rechnungen am Ende dieser Reise haben werde.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4101" alt="Lofoten_JuleMueller001" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller001.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Bodø, 23:49h</strong></p>
<p>In unserem Hotel aus Pappmaché angekommen, finden wir heraus, dass das vermeintliche &#8220;Bodö&#8221; eher &#8220;Boda&#8221; ausgesprochen wird. Ich ziehe meine Version des Ortsnamen trotzdem weiter stur durch. Ich habe besseres zu tun, als mich mit Sprachwissenschaften zu beschäftigen: Es ist kurz vor Mitternacht und ich sonne mich. Dazu trinke ich Rum.<br />
Die Sonne berührt nicht mal annähernd den Horizont. Sie kreist einfach konstant parallel dazu. Alle zehn Minuten stellt jemand erneut völlig erstaunt fest: &#8220;Krass! Noch voll hell!&#8221;</p>
<p>Auf eines im Leben ist eigentlich immer Verlass: Die Sonne geht jeden Morgen auf und jeden Abend wieder unter.<br />
Norwegen schert sich aber einen Dreck um Konventionen. Die drehen die Lampen den ganzen Sommer lang für die Touristen voll auf. (Die für diesen Special Effect nötige Energie wird dann im Winter wieder eingespart.)</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4102" alt="Lofoten_JuleMueller002" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller002.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Zwischen Bodø und Moskenes, 20:25h</strong></p>
<p>Vorhin haben wir den schönen Ralli vom Flughafen abgeholt. Unser Trio ist komplett, wir sind happy!</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4133" alt="Lofoten_JuleMueller007" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller0071.jpg" width="640" height="318" /><br />
&nbsp;<br />
Jetzt sitzen wir in den kugeligen 50er-Jahre-Sesseln der VIP-Lounge auf der Fähre Landegode Richtung Lofoten. Vier Stunden Fahrt trennen das Festland von der Inselgruppe. Unser kleines Auto haben wir auf einem der unteren Decks stehen lassen.</p>
<p>An Deck ist es so windig, dass es kaum jemand länger als fünf Minuten dort aushält. Meine Frisur habe ich eh schon auf dem Festland gelassen. Meinen Look auch. Hier hat man andere Probleme, zum Beispiel Überleben: Meine Nase läuft, meine Augen tränen, von den Fingerspitzen hängen kleine Eiszapfen. Welch wunderbare Idee es doch war, den Sommerurlaub nördlich des Polarkreises zu verbringen. Strand kann ja jeder&#8230;</p>
<p>Wie haben es damals nur die Wikinger gemacht, ohne Hightech-Fähren, ohne WiFi, ohne Schokokekse, ohne Goretex?</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4117" alt="Lofoten_JuleMueller003" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller003.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Zwischen Bodø und Moskenes, 23:33h</strong></p>
<p>Am Horizont tauchen die Lofoten auf. Die felsigen Inseln ragen wie eine große Wand aus dem diesigen Meer. Zackige Gipfel, von Schneeresten befleckt, zeichnen sich gegen den blassblauen Himmel ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo auf diesem Steinhaufen Straßen bauen kann, geschweige denn leben.</p>
<p>Da man auch beim besten Willen keinen Hafen erkennen kann, positioniere ich mich vorsichtshalber nahe der Rettungsboote. Unter Umständen rammen wir gleich frontal die Klippen.</p>
<p>Norwegen ist groß. Wir werden ein Abenteuer erleben. Ich spüre das. Wir haben Lutschtabak, Rupaul&#8217;s Drag Race Allstars, drei Flaschen Schnaps, einen Kompass und Bock.<br />
Ralli neben mir sagt erstaunt: &#8220;Krass! Noch voll hell!&#8221; Dann legen wir an einem nebeligen der Felsen an und gehen von Bord.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4105" alt="Lofoten_JuleMueller006" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller006.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welche lebensgefährlichen Abenteuer wir noch bei unserem Insel-Hopping im Nordmeer erlebt haben, erfahrt ihr nächste Woche in der Intro.</p>
<p>In der Zwischenzeit kommt mich doch auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook </span></a></span></strong>besuchen. Oder lest was zum Thema <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Ich nahm zwei Kilo ab. Es war der schönste Urlaub meines Lebens." href="http://mymagictypewriter.com/ich-nahm-zwei-kilo-ab-es-war-der-schonste-urlaub-meines-lebens/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Urlaub mit 16</span></a></span></strong>.<em id="__mceDel"><br />
</em></p>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 20:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Der zweite Teil meiner Hessenreise führt mich in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Der zweite Teil meiner Hessenreise führt mich in den Odenwald nach Ober-Klingen. Ich öffne die schwere Tür zum Bauernhof und werde von einem Rudel Junghunde übermannt. Einer hat sich in meinen Adidas-Schnürsenkeln verbissen, ein anderer hängt in meinem Hoodie, zwei baumeln von meiner Nikon. Ich belle.</p>
<div id="attachment_4014" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4014" alt="Nur mit einem stabilen Schutzwall kann man sein Hab und Gut vor den Hundehooligans schützen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard007.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Nur mit einem stabilen Schutzwall kann man sein Hab und Gut vor den Hundehooligans schützen.</p></div>
<p>„<em>Könndest späde noch bei die Lämme gehn</em> (Frankfurter Plusquamperfekt) <em>un die fünf klaane midder Flasch füddern?</em>“, fragt Schäfer Jo. Wäre ich in diesem Moment nicht in einen mit grüner Masse gefüllten Schafspansen getreten – ich hätte ihn umarmt.<i><br />
</i></p>
<div id="attachment_4052" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4052 " alt="Hessen_JuleMueller008" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Hessen_JuleMueller008.jpg" width="638" height="480" /><p class="wp-caption-text">So klein und schon an der Flasche hängen. Unter Hessens Lämmern leider trauriger Alltag.</p></div>
<p>Wir unternehmen eine Wanderung auf den berühmten Otzberg. Ich komme nicht umher, den Namen des Berges nur von einem Kichern begleitet auszusprechen. Auf dem Weg lerne ich, wie man einen Kranz aus Butterblumen flechtet. Als mich aus dem floralen Schmuckstück ein Käfer anglotzt, werfe ich alles zu Boden und trete so lange drauf, bis darin garantiert nichts mehr lebt. Angeekelt laufe ich weiter den Berg hinauf.</p>
