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	<title>mymagictypewriter. &#187; Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.</title>
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	<description>ich.bin.deine.mutter.</description>
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		<title>Meine Abenteuer auf Schalke.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Dec 2013 11:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze mit Pukki, Ralli und Locke im Auto von Essen nach Gelsenkirchen. Wir gehen auf Schalke, den Fußballclub des einfachen Mannes. Ich verstehe Fußball zwar nicht, aber die Idee, zwei Stunden lang verkatert und bei Regen zwischen 62.000 rotzeblauen Ruhrpott-Originalen im Stadion eingeklemmt zu sein und einen Ball anzuglotzen, gefällt mir richtig gut. &#160; &#160; &#160; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze mit Pukki, Ralli und Locke im Auto von Essen nach <strong>Gelsenkirchen</strong>. Wir gehen auf <strong>Schalke</strong>, den Fußballclub des einfachen Mannes. Ich verstehe Fußball zwar nicht, aber die Idee, zwei Stunden lang verkatert und bei Regen zwischen 62.000 rotzeblauen Ruhrpott-Originalen im Stadion eingeklemmt zu sein und einen Ball anzuglotzen, gefällt mir richtig gut.</p>
<p><img class="alignleft" alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/1(4).jpg" width="550" height="380" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Merch aus 100% Polyester? Läuft.</p>
<p>Ich habe selten etwas Merkwürdigeres gesehen als die <strong>Schalke</strong>r Meile, einer Gelsener Hauptstraße, die in das Vereinsblau gehüllt ist. Da gibt es eine <strong>Schalke</strong>-Polsterei, eine <strong>Schalke</strong>-Bushaltestelle, <strong>Schalke</strong>-Laternen, Bäume, -Banner und das bei Hools allseits beliebte Lokal »Gelsen-Szene«. Vor der örtlichen Kirche sind riesige <strong>Schalke</strong>-Fahnen aufgezogen. Klar. Zu Gott wird hier sicher nicht so oft gebetet wie zum FC S 04.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/2(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Krass. In <strong>Gelsenkirchen</strong> sind sogar die Parkplatzschilder in den <strong>Schalke</strong>r Vereinsfarben gehalten.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/3(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Im Schatten des Stadions kaufen wir bei Moni Currywürste mit Darm, ohne Brötchen und passend zur Location ein paar Veltins. Es ist schweinekalt.</p>
<p>Pukki drückt mir ein Ticket in die Hand. »Einlass nur für S04 Fans«, lese ich darauf. Ich trage zwar ein Trikot, fühle mich aber trotzdem wie ein Betrüger. Hoffentlich merkt keiner, dass ich für den Verein im Notfall gar nicht unbedingt sterben würde, wie es die Fanlieder vorschlagen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/4(4).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Beim Bodycheck werde ich erst von den Männern getrennt und dann meines Deodorants entledigt. Frechheit!</p>
<p>Die Veltins-Arena ist gigantisch. Die Spieler machen sich gerade warm, wir suchen uns Plätze, es läuft »Eye of the Tiger«. Das kenne ich schon vom Boxen. Erwin, das nasige Maskottchen des Vereins, schlawenzelt wild winkend zum Fuße der Nordkurve auf und ab.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/5(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Ralli checkt erst mal Grindr. Ich hoffe, dass wir nix aufs Maul kriegen.</p>
<p>In der Nordkurve gibt es keine Sitzplätze, nur Stufen. Dicht an dicht drängen sich die blauen Fans. Vom Rest des Stadions ist die Kurve mit hohen Trennwänden abgeriegelt, ein riesiges Netz schützt Tor und Spielfeld vor Wurfgeschossen aus unseren Rängen. Direkt hinter dem Tor stehen die treuen Fans mit ihren überdimensionalen Fahnen. Am anderen Ende der Arena hocken 4000 Bremer als grüner Punkt gut geschützt in einer Ecke rum und versuchen, den Rest der Welt zu übertönen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/6(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Ein Vortrommler koordiniert die Gesänge unserer Fankurve. »Vorwärts<strong>Schalke</strong>, schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tohohooor.« Schnell sind Ralli und ich textsicher.</p>
<p>Auf den Werbebannern wird neben anderen gängigen Fleischereigütern auch Bärchenwurst angepriesen. Ich gucke mich um und bin überzeugt, dass ungetoastetes Weißbrot, Bärchenwurst und Senf hier zu den Grundnahrungsmitteln gehören. Locke bestätigt. Gelsen-Style.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/7(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> »Olé, olééé. Olé, olé, olééé. Der FC <strong>Schalke</strong> Null Vier, der FC <strong>Schalke</strong> Null Vier, der FC <strong>Schalke</strong> Null Vieeeer.« Dieser Ohrwurm wird mir noch ewig erhalten bleiben.</p>
<p>Ich habe Fußball schon im Fernsehen geguckt. Ich kenne Menschen, die sich dabei mal ärgern, mal freuen und ab und zu &#8220;wenn er rauskommt, muss er ihn auch haben&#8221; sagen. Das hier ist ein völlig anderes Emotionslevel. Die jungen und alten Männer lassen ihre Blicke keine Sekunde vom Ball schweifen. Aus der Ferne erkennen sie Fouls, Schwalben und ein zu Unrecht gepfiffenes Abseits. Ich beobachte lieber die Reaktionen der Fans. Fans mit Kutten und Schals und Biermetern und Schnupftabak und Frisuren. Fans, die ihre Fäuste in die Luft strecken und Lieder vom »Sieg« singen. Der Ruhrpott lebt. Heute sind hier alle derselben Meinung: Der Schiri mit Doktortitel kann nicht ordentlich pfeifen, der Neustädter muss dringend ausgewechselt werden, <strong>Schalke</strong> müsste längst führen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/8(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Keine Kutte, keine Competition.</p>
<p>Das 1:0 für Bremen ist ein harter Rückschlag. Fassungslosigkeit brennt sich in die Gesichter um mich herum. »Boah, dann spring doch hoch, du Birne«, brüllt einer hinter mir. Ralli und ich prophezeien eine starke zweite Halbzeit. Aus der Reihe vor uns kriegen wir Zuspruch. Ich fühle mich richtig integriert. Man nimmt meine Meinung hier ernst. Ich klopfe Pukki auf die Schulter. »Glück auf, Junge.</p>
<p>Natürlich behalten wir Recht. Neuzugang Kevin Prince Boateng legt den Ausgleichstreffer ins Tor. Es wird gebrüllt. Blitzschnell ziehe ich meine Kapuze auf, um mich vor den fliegenden Bieren zu schützen, dann brülle ich auch. Und hüpfe und umarme voller Adrenalin irgendwen mit einer Kombi aus Afro und geflochtenem Zopf. Dann geht es weiter. Wir machen noch zwei Tore. Ich bin voll drin. Ich liebe Fußball.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/9(2).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Heute bin ich mit 58.000 Freunden zusammen. Heute bin ich <strong>Schalke</strong>. Heute bin ich glücklich.</p>
