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		<title>Checkliste für brauchbare Männer</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 21:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[brauchbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[checkliste]]></category>
		<category><![CDATA[liste]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer kennt es nicht&#8230; Man steht im Club, an der Supermarktkasse oder im Solarium und &#8211; zack &#8211; verliebt man sich spontan in einen muskulösen Typen mit Tattoo auf dem Hintern. Man trinkt sich einen an, hat Sex, dann Kinder, Bausparvertrag und Hochzeit. In dem Trubel vergisst man oft sich die elementarste aller Fragen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt es nicht&#8230; Man steht im Club, an der Supermarktkasse oder im Solarium und &#8211; zack &#8211; verliebt man sich spontan in einen muskulösen Typen mit Tattoo auf dem Hintern.<br />
Man trinkt sich einen an, hat Sex, dann Kinder, Bausparvertrag und Hochzeit. In dem Trubel vergisst man oft sich die elementarste aller Fragen zu stellen: Hat der überhaupt alle Tassen im Schrank?<br />
Das ist gefährlich, denn mit ziemlicher Sicherheit sitzt man 20 Jahre später mit einem sabbernden Kleptomanen fest, der von sich nur in der dritten Person Singular spricht. (Er hat jetzt aber Kopfschmerzen.)<br />
Reine Zeitverschwendung. Auch ich habe einige falsche Personen gedatet und dabei wertvolle Jahre verloren, in denen ich hätte  so viel erledigen können&#8230; Kein Wunder, dass die Steuererklärung ewig liegen blieb.<br />
Seitdem ich meine revolutionäre Checkliste benutze, ist alles besser geworden. Sie basiert auf jahrelange Erfahrungen mit Opfer-Männer jeglicher Couleur. Sie ist wissenschaftlich anerkannt, einfach in der Handhabung und führt immer zum Erfolg. Bzw. Misserfolg. Als ungefährlichstes aller Verhütungsmittel ist sie sicherer als die Pille.</p>
<p>Am besten trägt man immer ein paar Kopien in der Clutch. Wann und wie man die Liste ausfüllt, ist Geschmackssache. Ich arbeite da gerne mit mindestens einer Exfreundin und mit der Mutter des potentiellen Sexualpartners zusammen. Wer nicht so viel Zeit hat, kann das auch nach der Party in der Tram auf dem Weg zu ihm erledigen. Wichtig ist, dass die Fragen ohne wertenden Unterton vorgelesen werden. Wir unterstellen nichts. Wir sind frei von Vorurteilen und anerzogener Skepsis. Es sollte eine Atmosphäre des Vertrauens und der Ungezwungenheit geschaffen werden. Hierbei empfiehlt es sich mit Räucherstäbchen und einem magischen Zirkel aus weißem Licht zu arbeiten. Zur Not hilft aber auch ein Becher Absinth.<br />
Eine weitere anerkannte Methode ist das zufällig scheinende Einstreuen der Fragen im Verlaufe eines Restaurantbesuchs. Vorteil hier ist, dass der Gesprächspartner keinen Verdacht schöpft.</p>
<p>Die Liste ist in drei Bereiche unterteilt, die aus je fünf Fragen bestehen. Angefangen wird mit den Basics. Die Fragen werden im Verlauf immer schwieriger. Wird auch nur eine der Fragen mit &#8216;Ja&#8217; beantwortet, faltet man die Liste ruhig zusammen, gibt dem Gegenüber die Hand und wünscht ihm einen schönen Abend. Später löscht man seine Nummer und alle Verknüpfungen in den sozialen Netzwerken. Ohne Ausnahmen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/100608_ida_werbung_016/" rel="attachment wp-att-1890"><img class="aligncenter size-full wp-image-1890" title="100608_ida_werbung_016" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/100608_ida_werbung_016.jpg" alt="" width="613" height="408" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1. Allgemeine Lebensumstände</p>
<p>- Bist du jünger als 25 oder älter als 40?</p>
<p>- Wohnst du noch bei deinen Eltern?</p>
<p>- Bist du in einer Beziehung?</p>
<p>- Warst du schon mal bei &#8220;Mitten im Leben&#8221;?</p>
<p>- Bist du rechtsradikal, Straight Edger, Mormone, PETA-Aktivist oder generell religös?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2. Körperliche und geistige Fitness</p>
<p>- Nimmst du Anti-Depressiva und/oder Ritalin?</p>
<p>- Liegen in deiner Familie schwere Formen von Erbkrankheiten vor?</p>
<p>- Findest du dich selbst überdurchschnittlich schön?</p>
<p>- Findest du dich selbst überdurchschnittlich hässlich?</p>
<p>- Hand aufs Herz: Pinkelst du manchmal nachts ein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3. Popkulturelle und sexuelle Vorlieben</p>
<p>- Hast du alle Bände von Harry Potter gelesen?</p>
<p>- Ist das hier eigentlich deine Celine-Dion-CD?</p>
<p>- Fühlst du dich manchmal zum Briefträger, dem Nachrichtensprecher oder deinem kleinen Neffen hingezogen?</p>
<p>-&#8217; Two Girls one Cup&#8217; war echt ein super Film, oder?</p>
<p>- Findest du mich zu dick???</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man ihn bis hier noch nicht zu einem &#8216;Ja&#8217; hat bewegen können, folgt die Zusatzfrage: Wie viel ist drei plus drei? Das ist eine Fangfrage. Die Antwort muss &#8216;sechs&#8217; lauten.</p>
<p>Achtung &#8211; diese Liste kann auch von Schwulen adaptiert werden. Die Antworten in den Blöcken zwei und drei sollten hierbei allerdings <em>ausschließlich </em> &#8216;Ja&#8217; lauten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den ersten Jahren kann das häufige Durchfallen von hübschen und vermeintlich tollen Männern an den Nerven zehren. Mein persönliches Mantra:<br />
&#8220;Eines Tages wird er kommen &#8211; the man who doesn&#8217;t tick any of the boxes.&#8221;<br />
Damit ich es niemals vergesse, habe ich es mir mit einem rostigen Buttermesser in den Unterarm geritzt.</p>
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		<title>Swahili versteht doch keine Sau.</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 17:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[love]]></category>
		<category><![CDATA[trauer]]></category>
		<category><![CDATA[uganda]]></category>
		<category><![CDATA[verlieben]]></category>

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		<description><![CDATA[Hierbei handelt es sich um eine unbezahlte Auftragsarbeit zum Thema: &#8220;Wieso verliebt man sich fast immer zur falschen Zeit am falschen Ort in die falsche Person?&#8221; Ein Hilferuf ereilte mich vor kurzem über das bekannte Medium Internet. Der kluge Kerl, um dessen Gefühle es hier geht, eröffnete mit den Worten &#8220;Jule, du mit so viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hierbei handelt es sich um eine unbezahlte Auftragsarbeit zum Thema: &#8220;Wieso verliebt man sich fast immer zur falschen Zeit am falschen Ort in die falsche Person?&#8221; Ein Hilferuf ereilte mich vor kurzem über das bekannte Medium Internet. Der kluge Kerl, um dessen Gefühle es hier geht, eröffnete mit den Worten &#8220;Jule, du mit so viel Lebenserfahrung&#8230;&#8221;.<br />
Da hatte er mich.</p>
<p>Kurzes Résumé: Er hatte sich verliebt. In ein Mädchen. Aus Uganda.</p>
<p>Schlechte Nachrichten verpackt man ja bekanntlich in ein Sandwich aus Schmeicheleien und schönen Facts. Los geht’s, ich eröffne das Brot des Grauens:</p>
<p>Positiv anzumerken: Du hast dich verliebt! Das kann ja auch nicht jeder. Du hast ein Hirn, Rezeptoren und sogar Emotionen, die du eindeutig identifizieren und mit deinen Mitmenschen teilen kannst. Mit dir ist alles in bester Ordnung. Ich freue mich sogar für dich.</p>
<p>Schon mal vorweg: Auf deine Frage gibt es keine Antwort. Und selbst wenn, würde sie dir auch nichts nützen, denn du, mein Freund, bist verliebt.</p>
<p>Aber der Reihe nach.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/bildschirmfoto-2011-11-25-um-12-35-58/" rel="attachment wp-att-1863"><img title="Bildschirmfoto 2011-11-25 um 12.35.58" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-11-25-um-12.35.58.png" alt="" width="400" height="470" /></a>Erstes To Do: Die Pro- und Contra-Liste. Absolute Zeitverschwendung, aber wirklich nötig. Frage hier natürlich: Sollte ich nach Uganda ziehen?<br />
Auf der Pro-Seite sollten Dinge wie &#8220;immer schönes Wetter&#8221;, &#8220;überaus artenreiche Pflanzenwelt&#8221; und &#8220;Sie lebt dort&#8221; stehen, bei Contra eventuell &#8220;berufliche Verwirklichung unsicher&#8221;, &#8220;Easyjet fliegt nicht hin&#8221;, &#8220;Bürgerkrieg&#8221; und &#8220;Hunger&#8221;. Ich empfehle hierbei übrigens das praktische Excel-Template. Eigentlich ist es egal, was auf dieser Liste steht, denn das Mädchen fällt viel doller ins Gewicht als alle anderen Punkte. Wichtig ist diese Liste mit jemandem zu teilen, der einen erst auslacht und dann ordentlich den Kopf wäscht, bevor er seine eigene Version anfertigt. Und auf der wird stehen: Nach Uganda zu ziehen ist Selbstmord. Und eigentlich weißt du auch, dass er Recht hat.</p>
<p>Also was folgt nun? Hoffentlich Einsicht. Uganda ist verdammt weit weg. Die Chancen, dass sich die tektonischen Platten in den nächsten sechs Monaten so verschieben, dass Afrika Holland verdrängt ist meines Ermessens nach eher unwahrscheinlich. Ich bin aber kein Fachmann, korrigiert mich gerne, falls ich mich irre. Also knicke den Swahili-Kurs.<br />
It&#8217;s not gonna happen.</p>
<p>Ein nicht zu verachtender Fakt: Man will immer das haben, was man nicht haben kann. Bei mir waren es früher Bananen in der DDR, heute ist es eine glückliche Beziehung mit Brandon Boyd. Inzwischen habe ich freien Zugang zu Bananen und sooo geil sind die Dinger gar nicht. An Brandon Boyd halte ich weiter fest. Unterschied ist natürlich, dass ich beides noch nie probiert hatte/habe.<br />
