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	<title>mymagictypewriter. &#187; urlaub</title>
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	<description>ich.bin.deine.mutter.</description>
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		<title>Juist &#8211; eine Hochzeit und ein Todesfall.</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Aug 2013 20:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[fliegen]]></category>
		<category><![CDATA[flugzeug]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeit]]></category>
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		<category><![CDATA[mord und todschlag]]></category>
		<category><![CDATA[nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch ziemlich verschlafen stehe ich in  Braunschweig am Bahnhof. Es ist kurz vor neun an einem Donnerstag. Die Sonne scheint. Braunschweig &#8230; Braunschweig &#8230; Shit! Hätte ich nicht in Hannover aussteigen sollen? Innerhalb von Minuten zerbröselt mein ausgeklügelter Reiseplan, der mich auf die Nordseeinsel Juist zu einer Hochzeit von Freunden bringen sollte. Eigentlich hätte ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Noch ziemlich verschlafen stehe ich in  Braunschweig am Bahnhof. Es ist kurz vor neun an einem Donnerstag. Die Sonne scheint.<br />
Braunschweig &#8230; Braunschweig &#8230; Shit! Hätte ich nicht in Hannover aussteigen sollen?<br />
Innerhalb von Minuten zerbröselt mein ausgeklügelter Reiseplan, der mich auf die <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Gedankenomelette aus dem Urlaub" href="http://mymagictypewriter.com/gedankenomelette-aus-dem-urlaub/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Nordseeinsel Juist</span></a></span></strong> zu einer Hochzeit von Freunden bringen sollte. Eigentlich hätte ich es wissen müssen &#8211; alleine darf ich einfach nicht reisen!</p>
<div id="attachment_4180" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4180" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller001.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">So schön ist Braunschweig. Noch schöner wäre es, wenn ich hier auch hingewollt hätte.</p></div>
<p>Dreißig Minuten nach dem Ablegen der einzigen Fähre des Tages komme ich in einem beschaulichen Küstenort an. Ein Taxi, von einer schwerhörigen, aber starken Rentnerin gesteuert, bringt mich zum <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flugplatz_Norden-Norddeich" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Flugfeld Norden-Norddeich</span></a></span></strong>. Der einzige Weg rechtzeitig zur Trauung morgen früh zu kommen, führt wohl durch die Luft.</p>
<p>Wie das Wort &#8220;Flugfeld&#8221; schon ganz richtig impliziert, ist es hier recht überschaubar. Als ich die Propellermaschine vor dem Check-In-Schuppen rumrosten sehe, bin ich empört. Dieses Blechteil kann doch nicht ernsthaft übers weite Meer fliegen? Meine Theorie: Je kleiner die Maschine, desto sicherer der Tod. (Wie ihr vielleicht schon wisst: <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Nord-Norwegen – die Wanderung zum Todesgipfel" href="http://mymagictypewriter.com/nord-norwegen-die-wanderung-zum-todesgipfel/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Ich habe Höhenangst.</span></a></span></strong>)</p>
<div id="attachment_4181" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4181" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller002.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">Okay, mal Spaß beiseite &#8211; wo ist jetzt das richtige Flugzeug?</p></div>
<p>Ich rolle meinen Koffer in das Gebäude und gehe zum Schalter. Der Mann dort sieht aus wie ein alter Seebär. Er hat die Ruhe weg und sein grauer Schnäuzer wippt auf und ab beim Sprechen.</p>
<p>Der einfache Flug soll 42 Euro kosten. Immerhin schon mal weniger als ich erwartet habe.<br />
Die Flugzeit beträgt fünf Minuten. Bitte was? FÜNF Minuten? In fünf Minuten kann ich mir nicht mal die Schnürsenkel binden! Wie soll der Pilot denn in fünf Minuten alle Sicherheitsmaßnahmen erklären, starten, auf 10.000 Fuß Flughöhe steigen, Drinks servieren, heimlich auf dem Klo eine rauchen und wieder landen? Ein Co-Pilot passt schon mal nicht in den Flieger. Eigentlich ist er sogar so klein, dass ich nicht mal weiß, ob der Pilot selbst passt.</p>