<div id="attachment_4028" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4028" alt="Feengleich bewege ich mich durch die verzauberten Wiesen der Region. Trendaccessoire Blumenkranz darf dabei nicht fehlen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard009.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Feengleich bewege ich mich durch die verzauberten Wiesen der Region. Trendaccessoire Blumenkranz darf dabei nicht fehlen.</p></div>
<p>Die Burg auf dem Otzberg beherbergt ein Museum. Am Eingang erzählt uns der Besitzer stolz, es gäbe im oberen Stock eine neue Hobbit-Ausstellung. „<em>Hat denn der kleine Hobbit etwas mit der Region Odenwald zu tun?</em>“, frage ich angemessenerweise. Es folgt eine detaillierte Erklärung, wie die 600 Exponate auf den Otzberg kamen. Offensichtlich gibt es zwischen Tolkien und Hessen keine Verbindung. Außer natürlich den samstäglichen Hobbit-Stammtisch im Café des Museums. Wir werden herzlich dazu eingeladen.</p>
<div id="attachment_4034" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4034" alt="Im Museum der Veste Otzberg kann man dem Hollywood-Star Frodo hinten beim Gummibaum ganz nahe kommen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard013.jpg" width="638" height="303" /><p class="wp-caption-text">Im Museum der Veste Otzberg kann man dem Hollywood-Star Frodo hinten beim Gummibaum ganz nahe kommen.</p></div>
<p>Ich habe weder den kleinen Hobbit oder die Filme mit dem Ring gesehen, noch die entsprechenden Bücher gelesen. Vor einer Wohnzimmerszene des Museums bleibe ich stehen. Spontan würde ich sie so deuten:</p>
<p>Der Weihnachtsmann, ein Wikinger mit Tarnkappe, Helge Schneider und ein kleiner Junge mit Haaren auf den Füßen sitzen gemütlich bei einem Tonbecher Tee zusammen und bestaunen die Liv-Tyler-Tellersammlung, als plötzlich die alte, böse Hexe mit dem vergifteten Apfel den Schauplatz betritt.</p>
<p>Zumindest ich kriege sofort tierisch Gänsehaut und sehe mich in der Pflicht, einzugreifen. Ich schiebe eine Plexiglasscheibe gewaltsam aus der Verankerung, um in den Ausstellungsraum zu gelangen. Dort fungiere ich als Mediatorin und löse den Konflikt gewaltfrei. Mittelerde ist gerettet! Hurra!</p>
<div id="attachment_4035" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4035" alt="Vulkanier sind sehr gastfreundlich. Und sogar die böse Hexe kommt irgendwann zur Vernunft." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard014.jpg" width="638" height="303" /><p class="wp-caption-text">Vulkanier sind sehr gastfreundlich. Und sogar die böse Hexe kommt irgendwann zur Vernunft.</p></div>
<p>Zurück auf dem Bauernhof ruft die nächste kniffelige Aufgabe. Schäfer Jo und ich fahren mit dem Traktor zur Weide. An die 800 Schafe müssen auf eine andere Wiese umgesiedelt werden. Nachdem die neuen Zäune aufgebaut sind, kann es losgehen.</p>
<p>Ich stehe fröhlich mit meiner Kamera an der Leitplanke zur Landstraße und fokussiere die Schafe im Sucher. Gleich werden wir die paar hundert Meter gemütlich zum neuen Standpunkt trotten.</p>
<div id="attachment_4029" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4029" alt="Schäfer Jo öffnet die Grenzen. Alles guckt. Für mich als Ossi ein ergreifender Moment." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard010.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Schäfer Jo öffnet die Grenzen. Alles guckt. Für mich als Ossi ein ergreifender Moment.</p></div>
<p>Ich schraube noch an der Blende rum, als die Herde laut blökend wie eine Lawine den Berg hinunter auf mich zustürzt. Binnen Sekunden bin ich von einem Meer aus Wolle erfasst und werde auf die Straße gedrängt. Beim Versuch, der Gruppe zu entfliehen, kläffen mich zwei Hirtenhunde zurück in meine Herde. Ich rutsche auf einem Haufen Scheiße aus und falle in ein Lamm, das besessen nach meinen fragilen Fingern schnappt. Die Mutter eilt dem Jungen zur Hilfe und stößt mich mit ihrem Kopf zur Seite. Aua!</p>
<div id="attachment_4030" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4030" alt="Wenn bei mir Massenpanik ausbricht, kann es schon mal sein, dass ich ein kleines Lamm zertrete." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard011.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Wenn bei mir Massenpanik ausbricht, kann es schon mal sein, dass ich ein kleines Lamm zertrete.</p></div>
<p>Kriegsfotografie ist nichts für zarte Gemüter. Während ich eisern immer wieder auf den Auslöser drücke, muss mich der Schäfer aus der Menge ziehen.</p>
<p>Als endlich alle 800 Schafe und Lämmer auf der neuen Wiese stehen, bin ich von Kot verschmiert, habe ein offenes Knie und ein geplatztes Telefondisplay. Außerdem bin ich der glücklichste Mensch der Welt.</p>
<div id="attachment_4033" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4033" alt="Geschafft. Die neue Weide gibt nicht nur viel Gras her, sondern auch einen fantastischen Blick auf den Otzberg und das Hobbit-Museum." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard012.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Geschafft. Die neue Weide gibt nicht nur viel Gras her, sondern auch einen fantastischen Blick auf den Otzberg und das Hobbit-Museum.</p></div>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im Rheingau an. Omma Liesel, noch nie in meinem Leben gesehen, begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. Sie trägt eine geblümte „<em>Kiddelschörz</em>“ und drückt jedem ein Glas „<em>foi Woische</em>“ in die Hand. Ich sei „<em>e goldisch Oos</em>“. Ich nicke, lächle höflich und trinke einfach alles aus, das mir eingeschenkt wird. Ich verstehe ehrlich gesagt kein Wort von dem, was sie erzählt. Und Omma Liesel erzählt viel. Es ist 14 Uhr und ich habe dezent einen sitzen. Ganz schön, dieses Hessen.</p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4006" alt="Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard001.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel.</p></div>
<p>Wir begeben uns auf die „<em>Romantik-Tour</em>“ nach Rüdesheim. Mit der Seilbahn geht es getreu dem Motto „<em>Über den Reben schweben</em>“ hoch zum Niederwalddenkmal. Der Elvis ist auch schon mal mit der Bahn gefahren, wusste Oma Liesel zu erzählen. Eventuell sprach sie aber auch von etwas ganz anderem.</p>
<div id="attachment_4007" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4007" alt="Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard002.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten.</p></div>
<p>Die Seilbahn ist nicht ohne. Aus den in die Gegenrichtung fahrenden Gondeln schießen Besoffene mit Böllern auf uns. Ich mache es mir flach auf dem Bauch liegend zu den Füßen meiner Mitfahrer bequem und erinnere mich an Omma Liesels Geschichte von „<em>die letzde drei Granade vom Kriesch.</em>“ Jetzt weiß ich, wie sie sich damals fühlte.</p>