Wenn man von der verbotenen Frucht schon genascht hat und es vorzüglich schmeckte, setzt hingegen diese oftmals verzerrte Glorifizierung des Vergangenen ein. Und die füttert die vermeintliche Gewissheit, dass in Uganda alles besser wäre als zu Hause. Dass das Leben noch viel mehr zu bieten haben müsste. Zu bieten <em>hat</em>. Man hat es ja selbst erlebt. Dabei verzichtet man großzügig auf alles, das man seit der Grundschule in Sachen Liebe schon gelernt hat. Hier wird auf das Herz gehorcht. Und das pocht beim Gedanken an Schmusi Schmusi.</p>
<p>Ein Alternativplan muss her. Und der heißt leider: Vergessen.<br />
Jetzt fragst du dich sicherlich, wie genau man das macht. Hervorragende Frage.<br />
Die Lösung liegt im ersten Moment klar auf der Hand. Umbringen. In der Badewanne, auf dem Dachboden, im Auto, im Wald. Hoffentlich ist jemand bei dir, der dir erklärt wie furchtbar unglamourös und schlecht für deine Laufbahn das wäre.</p>
<p>Da müssen wir anders durch.<br />
Ablenken ist einer meiner Favoriten. Das macht jeder anders. Ich empfehle hier vor allem das Saufen. Batida Kirsch, Kristallweizen, Doppelkorn. Alles in einem Drink und das zwischen 10 und 0h stündlich verabreicht. Es spricht wirklich auch gar nichts gegen einen kleinen Flachmann auf dem Büroklo.<br />
Insidertipp: Immer gut schütteln, der Kokoskram setzt sich sonst zu doll vom Bier ab.<br />
Da gibt es jetzt bestimmt die Gesundheitsfreaks, die aufschreien. Für alle körperbewussten Trauernden kann man sich natürlich auch in die Arbeit schmeißen. Gedichte aus dem eigenen Blut. Aquarelle aus Tränen. Bücher aus Emotionen. Konzepte aus Kacke. Nur zu: Arbeit macht frei. (Ich entschuldige mich wirklich!)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/imag0478/" rel="attachment wp-att-1868"><img class="aligncenter size-full wp-image-1868" title="IMAG0478" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/IMAG0478.jpg" alt="" width="619" height="391" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Zu guter Letzt ist ein Weg aus der Trauer auch immer das Neu-Verlieben. Meistens klappt das ja nicht ganz reibungsfrei. Vor allem, weil man sich scheiße fühlt und auch so aussieht. An dieser Stelle kommt Ablenkungsthema 1 wieder in den Blickpunkt: das Saufen. Alkohol ist der Schlüssel zur Liebe.<br />
Leider wissen wir ja alle, dass das nächste Girl der Notnagel sein muss, die persönliche Trauerbeauftragte. Auch eigentlich unfair.</p>
<p>Vielleicht solltest du alles mal ausprobieren. Wenn du nach drei Wochen leicht gelblich im Gesicht aussiehst, zwei Bücher geschrieben und eine neue Traumfrau getroffen hast wirst du wahrscheinlich merken: Es hilft alles nichts, ich muss abwarten.</p>
<p>Uuuuuh. Abwarten. Das fällt schwer.<br />
Aber irgendwann kommen die Botenstoffe im Hirn zur Ruhe. Wenn wir mal ehrlich sind, handelt es sich eh nur um einen chemischen Prozess in den Synapsen.</p>
<p>So. Jetzt schließe ich das Sandwich des Grauens mit diesem Fakt: Du wartest nicht alleine. Wir warten und heulen mit dir. Wir mixen dir deine Drinks und verkuppeln dich mit allem, was zwei Beine hat. Weil wir dich lieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bonustipp für alle Angehörigen von Betroffenen:</p>
<p>Was sagt man als guter Freund zu einem Besessenen?<br />
Es gibt nichts zu sagen. Diese Lovestory wird kein Happy End haben. Alle wissen das. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz.</p>
<p>“Ist das da eine Warze auf ihrer Stirn oder nur ein großer Eiterpickel?“</p>
<p>“Also <em>soo</em> groß sind ihre Brüste nun auch wieder nicht.“</p>
<p>“Ach, trägt man die Hosen jetzt wieder so? Hatte ich gar nicht mitbekommen&#8230;“</p>
<p>Zuhören ist ein Weg in den Heilungsprozess. Das kann jeder gut. (Man muss ja nicht die ganze Zeit aufpassen&#8230; Ist eh immer dasselbe.) Die Kunst ist es zu wissen, wann man die Schulter zum Ausheulen und wann man den Gürtel zum Auspeitschen rausholt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zur Not geht auch immer ein sorgfältig vorbereiteter Prep-Talk. Dieser Monolog darf gerne auswendig gelernt und möglichst emotionslos vorgetragen werden:</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/p20111221-180424/" rel="attachment wp-att-1869"><br />
<img title="p20111221-180424" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/p20111221-180424.jpg" alt="" width="448" height="465" /></a>&#8220;Sieh es mal so. Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Davon leben 82 Millionen in Deutschland, davon rund 42 Millionen Frauen. Von diesen Frauen sind 10%, also 4,2 Millionen zwischen 20 und 30. Hiervon sind wiederum etwas mehr als die Hälfte in Beziehungen. Bleiben 2.000.000 Frauen im richtigen Alter und Land. Wenn man davon jetzt alle Döflerinnen, Lesben, Verwandten, Sonderschülerinnen, Prostituierten, Exfreundinnen von Freunden und vor allem Trotteltussen aussortiert, ist man höchstens noch bei 200.000. Und das ist schon wohlwollend kalkuliert.<br />
Müssen nur noch alle Damen abgezogen werden, denen du niemals begegnen wirst, und die (ganz wichtig) einfach total hässlich sind/stinken.<br />
Bleiben meiner Rechnung nach ca. 20.000 potentielle Lebensabschnittsgefährtinnen. Bedeutet im Klartext: Bei nur 0,00027% aller Frauen, die du auf der Welt triffst, lohnt sich überhaupt ein Verlieben.<br />
Ach nein, Moment&#8230; zur glücklichen Beziehung fehlt dann ja auch noch die emotionale Zustimmung des Gegenparts. Es ist aber auch eine Nadelsuche im Heuhaufen.<br />
Also: Bei nur 0,0001% der Frauen darf man sich guten Gewissens verschießen. Die sind safe. Welche zu welchen gehört ist natürlich nicht so leicht bis überhaupt nicht zu identifizieren. Aber mal ehrlich – warum solltest gerade du dich in eine von den Richtigen verlieben?<br />
Noch ein Bierchen?&#8221;</p>
<p><span style="text-align: center;">Coming up soon: Die praktische Checkliste für potentielle Sexualpartner zum Ausdrucken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ein erholsames Wochenende in den Bergen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
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		<category><![CDATA[übelkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[SAMSTAG 07:00h Der Wecker klingelt nach gesunden drei Stunden Schlaf. Ich weiß spontan nicht worum es geht. Nix macht Sinn. Dann fällt es mir ein: Ich fliege nach München. Irgendwas mit Bergen. Ich bin total betrunken und snooze. 07:15h Wann muss ich los?  In einer halben Stunde. Es dreht sich alles. Die Katze nervt. Hätte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SAMSTAG</p>
<p>07:00h<br />
Der Wecker klingelt nach gesunden drei Stunden Schlaf. Ich weiß spontan nicht worum es geht. Nix macht Sinn. Dann fällt es mir ein: Ich fliege nach München. Irgendwas mit Bergen. Ich bin total betrunken und snooze.</p>
<p>07:15h<br />
Wann muss ich los?  In einer halben Stunde. Es dreht sich alles. Die Katze nervt. Hätte ich etwas Energie, würde ich sie anbrüllen. Der Weg in die Küche ist furchtbar lang und kalt. Theoretisch und praktisch bin ich nicht in der Lage zu reisen. Ich schalte das Radio ein. Es laufen die Ärzte. Danke, jetzt bin ich wach. Schlecht ist mir trotzdem. Ich schmiere mir einen Kanten Brot mit irgendwas &#8211; vielleicht saugt das noch etwas Alk aus dem Magen. Dann leere einen halben Liter schwarze Johannisbeerschorle. Man gönnt sich ja sonst nichts.</p>
<p>07:28h<br />
Ich betrete das Bad.  Duschen fällt aus, is klar. Muss ja gleich los. Ist der Heroin-Chic eigentlich wieder salonfähig? In Bayern? Ich werde es herausfinden müssen.</p>
<p>07:51h<br />
Kamera, Portemonnaie, Tickets &#8211; ich hab alles außer meiner Würde. Es kann losgehen.</p>
<p>08:02h<br />
Ich ziehe meinen Koffer laut die Treppe zur U-Bahn hinunter. Tragen steht nicht zur Debatte. Super. Die Bahn nach Schönefeld kommt gleich. Vorsichtshalber krame ich die Flugbestätigungsmail aus meinem Rollkoffer&#8230;</p>
<p>08:03h<br />
Ich muss nach Tegel!?  Wie oft kann man eigentlich noch auf diesen Schwachsinn reinfallen? Ich breche in Panik aus, dann stelle ich eine alternative Route zusammen. Kurz vergesse ich sogar die Übelkeit.</p>
<p>08:31h<br />
Ich falle in einen Bäcker am Kutschi. So wie ich aussehe, könnte ich auch in den Mülltonnen nach Essbarem suchen. Würde nicht weiter auffallen. Im Radio läuft Alexandra Burke.  Ihr Nachname klingt so, wie ich mich fühle.</p>
<p>08:36h<br />
Im Bus möchte eine Dame meinen Sitzplatz. Not gonna happen, Sister.</p>
<p>08:49h<br />
Ich stehe vollkommen dehydriert in der Check-In-Schlange. Mein 7 Kilo schweres Köfferchen entspricht gewichtstechnisch nicht den Anforderungen der Airline. “Es ist nur sehr wenig Platz im Flugzeug.“ Selbst ich merke, dass die  Zusammenhänge hinken. Ich muss es einchecken. Mir ist alles egal, Hauptsache ich muss hier und jetzt nicht sterben.</p>
<p>08:56h<br />
Ich trinke das teuerste Wasser der Welt. Jeder Schluck kostet mich etwa einen Euro.<br />
Worth. Every. Fucking. Penny.</p>
<p>09:10h<br />
Ich lese den Playboy im Wartekabuff. H. kommt rein. Als wir uns hallo sagen muss ich rülpsen. Er weiß dafür meinen Namen nicht. Dann sind wir wohl quit. Müssen wir uns jetzt unterhalten? Ich lese demonstrativ wieder nackte Frauen.</p>
<p>09:14h<br />
Eine Damenhandballmannschaft mit Partnerlook-Hoodies schart sich um mich. Alle haben kurze Haare und muskulöse Oberarme. Sie lesen auch den Playboy.  Natürlich. Ihr Mittagsmenü muss demokratisch gewählt werden. Auf dem Speiseplan stehen Schweinelendensteak, Rinderfilet und Eisbein. Ich setze mich um.</p>