<div id="attachment_4182" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4182" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller003.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">Ich hab die Hosen* businessmäßig gestrichen voll.<br />*H&amp;M Trend, Frühjahr/Sommer 2011</p></div>
<p>Ausweis- oder Sicherheitskontrollen gibt es nicht. Klar! Verrückte, Drogenkuriere und Attentäter, bitte machen Sie es sich bequem. Hier haben Sie noch die aktuelle Ausgabe der Business Air News. Gute Reise.</p>
<p>Passenderweise werden die Insassen der gerade von der Insel gelandeten Maschine von der Kriminalpolizei Norden abgeführt und im Nebenraum verhört. Wieso wohl?</p>
<p>Es ist soweit. Wir besteigen dieses Auto mit Flügeln. In der letzen Reihe finde ich Platz, mein Kopf streift die Decke, die Knie habe ich vor lauter Enge Richtung Kinn gezogen. Vor mir sitzt eine Mutter mit aufgeregtem Kind, davor ein Pärchen, davor eine junge Frau, davor der Pilot. Die Propeller der Maschine setzen sich ratternd in Bewegung, wir holpern über die Startbahn und heben kurz danach steil ab.</p>
<div id="attachment_4193" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4193" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller008.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">Ach, Sie sind auch Terroristin? Dann helfe ich Ihnen gerne, Ihren dicken Hintern nach drinnen zu schieben.</p></div>
<p>Ob ich vielleicht doch wieder aussteigen und die Hochzeit verpassen dürfte? Der Wind hat aber schon mal etwas anderes mit uns geplant. Wie einen kleinen Papierflieger zwingt er uns von links nach rechts und wieder zurück. Draußen strahlen Wolken und Ozean um die Wette. Ich schließe die Augen und spreche das Vaterunser.<br />
Bei &#8220;der du bist im Himmel&#8221; setzen wir wieder auf.</p>
<div id="attachment_4185" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4185" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller006.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">Herzlich Willkommen auf Juist. Ihr Gepäck haben Sie ja eh schon auf dem Schoß transportiert. Bitte zeigen Sie nicht Ihren Ausweis vor. Zum Taxi folgen Sie einfach dem Wiehern.</p></div>
<p>Vom Flieger falle ich mit meinem Koffer in das dort so übliche Pferdekutschentaxi. Am Hotel treffe ich dann meine Freunde. &#8220;Hast du schon gehört, dass hier gestern ein junges Mädchen vergewaltigt, ermordet und am Strand verbuddelt wurde? Wir haben den Arm aus dem Sand gucken sehen. Der Mörder ist noch nicht gefasst.&#8221;</p>
<p>Super. Gerade erst den Kampf mit den Elementen Luft, Wasser, Blech und Pferd überstanden und jetzt schon gefangen auf einer kleinen Insel mit einer Leiche und einem Mörder. Der Stoff, aus dem die Träume sind. Immerhin wird es eine Hochzeit geben.</p>
<p>Wenn wir vorher nicht alle sterben.</p>
<div id="attachment_4186" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-4186" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Juist_JuleMueller007.jpg" width="640" height="317" /><p class="wp-caption-text">Endlich am friedlichen Strand von Juist angekommen. Falls ich in einer Woche nicht wieder zu Hause bin: Ruft die Kriminalpolizei Norden!</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch ziemlich gut:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Gedankenomelette aus dem Urlaub" href="http://mymagictypewriter.com/gedankenomelette-aus-dem-urlaub/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Gedankenomlette aus dem Urlaub.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Ein erholsames Wochenende in den Bergen.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Nord-Norwegen – Chronologie einer Reise" href="http://mymagictypewriter.com/nord-norwegen-chronologie-einer-reise/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Nord-Norwegen &#8211; Chronologie einer Reise.</span></a> </strong></span></p>
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		<title>Bock auf Disco Krebs. Deutschlands älteste Disco im Test.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 13:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked! Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night. Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked!</p>