<div id="attachment_4008" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4008" alt="Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard003.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel.</p></div>
<p>Oben angekommen schwingt die unverhältnismäßig große Germania kampfeslustig eine Fackel. Auf ihrem Sockel klettern Gruppen rotzeblauer Vatertagsausflügler mit fahrbaren Bierfässern und mobilen Holzkohlegrills umher – allesamt mit geöffneten Hosenställen und glasigen Augen. Ich spüle angeekelt eine Prinzenrolle Vollkorn mit einem doppelten Schoppen Weißwein runter.</p>
<div id="attachment_4010" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4010" alt="Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard004.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt.</p></div>
<p>Später geht es mit einem Kreuzfahrtschiff den Rhein entlang am Binger Loch vorbei in die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville. Eltville verhält sich zum Wohnort meiner brandenburgischen Großeltern, Schenkendorf, in etwa wie Megan Fox zu Vera Int-Veen. Ostdörfer wurden aus grauem Staub und Asbest gebaut, Eltville aus Fachwerk und Rosen. Ich trinke einen Weincocktail mit Basilikum auf einer edlen Terrasse, während unter mir Kanadagansbabies im sonnigen Rhein planschen. In der Kirche von Eltville zünde ich eine Kerze an und wünsche mir, dass ich mich auf dieser Reise nicht öffentlich übergeben muss. Na, dann zeig mal, was du drauf hast, Mutter Maria.</p>
<div id="attachment_4011" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4011" alt="Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard005.jpg" width="638" height="477" /><p class="wp-caption-text">Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist.</p></div>
<p>„<em>Was mer net esse, trinke mer</em>“, werden wir im Weingut Allendorf begrüßt. Dazu gibt es ein Glas Sekt. Natürlich. Inzwischen bin ich versucht, es heimlich in einen Blumenkübel zu gießen. Omma Liesel sitzt draußen mit ihrem Stammtisch „<em>Winkler Girls</em>“ und strahlt.</p>
<p>Im Weinkeller darf ich in ein 16.000-Liter-Fass gucken. Der Weinstein glitzert wie Diamantenstaub. Inzwischen kommt mir hier eh alles vor wie Disneyland. Ich bin begeistert.</p>
<div id="attachment_4012" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4012" alt="„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard006.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin.</p></div>
<p>In meinem jugendlichen Übermut klettere ich auf einen großen Kirschbaum inmitten des Weingutes und brülle: „<em>Ich liebe Rheinland-Pfalz!</em>“</p>
<p>„<em>Ebe langts</em>“, ruft mir Omma Liesel von unten zu. Ich freue mich mit ihr und bestelle mir noch eine Rotweinschorle. Inzwischen bin ich quasi als Hessin wiedergeboren und ich kann euch sagen: <em>Des geht hnunner wie heilisch El.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>&#8220;Du riechst NICHT nach Mensch.&#8221; Von Pheromonen und Fruchtzwergen.</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 09:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. Wie neulich angekündigt, gehe ich gleich auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, klickt hier). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. <span style="color: #333333;">Wie neulich angekündigt, gehe ich glei</span>ch auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">klickt hier</span></a></span></strong>). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für die anstehende Festivität frei und ext noch einen Wodka. Vorglühen und Qualitätssicherung abgeschlossen. Es kann losgehen.</p>
<p>Wir stehen noch vor der Location und trinken unsere Biere aus, als wir schon vom ersten Journalisten mit Tonband interviewt werden. Auf welchen Geruch wir abfahren würden. Holz, Vanille und Waschmittel sind hoch im Kurs. Interessant.</p>
<p>Wir gehen rein.</p>
<p>Die Gäste der Party sind schöner und ein bisschen weniger desperate als erwartet. Ein einsamer DJ legt auf.<br />
Und nun? Ich kauf doch nicht den Geruch im Sack! Oder doch? Mal gucken. Ich rieche mich durch den Grabbeltisch der Pheromone.</p>
<div id="attachment_3913" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3913" alt="Pheromonparty 3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.01.png" width="638" height="421" /><p class="wp-caption-text">Die Mädchenseite riecht nach Parfum oder Fruchtzwergen.</p></div>
<p>Manches müffelt nach Essen, manches einfach irgendwie strange. Schweiß finde ich nicht so richtig. Das ist okay so. Vieles riecht einfach nach nichts. Nichts ist aber auch nicht gut. Ich checke die weibliche Konkurrenz. Schnell ist klar: Die Mädchen auf der anderen Seite des Tisches haben mit Parfüms getrickst.</p>
<p>Ich entscheide mich für zwei Tütchen mit einem Waschmittelodeur. Der Fotograf macht ein paar Bilder mit jeder Tüte. Irgendein Kamerateam filmt. RTL. Angst.</p>
<div id="attachment_3916" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class=" wp-image-3916 " alt="Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.13-1024x679.png" width="638" height="420" /><p class="wp-caption-text">Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda.</p></div>
<p>In einem Raum mit großer Leinwand laufen die Fotos der Singles mit Beutelchen und Nummer durch. Anstatt &#8220;Mann&#8221; hätte ich jetzt doch lieber &#8220;Flachmann&#8221;. Ich hole mir noch einen Drink.</p>
<p>Auf meinem eigenen Foto halte ich die Tüte des Vertrauens sinnvollerweise vor mein Gesicht. Na, vielleicht steigert das ja meine Chancen.</p>
<div id="attachment_3911" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3911" alt="Zwischen Journalist und Justin Bieber." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Phermone.jpg" width="638" height="319" /><p class="wp-caption-text">Zwischen Journalist und Justin Bieber schnüffle ich an etwas Gestreiftem.</p></div>
<p>Ein Mann zeigt ein Shirt ins Bild. Er trägt Brille, Bart und kariertes Hemd. Nummer 39.<br />
DAS BIN ICH!<br />
Dann stehe ich vor ihm.</p>
<p>&#8220;Hi.&#8221;<br />
&#8220;Hi, na?&#8221;</p>
<p>Er erklärt mir, was er an meinem Geruch mochte. &#8220;Nicht so fake.&#8221; Und vergleicht mit meinem Hals. Strange? Irgendwie nicht.<br />
Ich frage mich, warum er auf dieser Party ist. Er ist niedlich. Der könnte auch einfach wen in einer Bar ansprechen. Er erzählt mir, wie er in der Schule vor den Mädchen immer rot geworden ist. Und dass er sich nie trauen würde, den ersten Schritt zu machen. Seine Freunde stehen im Türrahmen und gucken und kichern.<br />
Ich weiß, was er meint, verstehe es trotzdem nicht.<br />