<p>09:26h<br />
Ich merke, dass in Schlangen zu stehen heute echt nicht so mein Ding ist.  Im Flugzeug sitze ich neben zwei schon schlafenden Typen. Beste Begleitung also. In dem Fach über meinem Sitz hätten noch zehn meiner Koffer Platz gehabt. Vor mir sitzt der übergewichtige asiatische Friseur aus Schwer Verliebt.  Oder jemand anderes. Erst mal schlafen.</p>
<p>11:05h<br />
Ich erwache als wir den Asphalt berühren. Meine Augen kriege ich trotzdem nicht auf. Blind schleiche ich den Flur entlang Richtung Ausgang. Viel zu viele Menschen hier. An der Gepäckausgabe warte ich 25 Minuten auf meinen Koffer. Ich bin fuchsteufelswild.</p>
<p>11:47h<br />
Ich sitze in der vollen S-Bahn nach München Zentrum. Für nur 10 Euro. Draußen sieht es öde aus. Felder, Bäume, Nebel. Flach wie Brandenburg. Wo sind denn jetzt die Berge und Brezn? Niemand trägt Dirndl. Alle sind auch total normal. Die sprechen nicht mal komisch. Etwas enttäuscht betrachte ich meine Haarspitzen. Zwar ist mir nicht mehr so doll nach Kotzen, nach Jägermeister ist mir aber auch nicht.</p>
<p>11:59h<br />
&#8220;Nächster Halt Unterföhring. Bitte links aussteigen.&#8221; Ich verspüre den Drang die Medienallee runterzuschleichen und mich bei Pro7 auf&#8217;s Ohr zu hauen. Da gibt&#8217;s Sojajoghurt und Fernseher &#8211; wie zu Hause also. Aber nix is. Ich muss weiter, immer weiter. Die Berge rufen. Obwohl ich immer noch bezweifle, dass es hier überhaupt Berge gibt&#8230;</p>
<p>12:30h<br />
Ich habe 50 Minuten in der Bahn gesessen und niemand wollte mir Feuerzeuge oder eine Obdachlosenzeitung verkaufen, niemand hat mir einen Song gespielt, niemand hat einfach mal so nach Geld für Drogen gefragt, niemand hat betrunken laut die Welt/Ausländer/Politiker verflucht. Es war wunderbar ruhig. Meine Laune steigt stetig. Immer noch keine Berge.</p>
<p>21:02h<br />
Nach Hotel-Check-In, Mittagsschlaf und Make-Up sitze ich nun in 1500 Metern auf der Drehmöser-9-Alm. Ich habe Magenkrämpfe und Schüttelfrost. Das ist sicherlich die Höhenkrankheit. Die dünne Luft und so. Ich bin umgeben von Jägermeister. Auf Eis, mit Red Bull, Saft, Brause, Wasser, Milch, Bier &#8211; alles kann, alles muss. Ich lege meinen Kopf auf der Theke ab. Wenn ich den Schnaps nicht sehe, sieht er mich vielleicht auch nicht.</p>
<p>21:20h<br />
D. und D. besuchen mich an meinem Sitzplatz an der Bar.  Sie nehmen sich meine mühsam zu einem Turm gestapelten Getränkemarken und bestellen drei Jägermeister-Redbull. Ich solle mich nicht so anstellen. Der erste Schluck tut mir in der Leber weh. Vom zweiten muss ich aufstoßen. Nach dem dritten etappe ich mich beim Lächeln. Ich erinnere mich wieder daran, wie man sich eigentlich im Leben fühlen sollte. Irgendwie glücklich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n/" rel="attachment wp-att-1846"><img class="aligncenter size-full wp-image-1846" title="313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n.jpg" alt="" width="634" height="422" /></a></p>
<p>21:29h<br />
Mein High hielt etwa 27 Minuten vor. Inzwischen bin ich zurück in einen bemitleidenswerten Geisteszustand gefallen und starre auf den Kamin. Oder auf die dauergewellten Dorfdamen. Drehmöser-Style.</p>
<p>22:14h<br />
Ich hänge so auf einem rustikalen Holztisch rum und spiele mit Strohhalmen. Vor mir steht ein oranger Jägermeister-Stammtisch-<wbr>Wimpel, um meine Schultern schmiegt sich ein Jägermeister-T-Shirt, vor mir stehen kleine Flaschen Jägermeister, daneben liegt ein Haufen Jägermeister-Getränkebons. Es ist klar, wo ich mich befinde. Oben spielt die Band, hier unten gammeln die Partypooper rum. Ich gucke nach draußen. Irgendwo muss die Zugspitze sein. Man sieht genau: nix. Ehrlich gesagt könnten die mich auch in  einen unterirdischen Saunaclub gefahren haben.  Nachts verpufft der Effekt eines Bergmassivs irgendwie. Hinter mir hängen in einem Trockenschrank etwa 20 Schinken. Naja, ist ja auch ganz schön.</wbr></p>
<p>23:05h<br />
Ich trinke Apfelschorle aus einem Maßkrug. Der Bluff fällt keinem auf.<br />
Mein Mantra des Abends: Ich möchte mich nicht vor dem Kamin zusammenrollen und einschlafen! Ich möchte mich nicht vor dem Kamin zusammenrollen und einschlafen! Fast glaube ich es mir selbst.</p>
<p>23:23h<br />
Die Gondel fährt um zwei Uhr wieder nach unten. Bis dahin muss ich hier ausharren. Ein betrunkener Typ setzt sich zu mir. Er kommt aus Garmisch. Ich behaupte ich hieße Tusnelda und sei aus Polen. Er geht wieder. Ich exe meine Apfelschorle wie eine ganz Harte.</p>
<p>00:12h<br />
Ich bin umgeben von hackedichten Jungs, die ich nicht kenne. Kurz hebt sich meine Laune wieder.<br />
Der eine: Wir können sagen, dass wir alte Schulfreunde sind.<br />
Ich: Okay. Wie alt seid ihr?<br />
Er: Zwanzig. Und du?<br />
Ich: Dreißig.<br />
Schweigen.<br />
Er: Du könntest unsere Mutter sein!<br />
Ich zeige meine goldene Mutter-Kette. Alle sind beeindruckt. Dann geht uns der Gesprächsstoff aus. Ich schleiche zurück zu meinem Barhocker.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/bildschirmfoto-2011-11-29-um-18-27-23/" rel="attachment wp-att-1820"><img class="size-full wp-image-1820 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2011-11-29 um 18.27.23" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-11-29-um-18.27.23.jpg" alt="" width="625" height="351" /></a></p>
<p>23:57h<br />
D. interviewt mich draußen. Irgendjemand filmt. Ich erzähle vom großartigen Partyspektakel. Ich finde, ich bringe das voll real rüber. (Edit: Später werde ich herausfinden, dass ich so natürlich wirke wie die Konservierungsstoffe in Skittles.) Noch eine Stunde bis Abfahrt.</p>
<p>02:03h<br />
In der Gondel schwebe ich Richtung Abgrund. Ins tiefe, schwarze Nichts. D. und D. sprechen vom Altenpanorama in der hoteleigenen Sauna. Ich kauere mich am Boden des Kräftigs zusammen. Je weniger hoch ich bin, desto weniger tief kann ich fallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>SONNTAG</p>
<p><img class="size-full wp-image-1835 alignleft" title="387847_10150415133866443_724506442_8977187_2031088703_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/387847_10150415133866443_724506442_8977187_2031088703_n.jpg" alt="" width="410" height="614" /></p>
<p>12:13h<br />
Wir fahren mit dem Auto am Eibsee vor. Ich bin so aufgeregt wie selten. Meine Kamera ist geladen und schussbereit. Gleich gibt es was mit Bergen. Wir laufen durch einen kleinen Wald. Eigentlich renne ich. Ich kann den Ausblick nicht mehr länger abwarten. Irgendwo hier muss der See sein. Und dann lichten sich die Bäume. Ich fühle so etwas wie Ehrfurcht. Der flache, glasklare See leuchtet in stattlichen Grüntönen. Am Ufer liegen große graue Steine, dahinter baut sich ein von der Sonne erleuchteter Streifen aus Tannen auf. Und dann muss man seinen Köpf heben, um das Bergmassiv um die Zugspitze überhaupt erfassen zu können. Schroff, von Schneelinien durchzogen ragen die scharfen Kanten der Steintürme in den türkisen Himmel. Alles funkelt und glänzt und schimmert, als hätte ich die Szene schon durch mein digitales Bildbearbeitungsprogramm gejagt. So ist das also in den Bergen. Ich hatte keine  Ahnung.  Ich nehme meine Kamera und lasse ein Blitzfeuer auf die Idylle los. Theres no stoppin now.</p>
<p>20:30h<br />
Ich verabschiede D. auf dem Flughafen-Weihnachtsmarkt genau zwischen Terminal eins und zwei an der Eislaufbahn.</p>
<p>20:34h<br />
Unwissentlich versuche ich eine große Flasche Wasser zu schmuggeln. Ich werde beim Security-Check erwischt und soll 8,50€ für die Entsorgung zahlen. Ich rege mich auf. Leider merke ich erst unangenehm spät, dass der Typ mich verarscht.<br />
Ich trage eine Strumpfhose, Jeans, zwei Paar Socken, Lammfellsohle in den Schuhen, Unterhemd, Shirt, Strickjacke, Hoody, Wintermantel und Schal.  Macht man doch so in den Bergen? Draußen sind zehn Grad, hier drinnen gefühlte 29. Ich schwitz wie ein Schwein. Na wenn ich schon die Sauna verpasst habe&#8230; Ist auch alles hier fast wie im Spa. Nur halt nicht so geil.</p>
<p>23:47h<br />
Ich bin gerade zu Hause angekommen. Ich fühle mich wie überfahren. Und dann gucke ich die Bilder an. Von der Zugspitze. Aus der Gondel. Von der Alm. Und bin glücklich.</p>
<p>Trinken werde ich trotzdem nie wieder.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pardon me while I burst into Flames.</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 15:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[brandon boyd]]></category>
		<category><![CDATA[chat]]></category>
		<category><![CDATA[freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[hohn]]></category>
		<category><![CDATA[incubus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man FAST gestern Brandon Boyd getroffen hätte und deswegen 24 Stunden danach noch total aufgewühlt ist, stellt sich heraus, wer die echten Freunde sind. Im Schatten des Wahns zeigen sich ihre wahren Gesichter. Aber wer hat den Test bestanden? Diese drei hier schon mal nicht: &#160; PERSON 1: i cant sleep. i am thinking of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man FAST gestern Brandon Boyd getroffen hätte und deswegen 24 Stunden danach noch total aufgewühlt ist, stellt sich heraus, wer die echten Freunde sind.<br />
Im Schatten des Wahns zeigen sich ihre wahren Gesichter. Aber wer hat den Test bestanden? Diese drei hier schon mal nicht:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 1:</strong></p>
<p>i cant sleep. i am thinking of topless brandon boyd. its serious!</p>