<p>Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3388" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.25-298x300.png" width="298" height="300" />Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper abfüllen. Er macht hervorragende Cosmos mit einem neckischen Twist: Kiwi anstatt Limette. Divine! Zum krönenden Abschluss serviert er uns zu unserer Schachtel Kippen schiefe Schnäpse und einen Cocktail mit vier Strohhalmen. Geil. Wir kosten alle gleichzeitig. Es ist so süß, dass sogar ich mich schütteln muss. Harry guckt gespannt. Einer muss was sagen.<br />
A. erbarmt sich: &#8220;Was ist das Süße?&#8221;<br />
&#8220;Creme de Banane.&#8221; Wir gucken uns gegenseitig an. Wir müssen es ihm schonend beibringen.<br />
&#8220;Harry, einen Tick weniger davon, dann ist er perfekt!&#8221;<br />
Harry ist nicht überzeugt. Er steht noch immer bei uns. Einer muss austrinken. Ich hole tief Luft und ziehe durch. That&#8217;s what friends are for.<br />
&#8220;Lecker&#8221;, schließe ich ab. Harry freut sich und räumt ab. Ich habe tierisch einen sitzen.</p>
<p>Wir torkeln die 300 Treppen vom Knieper zum Disco Krebs. C. will nicht zuerst rein, deshalb wage ich kopfüber den Vorstoß in die rauchige Disse. Beim Anblick wird mir dann allerdings doch irgendwie übel. Die anderen Girls schieben mich von hinten weiter in den Raum.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>&gt;&gt; Maria, Mariaaaa &#8211; she remind me of a West Side Story. Growin&#8217; up in Spanish Harlem. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Selbstgemalte Orkas, Delfine und nautische Symbole zieren die Wände. Die Tanzfläche ist von Spiegeln umgeben, Nebel wabt, es tanzt keiner. Natürlich.<br />
Alle kleben anstattdessen prollig an der Bar (Stichwort: Oase, Berlin Alexanderplatz).<br />
Wir setzen uns in drehbare, weiße Discosessel. Alle glotzen. Es läuft Shakira. Wir brauchen Schnaps. Ich gehe mit A. durch die Jugendlichen (alle unter 30) hindurch direkt zur Bar.<br />
&#8220;Vier Wodka Cranberry bitte&#8221;, sage ich. Die Barkeeperin schüttelt den Kopf und hält uns eine Flasche klaren Apfelsaft hin.<br />
&#8220;Oder halt viermal das da&#8221;, resigniere ich. Wir schaffen die Getränke durch das feindliche Gebiet zurück zu den Mädels. Jetzt muss getrunken werden. Und zwar von der Mitte zur Titte. Ein Typ mit geligen Haaren, schwarzer Sonnenbrille und weißem Schlips (Ja ist denn schon Halloween?) kommt lässig auf uns zugetanzt.<br />
&#8220;Hey, wo kommt ihr her?&#8221;, will er wissen.<br />
&#8220;Berlin!&#8221;<br />
&#8220;Wien?&#8221;<br />
&#8220;Ja genau. Wien.&#8221;</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna fcuk you, fcuk you, you already know. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Ein zweiter stellt sich vor. Er sei Rapper und hätte gerade einen Record Release Gig hier im Disco Krebs hinter sich. Spannend. Über Cros Easy bonden wir ein wenig &#8211; ist hier also auch schon angekommen. Respekt. Inzwischen hält uns nicht mehr viel auf den Stühlen. Wir wagen uns ins Herzstück der Location.<br />
Die Tanzfläche besticht durch ihre Sauberkeit. &#8220;Drinks sind beim Tanzen verboten&#8221;, werden wir in unsere Schranken gewiesen. Wir stellen den Fusel ab. Das sollte man in Berlin auch mal durchsetzen. Rauchen ist hingegen überall erlaubt. Ich zünde mir drei hintereinander an.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; Know you&#8217;re in heaven smiling down. Watching us while we pray for you. Every day we pray for you. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3381" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/579138_10151149288883721_1801120139_n1-300x300.jpg" width="300" height="300" /></p>
<p>Die Mädchen des Disco Krebs freuen sich eher nicht so über unseren Besuch. Sie glotzen zickig. Wir liefern uns einen anmoderierten Dance-Off. Keine Ahnung, wer gewinnt. Wir haben natürlich die krasseren (nicht unbedingt erotischeren) Moves drauf, es fehlt uns in letzter Instanz aber an Extensions.<br />
Ich gucke an mir herunter. Ich trage gefütterte Oma-Schneeschuhe, Strumpfhose unter der Jeans, Wollpulli. Und Haare. Vom Winde verweht. Neben mir hängt meine gesteppte Wattejacke. Ich sehe so richtig schön scheiße aus. So würde ich in Berlin nicht mal zum Späti gehen. Ich muss mich mir noch schöner saufen.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna dance, and love, and dance again. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3384" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.37-300x300.png" width="300" height="300" /></p>