Sein Shirt riecht solide. Ungefährlich. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass er sich ruhig mal was trauen kann, weil er toll ist, lasse ich ihn gehen. Er ist ca. fünf Jahre jünger und einen Kopf kleiner. Auch schon wieder schade.</p>
<p>Ich tausche Karten mit Presseleuten. Dann trinke ich noch was. Jemand sagt über mein Shirt: &#8220;Es riecht NICHT nach Mensch.&#8221; Aha.</p>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3923" alt="Pheromonparty 5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.10.png" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Die Pheromonisierung des Seins.</p></div>
<p>Als die Party schon die Werbebanner abnimmt, sitze ich noch mit fünf Leuten da. Wir haben über dem Thema Körpergeruch gebondet. Dann stehen wir alle zusammen vor der Bar. &#8221;Gehen wir noch irgendwo was trinken?&#8221; Das machen wir dann auch.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 648px"><img alt="Pheromonparty 6" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.48.png" width="638" height="429" /><p class="wp-caption-text">Daumen hoch für die Kamera. Nächstes Mal machen wir aber was anderes, okay?</p></div>
<p>Fazit:</p>
<p>Pheromonparties haben ein Problem: Es sind Singleparties. Parties für Singles.<br />
Und Angst und Verzweiflung kann man nun mal riechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lindas Artikel zum Thema findet ihr übrigens bei <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Mit Vergnügen" href="http://www.mitvergnuegen.com/2013/alltag-raus-nase-rein-deutschlands-erste-pheromon-party/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Mit Vergnügen</span></a></strong></span>. Und besucht mich doch auch mal auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #3366ff;"><a href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #3366ff;"><b>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #3366ff;"><b>Smell you later.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #3366ff;"><b>Checkliste für brauchbare Männer.</b></span></a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Overboard. Meine Nacht mit Oskar.</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 15:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[aquarium]]></category>
		<category><![CDATA[fisch]]></category>
		<category><![CDATA[glodfischglas]]></category>
		<category><![CDATA[goldfisch]]></category>
		<category><![CDATA[haustier]]></category>
		<category><![CDATA[intro]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist fünf Uhr morgens. Ich sitze volltrunken im Taxi nach Hause. Mit Oskar. Aus einer 10-Liter-Bong hatte ich Wodka Energy trinken und dabei Karaoke singen müssen. Ich bin eine gebrochene Frau. Immerhin habe ich noch nicht gebrochen. Mit zwanzig km/h schleichen wir durch die Straßen Neuköllns. »Bitte fahren Sie doch nicht so schnell!!« An [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist fünf Uhr morgens. Ich sitze volltrunken im Taxi nach Hause. Mit Oskar. Aus einer 10-Liter-Bong hatte ich Wodka Energy trinken und dabei Karaoke singen müssen. Ich bin eine gebrochene Frau. Immerhin habe ich noch nicht gebrochen.<br />
Mit zwanzig km/h schleichen wir durch die Straßen Neuköllns. »Bitte fahren Sie doch nicht so schnell!!«</p>
<p>An meinen Füßen ist alles nass. Zwischen meinen Beinen steht eine gläserne Kugel, zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Oskar guckt mich traurig an. Wie eine Möwe im Orkan schwappt er durch die Fluten in seinem Glas. Hin und her.</p>
<p>Oskar ist ein Goldfisch. Ich habe ihn samt Behausung aus dieser rauchigen Bar gerettet.</p>
<p>»Stellen Sie ihn bitte hier auf den Schreibtisch.« Ich gebe dem Fahrer einen Zwanni, dann sind Oskar und ich alleine. Er schwimmt panisch immer im Kreis. Ich spreche beruhigende Worte. Währenddessen informiere ich mich im Internet: Oskar wird zwanzig Zentimenter lang und vierzig Jahre alt werden, in diesem Glas voraussichtlich aber keine Woche überleben. Kacke!</p>
<div id="attachment_3953" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-3953 " alt="Ein tolles Accessoire für die Biedermeier Kommode im Wohnzimmer. Nur leider eine Qual für das Tier." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Oskar_11.jpg" width="492" height="492" /><p class="wp-caption-text">Ein tolles Accessoire für die Biedermeier Kommode im Wohnzimmer. Nur leider eine Qual für das Tier.</p></div>
<p>Als ich nach gesunden vier Stunden Schlaf aufstehe ist Oskar bereits wach. Mein Kopf schmerzt. Ich nehme ihn mit in die Küche und stelle ihn auf den Frühstückstisch. Meine Mitbewohnerin kommt rein, ihre Augen beginnen sofort zu leuchten. »Ist der … ist der etwa … für … MICH?«</p>
<p style="text-align: left;">»Wir können ihn nicht behalten«, erkläre ich ihr. Wütend stampft sie mit dem Fuß auf den Boden.</p>
<p>»Sieh mal, der Oskar kann in diesem Glas nicht lange überleben, weil es viel zu klein ist und es nicht genug Sauerstoff gibt. Außerdem ist er sehr einsam. Und wir wollen doch, dass es dem Oskar gut geht, oder?« Ja, das wollen wir. Oskar legt zustimmend ein Häufchen.</p>
<div id="attachment_3956" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-3956 " alt="&quot;Möchten Sie vielleicht ein wenig Gurke zu Ihrem Fisch?“ Frühstück mit Oskar." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Oskar_21.jpg" width="492" height="492" /><p class="wp-caption-text">&#8220;Möchten Sie vielleicht ein wenig Gurke zu Ihrem Fisch?“ Frühstück mit Oskar.</p></div>
<p style="text-align: left;">Die Suche nach einem neuen Zuhause läuft schleppend an. Keiner hat ein Kaltwasser-Aquarium im Wohnzimmer zu stehen. Es sind halt auch nicht mehr die goldenen Neunziger.</p>
<p>Ich schreibe gerade eine Kleinanzeige, als ich bemerke, dass Oskar apathisch am Grund des Glases vor sich hindümpelt. Binnen eines halben Tages hat sich das klare Wasser in eine trübe, flockige Brühe verwandelt.</p>
<p>»Puste doch mal Frischluft mit nem Strohhalm rein«, wird mir geraten. Ich finde das gar nicht witzig. Wenn Oskar jetzt stirbt, werde ich das nie verkraften. Nie! Wütend schöpfe ich den komatösen Fisch mit einer Alexander Klaws Fantasse aus seinem Becken, bevor ich ihm langsam Frischwasser zuführe. Es geht um Leben und Tod.</p>
<div id="attachment_3958" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-3958 " alt="Ich habe nicht 15 Jahre auf Fleisch verzichtet, dass mir nun dieser putzige Fisch hier stirbt." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Oskar_31.jpg" width="492" height="492" /><p class="wp-caption-text">Ich habe nicht 15 Jahre auf Fleisch verzichtet, dass mir nun dieser putzige Fisch hier stirbt.</p></div>