<p><em>also thinking of brandon boyd<br />
</em><em>sUcH a HotTiE &lt;3</em></p>
<p>oh shut it.</p>
<p><em>im checking pictures of him RIGHT now</em></p>
<p>honestly! dont mess with me on this one!</p>
<p><em>he looks a bit like a chimpansee.</em></p>
<p>you absolutely have to stop.<br />
youre gonna make me cry.</p>
<p><em>u see yourself in bed with an orang utan.</em></p>
<p>okay. crying now.<br />
LOOK WHAT YOUVE DONE!</p>
<p><em>ok i fucked it up</em></p>
<p>you did. its never gonna be the same again.</p>
<p><em>hope you dont dream about apes now because of me</em></p>
<p>i sorta hate you right now.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 2:</strong></p>
<p><em>Ich ekel mich.</em></p>
<p>ich hab mich gestern zum wiederholten male in brandon boyd verliebt. ich ekel mich auch.</p>
<p><em>der ist doch niedlich!</em></p>
<p>ich hab zwei stunden in einer autogramm-schlange mit 16jährigen gestanden. Alleine.</p>
<p><em>Das hast du nicht gemacht!</em></p>
<p>Ist das sehr schlimm? Ich habe noch nicht mal ein autogramm bekommen. Ich fühlte mich so benutzt&#8230;</p>
<p><em>Jetzt ehrlich! Du hast dich für ein Autogramm angestellt? Wo? Im Media Markt? Und dann noch nicht mal eins bekommen? Ich glaube das nicht.<br />
</em><em>Ich mach mir Sorgen.</em></p>
<p>Beim Telekom Extreme Playgrounds war das. Vor dem Konzert.</p>
<p><em>Stehe ich auf der Leitung?</em><br />
<em>Ist das ein Witz den ich nicht verstehe?</em></p>
<p>du musst auf meine Gefühle aufpassen.<br />
Ich bin reizbar diesbezüglich.</p>
<p><em>Du Nerd.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 3:</strong></p>
<p>ich hab doch gestern FAST brandon boyd getroffen. ich war noch nie so aufgeregt in meinem ganzen leben.<br />
irgendwas stimmt nicht mit meinem gehirn.</p>
<p><em>kann sein, dass da beim trinken kohlensäure reingelaufen ist&#8230;das passiert manchmal&#8230;versuch mal durch klopfen auf den kopf ein kleines bäuerchen zu erzwingen&#8230;dann ist das weg</em></p>
<p>Äh. Danke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Danke an Cathi, die gestern fast gar nicht gezeigt hat, wie sehr sie leiden musste. Und an alle, die mich mobil unterhalten haben, als ich in der Schlange stand. Und danke an Alex, den ich so wegen der Liste genervt habe. Ich werde mich nun wieder beruhigen&#8230;.</p>
<p>Also bald. Versprochen.</p>
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		<title>Zahnärzte: ein Traum(a) in Weiß</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 10:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Ode an England.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[angst]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[dentophobie]]></category>
		<category><![CDATA[praxis]]></category>
		<category><![CDATA[zahnarzt]]></category>
		<category><![CDATA[zähne]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahnärzte sind nach Desinfektion stinkende, geldgeile Sadisten, die es im täglichen Leben unbedingt zu meiden gilt. Fakt. (Ausnahme: Schmalli. Auch Fakt.) Neulich war ich so mutig und machte einen Termin bei einem. Kam auch für mich komplett überraschend. Bei der Abwägung Zahnarztbesuch versus Zahnschmerz gewann aber leider zweiteres den Battle der Emotionen. Das letzte Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zahnärzte sind nach Desinfektion stinkende, geldgeile Sadisten, die es im täglichen Leben unbedingt zu meiden gilt. Fakt.<br />
(Ausnahme: Schmalli. Auch Fakt.)</p>
<p>Neulich war ich so mutig und machte einen Termin bei einem. Kam auch für mich komplett überraschend. Bei der Abwägung Zahnarztbesuch versus Zahnschmerz gewann aber leider zweiteres den Battle der Emotionen.</p>
<p>Das letzte Mal beim Zahnarzt war ich in England. Mein Ex zwang mich hin. (Weil er auch zu den fiesen Menschen gehörte.) Ich war mir sicher, dass nach vier Jahren der aktiven Verdrängung des Themas ‘Zahnarztbesuch‘ <em>mindestens</em> eine Generalrestaurierung des Kiefers anstand. Der Arzt hatte seine für deutsche Verhältnisse untragbare Praxis in einem Londoner Reihenhaus mit Ekelteppich, typischer Brit-Tapete und welligen Kunstdrucken. Im engen Treppenaufgang blieb ich hinter meinem Ex zurück. Als mir der erste Schwall Zahnarztgeruch in die Nase stieg, schrillte mein Hirn so laut, dass ich mich umdrehen und wieder auf die Straße laufen musste. (Was ist das eigentlich für ein Geruch? Chloroform? Ether? Selbstgebrannter? GHB?)<br />
Ich wusste, dass Verstecken kindisch wäre. Also wartete ich, bis ich abgeholt und an der Hand nach drinnen geführt wurde. Überflüssigerweise fing ich an zu heulen. Der gemusterte Teppich machte mir Angst. Als der Arzt das erste Mal aus seinem Zimmer lugte und mich sah, musste er lachen.<br />
“Promise youre not gonna drill!“, begann ich die Verhandlungen. Er versprach, ich ließ mich untersuchen. Dann bohrte er. Ich überlebte. Und war später das stolzeste Mädchen Ost-Londons.</p>
<p>Damals beschloss ich regelmäßig zu gehen. Das war vor knapp drei Jahren. Vorsätze sind ja da, um sie zu brechen und bei nächster Gelegenheit neu zu fassen.</p>
<p>Ich bin also beim Zahnarzt am Hackeschen Markt. Es ist 20h. Business-Sprechstunde.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/zahnarzte-ein-trauma-in-weis/p20111017-195403/" rel="attachment wp-att-949"><img class="aligncenter size-full wp-image-949" title="p20111017-195403" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/p20111017-195403.jpg" alt="" width="640" height="389" /></a><span id="more-945"></span><br />
Alles ist weiß. Und grün. Und strahlt irgendwie. Es läuft Entspannungsmusik. Es riecht kein bisschen nach Zahnarzt. Wieso nicht? Wird hier etwa nicht ordentlich desinfiziert? Im Wartezimmer blühen Pflanzen von den Wänden. Die Sprechstundenhilfe spricht mit mir als sei sie Therapeutin. Mit sanfter Stimme und furchtbar freundlich. Ich bin nicht beim Zahnarzt, ich bin im Spa. Ehrlich! Alle sehen jung, frisch und irgendwie heiß aus. Kurz bin ich traurig, dass ich mich nicht für den behandelnden Arzt entschieden habe.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/zahnarzte-ein-trauma-in-weis/p20111017-194835/" rel="attachment wp-att-946"><img class="aligncenter size-full wp-image-946" title="p20111017-194835" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/p20111017-194835.jpg" alt="" width="640" height="480" /><br />
</a></p>
<p>Als ich so da sitze und warte sinkt meine Laune auf minus sieben (auf einer Skala von eins bis zehn). Ich stehe auf, laufe hin und her und komme mir dabei selbst komisch vor. Hoffentlich haben die da vorne keine Kamera.</p>
<p>Meine Mutter wurde damals in der Poliklinik in Brandenburg beim Zahnarzt in Massenabfertigungshallen so gefoltert, dass sie total glücklich ist heutzutage überhaupt zu einer menschenwürdigen Behandlung gehen zu dürfen. Ihre Erinnerungen an prähistorische Dentalzeiten ändern an meinen Gefühlen aber nichts. Ich schmeiße ja auch ohne Reue Kartoffelschalen weg, während meine Oma die lieber aufheben würde.</p>
<p>Dann gehe ich aufs Klo. Auch dort läuft Musik, die Handtücher sind sauber gerollt, die Fliesen blitzen. Ich gucke in den Spiegel. Vom Kinn bis tief ins Decolletee ziehen sich dunkelrote Stressflecken. Ich sehe aus wie ein anaphylaktischer Schocker. Bleibt eigentlich noch Zeit zur Flucht? Vielleicht hätte ich die Sprechstundenhilfe am Eingang in einer starken Minute nicht vorwarnen sollen. Ich bin gefangen auf Arztcatraz. Dentophobia The Sequal.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/zahnarzte-ein-trauma-in-weis/p20111017-200029-1-1/" rel="attachment wp-att-950"><img class="aligncenter size-full wp-image-950" title="p20111017-200029-1-1" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/p20111017-200029-1-1.jpg" alt="" width="338" height="481" /></a></p>
<p>Während ich beim <a title="Waxing für Anfänger" href="http://mymagictypewriter.com/waxing-fur-anfanger/" target="_blank">Intimwaxing</a> damals die Vorteile des zu erwartenden Outcomes schon vor der Behandlung konkret benennen konnte, ist das einzige das mir zum Thema Zahnarzt einfällt: Wenn du jetzt gehst, dann <em>könntest</em> du <em>eventuell</em> weniger Schmerzen beim nächsten  Besuch haben. Das ist mir nicht konkret genug. Das rechtfertigt das Grauen nun wirklich in keinster Weise.</p>
<p>“Frau Müller bitte?“<br />
Durchatmen. Du kannst jederzeit vom Stuhl springen und die Polizei rufen. Ich gehe in den Raum und setze mich auf den hellen Lederstuhl.<br />
Frau Fleck fragt mich, warum ich da sei.<br />
“Ich will um die Uhrzeit wirklich nicht meckern, aber ich habe Panik“, sage ich, während ich die Geräte auf der Ablage vor mir scanne. „Doll.“<br />
Sie legt ihre Hand auf meinen Arm. “Wir gucken erstmal nach, Frau Müller. Sie müssen keine Angst haben.“<br />
Irgendwie ist sie sympathisch. Kann nicht viel älter sein als ich. Weiß die überhaupt wo sie hinbohren muss? Ich würde lieber mit ihr ein Bier trinken gehen.<br />
Sie guckt mir in den Mund. Ich fühle meine Stressflecken mit jedem Herzschlag aufblinken.<br />
“Ach, sie haben aber niedliche Weisheitszähne. Haben sie die schon mal gesehen?“<br />
“Nein?“ Es ist wirklich schwierig Zähne hinten oben  im Kiefer zu betrachten&#8230;<br />
Sie nimmt einen Stift mit Kamera und projiziert meinen Backenzahn auf einen 27-Zoll-Screen vor meinem Gesicht.<br />
Als ich das letzte Mal beim Zahnarzt war, hat man noch mit Hammer und Meißel behandelt. Ich bin beeindruckt. Kann ich das Bild gleich per Voice Command ins Netz beamen?<br />