<p>Am Ende der zweiten Halbzeit habe ich Gänsehaut, ein Mann neben mir Tränen in den Augen. Ich wünschte, ich könnte auch an etwas so sehr glauben, wie diese Jungs an <strong>Schalke</strong>. So sehr, dass sich manche von ihnen gleich mit den Bremern auf einem Feld hinter dem Stadion treffen, um das Spielergebnis noch mal nachzubesprechen. Fan gegen Fan, Faust gegen Faust. Hach. Meine Liebe, mein Verein.</p>
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<p style="text-align: center;">Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072662/vom-winde-verwoehntkolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>.<br />
Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>Nord-Norwegen &#8211; Chronologie einer Reise</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jul 2013 11:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin Schönefeld, 10:25h Es geht nach Norwegen. Juchu! Beim Einstieg in das Flugzeug peitscht die eine Hälfte meiner Frisur gen Himmel, die andere in mein Gesicht. &#8220;Früher war mehr Glamour&#8221;, merkt mein Reisepartner in Crime Wolfi völlig richtig an. &#8211; Über Deutschland, 12:32h WiFi im Flugzeug? Irre! Wozu reden, wenn man Handies und iPads hat? Wolfi [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berlin Schönefeld, 10:25h</strong></p>
<p>Es geht nach Norwegen. Juchu! Beim Einstieg in das Flugzeug peitscht die eine Hälfte meiner Frisur gen Himmel, die andere in mein Gesicht. &#8220;Früher war mehr Glamour&#8221;, merkt mein Reisepartner in Crime Wolfi völlig richtig an.</p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Über Deutschland, 12:32h</strong></p>
<p>WiFi im Flugzeug? Irre!<br />
Wozu reden, wenn man Handies und iPads hat? Wolfi und ich sind 90 Minuten am chatten, checken, mailen, posten, tweeten, appsen, mapsen. So als wäre das Internet ein kostbares Geschenk.<br />
Und wenn wir jetzt abstürzen, können wir wenigstens noch schnell ein Video an die Liebsten whatsappen. Praktisch!</p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Oslo, 15:06h</strong></p>
<p>Wir hocken am Flughafen. Zwischenstopp. Draußen regnet es. Wolfi sitzt neben mir und hackt wild auf sein iPad ein, ab und zu telefoniert er. Es geht um Scholle, Dessert und Cocktails für 124 Mann.<br />
Ich kriege Hunger. Da es auf dem ganzen Flughafen kein vegetarisches Sandwich gibt, vergnüge ich mich an der Salatbar. Zwischen Thunfischbergen und mayonnaisierten Scampis finde ich ab und zu ein verzehrbares Salatblatt oder eine Olive.<br />
An der Kasse zahle ich 30€ für den Billo-Salat und ein kleines Bier. Noch kann ich darüber lachen. Mal gucken, wie viel Spaß ich mit den Rechnungen am Ende dieser Reise haben werde.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4101" alt="Lofoten_JuleMueller001" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller001.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Bodø, 23:49h</strong></p>
<p>In unserem Hotel aus Pappmaché angekommen, finden wir heraus, dass das vermeintliche &#8220;Bodö&#8221; eher &#8220;Boda&#8221; ausgesprochen wird. Ich ziehe meine Version des Ortsnamen trotzdem weiter stur durch. Ich habe besseres zu tun, als mich mit Sprachwissenschaften zu beschäftigen: Es ist kurz vor Mitternacht und ich sonne mich. Dazu trinke ich Rum.<br />
Die Sonne berührt nicht mal annähernd den Horizont. Sie kreist einfach konstant parallel dazu. Alle zehn Minuten stellt jemand erneut völlig erstaunt fest: &#8220;Krass! Noch voll hell!&#8221;</p>
<p>Auf eines im Leben ist eigentlich immer Verlass: Die Sonne geht jeden Morgen auf und jeden Abend wieder unter.<br />
Norwegen schert sich aber einen Dreck um Konventionen. Die drehen die Lampen den ganzen Sommer lang für die Touristen voll auf. (Die für diesen Special Effect nötige Energie wird dann im Winter wieder eingespart.)</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4102" alt="Lofoten_JuleMueller002" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller002.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Zwischen Bodø und Moskenes, 20:25h</strong></p>
<p>Vorhin haben wir den schönen Ralli vom Flughafen abgeholt. Unser Trio ist komplett, wir sind happy!</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4133" alt="Lofoten_JuleMueller007" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller0071.jpg" width="640" height="318" /><br />
&nbsp;<br />
Jetzt sitzen wir in den kugeligen 50er-Jahre-Sesseln der VIP-Lounge auf der Fähre Landegode Richtung Lofoten. Vier Stunden Fahrt trennen das Festland von der Inselgruppe. Unser kleines Auto haben wir auf einem der unteren Decks stehen lassen.</p>
<p>An Deck ist es so windig, dass es kaum jemand länger als fünf Minuten dort aushält. Meine Frisur habe ich eh schon auf dem Festland gelassen. Meinen Look auch. Hier hat man andere Probleme, zum Beispiel Überleben: Meine Nase läuft, meine Augen tränen, von den Fingerspitzen hängen kleine Eiszapfen. Welch wunderbare Idee es doch war, den Sommerurlaub nördlich des Polarkreises zu verbringen. Strand kann ja jeder&#8230;</p>
<p>Wie haben es damals nur die Wikinger gemacht, ohne Hightech-Fähren, ohne WiFi, ohne Schokokekse, ohne Goretex?</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4117" alt="Lofoten_JuleMueller003" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller003.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&#8211;</p>
<p><strong>Zwischen Bodø und Moskenes, 23:33h</strong></p>
<p>Am Horizont tauchen die Lofoten auf. Die felsigen Inseln ragen wie eine große Wand aus dem diesigen Meer. Zackige Gipfel, von Schneeresten befleckt, zeichnen sich gegen den blassblauen Himmel ab. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo auf diesem Steinhaufen Straßen bauen kann, geschweige denn leben.</p>
<p>Da man auch beim besten Willen keinen Hafen erkennen kann, positioniere ich mich vorsichtshalber nahe der Rettungsboote. Unter Umständen rammen wir gleich frontal die Klippen.</p>
<p>Norwegen ist groß. Wir werden ein Abenteuer erleben. Ich spüre das. Wir haben Lutschtabak, Rupaul&#8217;s Drag Race Allstars, drei Flaschen Schnaps, einen Kompass und Bock.<br />