<p style="text-align: left;">Eine Stunde später trage ich Oskar in einer Plastiktüte durch die Stadt. Wir haben doch noch ein wohltemperiertes Becken gefunden, das groß genug für ihn ist. Eines mit Artgenossen und Sauerstoffpumpe. Als der neue Besitzer die Tüte wegträgt, dreht Oskar sich noch mal um und winkt mir mit seiner goldenen Flosse zu. Ich habe Tränen in den Augen.</p>
<div id="attachment_3960" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-3960 " alt="Oskar, der gutgelaunte Schleierschwanz, den selbst mein Karaoke nicht umbringt, geht auf Reisen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Oskar_41.jpg" width="492" height="492" /><p class="wp-caption-text">Oskar, der gutgelaunte Schleierschwanz, den selbst mein Karaoke nicht umbringt, geht auf Reisen.</p></div>
<p style="text-align: left;">Vor dem Einschlafen gucke ich auf Oskars leeres Glas und bin wütend auf die Welt. Eine Welt, in der Goldfische in Gläsern schwimmen, Kaninchen in Käfigen mümmeln und Hunde in Einzimmerwohnungen hocken. Denn da gehören die kleinen Stinker nicht hin. Punkt.</p>
<div id="attachment_3961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 502px"><img class="size-full wp-image-3961 " alt="Oskar ist nun weg. Wenigstens bleibt mir ein schicker neuer Astronautenhelm." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Oskar_51.jpg" width="492" height="492" /><p class="wp-caption-text">Oskar ist nun weg. Wenigstens bleibt mir ein schicker neuer Astronautenhelm.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Dieser Text ist auch auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Meine Nacht mit Oskar auf intro.de" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23071559/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">intro.de</span></a></span></strong> in der Reihe &#8220;Vom Winde verwöhnt&#8221; erschienen. </em><em>Außerdem geil: meine <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook-Seite</span></a></span></strong>.</em></p>
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		<title>Smell you later! Deutschlands erste Pheromonparty</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 20:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<description><![CDATA[Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen. &#160; Und dann: Eine Pressemitteilung landet auf meinem Schreibtisch. Es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen.</p>
<p><a href="http://axcitelp7.com/product/index.php"><img class="alignleft size-full wp-image-3776" alt="Any girl, any time" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.43.581.png" width="638" height="223" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann: Eine <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Pheromon-Party Pressemitteilung" href="https://www.shopaman.de/presse/pressemitteilungen/pheromon-party" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Pressemitteilung</span></a></span></strong> landet auf meinem Schreibtisch. Es geht um die erste offizielle Pheromonparty Deutschlands. Was soll das bitte sein? Auf einem zugehörigen Bild schnüffelt eine lebensbejahende Frau an der Achsel eines Typen. Ich bin angeekelt, aber fasziniert.</p>
<p>Das Konzept der Party ist folgendes: Man bringt ein mehrfach nachts getragenes und luftdicht verschlossenes T-Shirt mit, das vor Ort mit einer Nummer versehen wird. Dann widmet man sich einem Haufen männlich markierter Kleidungsstücke und erriecht sich brauchbare Single-Männer. Mit der Plastiktüte des Vertrauens wird dann ein Foto von einem gemacht, das auf der Party über eine Leinwand läuft. Der zum Shirt gehörige Mann kann sich dann anhand des Bildes entscheiden, ob er reden/ flirten/fummeln möchte.</p>
<p>Mir wäre es lieber, wenn Menschen generell nach nichts riechen würden. Nach nichts und Parfum. Die Vorstellung, an Fremden im Rahmen einer Abendveranstaltung riechen zu müssen, finde ich so absurd und beängstigend, dass sich mir sofort die Fußnägel aufrollen. <strong>Ich muss da auf jeden Fall hin!</strong> Mit meiner Freundin Linda, die auch ein Ding für schmerzhafte Grenzerfahrungen hat.</p>
<p>Ich checke die Liste der Teilnehmer bei Facebook. Scheint, als würde das Angebot eher überschaubar bleiben. Super. Singleparty zu fünft. Ich kann es kaum abwarten. Ob es da wohl Schnaps gibt?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3768" style="border: 1px solid black;" alt="Facebook Event" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.04.061.png" width="471" height="218" />Es gab mal eine Show in England (Oder war es Deutschland? Egal). Da haben sich die Kandidaten ausschließlich mit verbundenen Augen gedatet. Sie durften anfassen, schmecken, hören, sprechen, saufen, riechen, küssen. Fast alle verliebten sich in wen. Nach Lüftung des Sichtschutzes wollte aber kaum jemand den gerade noch Angebeteten haben. Die Frauen waren da noch härter als die Männer. Fazit meist: Du bist echt super, mir aber zu hässlich.</p>
<p>Also, was ist nun das Geheimnis von Attraktivität? Sind symmetrische Gesichter überbewertet? Kann man mit einer sexy Stimme nichts reißen? Sind Werte, Wesen und Werktätigkeit nur vorgeschobene Kriterien? Vertrauen wir doch am meisten auf unser feines Näschen, das uns den Weg zum richtigen Partner zeigt? Zum Partner, den wir gut riechen können?</p>
<p>Kurz: Ist Ausdünstung größer Ausstrahlung?</p>
<p>Linda und ich werden es herausfinden auf der ersten Pheromonparty Deutschlands. Oder auch nicht.<br />
So oder so: Ich rieche einen guten Blogpost. Oder?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3758" alt="Pheromonparty3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Pheromonparty3.jpg" width="638" height="357" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer auch zur Party kommen möchte: Alle Infos gibt es auf der <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook Event" href="https://www.facebook.com/events/385502888224379/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook-Eventpage</span></a></span></strong>.</p>
<p>Titelbild: <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="www.shopaman.de" href="https://www.shopaman.de" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.shopaman.de</span></a></span></strong></p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #b616de;"><strong><a title="Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln." href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #b616de;">Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="U8 und die Leinestraße – Gefahren, Gerüche, Geschissenes." href="http://mymagictypewriter.com/u8-und-die-leinestrase-gefahren-geruche-geschissenes/"><span style="color: #b616de;">U8 – Gefahren, Gerüche, Geschissenes.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="Checkliste für brauchbare Männer" href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #b616de;">Checkliste für brauchbare Männer.</span></a> </strong></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bin ich eigentlich wahnsinnig? Ein Coming Out.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 16:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[bekloppt]]></category>