Dann macht sie Fotos von einem kleinen Riss im Schneidezahn, von der Wurzelbehandlung, von der Füllung aus England (“Keine schöne Arbeit.“ &#8211; “Dafür aber umsonst.“) und von meinem einseitigen Kreuzbiss. Die Galerie meines Mundes ist wirklich nur mäßig schön. Aber irgendwie auch geil. Hatte ich noch nie gezeigt bekommen.<br />
Jeden Schritt ihrer Untersuchung kommentiert sie ausgiebig. Den Unterschied zwischen Krone und Inlay darf ich sogar selbst an einem Klappergebiss erfühlen.<br />
So schlimm war das im Nachhinein betrachtet alles gar nicht. Vielleicht aber auch nur, weil sie nur geguckt hat.</p>
<p><strong>Wer als erster errät wie viele Zähne genetisch nicht in meiner Orofazialebene angelegt sind, darf mich bei einem der folgenden Termine zum Zahnarzt begleiten: 03.11. um 13:30h, 4.11. um 8:30h oder 9.11. ebenfalls um 8:30h. </strong><br />
<strong>Meet &amp; Greet mit Frau Fleck. Good luck!</strong></p>
<p>PS: Suche Zweitjob für ein Inlay.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Seitensprünge auf offener Straße &#8211; das Interview</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 18:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Interview des Schicksals]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[ex]]></category>
		<category><![CDATA[exfreund]]></category>
		<category><![CDATA[julia]]></category>
		<category><![CDATA[panik]]></category>
		<category><![CDATA[seitensprung]]></category>
		<category><![CDATA[sex and the city]]></category>
		<category><![CDATA[verstecken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich lerne Julia in Familie Pohlmanns Wohnzimmer in Köln kennen. Nach einer durchfeierten Nacht liegt sie in ihren Klamotten auf einer Art Matratze. Am Boden neben sich ein Junge. Vorsichtshalber mache ich von den Fremden ein Foto. Man weiß schließlich nie, wann man einen von denen mal erpressen interviewen muss. Julia ist ein eher derber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lerne Julia in Familie Pohlmanns Wohnzimmer in Köln kennen. Nach einer durchfeierten Nacht liegt sie in ihren Klamotten auf einer Art Matratze. Am Boden neben sich ein Junge. Vorsichtshalber mache ich von den Fremden ein Foto. Man weiß schließlich nie, wann man einen von denen mal <span style="text-decoration: line-through;">erpressen</span> interviewen muss.</p>
<p>Julia ist ein eher derber Typ in einem unfassbar weiblichen Körper: langes, volles Haar, dicker Eyeliner, der auch am Morgen noch perfekt sitzt, Blümchenbluse, Dekolletee, goldener Gürtel, enge Hose, Highheels. Ich weiß nicht, ob es an dem rauen, verkaterten Morgen liegt, aber ich erkenne sofort: Mit der Frau macht man keine Faxen. Die schlägt knallhart zu, wenn ihr ein Gesicht nicht passt. Ich finde sie toll, sie entertaint die Runde, während Rührei und Cola zum Frühstück serviert werden. Julia hat man besser als Verbündete, denke ich, als ich ihr so zuhöre. Als Feindin taugt sie nichts.<br />
Auch nicht als Gast in der eigenen Wohnung. Eine der wenigen Geschichten (oder soll ich sagen &#8216;Legenden&#8217;), die ich über sie aufschnappe, ist die, wie sie spontan samt Kühlschrank in die Mitte einer gediegenen Hausparty fällt. Ich zweifele nicht eine Sekunde daran. Julia hat auf jeden Fall lieb einen an der Waffel.</p>
<p>Über einer Gemeinsamkeit bonden wir dann einen Monat später online: Sie ist angesichts eines Exfreundes mal hinter ein unpassendes Objekt gesprungen, um sich zu verstecken.<br />
Wie ich einst. Einer der wenigen Momente im Leben, wo man sich ernsthaft über eine spontane Selbstentzündung freuen würde.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/seitensprunge-auf-offener-strase-das-interview/imghide-and-seek2/" rel="attachment wp-att-940"><img class="size-full wp-image-940 alignleft" title="imgHide And Seek2" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/imgHide-And-Seek2.jpg" alt="" width="420" height="280" /></a></p>
<p>Ich gebe dem öffentlichen Druck (Töff, Töff) nach und beschließe, sie zu dem Thema zu befragen. Gehören Julia, Carrie Bradshaw und ich zu einer Randgruppe? Wie hoch ist die Dunkelziffer? Passiert Männern das auch? Wie kann man sich schützen?</p>
<p>Ich habe so viele Fragen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> Julia, ich habe dich als junge, selbstbewusste, ich möchte meinen tabulose Frau kennengelernt. Dass du dich vor Menschen verstecken möchtest, kommt mir komisch vor. Bitte erzähle mir von deinem Schlüsselerlebnis am Fahrstuhl.</strong></p>
<p>Es war ein merkwürdig sommerlicher Wintertag. Ich war gerade in eine neue WG gezogen. Die Bude war super und ich hatte extrem gute Laune. Ich schmiss mich in meinen neu erworbenen, total pimp-mäßigen Kunstfellmantel mit dazu passender, viel zu großer Sonnenbrille, um mich rumzutreiben. Ich ging die Straße hinauf, bog um die Ecke, mit einem Lächeln auf dem Gesicht (ich hatte wirklich richtig gute Laune), da erblickte ich auf derselben Straßenseite einen Freund von Mr. X, daneben eine Frau mittleren Alters (aha&#8230;das ist bestimmt seine Mudda!) und ey&#8230;smarter Typ daneben. „Geile Sneakers“ dachte ich noch, Kapuzenpulli&#8230; scheiße&#8230; Exmacker!<br />
Erste Reaktion: Sofort Umdrehen, kehrt machen und in die entgegengesetzte Richtung marschieren.<br />
Schnell! Absolute Reflexhandlung.<br />
Naja, ich glaube davor ist mir das Gesicht noch kurz entglitten &#8211;  in sämtliche Richtungen.<br />
„Oh Gott&#8230;wohin?“ war die Frage. Ich sprang hinter den Fahrstuhl, der zur U-Bahn hinunterführte. Er war gläsern. Sehr ungünstig. Ich wandte mich von der Straße ab. Mit der einen Hand an der Sonnenbrille, der anderen in der Manteltasche starrte ich auf den Boden. Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht.<br />
Kurz überlegte ich noch, die Treppen zur U-Bahn runterzurennen, „aber was ist, wenn er genau da hin will?“ Wild gestikulierend und vertieft in das Gespräch mit seinen Begleitern ging der Kelch in Form meines Verflossenen an mir vorüber.<br />
Er hatte mich nicht bemerkt.</p>
<p><strong>Sonnenbrille und Pelzmantel. Das passt zu dir. Vermutlich warst du weder in Sankt Moritz, noch auf dem Kölner Karneval oder als Edelnutte auf der Reeperbahn unterwegs?</strong></p>
<p>Es war bei mir um die Ecke. Der Nebeneffekt der neuen, unglaublich geilen Wohnung war, dass ich in seine Hood gezogen bin. Ich bin quasi in sein Territorium eingedrungen und hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt nie damit befasst, dass wir uns ja doch mal über den Weg laufen könnten.<br />
Was ich bis heute nicht verstehe ist, dass ich echt gut aussah an dem Tag und mich auch so richtig gut fühlte. Kommt ja immerhin in so komprimierter Form nicht alle Tage vor. Ich hätte ja auch in Joggingbuchse rumschlurfen können, mit Augenringen bis unter die Achseln. Es war tatsächlich Zufall, dass ich an dem Tag in Topform war und Bock hatte mich aufzumotzen. Ich trug sogar roten Lippenstift &#8211; Mitten in der Woche&#8230; Woohooo!<br />
Ich hab mich hinterher auch noch tierisch geärgert, dass ich die Gelegenheit nicht genutzt habe, ihn mit meiner unglaublich guten Laune und meinen Sexappeal zu bombardieren&#8230;das wäre ja eigentlich das perfekte Treffen mit dem Ex gewesen! Damn!!!</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/seitensprunge-auf-offener-strase-das-interview/carrie_fur/" rel="attachment wp-att-926"><img class="aligncenter" title="Carrie_Fur" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Carrie_Fur.jpg" alt="" width="240" height="323" /></a></strong></p>
<p><strong>War dir schon im Moment des Versteckens bewusst, dass dein Verhalten irgendwie sozial grenzwertig rüberkommen könnte?</strong></p>
<p>Nein, es ging alles so schnell&#8230; Aber als ich dann die Straße weiter entlang ging, kam ich mir vor, wie in einem cheesy Highschool-Streifen. Ich hatte mich auch noch kurz umgeschaut, ob mich jemand anderes gesehen hat. Als ich später meiner Mitbewohnerin davon erzählte, die sich natürlich köstlich darüber amüsierte, blieb mir auch nur eins zu sagen: „Oh man, wie panne!“</p>
<p><strong>Ich hatte sechs Jahre lang ein schlechtes Gewissen. Als ich dann mit meinem Ex darüber sprach, könnte er sich gar nicht daran erinnern. Ich war zugegebenermaßen ein wenig enttäuscht, aber hauptsächlich erleichtert. Wie ist es dir bis heute ergangen? Wie lebst du mit der schmerzlichen Erinnerung? Steht ihr noch in Kontakt?</strong></p>
<p>Tatsächlich habe ich die Sache, bis ich deinen Post bei Facebook gelesen hab echt verdrängt!<br />
Ich habe ihm bisher nicht davon erzählt. Ich denke, das bleibt auch vorerst mein kleines Geheimnis. Wir sehen uns gelegentlich, meist aber auf irgendwelchen Partys und dann hat er meistens auch seine neue Schnalle im Schlepptau. Gelegenheiten, in denen man entspannt quatschen kann, sind eher selten. Ich hätte kein Problem damit, ihm von der Nummer zu erzählen, ist ja auch eigentlich echt witzig, aber dafür müsste er dann noch nen Schnaps für mich springen lassen.</p>
<p><strong>Was würdest du anderen Frauen in so einer Situation raten? Kopf hoch, Brust raus und die Flucht nach vorne wagen? Oder doch eher die schmale Chance nutzen, die Bäume, Laternen und Dinge aus Glas eventuell bieten?</strong></p>
<p>Eigentlich bin ich immer für „ nach vorne gehen“. Bis heute verstehe ich nicht, was da eigentlich passiert ist. Mein Gehirn hatte einfach einen kurzen Totalausfall. Rückblickend hätte ich gerne anders gehandelt, deswegen würde ich sagen: Mach den obersten Knopf  deiner Bluse auf, schwing dein Haar und geh ihm auf den Sack mit deinem unglaublich umwerfenden Charme!<br />