<p>&#8220;Wodka Cooola!&#8221;, brüllt A. Ich halte es für einen Scherz. Dann steht der Drink vor mir. Na, hilft ja nix. Ich exe.</p>
<p>So langsam gefällt mir die älteste Disco Deutschlands richtig gut. Alle haben auch extrem gute Laune. Auf der Toilette sprühen wir uns gegenseitig mit Duftneutralisator ein. Dann noch ne Runde kleiner Feigling, noch ne Runde West Lights, Gruppenfotos mit den Boys &#8211; der Laden gehört uns!</p>
<p>Sogar Melly (Barkeeperin/Tänzerin/DJane/<wbr />Sängerin) mag uns. Und Cosimo, der Robben-Rapper. Die fremden Mädchen sind schon gegangen, als ich auf dem Boden liege, um den Sonnengruß zu performen &#8211; megasynchron zur Musik. Da macht dann auch die saubere Tanzfläche plötzlich Sinn.</p>
<p><strong><em><br />
&gt;&gt; Esta no no no, esta no no no, esta no no no, esta si. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Melly hat inzwischen die Mix-CD, die den ganzen Abend lief, auf unseren Wunsch gegen &#8220;alles von Rihanna&#8221; getauscht. A. bringt eine neue Runde Schnäpse &#8211; ganz ohne Geld, ich bin beeindruckt. Es ist kurz vor drei und ich habe jetzt schon gesoffen für bis um sieben.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; We found love in a hopeless place. We found love in a hope-less place. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Erklärtes Ziel &#8220;Krebsverbot&#8221; kriegen wir irgendwie nicht hin. Wir sind halt nicht ganz so cool wie Harry aus der Kneipe Knieper &#8211; dem ältesten Knieper Deutschlands.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ACHTUNG! Für alle, die nun interessiert sind: Am Samstag, dem 10.11. findet im <a title="Disco Krebs auf Facebook" href="https://www.facebook.com/DiscothekKrebs" target="_blank">Disco Krebs</a> ab 20 Uhr ein Gangnam Style Flashmob statt! Getränke gibt&#8217;s gratis.</p>
<p>Und hier noch ein Track unseres herzallerliebsten Robben-Rappers. Go Robbi!</p>
<p><iframe width="960" height="540" src="http://www.youtube.com/embed/Vh-uLdriXJA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(alle Fotos: Annelie Jasmin)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #ba36c8;">Gay Night Out. All in.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gefangen im Bauch des fiesen Katers." href="http://mymagictypewriter.com/gefangen-im-bauch-des-fiesen-katers/"><span style="color: #ba36c8;">Gefangen im Bauch des fiesen Katers.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #ba36c8;">Ein erholsames Wochenende in den Bergen.</span></a></strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ritzen vs. Schreiben.</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 17:50:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich schreibe ein Buch. Und du kannst nichts dagegen tun!]]></category>
		<category><![CDATA[brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[schreiben]]></category>
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		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Schreibereise ist vorbei. Ich habe winzige Dörfer erkundet, viel Spargel gegessen, eine Wasserschlange gesehen, Pferde gefüttert, Wein getrunken, mich über die Mücken beschwert, über den Sternenhimmel hingegen gefreut, in der Sonne verweilt, zu viele Zigaretten geraucht, Jogginghose und Birkenstocks getragen, mich ein wenig vor etwas auf dem Dach gefürchtet und sehr lange, sehr intensiv [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Schreibereise ist vorbei.</p>
<p>Ich habe winzige Dörfer erkundet, viel Spargel gegessen, eine Wasserschlange gesehen, Pferde gefüttert, Wein getrunken, mich über die Mücken beschwert, über den Sternenhimmel hingegen gefreut, in der Sonne verweilt, zu viele Zigaretten geraucht, Jogginghose und Birkenstocks getragen, mich ein wenig vor etwas auf dem Dach gefürchtet und sehr lange, sehr intensiv auf meinen Laptop gestarrt.</p>
<p>Ach ja, und auch geschrieben. Wenn zwischendurch noch Zeit war.</p>
<p>Wie jeder ordentliche Debut-Autor schwanke ich nun zwischen halbwegiger Überzeugung und abgrundtiefem Hass. Wenn ich euch alle bald zum Event &#8216;Spontane Buchverbrennung auf dem Flughafen Tempelhof&#8217; einlade, wisst ihr, welche Emotion gesiegt hat. Naja, Hauptsache man spürt noch was. Andere müssen sich dafür ja die Arme aufschlitzen&#8230;</p>