Ralli neben mir sagt erstaunt: &#8220;Krass! Noch voll hell!&#8221; Dann legen wir an einem nebeligen der Felsen an und gehen von Bord.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4105" alt="Lofoten_JuleMueller006" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Lofoten_JuleMueller006.jpg" width="640" height="318" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welche lebensgefährlichen Abenteuer wir noch bei unserem Insel-Hopping im Nordmeer erlebt haben, erfahrt ihr nächste Woche in der Intro.</p>
<p>In der Zwischenzeit kommt mich doch auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook </span></a></span></strong>besuchen. Oder lest was zum Thema <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Ich nahm zwei Kilo ab. Es war der schönste Urlaub meines Lebens." href="http://mymagictypewriter.com/ich-nahm-zwei-kilo-ab-es-war-der-schonste-urlaub-meines-lebens/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Urlaub mit 16</span></a></span></strong>.<em id="__mceDel"><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 20:38:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[bauernhof]]></category>
		<category><![CDATA[der kleine hobbit]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Der zweite Teil meiner Hessenreise führt mich in [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Der zweite Teil meiner Hessenreise führt mich in den Odenwald nach Ober-Klingen. Ich öffne die schwere Tür zum Bauernhof und werde von einem Rudel Junghunde übermannt. Einer hat sich in meinen Adidas-Schnürsenkeln verbissen, ein anderer hängt in meinem Hoodie, zwei baumeln von meiner Nikon. Ich belle.</p>
<div id="attachment_4014" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4014" alt="Nur mit einem stabilen Schutzwall kann man sein Hab und Gut vor den Hundehooligans schützen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard007.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Nur mit einem stabilen Schutzwall kann man sein Hab und Gut vor den Hundehooligans schützen.</p></div>
<p>„<em>Könndest späde noch bei die Lämme gehn</em> (Frankfurter Plusquamperfekt) <em>un die fünf klaane midder Flasch füddern?</em>“, fragt Schäfer Jo. Wäre ich in diesem Moment nicht in einen mit grüner Masse gefüllten Schafspansen getreten – ich hätte ihn umarmt.<i><br />
</i></p>
<div id="attachment_4052" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4052 " alt="Hessen_JuleMueller008" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Hessen_JuleMueller008.jpg" width="638" height="480" /><p class="wp-caption-text">So klein und schon an der Flasche hängen. Unter Hessens Lämmern leider trauriger Alltag.</p></div>
<p>Wir unternehmen eine Wanderung auf den berühmten Otzberg. Ich komme nicht umher, den Namen des Berges nur von einem Kichern begleitet auszusprechen. Auf dem Weg lerne ich, wie man einen Kranz aus Butterblumen flechtet. Als mich aus dem floralen Schmuckstück ein Käfer anglotzt, werfe ich alles zu Boden und trete so lange drauf, bis darin garantiert nichts mehr lebt. Angeekelt laufe ich weiter den Berg hinauf.</p>
<div id="attachment_4028" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4028" alt="Feengleich bewege ich mich durch die verzauberten Wiesen der Region. Trendaccessoire Blumenkranz darf dabei nicht fehlen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard009.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Feengleich bewege ich mich durch die verzauberten Wiesen der Region. Trendaccessoire Blumenkranz darf dabei nicht fehlen.</p></div>
<p>Die Burg auf dem Otzberg beherbergt ein Museum. Am Eingang erzählt uns der Besitzer stolz, es gäbe im oberen Stock eine neue Hobbit-Ausstellung. „<em>Hat denn der kleine Hobbit etwas mit der Region Odenwald zu tun?</em>“, frage ich angemessenerweise. Es folgt eine detaillierte Erklärung, wie die 600 Exponate auf den Otzberg kamen. Offensichtlich gibt es zwischen Tolkien und Hessen keine Verbindung. Außer natürlich den samstäglichen Hobbit-Stammtisch im Café des Museums. Wir werden herzlich dazu eingeladen.</p>
<div id="attachment_4034" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4034" alt="Im Museum der Veste Otzberg kann man dem Hollywood-Star Frodo hinten beim Gummibaum ganz nahe kommen." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard013.jpg" width="638" height="303" /><p class="wp-caption-text">Im Museum der Veste Otzberg kann man dem Hollywood-Star Frodo hinten beim Gummibaum ganz nahe kommen.</p></div>
<p>Ich habe weder den kleinen Hobbit oder die Filme mit dem Ring gesehen, noch die entsprechenden Bücher gelesen. Vor einer Wohnzimmerszene des Museums bleibe ich stehen. Spontan würde ich sie so deuten:</p>
<p>Der Weihnachtsmann, ein Wikinger mit Tarnkappe, Helge Schneider und ein kleiner Junge mit Haaren auf den Füßen sitzen gemütlich bei einem Tonbecher Tee zusammen und bestaunen die Liv-Tyler-Tellersammlung, als plötzlich die alte, böse Hexe mit dem vergifteten Apfel den Schauplatz betritt.</p>
<p>Zumindest ich kriege sofort tierisch Gänsehaut und sehe mich in der Pflicht, einzugreifen. Ich schiebe eine Plexiglasscheibe gewaltsam aus der Verankerung, um in den Ausstellungsraum zu gelangen. Dort fungiere ich als Mediatorin und löse den Konflikt gewaltfrei. Mittelerde ist gerettet! Hurra!</p>
<div id="attachment_4035" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4035" alt="Vulkanier sind sehr gastfreundlich. Und sogar die böse Hexe kommt irgendwann zur Vernunft." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard014.jpg" width="638" height="303" /><p class="wp-caption-text">Vulkanier sind sehr gastfreundlich. Und sogar die böse Hexe kommt irgendwann zur Vernunft.</p></div>
<p>Zurück auf dem Bauernhof ruft die nächste kniffelige Aufgabe. Schäfer Jo und ich fahren mit dem Traktor zur Weide. An die 800 Schafe müssen auf eine andere Wiese umgesiedelt werden. Nachdem die neuen Zäune aufgebaut sind, kann es losgehen.</p>
<p>Ich stehe fröhlich mit meiner Kamera an der Leitplanke zur Landstraße und fokussiere die Schafe im Sucher. Gleich werden wir die paar hundert Meter gemütlich zum neuen Standpunkt trotten.</p>
<div id="attachment_4029" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4029" alt="Schäfer Jo öffnet die Grenzen. Alles guckt. Für mich als Ossi ein ergreifender Moment." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard010.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Schäfer Jo öffnet die Grenzen. Alles guckt. Für mich als Ossi ein ergreifender Moment.</p></div>