Andererseits kommt es natürlich immer drauf an, wie die Sache auseinander gegangen ist und ob man da noch emotional drin steckt. Wer will denn schon vor dem Ex ein Trauerkloß sein? Dann doch lieber der Clown, der nen Köpper ins Gebüsch macht. Reden ist zwar ne gute Sache und ehrlich sein auch, aber wenn du keinen Bock auf Konfrontation hast, mach die Biege. Handle so, wie du dich fühlst. Lass dir gesagt sein, du bist nicht die einzige, die sich zum Liebeskasper macht!</p>
<p><strong>Eine letzte Frage. Bist du gerade in einer Beziehung?</strong></p>
<p>Nö. Nicht, dass es keine guten Partien gäbe, nur hat es von denen noch keiner geschafft, das ich für ihn in die Hecke springe!</p>
<p><strong>Danke für deine Zeit, Julia. Ich weiß, es ist nicht einfach mit einer solch traumatischen Story an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin stolz auf dich.</strong></p>
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		<title>Alles Klarinette?</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:41:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
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		<category><![CDATA[island]]></category>
		<category><![CDATA[klarinette]]></category>
		<category><![CDATA[klassik]]></category>
		<category><![CDATA[klassische musik]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze in diesem unfassbar tollen Gebäude am Hafen von Reykjavik, erste Reihe, Rang. Draußen fegt ein Orkan über die Stadt. Ich bin komplett nass, weil die Isländer sich weigern Regenschirme zu benutzen und ich nicht gewagt hatte mich dieser ungeschriebenen Regel zu widersetzen. Der Saal ist warm erleuchtet und bis unter die Decke gefüllt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze in diesem unfassbar tollen Gebäude am Hafen von Reykjavik, erste Reihe, Rang. Draußen fegt ein Orkan über die Stadt. Ich bin komplett nass, weil die Isländer sich weigern Regenschirme zu benutzen und ich nicht gewagt hatte mich dieser ungeschriebenen Regel zu widersetzen. Der Saal ist warm erleuchtet und bis unter die Decke gefüllt. Auf der Bühne sitzt das riesige Orchester und stimmt seine Bratschen und Oboen. Nicht, dass ich diese Instrumente eindeutig bestimmen könnte – nach Gong und Geige hört’s bei mir schon auf.</p>
<p>Das Programmheft ist auf isländisch, ich gucke mir die Bilder an. Mozart, Tschaikowski – wenigstens habe ich davon schon mal gehört. Mein Sitznachbar <strong>MALCOLM KENNETH FRASER</strong> (auf eigenen Wunsch hin hier namentlich und in fett erwähnt) erklärt mir bereitwillig den Unterschied zwischen den beiden Sinfonien. Auch sonst ist er sehr hilfreich. Was ist dieses goldene Instrument da? Warum braucht man überhaupt einen Dirigenten? Was steht auf den Notenblättern? Warum tragen alle Frauen Röcke? Wann darf ich husten? <em>Muss</em> ich husten?<br />
Ich hatte so viele Fragen…</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/alles-klarinette/293633_10150318424921443_724506442_8511871_745150897_n/" rel="attachment wp-att-891"><img class="aligncenter" title="Harpa, Reykjavik." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/293633_10150318424921443_724506442_8511871_745150897_n.jpg" alt="Harpa, Reykjavik." width="454" height="302" /></a></p>
<p><span id="more-877"></span>Nach dem Opener machen wir uns an Mozart. Das Orchester sitzt, der Dirigent (Dudamel, oh Dudamel) betritt die Bühne mit einem jungen Mann in grauem Anzug. Dieser positioniert sich mittig zwischen Dirigent und erster Geige. Im Gegensatz zu allen anderen hat er keinen Notenständer. Dafür aber ein mir unbekanntes Instrument. Eine Klarinette – wie mir erklärt wird. Zunächst fällt mir nichts Besonderes auf. Dann beginnt die Musik – leicht, leise, langsam.<br />
Der Soloist &#8211; Martin Fröst &#8211; wiegt sich mit geschlossenen Augen hin und her. Links, rechts, links. Dabei hält er seine Klarinette wie eine steife Tanzpartnerin. Ich verfolge ihn gespannt.<br />
Als das Stück an Fahrt aufnimmt, fängt er an in seinen gewaxten, spitzen Lederschuhen leichtfüßig zu tippeln. Dabei verzieht er seinen Mund, als wäre er auf zehn Pillen. Ich schäme mich fremd. Dann benetzt er seine Lippen auffällig mit frischem Speichel und pustet in das Mundstück. Innerhalb von Minuten, während er weiter auf der Bühne tänzelt, färbt sich sein Gesicht in einem satten Karminrot – schöner Kontrast zu den platinblonden Haaren. Er erinnert mich an Oliver Pocher.<br />
Er scheint die Musik wirklich zu fühlen. Ich finde das furchtbar komisch und gucke mich um, um rauszufinden, ob die anderen auch lachen.<br />
Alle toternst.<br />
Okay, das ist keine Parodie, das gehört sich so als Solo-Klarinettist.<br />
Ich fühle mich wie beim Yoga, wenn jemand laut gefurzt hat und man nicht lachen darf, um keine weitere Unruhe in die Entspannung zu bringen. (Randnotiz: Mir noch nie passiert, weil ich noch seltener als zu klassischen Konzerten zum Sport gehe.)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/alles-klarinette/attachment/03/" rel="attachment wp-att-878"><img class="aligncenter" title="Martin Fröst" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/03.jpg" alt="Martin Fröst" width="496" height="210" /></a></p>
<p>„That’s one of the best klarinet soloists in the world“, wurde mir vor Beginn des Solos erzählt. Ich kann mich gar nicht auf die Musik konzentrieren, weil ich nur fasziniert diesen Kerl anstarre. Ich hoffe, dass die anderen auf dem Rang denken, ich würde lächeln, weil mich das Konzert so packt. Eigentlich lächle ich, weil mich die tanzende Elfe in der Mitte so gut unterhält.<br />
Irgendwie eine Mischung aus einem schwulen Rumpelstielzchen und Stefan Mross auf Pille.</p>
<p>Sein grauer, gechinzter Anzug ist viel zu eng, vor allem im Schritt. Zu allem Übel wiegt er sein Becken auf und ab. Trockensex mit einem Instrument, dessen Ende ihm irgendwo zwischen seinen X-Beinen hängt.<br />
Seine Beine sind eh ein Hingucker. Die Arbeit in dem Bereich vorzüglich. Ist so ein bezauberndes Bewegungstalent angeboren oder steckt da ein Choreograf dahinter? Dieser Musiker ist laut meiner Einschätzung der schwedische Lord of the Klarinetten-Dance.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="color: #444444; font-family: Georgia, 'Bitstream Charter', serif; font-size: 14px; line-height: 23px;"><a style="color: #df0000;" href="http://mymagictypewriter.com/alles-klarinette/mf/" rel="attachment wp-att-894"><img class="size-full wp-image-894 aligncenter" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="Martin Fröst" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/MF.jpg" alt="Martin Fröst" width="300" height="400" /></a></span></p>
<p>Am Ende des Solos tobt das Publikum vor Euphorie – „Bravo!“, wird rechts neben mir geschrien, mein linker Nachbar steht anerkennend auf.<br />
Mir wird bewusst, dass dieser Typ, der sich meiner Meinung nach auf seiner Instrument nur mächtig einen runtergefidelt hat, eine Koryphäe auf seinem Gebiet ist. In einer Mischung aus Verwunderung und Anerkennenung steige ich in die Standing Ovations mit ein.<br />
Und behalte meine Gedanken zur homoerotischen Performance einfach für mich.</p>
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		<title>Elitepartner &#8211; der trockene Akademiker mit Niveau</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 16:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
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		<description><![CDATA[Julian Krohn (dessen Namen ich verwenden wollte, um meinen Google-Search-Traffic zu erhöhen) ist mein bester Freund und der Meinung, dass ich mich bei Elitepartner angemeldet habe, um ernsthaft einen Mann zu finden. Dies stimmt so nicht. Vielmehr bin ich auf der Suche nach Stoff für meinen Blog. Und etwas neugierig. Erwartungen im Liebesbereich sind non-existent. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Julian Krohn (dessen Namen ich verwenden wollte, um meinen Google-Search-Traffic zu erhöhen) ist mein bester Freund und der Meinung, dass ich mich bei Elitepartner angemeldet habe, um ernsthaft einen Mann zu finden. Dies stimmt so nicht. Vielmehr bin ich auf der Suche nach Stoff für meinen Blog. Und etwas neugierig. Erwartungen im Liebesbereich sind non-existent. Schon vorab &#8211; ich habe mich prächtig amüsiert. Die Geschichte meiner Singlebörsen-Karriere geht so:</p>
<p>Ich rufe die Seite <a href="http://www.elitepartner.de/" target="_blank">www.elitepartner.de</a> auf und bleibe erst mal bei der Passwortvergabe hängen, weil nirgends steht, dass man neben acht Buchstaben auch noch zwei Ziffern verwenden muss. Ich breche Projekt “Doktor für Müller“ erstmalig fast ab. (Das auch zum Thema Niveau.) Egal. Die Aussicht auf eine Liste mit Tausend zu mir passenden, willigen Typen in meiner Nähe lässt mich diese Hürde meistern.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/elitep090609/" rel="attachment wp-att-786"><img class="aligncenter size-full wp-image-786" title="eliteP090609" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/eliteP090609.jpg" alt="" width="465" height="321" /></a><br />
Nach der Anmeldung geht&#8217;s gleich zum Persönlichkeitstest. Mein erstes &#8220;Wissenschaftliches Matching&#8221;. Aufregend!</p>
<p><!--Mehr lesen--></p>
<p>Fängt mit Haarfarbe und Figur an. Ich finde mich schlank und brünett. Easy.</p>