		<category><![CDATA[praxis]]></category>
		<category><![CDATA[probleme]]></category>
		<category><![CDATA[therapeut]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>
		<category><![CDATA[wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Januar 2012. Ich stehe vor der Haustür. Ich bin zwei Minuten zu spät. Ob das schon von meiner Zeit abgeht? Wäre mir auch recht. Erinnert sich hier jemand an den Zahnarztbesuch oder das Intimwaxing? Ähnliche Gemütslage. Wieder diese Stressflecken im Ausschnitt. Ich muss pinkeln, schwitzen, kotzen und flüchten. Gleichzeitig. Das Bungee-Syndrom macht sich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Januar 2012. Ich stehe vor der Haustür. Ich bin zwei Minuten zu spät. Ob das schon von meiner Zeit abgeht? Wäre mir auch recht. Erinnert sich hier jemand an den <span style="color: #3366ff;"><a title="Zahnärzte: ein Traum(a) in Weiß" href="http://mymagictypewriter.com/zahnarzte-ein-trauma-in-weis/"><span style="color: #3366ff;">Zahnarztbesuch</span></a></span> oder das <span style="color: #3366ff;"><a title="Wax and the City – die Pobacken-Konspiration." href="http://mymagictypewriter.com/wax-and-the-city-%e2%80%93-die-pobacken-konspiration/"><span style="color: #3366ff;">Intimwaxing</span></a></span>? Ähnliche Gemütslage. Wieder diese Stressflecken im Ausschnitt. Ich muss pinkeln, schwitzen, kotzen und flüchten. Gleichzeitig.<br />
Das Bungee-Syndrom macht sich in mir breit. Immer wieder frage ich mich: Was zur Hölle mache ich hier? Bin ich eigentlich wahnsinnig?<br />
Muss ja, schließlich klingle ich gerade zum ersten Mal bei meiner neuen Therapeutin…</p>
<p>Gibt es dort ein Wartezimmer? Muss ich dann mit Rain Man und Gilbert Grape in einem Raum sitzen und die Brigitte lesen? (Antworten: Nein, nein und nein.)</p>
<p>Eine Frau, die ich schon von ihrer Webseite kenne, öffnet mir die Tür und führt mich in ein Zimmer, in dem so gut wie nichts steht. Ein kleiner Tisch aus Glas, drei Stühle, das wars. Wo ist die Couch? Jedes Kind weiß, dass es beim Therapeuten eine Couch gibt. Für den Preis kann man ja auch wohl etwas Komfort erwarten! Sie zeigt auf einen Stuhl. Ich setze mich. Na, das kann ja was werden.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-2930" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/1.jpg" width="275" height="411" />Auf dem Tisch sehe ich eine Flasche Wasser, einen Wecker, eine Packung Taschentücher und ein Klemmbrett mit Stift. Wenigstens ein paar Klischees werden mir noch erfüllt.</p>
<p>Die Therapeutin ist vielleicht 40 und eine Mischung aus Lehrerin und Milf. Ihre vereinzelten grauen Haare in der dichten Frisur lassen sie überdurchschnittlich weise aussehen. Vielleicht ist sie keine klassische Schönheit, ich finde sie aber toll. Sie redet wie jemand, der sich tatsächlich für meine Probleme interessiert. Wahnsinn.</p>
<p>Sie schenkt mir Wasser ein, dann fasst sie noch mal die Fakten zusammen, die sie sich in Telefonaten mit mir gesammelt hat. Ich habe Schüttelfrost. Ich möchte auf keinen Fall etwas sagen müssen. Dann stellt sie mir eine Frage. Jetzt erwartet sie bestimmt, dass ich irgendwas antworte.</p>
<p>Nicht, dass sie denkt, ich hätte einen Dachschaden? Der erste Satz <em>muss</em> sitzen. Ich muss sie sofort davon überzeugen, dass ich total sane bin. Das ist momentan tatsächlich meine größte Sorge. Sollte ich es mir ihr besprechen oder ist das wie wenn man &#8220;Google&#8221; googlet?</p>
<p>So richtig bekloppt bin ja auch gar nicht.<br />
Okay, ich sortiere Dinge vielleicht zwanghaft nach Farben und muss das Licht immer dreimal an- und ausschalten, wenn ich das Haus verlasse.<br />
Und ich habe da dieses Problem.<br />
Oh Gott, ich wusste es! Ich hab nicht mehr alle Murmeln in der Hütte!! Schon bald werde ich die Upper und Downer wie Smarties fressen!</p>
<p>Ich breche, auch für mich eher unerwartet, in Tränen aus.<br />
Die Therapeutin reicht mir eines der Taschentücher. Ich putze mir beschämt die Nase. Ich möchte mich verstecken. Es gibt hier aber nichts. Vielleicht hat das minimalistische Mobiliar sogar einen Zweck?</p>
<p>Wir sagen eine Weile nichts. Die Therapeutin nickt langsam und abwesend mit dem Kopf. So als würde sie nachdenken. Ich gucke auf die Uhr. 60 Sekunden vergehen. Das ist 1,60€! Bestimmt sucht sie nicht nach einer Lösung für mein Problem, sondern geht im Geiste die neue Pelz-Lösche-Kollektion nach geeigneten Nerzen durch. Ich räuspere mich. Sie guckt mich an. Dann sagt sie: Erzählen sie doch mal, Frau Müller.</p>
<p>Ich trinke einen extra großen Schluck Wasser, obwohl ich schon jetzt tierisch aufs Klo muss. Hauptsache Zeit schinden. Dann erzähle ich. Sie schreibt auf ihrem Klemmbrett alles wacker mit. Aus Kostengründen spreche ich sehr schnell. Währenddessen frage ich mich, was sie so notiert. In der Schule habe ich auch lieber Sonnen und Vierecke gemalt, als mitzuschreiben. Oder steht da vielleicht sogar schon die Diagnose?</p>
<p>Sie fragt mich nach Männern, Beziehungen. Völlig off-topic. Ich sei zwar momentan allein, es sei aber gar kein Problem, lüge ich. Bloß nicht noch mehr potentielle Gesprächsthemen schaffen. Das kostet ja nur wieder unnötig. Sie erzählt mir außerdem von einer lösungsorientierten Therapieform, die sie gerne anwenden würde. Klingt wie eine Mischung aus Scharade, Geisterbeschwörung und über glühende Kohlen laufen.</p>
<p>Gar. Keinen. Bock.</p>
<p>Nach 60 Minuten darf ich gehen. Ich übergebe ihr das Geld in bar. Wie einem Callgirl. Nächstes Mal überweise ich, vielleicht tut das weniger weh.</p>
<p>Als ich aus der Tür rausgehe, fühle ich mich ausgelaugt, verwirrt, erwachsen, arm, aber auch irgendwie stolz.<br />
Alles wird gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS:</p>
<p>Wer auch mal rausfinden möchte, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, geht am besten wie folgt vor: Besucht euren Hausarzt und erzählt von eurem Problem. Ihn wird das nicht weiter jucken, er wird nicht komisch gucken, der hört das täglich. Der ist froh, dass ihr keinen eitrigen Abszess am Arsch habt. Streut am besten die Buzzwörter „Tabletten“, „arbeitsunfähig“ und „Pulsadern“ ein. Das sollte reichen, um 20 Stunden verschrieben zu bekommen. Passt aber auf, dass ihr nicht sofort zwangseingewiesen werdet.</p>