<p>Ich schraube noch an der Blende rum, als die Herde laut blökend wie eine Lawine den Berg hinunter auf mich zustürzt. Binnen Sekunden bin ich von einem Meer aus Wolle erfasst und werde auf die Straße gedrängt. Beim Versuch, der Gruppe zu entfliehen, kläffen mich zwei Hirtenhunde zurück in meine Herde. Ich rutsche auf einem Haufen Scheiße aus und falle in ein Lamm, das besessen nach meinen fragilen Fingern schnappt. Die Mutter eilt dem Jungen zur Hilfe und stößt mich mit ihrem Kopf zur Seite. Aua!</p>
<div id="attachment_4030" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4030" alt="Wenn bei mir Massenpanik ausbricht, kann es schon mal sein, dass ich ein kleines Lamm zertrete." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard011.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Wenn bei mir Massenpanik ausbricht, kann es schon mal sein, dass ich ein kleines Lamm zertrete.</p></div>
<p>Kriegsfotografie ist nichts für zarte Gemüter. Während ich eisern immer wieder auf den Auslöser drücke, muss mich der Schäfer aus der Menge ziehen.</p>
<p>Als endlich alle 800 Schafe und Lämmer auf der neuen Wiese stehen, bin ich von Kot verschmiert, habe ein offenes Knie und ein geplatztes Telefondisplay. Außerdem bin ich der glücklichste Mensch der Welt.</p>
<div id="attachment_4033" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4033" alt="Geschafft. Die neue Weide gibt nicht nur viel Gras her, sondern auch einen fantastischen Blick auf den Otzberg und das Hobbit-Museum." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard012.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Geschafft. Die neue Weide gibt nicht nur viel Gras her, sondern auch einen fantastischen Blick auf den Otzberg und das Hobbit-Museum.</p></div>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Schnapsschüsse.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im Rheingau an. Omma Liesel, noch nie in meinem Leben gesehen, begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. Sie trägt eine geblümte „<em>Kiddelschörz</em>“ und drückt jedem ein Glas „<em>foi Woische</em>“ in die Hand. Ich sei „<em>e goldisch Oos</em>“. Ich nicke, lächle höflich und trinke einfach alles aus, das mir eingeschenkt wird. Ich verstehe ehrlich gesagt kein Wort von dem, was sie erzählt. Und Omma Liesel erzählt viel. Es ist 14 Uhr und ich habe dezent einen sitzen. Ganz schön, dieses Hessen.</p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4006" alt="Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard001.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel.</p></div>
<p>Wir begeben uns auf die „<em>Romantik-Tour</em>“ nach Rüdesheim. Mit der Seilbahn geht es getreu dem Motto „<em>Über den Reben schweben</em>“ hoch zum Niederwalddenkmal. Der Elvis ist auch schon mal mit der Bahn gefahren, wusste Oma Liesel zu erzählen. Eventuell sprach sie aber auch von etwas ganz anderem.</p>
<div id="attachment_4007" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4007" alt="Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard002.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten.</p></div>
<p>Die Seilbahn ist nicht ohne. Aus den in die Gegenrichtung fahrenden Gondeln schießen Besoffene mit Böllern auf uns. Ich mache es mir flach auf dem Bauch liegend zu den Füßen meiner Mitfahrer bequem und erinnere mich an Omma Liesels Geschichte von „<em>die letzde drei Granade vom Kriesch.</em>“ Jetzt weiß ich, wie sie sich damals fühlte.</p>
<div id="attachment_4008" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4008" alt="Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard003.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel.</p></div>
<p>Oben angekommen schwingt die unverhältnismäßig große Germania kampfeslustig eine Fackel. Auf ihrem Sockel klettern Gruppen rotzeblauer Vatertagsausflügler mit fahrbaren Bierfässern und mobilen Holzkohlegrills umher – allesamt mit geöffneten Hosenställen und glasigen Augen. Ich spüle angeekelt eine Prinzenrolle Vollkorn mit einem doppelten Schoppen Weißwein runter.</p>
<div id="attachment_4010" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4010" alt="Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard004.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt.</p></div>
<p>Später geht es mit einem Kreuzfahrtschiff den Rhein entlang am Binger Loch vorbei in die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville. Eltville verhält sich zum Wohnort meiner brandenburgischen Großeltern, Schenkendorf, in etwa wie Megan Fox zu Vera Int-Veen. Ostdörfer wurden aus grauem Staub und Asbest gebaut, Eltville aus Fachwerk und Rosen. Ich trinke einen Weincocktail mit Basilikum auf einer edlen Terrasse, während unter mir Kanadagansbabies im sonnigen Rhein planschen. In der Kirche von Eltville zünde ich eine Kerze an und wünsche mir, dass ich mich auf dieser Reise nicht öffentlich übergeben muss. Na, dann zeig mal, was du drauf hast, Mutter Maria.</p>
<div id="attachment_4011" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4011" alt="Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard005.jpg" width="638" height="477" /><p class="wp-caption-text">Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist.</p></div>
<p>„<em>Was mer net esse, trinke mer</em>“, werden wir im Weingut Allendorf begrüßt. Dazu gibt es ein Glas Sekt. Natürlich. Inzwischen bin ich versucht, es heimlich in einen Blumenkübel zu gießen. Omma Liesel sitzt draußen mit ihrem Stammtisch „<em>Winkler Girls</em>“ und strahlt.</p>
<p>Im Weinkeller darf ich in ein 16.000-Liter-Fass gucken. Der Weinstein glitzert wie Diamantenstaub. Inzwischen kommt mir hier eh alles vor wie Disneyland. Ich bin begeistert.</p>
<div id="attachment_4012" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4012" alt="„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard006.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin.</p></div>
<p>In meinem jugendlichen Übermut klettere ich auf einen großen Kirschbaum inmitten des Weingutes und brülle: „<em>Ich liebe Rheinland-Pfalz!</em>“</p>
<p>„<em>Ebe langts</em>“, ruft mir Omma Liesel von unten zu. Ich freue mich mit ihr und bestelle mir noch eine Rotweinschorle. Inzwischen bin ich quasi als Hessin wiedergeboren und ich kann euch sagen: <em>Des geht hnunner wie heilisch El.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>Bin ich eigentlich wahnsinnig? Ein Coming Out.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 16:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[bekloppt]]></category>
		<category><![CDATA[praxis]]></category>
		<category><![CDATA[probleme]]></category>
		<category><![CDATA[therapeut]]></category>
		<category><![CDATA[therapie]]></category>