<p>Wobei ich mir bei genauer Betrachtung gerade gar nicht so sicher bin, was weniger destruktiv ist.</p>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn ich euch schreibe, dass ich schreiben sollte, dann schreibt bitte, dass ich schreiben sollte.</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 18:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich schreibe ein Buch. Und du kannst nichts dagegen tun!]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[photoshop]]></category>
		<category><![CDATA[schreibereise]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht wie viele Arbeitsstunden ich schon in mein Buch gesteckt habe. Ich schätze mal grob knapp über eine halbe Million. Hätte ich doch bloß total professionell ein Tracking-Tool benutzt. Oder eine Stoppuhr. Dann könnte ich die Zeit(verschwendung) genauer definieren. Will man aber vielleicht auch gar nicht so unbedingt. Na egal – am Wochenende [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht wie viele Arbeitsstunden ich schon in mein Buch gesteckt habe. Ich schätze mal grob knapp über eine halbe Million. Hätte ich doch bloß total professionell ein Tracking-Tool benutzt. Oder eine Stoppuhr. Dann könnte ich die Zeit(verschwendung) genauer definieren. Will man aber vielleicht auch gar nicht so unbedingt.</p>
<p>Na egal – am Wochenende verziehe ich mich in ein Haus im Wald, um diesem Langzeitprojekt nochmal sieben Tage aufzudrängen. Und hoffentlich auch Worte. Worte sind ja immer wichtig beim Schreiben. Manchmal kommen sie, manchmal kommen sie nicht.</p>
<p>Ich bin etwas nervös, es könnte ja immerhin tatsächlich der Fall eintreten, dass ich tagelang vor meinem Rechner sitze ohne zu schreiben. Oder vielleicht schreibe ich nur wieder darüber, wie ich gerade schreiben sollte. An alle: Wenn ich euch schreibe, dass ich schreiben sollte, dann schreibt bitte, dass ich schreiben sollte.</p>
<p><span id="more-625"></span></p>
<p>Spinnen, Dunkelheit, Ruhe, Gedanken, harte Drogen, gebrochene Finger, abgelaufene Word-Testversionen und Hunger sind eher zu vermeiden.</p>
<p>Ich komme aber natürlich nicht ganz unvorbereitet daher. Dörrobst zum Beispiel regt nicht nur die Verdauung an, sondern auch das Gehirn. Ansonsten helfen auch belanglose Serien, warmer Wein und viel zu starke Zigaretten (Achtung! Funktioniert nur, wenn man nicht raucht.). Außerdem brauche ich ein gutes Kissen, einen ordentlichen Stuhl, Ohrstöpsel und frische Luft. Und wenn es hart auf hart kommt, photoshoppe ich einfach ne Runde. Das moderne Meditieren.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://farm3.static.flickr.com/2155/2386913251_643f5341f7_o.jpg" alt="" width="482" height="386" /></p>
<p>Ich bin auch fest entschlossen die ganze Woche lang nur Jogginghose, Birkenstocks mit Socken und Kapuzenpulli zu tragen. Vollkommen zu Recht werden mich die Bewohner Brandenburgs für einen verlotterten Neurotiker halten, der im Leben nicht mehr viel übrig hat. Aber dann werde ich aufsteigen. Wie Phönix aus der Asche. Und zwar mit einem Buch.</p>
<p style="text-align: left;">Da fällt mir ein &#8211; wer noch ein Weihnachtsgeschenk für 2017 braucht, kann das Werk gerne bei mir vorbestellen. Mit Signatur.</p>
<p style="text-align: left;">Krass.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedankenomelette aus dem Urlaub</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 09:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[juist]]></category>
		<category><![CDATA[nordsee]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[22.08.2010 (rollmole-broetchen) angekommen in einem ort, der norddeich mole heisst. auf dem weg hab ich schon zwei windmuehlen gesehen. und ich meine nicht diesen neumodischen schnickschnack – hochgewachsen mit stahlpropeller. ich meine den real deal. wie aus dem fernsehen bei forsthaus falkenau. richtige windmuehlen aus holz. ich glaube sogar etwas mehl in der luft zu [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>22.08.2010 (rollmole-broetchen) </strong></p>
<p>angekommen in einem ort, der norddeich mole heisst. auf dem weg hab ich schon zwei windmuehlen gesehen. und ich meine nicht diesen neumodischen schnickschnack – hochgewachsen mit stahlpropeller. ich meine den real deal. wie aus dem fernsehen bei forsthaus falkenau. richtige windmuehlen aus holz. ich glaube sogar etwas mehl in der luft zu riechen.</p>