<p>Therapie ist Wellness fürs Gehirn. Ihr werdet es nicht bereuen. Es war zumindest die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe. Und was hat man schon groß zu verlieren, außer seiner Würde, eventuell Geld und dem Ansehen in der Gesellschaft? Eure Freunde werden euch deswegen nicht weniger lieben. Im Gegenteil. Ihr werdet euren Bekloppten-Bonus lange ausspielen können.<br />
Mal keinen Bock auf Socializen? Jeder wird’s verstehen.<br />
Lust, sich in der Öffentlichkeit akribisch einzelne Haare auszureißen? Jeder wird’s ignorieren.<br />
Sich umherfahren, bekochen und in den Arm nehmen lassen? Jeder wird’s machen.</p>
<p>Und es sind auch die Freunde, die einem die sinnvollsten Dinge mit auf den Weg geben: <em id="__mceDel">„Freue mich schon, wenn du geheilt bist. Sag deiner Therapeutin aber, du brauchst noch einen Rest-Wahnsinn für deine Kunst.“</em></p>
<p>Danke dafür. Ihr wisst, wer ihr seid.</p>
<div id="attachment_3672" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-3672 " alt="Heute bin ich eine geheilte Frau." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Foto-am-22-05-2012-um-17.37.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Heute bin ich eine geheilte, glückliche Frau. Und lebe in Paris.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #b608d8;"><a title="Auf Drogensuche mit dem dicken Rolf* (*Name und Statur geändert)" href="http://mymagictypewriter.com/auf-drogensuche-mit-dem-dicken-rolf-name-und-statur-geandert/"><span style="color: #b608d8;"><span style="color: #b616de;">Auf Drogensuche mit dem dicken Rolf.</span></span></a></span></strong><br />
<strong><span style="color: #b608d8;"> <a title="mein (alter) ego dreht durch." href="http://mymagictypewriter.com/mein-alter-ego-dreht-durch/"><span style="color: #b608d8;">Mein Alter Ego dreht durch.</span></a></span></strong><br />
<strong><span style="color: #b608d8;"> <a title="Der ganz normale Fieber-Wahnsinn." href="http://mymagictypewriter.com/der-ganz-normale-fieber-wahnsinn/"><span style="color: #b608d8;"><span style="color: #b616de;">Der ganz normale Fieberwahnsinn.</span> </span></a></span></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gefangen im Bauch des fiesen Kater Holzigs.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 15:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
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		<description><![CDATA[23:17h &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb. 0:00h &#8211; Wir stehen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>23:17h</strong> &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb.</p>
<p><strong>0:00h</strong> &#8211; Wir stehen auf einer Dachterrasse. Ists schon zwölf? Dürfen wir uns schon umarmen? Keiner weiß es so richtig. Wir zählen mehrfach den Countdown runter. So lange, bis sich die Anzahl der Raketen im Himmel exponentiell nach oben geschraubt hat. Happy New Year!</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3477" title="Prosit Neujahr" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9537.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>0:07h</strong> &#8211; Alle telefonieren mit irgendwem. Ich zücke mein Handy. Ich habe eine Whatsapp-Nachricht bekommen! Geil!<br />
&#8220;New version of WhatsApp Messenger is now available. Please visit the Android Market or the WhatsApp Website to upgrade to the latest version.&#8221;</p>
<p><strong>0:08h</strong> &#8211; Ich werfe mein Handy gegen die Wand und exe etwas, das im Abgang angeblich nach Bratwurst schmeckt.</p>
<p><strong>0:27h</strong> &#8211; Die Bratwurst hat gewirkt. Ich habe ein Mikro um den Hals baumeln, zwei Zigaretten im Mund und singe Bonnie Tyler. Überall glitzert es. Ist das noch Make-Up oder sind das schon Sterne?</p>
<p><strong>1:12h</strong> &#8211; Beim Versuch die Hebefigur aus Dirty Dancing in einem bodenlangen Kleid nachzustellen und mich dabei selbst zu fotografieren, falle ich erstmalig hin. Lande aber weich in einem Meer aus Luftschlangen. Dort bin ich glücklich.</p>
<p><strong>2:45h</strong> &#8211; Entweder aufs Sofa zum Ehepaar oder auf eine Party mit dem Rest? Eine entscheidende Weiche des Abends nimmt den falschen Lauf.</p>
<p><strong>3:08h</strong> &#8211; Nach einer unendlich langen Tramfahrt kommen wir bei einer Privatparty am Oranienburger Tor an. Vor der Tür schleudert mir ein Mädchen einen gelben Ofenanzünder ins Gesicht. Es tut trotz Trunkenheit unheimlich weh. Meine Wange schwillt auf das doppelte an.</p>
<p><strong>3:15h</strong> &#8211; Ich betrachte mich in einem Spiegel in dieser Wohnung. Von der Fleischwunde in meinem Gesicht keine Spur. Jemand bringt mir eine Tasse Waldfruchtlikör mit Redbull. Gegen die Schmerzen. Das Gemisch entpuppt sich sofort als mein neuer Lieblingsdrink.</p>
<p><strong>4:07h</strong> &#8211; Mir wurden sehr viele Menschen vorgestellt. Alle Sportler. Ich habe mir keinen einzigen gemerkt. Ich freunde mich mit etwas Lametta an und fotografiere eine Flasche Schweppes auf Klo.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3475" title="Schweppes" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9702.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4:41h</strong> &#8211; Jemand tippt mir auf die Schulter: &#8220;Komm, wir fahren ins Picknick.&#8221; &#8211; &#8220;No way. Dafür ist es viel zu spät.&#8221;</p>
<p><strong>6:06h</strong> &#8211; Irgendwas hat mich schon mehrfach von der Bank gehauen, auf der ich mit den anderen im Picknick tanze. Wahrscheinlich war es der Schnaps. Ich sollte nach Hause fahren, möchte aber lieber noch ein bisschen glücklich sein.</p>
<p><strong>8:50h</strong> &#8211; Ich werde von meiner schönen Bank gezerrt: &#8220;Wir fahren jetzt ins Kater.&#8221; &#8211; &#8220;Seid ihr irre? Ich komme auf gar keinen Fall mit!&#8221;</p>
<p><strong>9:12h</strong> &#8211; Wir stehen am Eingang. Ich habe keinen Pfennig Geld mehr. Es ist unfassbar hell. An der Tür treffe ich einen Bekannten mit einer Banane im Gesicht. Das ist also das Kater Holzig. Ich war noch nie hier, möchte aber auch wirklich nicht rein.</p>
<p><strong>9:17h</strong> &#8211; Jemand hat mich am Arm nach drinnen gezogen. Ich stehe und starre und staune. Dieser Club hasst mich! Alles ist wie in einem Horrorfilm. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, fressen mich die Zombies bestimmt auf. Und wenn ich jetzt nicht sofort was trinke, werde ich wieder nüchtern. Bloß nicht!</p>