<p><em>&#8220;Bitte schätzen sie nun ein, wie andere ihre äußere Erscheinung beurteilen. Auf andere Menschen wirke ich wahrscheinlich a) äußerst attraktiv, b) sehr attraktiv, c) attraktiv, d) sehr sympathisch oder e) dazu möchte ich lieber nichts sagen&#8221;.</em><br />
Ich bin überfordert. Meinen die nüchtern oder betrunken? Ich gebe mir vorsichtshalber nur Bestnoten. Ist ja eh Geschmackssache.<br />
Weiter im Text.</p>
<p>Bevorzugte Freizeitaktivitäten: Ausgehen, Freunde treffen, Internet, Hobby nachgehen.<br />
Hobbies: Fotografie, Musik, Reisen, Schreiben.<br />
Lieblings-Sportarten: Kein Interesse. Normal.</p>
<p>Dann wird es etwas tiefer. Die Fragen werden nahezu unerträglich unangenehm. Ich kriege Angst, dass meine Antworten mit meiner IP-Adresse zu etwas verschmelzen, das später unter meinem echten Namen bei Google gehandelt wird. Egal. Liebe wird aus Mut gemacht.</p>
<p>Am spannendsten ist die Sektion, in der ich mir drei Fragen mit je 120 Zeichen frei ausdenken soll, die ich potenziellen Potenten schicken kann. Diese dürfen aber nur mit <em>“Ja“, “Nein“, “Vielleicht“</em> oder <em>“Halts Maul, Psycho“</em> antworten. Gehobene Kommunikation wird sonst nur mit dem Paid Account geliefert. Okay. Verstanden. Was frag ich bloß? Ach, ich weiß.</p>
<p>Frage 1: <em>Sind Clipper die besseren Nagelscheren?</em><br />
Frage 2:<em> Findest du Füße auch so grausam?</em><br />
Frage 3: <em>Bock?</em></p>
<p>Vielleicht etwas zu fußfixiert?<br />
Der Gedanke, jemals jemandem diese limitierten Fragen unter einem Chiffre und verpixelten Bild schicken zu dürfen, lässt mein Herz schon jetzt höher schlagen.</p>
<p>Nach zwanzig Minuten bin ich durch mit dem Test. Die Auswertung meiner Persönlichkeit liegt vor &#8211;  in Form einer Liste von Männern.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-17-57-57/" rel="attachment wp-att-780"><img title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 17.57.57" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-17.57.57.png" alt="" width="503" height="178" /></a></p>
<p>Es gibt sogar jemanden, der 99% mit meinen Gefühlen kompatibel ist. Wahnsinn! Den muss ich dringend das mit dem Nagelclipper fragen. Er ist 40 Jahre alt, beschreibt sich selbst als unkompliziert, offen und ehrlich und kommt aus Niedersachsen. Leider ist sein Bild zur Unendlichkeit entstellt. Zugang zur tatsächlichen Version nur mit Pro-Account. Gott sei Dank kann man als oberflächlicher Mensch auch durch den Filter  sofort erkennen, dass der wahrscheinlich eh zu niveauvoll ist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-47-25/" rel="attachment wp-att-793"><img class="aligncenter size-full wp-image-793" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.47.25" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.47.25.png" alt="" width="638" height="392" /></a></p>
<p>Nehmen wir vielleicht doch lieber einen der anderen. Ein Bild blendet mich von weiter unten. Schwarz-Weiß-Portrait, blonde Haare, sympathisches Lächeln. Ja, mit dem will ich Kinder. 95% Übereinstimmung reichen mir. Ich klicke ihn an. Lehrer. 38. Kann er ja nichts dafür.<br />
Dann fällt mir auf, dass der Typ unter ihm das selbe Bild hat. Oder ist das der gleiche Mann? Ach nein, das ist das Default-Bild. Die haben gar keine hochgeladen. Mist. Reingefallen. Enttäuschung!</p>
<p>Erneut frage ich mich, ob ich für die kultivierten Singles mit festen Absichten und Niveau vielleicht zu doof bin. Aber in Zeiten von „Billich &#8211; will ich“ ist Niveau doch Auslegungssache oder?<br />
Und ich persönlich finde mich niveauvoll. Manchmal sogar auf hohem Niveau voll. Das ist ja auch irgendwie ein Talent.</p>
<p>Schnell finde ich heraus, dass ich weder Fotos angucken kann, noch Emails lesen oder beantworten darf. Lame.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-24-47-2/" rel="attachment wp-att-781"><img title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.24.47" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.24.471.png" alt="" width="473" height="420" /></a></p>
<p>Ich bin beschränkt auf diese drei unsinnigen Fragen und die vier Antwortoptionen.</p>
<p>Eine Konversation mit dem Ersten, der mir schreibt, läuft dann in etwa so ab:</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-46-41/" rel="attachment wp-att-794"><img class="size-full wp-image-794 alignleft" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.46.41" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.46.41.png" alt="" width="207" height="332" /></a></p>
<p>Er: <em>Bist Du an einer &#8220;echten&#8221; Beziehung interessiert?</em><br />
Ich: <em>Ja.</em></p>
<p>Ich: <em>Findest du Füße auch so grausam?</em><em><br />
</em>Er:<em> Nein</em></p>
<p>Er: <em>Wäre die Enfernung zwischen uns für Dich ein Problem?</em><br />
Ich: <em>Vielleicht.</em></p>
<p>Ich: <em>Bock?</em><br />
Er: <em>Ja.</em></p>
<p><em></em>Er: <em>Wollen wir uns auf einen Rotwein am Strand treffen?</em> (Am Strand? In Sachsen? Hä?)<br />
Ich: <em>Nein. </em></p>
<p>Ich: <em>Sind Clipper die besseren Nagelscheren?<br />
</em>Er:<em> Geh weg, Psycho! </em></p>
<p>Vielversprechend. Auf zum Nächsten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach fünf Tagen als nicht-zahlendes Mitglied häufen sich in meinem Posteingang Anfragen von Männern von Bayern bis nach Schleswig-Holstein. Keinen davon kann man sehen. Das Geschriebene reicht mir aber auch schon.</p>
<p><strong>Geschäftsführer</strong>, 39, aus Hessen (Verfolgt ein Ziel ehrgeizig, bis er es erreicht hat.)</p>
<p><strong>Geschäftsführer eines deutschlandweiten Gesundheitsunternehmens</strong>, 31, Brandenburg (Hat es bisher geschafft alle seine Träume zu erfüllen und dadurch ein sehr glückliches Leben zu führen.)</p>
<p><strong>Außenrequisiteur</strong>, 31, Berlin (Hat viel Spaß und Lebensfreude inne. Nimmt dabei gerne kleine Details aus seiner Umwelt wahr.)</p>
<p><strong>Softwareentwickler</strong>, 31, Köln (Ein liebevoller, ehrlicher und humorvoller Typ.)</p>
<p><strong>Bürokaufmann</strong>, 30, Berlin (Versucht immer gute Laune an den Tag zu legen <img src='http://mymagictypewriter.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</p>
<p><strong>Chefredakteur</strong>, 41, Stuttgart (Ist voller Kreativität und Leidenschaft gespannt auf das Leben.) Thomas Venker, bist du&#8217;s?</p>
<p><strong>Prüfstandsingenieur</strong>, 25, Sachsen (Es gibt nichts Besonderes an ihm, aber die Summe seiner Eigenschaften macht ihn zu etwas Besonderem.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr zu empfehlen sind übrigens die <a href="http://www.elitepartner.de/km/erfolgsgeschichten/index.html">Erfolgsgeschichten</a>.<br />
Ich melde mich mal wieder ab. Sich im Club zu betrinken ist dann vielleicht doch die bessere Alternative.</p>
<p>Insider-Tip: Unter-30Jährige kriegen 50% Rabatt. Na dann proscht.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-23-58/" rel="attachment wp-att-792"><img class="aligncenter size-full wp-image-792" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.23.58" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.23.58.png" alt="" width="669" height="142" /></a></p>
<p>Tüdelü.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-17-57-57/" rel="attachment wp-att-780"><br />
</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auf Drogensuche mit dem dicken Rolf* (*Name und Statur geändert)</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 17:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auch ich war mal jung.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[dealer]]></category>
		<category><![CDATA[drogen]]></category>
		<category><![CDATA[gras]]></category>
		<category><![CDATA[hasenheide]]></category>
		<category><![CDATA[kiffen]]></category>
		<category><![CDATA[neukölln]]></category>
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		<description><![CDATA[Mein Telefon klingelt. Es ist der dicke Rolf. “Ich hab schon überall nach Gras* gefragt. Keiner hat was. Also wirklich nicht. Kommst du mit mir in die Hasenheide* was kaufen?“ (*Suchtmittel und Location geändert) “In die Hasenheide? Zum Drogen kaufen? Du spinnst doch!“ “Ach komm, voll easy. Du  musst nichts machen, ich wickle den Deal ab.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Telefon klingelt. Es ist der dicke Rolf.<br />
“Ich hab schon überall nach Gras* gefragt. Keiner hat was. Also wirklich nicht. Kommst du mit mir in die Hasenheide* was kaufen?“ <em>(*Suchtmittel und Location geändert)</em><br />
“In die Hasenheide? Zum Drogen kaufen? Du spinnst doch!“<br />
“Ach komm, voll easy. Du  musst nichts machen, ich wickle den Deal ab.“<br />
“Nee. Keine Lust.“<br />
“Du darfst auch darüber bloggen. Abenteuer pur!“<br />
“Inklusive Interview mit dir &#8211; dem drogenabhängigen, dicken Rolf?“<br />
“Klar. Bringst du Geld* mit?“ <em>(*Zahlungsmittel geändert)</em></p>
<p>Kurz später hebe ich einen Zehner in kleinen, nicht nummerierten Scheinen am Bankautomaten ab. Ich trage Turnschuhe für die eventuell bevorstehende Flucht. Und einen schwarzen Kapuzenpulli*. <em>(*Outfit geändert)</em></p>
<p>So bin ich damals im Londoner Ghetto auch immer rumgerannt, um nicht verprügelt zu werden. Vom meiner Oma habe ich den Trick mit dem Ruß im Gesicht. Weil wegen der Russen. Mit einer Zigarette brenne ich mir schnell noch ein paar Narben auf die Wangen. Ich sterbe heute nicht beim Versuch Drogen zu kaufen!<br />
Es regnet in Strömen*. <em>(*Wetterverhältnisse geändert)</em><br />
Die Sonne ist schon so gut wie untergegangen. Ich stehe am Hermannplatz und warte auf meinen geheimnisvollen Partner in Crime.<br />