		<category><![CDATA[wahnsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Januar 2012. Ich stehe vor der Haustür. Ich bin zwei Minuten zu spät. Ob das schon von meiner Zeit abgeht? Wäre mir auch recht. Erinnert sich hier jemand an den Zahnarztbesuch oder das Intimwaxing? Ähnliche Gemütslage. Wieder diese Stressflecken im Ausschnitt. Ich muss pinkeln, schwitzen, kotzen und flüchten. Gleichzeitig. Das Bungee-Syndrom macht sich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Januar 2012. Ich stehe vor der Haustür. Ich bin zwei Minuten zu spät. Ob das schon von meiner Zeit abgeht? Wäre mir auch recht. Erinnert sich hier jemand an den <span style="color: #3366ff;"><a title="Zahnärzte: ein Traum(a) in Weiß" href="http://mymagictypewriter.com/zahnarzte-ein-trauma-in-weis/"><span style="color: #3366ff;">Zahnarztbesuch</span></a></span> oder das <span style="color: #3366ff;"><a title="Wax and the City – die Pobacken-Konspiration." href="http://mymagictypewriter.com/wax-and-the-city-%e2%80%93-die-pobacken-konspiration/"><span style="color: #3366ff;">Intimwaxing</span></a></span>? Ähnliche Gemütslage. Wieder diese Stressflecken im Ausschnitt. Ich muss pinkeln, schwitzen, kotzen und flüchten. Gleichzeitig.<br />
Das Bungee-Syndrom macht sich in mir breit. Immer wieder frage ich mich: Was zur Hölle mache ich hier? Bin ich eigentlich wahnsinnig?<br />
Muss ja, schließlich klingle ich gerade zum ersten Mal bei meiner neuen Therapeutin…</p>
<p>Gibt es dort ein Wartezimmer? Muss ich dann mit Rain Man und Gilbert Grape in einem Raum sitzen und die Brigitte lesen? (Antworten: Nein, nein und nein.)</p>
<p>Eine Frau, die ich schon von ihrer Webseite kenne, öffnet mir die Tür und führt mich in ein Zimmer, in dem so gut wie nichts steht. Ein kleiner Tisch aus Glas, drei Stühle, das wars. Wo ist die Couch? Jedes Kind weiß, dass es beim Therapeuten eine Couch gibt. Für den Preis kann man ja auch wohl etwas Komfort erwarten! Sie zeigt auf einen Stuhl. Ich setze mich. Na, das kann ja was werden.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-2930" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/1.jpg" width="275" height="411" />Auf dem Tisch sehe ich eine Flasche Wasser, einen Wecker, eine Packung Taschentücher und ein Klemmbrett mit Stift. Wenigstens ein paar Klischees werden mir noch erfüllt.</p>
<p>Die Therapeutin ist vielleicht 40 und eine Mischung aus Lehrerin und Milf. Ihre vereinzelten grauen Haare in der dichten Frisur lassen sie überdurchschnittlich weise aussehen. Vielleicht ist sie keine klassische Schönheit, ich finde sie aber toll. Sie redet wie jemand, der sich tatsächlich für meine Probleme interessiert. Wahnsinn.</p>
<p>Sie schenkt mir Wasser ein, dann fasst sie noch mal die Fakten zusammen, die sie sich in Telefonaten mit mir gesammelt hat. Ich habe Schüttelfrost. Ich möchte auf keinen Fall etwas sagen müssen. Dann stellt sie mir eine Frage. Jetzt erwartet sie bestimmt, dass ich irgendwas antworte.</p>
<p>Nicht, dass sie denkt, ich hätte einen Dachschaden? Der erste Satz <em>muss</em> sitzen. Ich muss sie sofort davon überzeugen, dass ich total sane bin. Das ist momentan tatsächlich meine größte Sorge. Sollte ich es mir ihr besprechen oder ist das wie wenn man &#8220;Google&#8221; googlet?</p>
<p>So richtig bekloppt bin ja auch gar nicht.<br />
Okay, ich sortiere Dinge vielleicht zwanghaft nach Farben und muss das Licht immer dreimal an- und ausschalten, wenn ich das Haus verlasse.<br />
Und ich habe da dieses Problem.<br />
Oh Gott, ich wusste es! Ich hab nicht mehr alle Murmeln in der Hütte!! Schon bald werde ich die Upper und Downer wie Smarties fressen!</p>
<p>Ich breche, auch für mich eher unerwartet, in Tränen aus.<br />
Die Therapeutin reicht mir eines der Taschentücher. Ich putze mir beschämt die Nase. Ich möchte mich verstecken. Es gibt hier aber nichts. Vielleicht hat das minimalistische Mobiliar sogar einen Zweck?</p>
<p>Wir sagen eine Weile nichts. Die Therapeutin nickt langsam und abwesend mit dem Kopf. So als würde sie nachdenken. Ich gucke auf die Uhr. 60 Sekunden vergehen. Das ist 1,60€! Bestimmt sucht sie nicht nach einer Lösung für mein Problem, sondern geht im Geiste die neue Pelz-Lösche-Kollektion nach geeigneten Nerzen durch. Ich räuspere mich. Sie guckt mich an. Dann sagt sie: Erzählen sie doch mal, Frau Müller.</p>
<p>Ich trinke einen extra großen Schluck Wasser, obwohl ich schon jetzt tierisch aufs Klo muss. Hauptsache Zeit schinden. Dann erzähle ich. Sie schreibt auf ihrem Klemmbrett alles wacker mit. Aus Kostengründen spreche ich sehr schnell. Währenddessen frage ich mich, was sie so notiert. In der Schule habe ich auch lieber Sonnen und Vierecke gemalt, als mitzuschreiben. Oder steht da vielleicht sogar schon die Diagnose?</p>
<p>Sie fragt mich nach Männern, Beziehungen. Völlig off-topic. Ich sei zwar momentan allein, es sei aber gar kein Problem, lüge ich. Bloß nicht noch mehr potentielle Gesprächsthemen schaffen. Das kostet ja nur wieder unnötig. Sie erzählt mir außerdem von einer lösungsorientierten Therapieform, die sie gerne anwenden würde. Klingt wie eine Mischung aus Scharade, Geisterbeschwörung und über glühende Kohlen laufen.</p>
<p>Gar. Keinen. Bock.</p>
<p>Nach 60 Minuten darf ich gehen. Ich übergebe ihr das Geld in bar. Wie einem Callgirl. Nächstes Mal überweise ich, vielleicht tut das weniger weh.</p>
<p>Als ich aus der Tür rausgehe, fühle ich mich ausgelaugt, verwirrt, erwachsen, arm, aber auch irgendwie stolz.<br />
Alles wird gut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS:</p>
<p>Wer auch mal rausfinden möchte, ob er noch alle Tassen im Schrank hat, geht am besten wie folgt vor: Besucht euren Hausarzt und erzählt von eurem Problem. Ihn wird das nicht weiter jucken, er wird nicht komisch gucken, der hört das täglich. Der ist froh, dass ihr keinen eitrigen Abszess am Arsch habt. Streut am besten die Buzzwörter „Tabletten“, „arbeitsunfähig“ und „Pulsadern“ ein. Das sollte reichen, um 20 Stunden verschrieben zu bekommen. Passt aber auf, dass ihr nicht sofort zwangseingewiesen werdet.</p>
<p>Therapie ist Wellness fürs Gehirn. Ihr werdet es nicht bereuen. Es war zumindest die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe. Und was hat man schon groß zu verlieren, außer seiner Würde, eventuell Geld und dem Ansehen in der Gesellschaft? Eure Freunde werden euch deswegen nicht weniger lieben. Im Gegenteil. Ihr werdet euren Bekloppten-Bonus lange ausspielen können.<br />
Mal keinen Bock auf Socializen? Jeder wird’s verstehen.<br />