<p><strong>9:21h</strong> &#8211; Ich mache ein Foto von der Bar. Um meinen Arm hängt eine teure Kamera mit lichtstarkem Objektiv und externem Blitz. &#8220;Wenn die Security dich erwischt, fliegst du sofort raus.&#8221; Ich kippe meinen Jägermeister runter. War das jetzt eine Drohung oder ein Versprechen? Ich zumindest fordere mein Glück heraus.</p>
<p><img title="Im Bauch des Katers" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9777.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9:29h</strong> &#8211; Das ist es also, das Kater. Post-apokalyptische, kranke Vision von Hippies, die auf Chemie stehen. Abrisshaus aus Disneyland mit Marktplatz, Infrastruktur und Würstchenbude. Ein alles verschlingendes Loch, das sich einfach nicht schert um das sonst so gängige Raum-Zeit-Kontinuum. Eine Parallelwelt der Verrückten. Womöglich werden die mich nie wieder gehen lassen.</p>
<p><strong>9:45h</strong> &#8211; Ich bin die einzige im Club, die keine Drogen genommen hat, und doch komme ich von allen am wenigsten klar. Außer dem Mädchen da hinten, das Schaum vorm Maul hat und grunzt. Ist es eigentlich schon zu spät jetzt noch mit Ketamin anzufangen?</p>
<p><strong>10:07h</strong> &#8211; Ich lehne an einer Häuserwand, als mich jemand von der Seite anspricht. Er sieht ganz nett aus. Ich verstehe nicht viel, meine aber, das Wort GHB zu hören. Ich halte mir schnell den Drink zu und rutsche unauffällig von ihm weg. Als er kurz nicht guckt, renne ich so lange bis ich im rettenden Bauch einer riesigen Katze Unterschlupf finde. WTF?</p>
<p><strong>10:18h</strong> &#8211; Ich verirre mich immer weiter in dieser Katze und bleibe irgendwo zwischen Bumsecke und Bar stehen. Von der Decke hängt ein armdickes Tau. Ich greife danach und lasse es die nächste halbe Stunde nicht mehr los. Etwas Halt in Druffie-Land: unbezahlbar.</p>
<p><strong>10:52h</strong>  - Was ist eigentlich, wenn mich hier jemand sieht? Zwischen den ganzen Opfern? Wie ich das Tau umarme? Das macht mir echt Sorgen. Ich mache es mir zur Aufgabe, jedem der etwa 2000 Anwesenden zu erklären, dass ich auch wirklich nichts genommen habe. Mir glaubt niemand. Ich sehe aber auch echt scheiße aus.</p>
<p><strong>11:02h</strong> - Sonnenbrille! Ich brauche eine verdammte Sonnenbrille!</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9795.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>11:33h</strong> &#8211; Ich bin durch Gänge geirrt, Treppen hoch und runter gehechtet, über Dancefloors gejagt und stehe nun in der Kloschlange. Es stinkt, gibt keinen Spiegel, ich habe freie Sicht aufs Pissoirs, die Leute gehen zu acht aufs Klo. Ich gucke mir die Anstehenden genauer an &#8211; die zucken mit den Mündern, haben riesige Schweißflecken und müssen nie blinzeln.</p>
<p><strong>11:48h</strong> &#8211; Ich sitze in der Sonne und versuche normal auszusehen. Die Zombies krauchen um mich rum. Überall Dreck und Fratzen. Neben mir isst jemand einen Rollmops und ne Wiener. Gleichzeitig! Ich gucke ihn an &#8211; ihm fehlt das Weiße in den Augen. Wie soll ich nur jemals nach Hause kommen?</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9815.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12:07h</strong> &#8211; Ich habe endlich den scheiß Ausgang gefunden. Die Kamera hängt noch um meinen Arm. An der Tür werde ich verwarnt. Taaaaaxi!</p>
<p><strong>12:20h</strong> &#8211; Ich stehe in der Sparkasse. Wahrscheinlich in Berlin. In der Scheibe spiegelt sich etwas, das mal eine Frisur war. Ich gebe meinen Pin ein. Falsch. Ich gebe ihn erneut ein. Wieder falsch. Die Tasten müssen heute irgendwie anders als sonst angeordnet sein. In der Ecke sitzt ein Penner. Vielleicht sollte ich mich einfach zu ihm legen?</p>
<p><strong>12:35h</strong> &#8211; Ich schaffe es zwar nicht, selbständig die Taxitür zu öffnen, verlange aber noch nach einer Quittung. Auch kurz vorm Koma darf man den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren. Wenn diese Fahrt bei der Steuer durchgeht, hab ich das System vollends überlistet.</p>
<p><strong>12:39h</strong> &#8211; Ich bin zu Hause. Mein Handy ist schon längst aus. Muss es wieder anstellen, brauche ja nen Wecker. Ich gebe den Pin ein. Falsch. Ich gebe den Pin erneut ein. Wieder falsch. Beim dritten Mal werde ich aufgefordert, meinen achtstelligen Puk einzugeben. Scheiße.</p>
<p><strong>12:43h</strong> &#8211; Ich sitze auf dem Fußboden meines Zimmers. Um mich herum liegen drei Aktenordner und ne Menge Papierkram. Was mache ich noch mal? Ach richtig, Puk suchen. Pukpukpuk. Ich halte mir ein Auge zu, um besser sehen zu können.</p>
<p><strong>12:48h</strong> &#8211; Mein Handy ist endlich von den Zahlenfesseln befreit. Ich darf mir einen neuen Code aussuchen und tippe irgendwelche Tasten. (Shit! Welche eigentlich?) Ich stelle meinen Wecker erst auf Mitternacht, dann auf 20h.</p>
<p><strong>20:00h</strong> &#8211; Wer bin ich? Warum lebe ich? Welches Jahrhundert haben wir?</p>
<p><strong>20:02h</strong> &#8211; Geil. Ich habe den Kater komplett übersprungen. Oder&#8230; Oder bin ich etwa immer noch betrunken? Auf meinem Handgelenk prangt hartnäckig eine tollwütige Katze. Ich sollte aufstehen.</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9821.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>21:01h</strong> &#8211; Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>22:03h</strong> &#8211; Nee, echt jetzt. Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>23:02h</strong> &#8211; Ich stehe auf. Hui, mir ist noch schwindelig.</p>
<p><strong>23:03h</strong> &#8211; Ich bin bis zum Klo gekommen. Mein Magen bringt vielleicht nichts mehr hervor, ich würge mich trotzdem durch die nächsten Minuten.</p>
<p><strong>23:13h</strong> &#8211; Als ich endlich wieder im Bett liege, beschließe ich, nie mehr zu trinken. Dann stelle ich meinen Wecker auf 12 Uhr am nächsten Mittag. Ich hasse Kater. Ich hasse Kater Holzig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Ich habe aufgehört zu kotzen und hier geht es zu<strong><span style="color: #3366ff;"> <a title="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Gay Night Out. All in. - GFM im Weekend.</strong></span></span></a><br />
<a title="Bock auf Disco Krebs." href="http://mymagictypewriter.com/bock-auf-disco-krebs/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Bock auf Disco Krebs. - Deutschlands älteste Disco.</strong></span></span></a><br />
<a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Ein erholsames Wochenende in den Bergen. - Verkatert auf die Zugspitze.</strong></span></span></a></p>
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