Schon von weitem sehe ich, dass der dicke Rolf eine goldene Kurzjacke aus Plastik trägt.<br />
“Willst du, dass die uns gleich abstechen oder was?“, frage ich ihn.<br />
Er guckt an sich herunter und zuckt mit den Schultern. “Hatte nichts anderes.“<br />
Wir laufen durch den schummrigen Park, drängen uns unter den kleinen Regenschirm, den ich mitgebracht habe. Bei dem Wetter gehen doch nicht mal Dealer raus oder?<br />
Der dicke Rolf bleibt stehen. “Komm, lass uns gehen. Mir ist nicht so wohl.“<br />
“Blödsinn. Du hast doch nur Schiss.“<br />
Der dicke Rolf hakt sich bei mir unter, dann gehen wir weiter. Wir halten Ausschau nach jemandem mit schwarzer Lederjacke. Ticker tragen nämlich alle schwarze Lederjacken. Fact*.<em> (*Fact geändert)</em><br />
Auf einem dunklen Weg zeichnen sich in einiger Entfernung drei Gestalten ab.<br />
“Oh Gott!“, heult der dicke Rolf neben mir.<br />
Wir gehen näher. Eine der drei Personen unterbricht das Gespräch mit den anderen und tritt auf uns zu in die Mitte des Weges.<br />
“Kssss, kssss. Weed?“ Es ist ein junger Araber mit &#8211; seht, seht &#8211; schwarzer Lederjacke. Dazu trägt er eine Gesichtsmumu (kurzer, dünner Schnurrbart, der um den Mund herumführt und am Kinn wieder zusammenläuft). Die anderen beiden Menschen, die er ja zu kennen scheint, gucken doof auf die goldene Jacke.<br />
“Weed?“, wiederholt der Dealer.<br />
Der dicke Rolf nickt heftig ohne dabei etwas zu sagen.<br />
“Wie viel?“ Der Araber kaut Kaugummi und zieht etwas Schleim hoch.<br />
Der dicke Rolf starrt nur nutzlos.<br />
<img title="drug-dealer-magnets" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/08/drug-dealer-magnets.jpg" alt="" width="430" height="430" />“Fürn Zehner“, sage ich. Dabei gucke ich unter meiner Kapuze hervor, wie Lil Kim, wenn man ihre Mutter beleidigt hat. Meine Brandnarben schimmern bestimmt schön im Schein der Laterne.</p>
<p>Der Dealer spürt sofort, dass er es hier mit Vollprofis zu tun hat. Er zieht einen großen, durchsichtigen Beutel Gras aus seiner Jackentasche hervor. Gras oder Majoran, so ganz genau kenne ich den Unterschied nicht.<br />
“Hältst du Hand auf“, befiehlt er dem dicken Rolf.<br />
Zitternd schiebt dieser seine Hand nach vorne. Der Dealer lacht und legt drei lose Brocken Gras hinein. “Musst du klein machen.“<br />
Der redet mit uns, als wären wir Anfänger! Dankbar merken wir uns seinen Tipp. Ich tue so, als fände ich die Menge angemessen und hoffe, dass wir gerade nicht total über den Tisch gezogen werden.<br />
Der dicke Rolf übergibt den zerknüllten Zehner und verbeugt sich dabei unterwürfig. Ich trete ihm von der Seite gegen die Wade.<br />
“Danke“, sage ich und nicke dem Dealer zu.<br />
Dann drehen wir uns um und gehen. Rolfs ergonomische Joggingschuhe mit Reflektoren und Klettverschluss quietschen auf dem nassen Asphalt. Als wir um die Ecke sind, zischt er: “Hier, nimm du. Schnell!“<br />
Ich nehme Rolf den Haufen warmgehaltenes Gras ab. Wir ziehen eine markante Geruchsspur hinter uns her.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann stehen wir wieder auf der Hauptstraße.<br />
Der dicke Rolf lacht. “War ja voll easy. Der hatte bestimmt mehr Angst vor uns, als wir vor ihm.“<br />
&#8220;Hmm, genau. Darf ich dich jetzt interviewen?&#8221;<br />
&#8220;Auf gar keinen Fall! Komm, wir holen Pizza*.&#8221; <em>(*Fast Food geändert)</em></p>
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		<title>Die neue Sweat Captor Technologie im Stresstest.</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 18:39:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[deo]]></category>
		<category><![CDATA[deodorant]]></category>
		<category><![CDATA[invincible man]]></category>
		<category><![CDATA[l'oréal]]></category>
		<category><![CDATA[schweiß]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ultimative 96-Stunden-Test (wie vorher schon groß angekündigt) ist vorbei. Eins schon vorweg: die Ultra-Feuchtigkeitsbekämpfende Formel für einen langanhaltenden Dry-Effect hat nicht ganz so galant performt, wie angekündigt. Aber rechnen wie chronologisch ab. Es ist Samstag, ich stehe bei Rossmann in der Bergmannstraße. Das Männerdeoregal ist reich gefüllt. Dicht an dich drängen sich die Kandidaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ultimative 96-Stunden-Test (<a href="http://mymagictypewriter.wordpress.com/2011/07/28/selbstversuch-heute-die-men-expert-anti-transpirant-formel/" target="_blank">wie vorher schon groß angekündigt</a>) ist vorbei. Eins schon vorweg: die Ultra-Feuchtigkeitsbekämpfende Formel für einen langanhaltenden Dry-Effect hat nicht ganz so galant performt, wie angekündigt. Aber rechnen wie chronologisch ab.</p>
<p>Es ist Samstag, ich stehe bei Rossmann in der Bergmannstraße. Das Männerdeoregal ist reich gefüllt. Dicht an dich drängen sich die Kandidaten mit 24, 48, 72 und 96h-Rundumschutz.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/08/download.jpg" rel="lightbox[672]"><img title="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/08/download.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/08/download.jpg" rel="lightbox[672]"><img title="More..." src="https://mymagictypewriter.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></a>96h Invincible Man von L&#8217;Oréal ist mit 2,35€ leicht über dem Preispunkt der anderen Produkte aus der Reihe, aber wenn man mal genau nachrechnet, liefert das auch so viele Stunden mehr Non-Stop Antitranspiranz &#8211; ist ja klar, was ich haben möchte.</p>
<p><span id="more-672"></span></p>
<p>Zu Hause dusche ich, um eine neutrale Ausgangslage zu schaffen. Achselstoppel bleiben stehen &#8211; wir haben es ja schließlich mit einem Männerprodukt zu tun. Beim Auftragen fühlt es sich an wie &#8230; Deo: kühl, frisch, feucht.<br />
Es riecht nicht schlecht, nach Mann eben. Etwa so, wie billige unisex-Duschgels. Ich kann damit leben.<br />
Vorsichtshalber sprühe ich etwas mehr, soll ja auch vier Tage halten. Auf der Verpackung finde ich übrigens keinerlei Hinweise auf Duschverhalten oder  Sprühfrequenz. Man(n) könnte meinen, es handele sich um ein ganz normales Deo. Wenn da diese 96 nicht wären&#8230;</p>
<p>Die doch sehr genaue Stundenangabe MUSS  darauf hinweisen, dass in diesem Zeitraum Schweiß und Gerüche ausgeschaltet werden. Das Febreze für die Achseln.<br />
Und McDreamy macht es schließlich vor: ich kann rein theoretisch vier Tage  in einem Rennwagen mit Raketenantrieb durch die Wüste fahren und noch riechen wie frisch aus dem Duty-Free-Shop.</p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=tZxjEv9sxFg]</p>
<p>Ich bin zuversichtlich und gehe am Samstag Abend in eine Bar. Ich rieche nach Mann, fällt aber niemandem auf. Als ich nachts nach Hause komme und selbst als ich morgens aufwache, rieche wie ein frisch geduschter Typ. Ich bin zufrieden. Es sind 18 Stunden vergangen. Der ultra-lange Komfortschutz hält.</p>
<p>Den Sonntag verbringe ich zu Hause und schreibe. Ich bewege mich nicht viel, es ist nicht heiß draußen, ich trage kein Polyester, ich schwitze nicht wirklich.<br />
Abends treffe ich einen Freund auf ein Sektchen. Er rümpft nicht die Nase, kommt meinen Achselhöhlen aber auch nicht wirklich gefährlich nah. Ich gehe davon aus, dass ich noch vollkommen in Ordnung rieche.<br />
Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass ich zwar auf ein Leben am Limit stehe, vom Bauchnabel abwärts und auf dem Kopf aber während des Experiments geduscht habe. Kein Tropfen Wasser berührte mich hingegen zwischen Gürtellinie und Halsansatz. Schwöre.</p>
<p>Am Montag gehe ich ohne Bedenken zur Arbeit und niemand im Büro beschwert sich. Ich fühle mich selbstsicher und stark. Schließlich bin ich gerade dabei die Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Und keiner merkt etwas. Der Plan geht auf. Und das ganz ohne Alkohol.</p>
<p>Der Geruchs-Check am Dienstag Morgen verrät: das allgegenwärtige Männer-Odeur ist zwar noch anzutreffen, von wohlriechend kann aber langsam nicht mehr die Rede sein. Ich baue rapide ab. Trotz Warnsignalen fahre ich ins Büro und verharre.<br />
Am Abend bin ich verabredet. Es sind exakt 72 Stunden vergangen, seitdem ich das Wunderdeo aufgetragen habe. Beim Anziehen rieche ich so an mir herunter. Und da rieche ich es. Mich. Schweiß. Schreck!<br />
Einen Moment überlege ich, weiter auf den Schienen der Ignoranz zu fahren, aber ich bringe es nicht übers Herz. Auch wichtige Experimente stoßen irgendwann an die Grenzen des Machbaren. Ich muss Leute treffen, was sollen die denn von mir denken?<br />
Panisch springe ich unter die Dusche. Mit dem ganzen Körper. Dann lege ich mein eigenes Deodorant auf. Ich gucke auf die Verpackung. 48 Stunden. Was mir am Anfang dieses Tests im Schatten des 96h-Stars noch total lächerlich erschien, versprühe ich nun mit dem Wissen, dass es mehr als ausreichen sollte.</p>
<p>Fazit: auch wenn das 96h-Deo der Hoffnungsträger für viele beschäftigte (lies: faule) Menschen sein dürfte, ich habe den Hochstapler als etwas entlarvt, das es nun mal ist &#8211; ein stinknormales Deo mit irreführendem Namen.<br />
Ich freue mich auf den Release und Stresstest des neuen 108h-Deos. Bis dahin. Ich geh mal duschen.</p>
<p>Quellenangaben:<br />
<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/videos/fbs507.html">http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/videos/fbs507.html</a></p>
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