<p>ich stieg nicht als einzige aus dem regio aus – es gab auch noch ein etwa 60jaehriges paerchen mit partnerlookjacken. ich habe im gefuehl, dass das spaeter auf der insel eh ein grosses thema sein wird. insgeheim hoffe ich, dass das ehepaar k.-p. auch zwei passende kleidungsstuecke aus mikrofaserflies dabei hat. ach eigentlich mache ich mir da gar keine sorgen&#8230; gerade wieder ein paar schoene exemplare vor mir. in rot mit obligatorischem zipper .</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc4/hs394.snc4/45708_432448486442_724506442_5633089_5296638_n.jpg" alt="" width="486" height="648" /></p>
<p>in norddeich-mole kann man nicht so viel machen. der touristmus hat dem ort einen eingleisigen bahnhof geschenkt. hier gehen zuege fast 2 mal am tag! also noch oefter als die faehren! man hat die wahl von hier den ausgang “norderney” oder den ausgang ”juist” zu nehmen. auf der juister ausgangsseite gibt es einen stand mit fischbroetchen. das wars. die faehre braucht 90 minuten nach juist. juist liegt eigentlich in holland, wenn man mich fragt. juist ist sehr lang (17km) und duenn (0,5km). so wie ich quasi. neben juist gibt es noch andere inseln. zum beispiel baltrum und borkum. von beidem noch nie gehoert. is klar. ich frage mich eh, warum das hier eigentlich ostfriesland heisst. wenn ich auch nur noch einen schritt nach westen tue, bin ich in den usa.</p>
<p>die luft riecht komisch. irgendwie frisch und rein. wenn ich nochmal einatme, werde ich wahrscheinlich von allen meinen allergien befreit und 10 jahre aelter als geplant. note to self: mundschutz organisieren. zu viel reiner sauerstoff in der luft. ich hab gehoert, dass man sich damit auch vergiften kann.</p>
<p><strong>24.08.2010 (haargebuttentee)</strong></p>
<p>sich hier die haare zu frisieren macht absolute keinen sinn – man sollte sich aber eh nicht gegen den sturmlook wehren. auch nicht gegen die generelle naesse. duschen war gestern. im regen baden ist heute.</p>
<p>das verhaeltnis von souvenir- zu lebensmittel-laeden geht auf juist nicht ganz auf. der einzige supermarkt (preiskauf) macht seinem namen alle ehre. aepfel gibts dort schon ab 3 euro pro hundert gramm. deswegen haben wir jetzt beschlossen von der natur zu leben. einen strauch am wegesrand wollte ich als kamillentee nutzen, er stellte sich dann aber doch als billige nachahmung des originals heraus (eventuell auch als etwas komplett anderes). also griffen wir auf einen anderen alten bekannten zu – hagebutten. hagebutten wachsen auf juist ueberall. ich schnappte mir die maedchen und wir trauten uns bei einem enormen regenguss an den busch im vorgarten. die schuessel war schnell vollgesammelt. dann ging es ans waschen, zerschneiden, entkernen und trocknen. waehrend ich mit den ohrenkaefern (die anscheinend in hagebutten hausen) kaempfte, backte smini ein dinkel-brot. ich wiederhole: waehrend ich hagebutten zu tee verarbeitete, backte smini ein brot. ich fuehlte mich so nah an unseren erdenwurzeln wie nur selten. ich hatte kurzzeitig sogar das gefuehl, dass mir vermehrt achselhaare wachsen.</p>
<p>ein ganz grosses thema auf juist ist das schwimmen im meer. bei 14 grad wassertemperatur,tsunamiartigen wellen, regen und windstaerke 12. mit neoprenanzug. ich halte das fuer komplett unnoetig und wehre mich gegen den trend. ich liege lieber auf dem ledersofa aus den 80ern mit einer kuscheligen decke, hoere alex juist-musik-mix und gucke auf die terrasse, wo die baeume drohen abzuheben. gestern gab es sogar eine springflut. ist wohl was tolles. hat was mit dem meer zu tun. smini ist ja rettungsschwimmerin. ich suche immernoch den roten badeanzug.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc4/hs424.snc4/46718_436297976442_724506442_5714316_5891186_n.jpg" alt="" width="504" height="302" /></p>
<p><strong>25.08.2010 (vanilliquark) </strong></p>
<p>heute war ich morgens nochmal mit dem kleinen hund findus spazieren. wir trafen zwei pferde. vanilli und milli. hier auf juist gib es keine autos. selbst muellabfuhr und busse werden von pferden gezogen. deswegen liegt hier auch ueberall kacke rum. ich mag eigentlich keine pferde, aber milli zog mich sofort in seinen bann. ich streichelte ihm wild auf der nase rum. der hund bellte. vanilli guckte unbeteiligt zu.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc4/hs361.snc4/44399_432464696442_724506442_5633329_704947_n.jpg" alt="" width="518" height="389" /></p>