Lust, sich in der Öffentlichkeit akribisch einzelne Haare auszureißen? Jeder wird’s ignorieren.<br />
Sich umherfahren, bekochen und in den Arm nehmen lassen? Jeder wird’s machen.</p>
<p>Und es sind auch die Freunde, die einem die sinnvollsten Dinge mit auf den Weg geben: <em id="__mceDel">„Freue mich schon, wenn du geheilt bist. Sag deiner Therapeutin aber, du brauchst noch einen Rest-Wahnsinn für deine Kunst.“</em></p>
<p>Danke dafür. Ihr wisst, wer ihr seid.</p>
<div id="attachment_3672" class="wp-caption alignleft" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-3672 " alt="Heute bin ich eine geheilte Frau." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Foto-am-22-05-2012-um-17.37.jpg" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Heute bin ich eine geheilte, glückliche Frau. Und lebe in Paris.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #b608d8;"><a title="Auf Drogensuche mit dem dicken Rolf* (*Name und Statur geändert)" href="http://mymagictypewriter.com/auf-drogensuche-mit-dem-dicken-rolf-name-und-statur-geandert/"><span style="color: #b608d8;"><span style="color: #b616de;">Auf Drogensuche mit dem dicken Rolf.</span></span></a></span></strong><br />
<strong><span style="color: #b608d8;"> <a title="mein (alter) ego dreht durch." href="http://mymagictypewriter.com/mein-alter-ego-dreht-durch/"><span style="color: #b608d8;">Mein Alter Ego dreht durch.</span></a></span></strong><br />
<strong><span style="color: #b608d8;"> <a title="Der ganz normale Fieber-Wahnsinn." href="http://mymagictypewriter.com/der-ganz-normale-fieber-wahnsinn/"><span style="color: #b608d8;"><span style="color: #b616de;">Der ganz normale Fieberwahnsinn.</span> </span></a></span></strong></p>
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		<title>Betty Dittrich &#8211; die Eurovision der Herzen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 18:59:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[2013]]></category>
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		<category><![CDATA[esc]]></category>
		<category><![CDATA[eurovision]]></category>
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		<category><![CDATA[musik]]></category>
		<category><![CDATA[vorentscheid]]></category>

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		<description><![CDATA[Okay, ich oute mich gleich mal am Anfang: Ich habe noch nie einem Eurovision Song Contest oder dessen Vorentscheid beigewohnt. Auch noch nie so wirklich im Fernsehen verfolgt. Oder mich sonst irgendwie dafür interessiert. An Guildo &#8220;Nussecke&#8221; Horn erinnere ich mich dunkel. Und an Waddehaddedudeda. Und an eine Blinde, die von Ralf Siegel durch die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Okay, ich oute mich gleich mal am Anfang: Ich habe noch nie einem Eurovision Song Contest oder dessen Vorentscheid beigewohnt. Auch noch nie so wirklich im Fernsehen verfolgt. Oder mich sonst irgendwie dafür interessiert.</p>
<p>An Guildo &#8220;Nussecke&#8221; Horn erinnere ich mich dunkel. Und an Waddehaddedudeda. Und an eine Blinde, die von Ralf Siegel durch die Gegend gezerrt wurde. Und an die No Angels (letzter Platz). Und an Lena (erster Platz). Und an ein bisschen Liebe, ein bisschen Frieden.</p>
<p>Dieses Mal ist alles anders.<br />
Dieses Mal nimmt <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Betty Dittrich auf Facebook" href="https://www.facebook.com/Betty.Dittrich" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Betty Dittrich</span></a></span></strong> am deutschen Vorentscheid teil.<br />
Dieses Mal bin ich Feuer und Flamme.<br />
Dieses Mal reise ich mit Bettwäschebanner und Leuchtstabkrone in Hannover an.<br />
Dieses Mal wird legendär.<br />
Dieses Mal schreibe ich mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich checke vorab die Intro-Trailer der Konkurrenz. Diese werden am Abend des Vorentscheids vor dem Auftritt des jeweiligen Künstlers über die Leinwand flimmern.<br />
Zuerst stechen mir drei halbverblühte, bekuttete Priester ins Auge, die in einer Kirche locker freestylen. So episch wie ihre Musik selbst. Von Jesus geführt und mit der knochigen Opernbraut Mojca Erdmann bewaffnet wollen sie nach Malmö. Könnte eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Jobcenters sein. Oder Karneval nach Aschermittwoch?</p>
<p>Schlusswort eines der Gottgesandten ist : &#8220;Eurovison, äääh, äääh, wie heißt er noch mal? Jaja. Also, ich kenn mich damit nicht aus auf gut Deutsch.&#8221;<br />
Dann folgt schallendes, besessenes Gelächter. Kommt nur mir das merkwürdig vor?<br />
Fazit: Wenn die das Rennen machen, werd ich auf der Stelle gläubig.</p>
<div id="attachment_3599" class="wp-caption aligncenter" style="width: 578px"><img class="size-full wp-image-3599 " title="Die Priester" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/diepriester119_v-contentgross.jpg" alt="" width="568" height="320" /><p class="wp-caption-text">Die Priester. Gehen mit Gott, aber gehen.</p></div>
<p>Dann kommt Cascada. Die knetet so richtig gut gelaunt in einer random Küche Buletten. Spitze. Dann singt sie was. Kann mich aber leider nicht auf ihre Stimme konzentrieren, weil ich tierisch von ihrem Sofa abgelenkt bin, das mit weinrotem Pannesamt und güldenen Pailettenkissen bestückt ist. Hinter ihr schwebt ein fedriger Sombrero. (Wtf?) Wenn man von diesem Interior auf ihren ESC-Fummel schließen darf, erwarte ich zumindest an der Front volle Punktzahl.</p>
<p>Bestes Zitat: &#8220;Also ich liebe ja Frikadellen. Und in Schweden gibt es auch Frikadellen. Nur heißen die anders.&#8221;<br />
Nach dem Clip habe ich stundenlang einen Ohrwurm ihres Prolldiskoklassikers &#8220;Evacuate the Dancefloor&#8221;. Ich möchte wen verprügeln. Am liebsten Cascada selbst.</p>
<div id="attachment_3603" class="wp-caption aligncenter" style="width: 578px"><img class="size-full wp-image-3603 " title="Cascada" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/cascada147_v-contentgross.jpg" alt="" width="568" height="320" /><p class="wp-caption-text">Cascada. Wahre Schönheit kommt von innen.</p></div>
<p>Wen gab&#8217;s noch? Ach ja. LaBrassBanda mit ihrem Hit &#8220;Beknackert&#8221;. Eine bayerische Bläserkapelle, die noch mal versucht, den Ska aus dem Grab zu hieven? Traumhaft.<br />
Ich könnte mir auch wirklich nichts schöneres vorstellen, als acht nackte Honks, die verschwitzt auf einer Bühne rumstampfen, während sie aus ihrer Posaune schiefe Töne quetschen. Dazu biertrinkende, hüpfende Weiber im Publikum. Nö. Also nö.</p>