<p>spaeter legte hund findus einen grossen (also fuer seine verhaeltnisse) haufen direkt auf die strandpromenade. ich ueberlegte kurz eine tuete zu organiseren, stand dann aber einfach so lange rum, bis keine anderen urlauber in sicht waren, und suchte das weite. ich wurde oft auf den hund angesprochen. alle moeglichen fragen wurden mir gestellt. ich dachte mir die ecklebensdaten einfach aus. so wie frueher als ich reiseleiterin war.</p>
<p>spaeter gehen wir auf die piste. es gibt hier eine diskothek, die nennt sich “zappel”. verheissungsvoll. ich werde berichten.</p>
<p><strong>27.08.2010 (wurstzappel) </strong></p>
<p>das zappel liegt nun schon hinter uns. ganz, ganz grosser schuppen. ich kam aus dem staunen nicht mehr raus. selbst durch den schleier des grasopfels nahm ich gestalten wahr, die man sonst nur aus dem fernsehen kennt. wie zum beispiel 40jaehrige paerchen, die sich nicht schaemten zu den black eyed peas standard zu tanzen. bei der polonese wollte niemand ausser uns mitmachen, aber das war okay, denn wir waren gluecklich bis zum anschlag. auch die runden stahlkaefige vor der spiegelwand blieben alleinig fuer uns reserviert. wir packten die heissesten moves aus, die resident dj mac buehnert jemals gesehen hatte. mein lieblingsmoment war eigentlich, als zwischen britney spears und taio cruz ein beherztes “seid ihr gut drauf?” durch die boxen droehnte. entertainment pur. wir dankten es dem kurort mit einer weiteren runde rumcola vor der trockeneismaschine. im nachhinein betrachtet war es wahrscheinlich eine gute idee von alex, die letzte schnapsflasche auf dem boden zu zerscheppern. aber wer haette gedacht, dass diese kleine insel am mittwoch abend so ein grosses programm auffaehrt? ich bin mehr als zufrieden mit dem outcome. am tag danach ging es uns allen nicht so gut. anni und ich trotzten der uebelkeit und begaben uns in einen wellnesstempel. also wellness unten und kinderspassbad oben. als uns kraeutersauna und meerestauchbecken zu langweilig wurden, gingen wir incognito ins spassbad. und ich sags mal so- wir hatten spass. rutsche, megastrudel, kleinkindbecken – da ging so einiges.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash2/hs212.ash2/47527_432464836442_724506442_5633340_1174418_n.jpg" alt="" width="486" height="648" /></p>
<p>was mich hingegen einmal wieder bitter enttaeuscht hat, ist die natur. die doofe natur. heute morgen probierten anni und ich die neulich gepflueckten und inzwischen getrockneten hagebutten. in form von tee wollten wir sie zu uns nehmen. schon die farbe liess zu wuenschen uebrig. sag ich noch “anni, graeme dich nicht, das ist nur so, weil die ganzen schaedlichen farbstoffe fehlen. die farbe sagt rein gar nichts ueber den geschmack aus.” insgeheim hoffte ich, dass das blass-elfenbeinfarbene gesoeff tatsaechlich nicht nur nach wasser schmecken wuerde. nach einer halben stunde ziehen wagten wir uns ran. und siehe da &#8211; wenn man es mit triple-raffiniertem zucker mischte, schmeckte es tatsaechlich nach zucker. toll, dieses zauberwasser. nur wo jetzt genau der hagebutten-thrill blieb, muss noch erforscht werden. wir lassen das hagebuttenwasser besser mal stehen. vielleicht findet sich ja noch ein abnehmer.</p>
<p>da waren die sanddornbeeren schon ein groesserer erfolg. alex und ich waren harvesten. extrem anstrengend, weil stachelig und muehselig. halbe stunde pfluecken, dann beeren kochen bis zum aufplatzen, dann durch ein sieb quetschen und den sud mit gelierzucker aufkochen. dann in ein heiss ausgespueltes glas fuellen und verschliessen. et voila. die verkoestigung heben wir uns fuer spaeter auf.</p>
<p>gerade waren wir mit den raedern am westlichsten zipfel juists. die sogenannte bill. traumhaft. ich wuenschte ich koennte immer mit meinen freunden im urlaub sein&#8230;</p>
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		<title>Island fuer Anfaenger.</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2008 18:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[island]]></category>
		<category><![CDATA[julian]]></category>
		<category><![CDATA[kiki]]></category>
		<category><![CDATA[planung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich fliege nach Island. Mit dem Julian. Und da besuchen wir die Kiki (deutsch) und die Magga (islaendisch). Die beiden kennen sich nicht, aber wir kennen sie beide. Ich musste erstmal nachgucken wo Island liegt. Irgendwo bei Groenland. Wo war das nochmal? Ach ja- da oben- links ueber Irland. Irland- Island- wusste ichs doch, dass [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fliege nach Island. Mit dem Julian. Und da besuchen wir die Kiki (deutsch) und die Magga (islaendisch). Die beiden kennen sich nicht, aber wir kennen sie beide.<br />
Ich musste erstmal nachgucken wo Island liegt. Irgendwo bei Groenland. Wo war das nochmal? Ach ja- da oben- links ueber Irland. Irland- Island- wusste ichs doch, dass die bei dem Wortstamm nicht all zu weit voneinander entfernt sein koennen.<br />
Ueber Island wusste ich nicht viel. Kalt. Im Winter dunkel. Ich persoenlich hab die Theorie, dass man sich in Island gerne mal aufgrund tiefer Depressionsn umbringt waehrend der Sonnenpause. Oder sich tot saeuft. Wobei- Alkohol kann man sich dort nicht leisten. Hab ich gehoert. Deswegen hab ich mir einen Flachmann ersteigert und rausgefunden, dass man einen Liter Schnaps und nen Liter Wein mitnehmen kann. Das wird gemacht, auch wenn ich dann vielleicht ein paar Schuhe zu Hause lassen muss. Muss man halt abwaegen- auch wenns schwer faellt.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/island-fuer-anfaenger/olympus-digital-camera-9/" rel="attachment wp-att-999"><span id="more-111"></span></a> Also Island ist dunkel und kalt und teuer- perfekte Umstaende, um meinen Sommerurlaub nachzuholen. Baden kann man wohl trotzdem. Weil unter Island ist es sehr heiss. In jedem Dorf gibts dann nen Tuempel, der n bisschen blubbert und in den man sich legen kann. Mit Muetze. Hmm.<br />
Mit Schnee bin ich nicht gerade per du. Schnee ist hinterlistig und ueberbewertet. Neben dem Flachmann erstand ich auch Hand-Heizkissen, wasserfeste Thermosocken und nen PVC-Ganzkoerperanzug. Naja und ne Muetze. Weil ich mich bei Muetzen nicht auskenne, nahm ich was, das nach Hip Hop aussieht. Macht sich bestimmt gut mit dem gelben Anzug. Dachte ich mir. (Julian- wenn du da mit T-Shirt und Shorts ankommst, ich geb nix ab von meiner Survival-Ausruestung! HA!)<br />
Islaender glauben wohl an unsichtbare Kreaturen, die durch Vulkangesteins-Fissuren huschen und im Winter die Zwiebeln aus dem Schuppen klauen. Darueber soll man sich (laut meines Reisefuehrers) nicht lustig machen. Um das Thema zu umgehen kann man ueber das Wetter reden. Das bin ich ja eh aus England gewoehnt. Wenn Scheisswetter ist, dann muss man sich auch automatisch beschweren- ich glaub das liegt in der Natur der Menschheit.<br />
In der Natur von Island hingegen liegen Geysire, Wasserfaelle, Gletscher, Wal-Reste, Klippen, Straende, Vulkane und bald auch ich.<br />
Ausserdem gibt es dort Musik in Form eines Festivals. Iceland Airwaves. Hat nichts mit dem Kaugummi zu tun, wie ich erst vermutet hatte. Das werden wir uns dann mal angucken.<br />
Ich hab seit 2 Wochen meine Kofferliste fertig. In 6 Wochen fliegen wir. In der Beziehung bin ich manchmal ein bisschen nerdy. Auf der Liste steht dann genau ausgefuehrt, welche Pullis und Socken ich mitnehme. Was im Koffer ist wird abgehakt. Meistens packe ich mal Probe ein paar Wochen vorher um herauszufinden, dass nicht alles passt. Dann kann ich eine zweite Version der Liste machen und nochmal Probe packen. Das macht mir Spass.<br />
So- Alfie spricht in ein Mikrophon, dass mit seinem Computer verbunden ist. Mit einem italienischen Akzent. Ich guck mal was da los ist.</p>
<p>Achso- noch ws zu dem Namenssyztem der Islaender. Kinder kriegen einen Vornamen- sagen wir mal Juliane (schoener Name). Und der Nachname setzt sich aus dem Vornamen des Vaters und der Silbe &#8220;dottir&#8221; (Tochter) zusammen. Ich glaub ich waere dann Juliane Guentersdottir. Oder so.<br />
Wenn ich ein Junge geworden waere, haette mich meine Mutter mich Norman genannt. Dann waere ich Norman Guenterson gewesen. Norman, der SOhn von Guenter.</p>
<p>Macht ja alles Sinn.</p>
<p>Wieder was gelernt.</p>
<p>Danke fuer die Aufmerksamkeit.</p>
<p>xxx</p>
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