<div id="attachment_3604" class="wp-caption aligncenter" style="width: 578px"><img class="size-full wp-image-3604 " title="LaBrassBanda" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/labrassbanda125_v-contentgross.jpg" alt="" width="568" height="320" /><p class="wp-caption-text">LaBrassBanda. Schweiß als Lebensmotto.</p></div>
<p>Und dann noch Nica und Joe. Die gibt es übrigens nicht in echt. Die wurden von den Machern von x Faktor gephotoshoppt, freigestellt und animiert. Über den Scheinwerfern hocken hundert Pro Sandra Nasic, H.P. Baxxter, Moses Pelham und Saran Connor und lachen sich ins Fäustchen, während sie an den Fäden ziehen.<br />
Ich fordere eine DNA-Probe bevor ich diese ESC Teilnahme anerkenne!</p>
<div id="attachment_3605" class="wp-caption aligncenter" style="width: 578px"><img class="size-full wp-image-3605 " title="nicajoe105_v-contentgross" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/nicajoe105_v-contentgross.jpg" alt="" width="568" height="320" /><p class="wp-caption-text">Nica und Joe. Konnten leider nicht kommen, haben aber Pappaufsteller geschickt.</p></div>
<p>So. Wen gibt es da noch? Langweilig, langweilig, Söhne Mannheims, langweilig.</p>
<p>Also, Kinder. Ehrlich. Betty!! Wir brauchen Betty!! Wir brauchen LaLaLa! Wir brauchen das. Ganz viel und ganz oft!<br />
Beweise nötig? Bitteschön:</p>
<p><iframe width="960" height="540" src="http://www.youtube.com/embed/1s99Jxdhkd0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schwärmt aus, ihr, meine fleißigen Bienen und voted jetzt online für die wundervolle Betty Dittrich.</p>
<p>Mit jeder eurer zahlreichen E-Mail-Adressen könnt ihr einmal pro Seite abstimmen (Betty ist die Zweite von links oben). Ihr bekommt dann eine Mail, die ihr nochmals bestätigen müsst. Adressen werden nicht gespeichert, also keine Angst vor Spam-Newslettern.</p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">1 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/ndr2" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/ndr2</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">2 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/einslive" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/einslive</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">3 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/bayern3" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/bayern3</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">4 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/bremenvier" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/bremenvier</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">5 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/hr3" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/hr3</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">6 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/mdrjump" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/mdrjump</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">7 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/sr1" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/sr1</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">8 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/swr3" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/swr3</a></span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;">9 -&gt; <a href="http://ard-voting.de/esc/fritz" rel="nofollow nofollow" target="_blank">http://ard-voting.de/esc/fritz</a></span></span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #000000;">Und guckt den ESC Vorentscheid am Donnerstag um 20:15h im Ersten und ruft an. (Ihr habt doch eh keine Valentinsdates!) </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Dafür gibt es von mir auch ein Glitzersternchen ins Hausaufgabenheft.</span></p>
<p>Versprochen.</p>
<p>&nbsp;<br />
PS: Ich schicke eine Postkarte aus Hannover. &lt;3</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3615" title="Kofferliste ESC Vorentscheid" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/IMAG0837-1024x752.jpg" alt="" width="608" height="446" /></p>
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<p>Bildquellen: Alle Künstlerfotos von <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="http://www.eurovision.de/" href="http://www.eurovision.de/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Eurovision.de</span></a></strong></span><span style="color: #000000;">,</span> Bettys Banner von ihrer <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="https://www.facebook.com/Betty.Dittrich" href="https://www.facebook.com/Betty.Dittrich" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook-Seite</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>Bock auf Disco Krebs. Deutschlands älteste Disco im Test.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 13:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[disco]]></category>
		<category><![CDATA[feiern]]></category>
		<category><![CDATA[helgoland]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked! Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night. Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked!</p>
<p>Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3388" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.25-298x300.png" width="298" height="300" />Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper abfüllen. Er macht hervorragende Cosmos mit einem neckischen Twist: Kiwi anstatt Limette. Divine! Zum krönenden Abschluss serviert er uns zu unserer Schachtel Kippen schiefe Schnäpse und einen Cocktail mit vier Strohhalmen. Geil. Wir kosten alle gleichzeitig. Es ist so süß, dass sogar ich mich schütteln muss. Harry guckt gespannt. Einer muss was sagen.<br />
A. erbarmt sich: &#8220;Was ist das Süße?&#8221;<br />
&#8220;Creme de Banane.&#8221; Wir gucken uns gegenseitig an. Wir müssen es ihm schonend beibringen.<br />
&#8220;Harry, einen Tick weniger davon, dann ist er perfekt!&#8221;<br />
Harry ist nicht überzeugt. Er steht noch immer bei uns. Einer muss austrinken. Ich hole tief Luft und ziehe durch. That&#8217;s what friends are for.<br />
&#8220;Lecker&#8221;, schließe ich ab. Harry freut sich und räumt ab. Ich habe tierisch einen sitzen.</p>
<p>Wir torkeln die 300 Treppen vom Knieper zum Disco Krebs. C. will nicht zuerst rein, deshalb wage ich kopfüber den Vorstoß in die rauchige Disse. Beim Anblick wird mir dann allerdings doch irgendwie übel. Die anderen Girls schieben mich von hinten weiter in den Raum.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>&gt;&gt; Maria, Mariaaaa &#8211; she remind me of a West Side Story. Growin&#8217; up in Spanish Harlem. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Selbstgemalte Orkas, Delfine und nautische Symbole zieren die Wände. Die Tanzfläche ist von Spiegeln umgeben, Nebel wabt, es tanzt keiner. Natürlich.<br />
Alle kleben anstattdessen prollig an der Bar (Stichwort: Oase, Berlin Alexanderplatz).<br />
Wir setzen uns in drehbare, weiße Discosessel. Alle glotzen. Es läuft Shakira. Wir brauchen Schnaps. Ich gehe mit A. durch die Jugendlichen (alle unter 30) hindurch direkt zur Bar.<br />
&#8220;Vier Wodka Cranberry bitte&#8221;, sage ich. Die Barkeeperin schüttelt den Kopf und hält uns eine Flasche klaren Apfelsaft hin.<br />
&#8220;Oder halt viermal das da&#8221;, resigniere ich. Wir schaffen die Getränke durch das feindliche Gebiet zurück zu den Mädels. Jetzt muss getrunken werden. Und zwar von der Mitte zur Titte. Ein Typ mit geligen Haaren, schwarzer Sonnenbrille und weißem Schlips (Ja ist denn schon Halloween?) kommt lässig auf uns zugetanzt.<br />
&#8220;Hey, wo kommt ihr her?&#8221;, will er wissen.<br />
&#8220;Berlin!&#8221;<br />
&#8220;Wien?&#8221;<br />
&#8220;Ja genau. Wien.&#8221;</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna fcuk you, fcuk you, you already know. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Ein zweiter stellt sich vor. Er sei Rapper und hätte gerade einen Record Release Gig hier im Disco Krebs hinter sich. Spannend. Über Cros Easy bonden wir ein wenig &#8211; ist hier also auch schon angekommen. Respekt. Inzwischen hält uns nicht mehr viel auf den Stühlen. Wir wagen uns ins Herzstück der Location.<br />
Die Tanzfläche besticht durch ihre Sauberkeit. &#8220;Drinks sind beim Tanzen verboten&#8221;, werden wir in unsere Schranken gewiesen. Wir stellen den Fusel ab. Das sollte man in Berlin auch mal durchsetzen. Rauchen ist hingegen überall erlaubt. Ich zünde mir drei hintereinander an.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; Know you&#8217;re in heaven smiling down. Watching us while we pray for you. Every day we pray for you. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3381" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/579138_10151149288883721_1801120139_n1-300x300.jpg" width="300" height="300" /></p>
<p>Die Mädchen des Disco Krebs freuen sich eher nicht so über unseren Besuch. Sie glotzen zickig. Wir liefern uns einen anmoderierten Dance-Off. Keine Ahnung, wer gewinnt. Wir haben natürlich die krasseren (nicht unbedingt erotischeren) Moves drauf, es fehlt uns in letzter Instanz aber an Extensions.<br />
Ich gucke an mir herunter. Ich trage gefütterte Oma-Schneeschuhe, Strumpfhose unter der Jeans, Wollpulli. Und Haare. Vom Winde verweht. Neben mir hängt meine gesteppte Wattejacke. Ich sehe so richtig schön scheiße aus. So würde ich in Berlin nicht mal zum Späti gehen. Ich muss mich mir noch schöner saufen.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna dance, and love, and dance again. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3384" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.37-300x300.png" width="300" height="300" /></p>
<p>&#8220;Wodka Cooola!&#8221;, brüllt A. Ich halte es für einen Scherz. Dann steht der Drink vor mir. Na, hilft ja nix. Ich exe.</p>
<p>So langsam gefällt mir die älteste Disco Deutschlands richtig gut. Alle haben auch extrem gute Laune. Auf der Toilette sprühen wir uns gegenseitig mit Duftneutralisator ein. Dann noch ne Runde kleiner Feigling, noch ne Runde West Lights, Gruppenfotos mit den Boys &#8211; der Laden gehört uns!</p>
<p>Sogar Melly (Barkeeperin/Tänzerin/DJane/<wbr />Sängerin) mag uns. Und Cosimo, der Robben-Rapper. Die fremden Mädchen sind schon gegangen, als ich auf dem Boden liege, um den Sonnengruß zu performen &#8211; megasynchron zur Musik. Da macht dann auch die saubere Tanzfläche plötzlich Sinn.</p>
<p><strong><em><br />
&gt;&gt; Esta no no no, esta no no no, esta no no no, esta si. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Melly hat inzwischen die Mix-CD, die den ganzen Abend lief, auf unseren Wunsch gegen &#8220;alles von Rihanna&#8221; getauscht. A. bringt eine neue Runde Schnäpse &#8211; ganz ohne Geld, ich bin beeindruckt. Es ist kurz vor drei und ich habe jetzt schon gesoffen für bis um sieben.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; We found love in a hopeless place. We found love in a hope-less place. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Erklärtes Ziel &#8220;Krebsverbot&#8221; kriegen wir irgendwie nicht hin. Wir sind halt nicht ganz so cool wie Harry aus der Kneipe Knieper &#8211; dem ältesten Knieper Deutschlands.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ACHTUNG! Für alle, die nun interessiert sind: Am Samstag, dem 10.11. findet im <a title="Disco Krebs auf Facebook" href="https://www.facebook.com/DiscothekKrebs" target="_blank">Disco Krebs</a> ab 20 Uhr ein Gangnam Style Flashmob statt! Getränke gibt&#8217;s gratis.</p>
<p>Und hier noch ein Track unseres herzallerliebsten Robben-Rappers. Go Robbi!</p>
<p><iframe width="960" height="540" src="http://www.youtube.com/embed/Vh-uLdriXJA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(alle Fotos: Annelie Jasmin)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #ba36c8;">Gay Night Out. All in.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gefangen im Bauch des fiesen Katers." href="http://mymagictypewriter.com/gefangen-im-bauch-des-fiesen-katers/"><span style="color: #ba36c8;">Gefangen im Bauch des fiesen Katers.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #ba36c8;">Ein erholsames Wochenende in den Bergen.</span></a></strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gay Night Out. All in.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 15:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[club]]></category>
		<category><![CDATA[gay]]></category>
		<category><![CDATA[gmf]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>
		<category><![CDATA[weekend]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gay-Parties in der Olfe kenne ich schon. Da ist es warm, eng und mit vielen Männern, aber ohne tanzen. Ich kriege dort oft Komplimente und manchmal sogar Nummern. Wenn ich mich schlecht fühle, sind 2 Vodka Cranberry in der Olfe genau das richtige. Nun aber wollten die Gays mit mir auf eine krediblere Schwulenparty. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gay-Parties in der Olfe kenne ich schon. Da ist es warm, eng und mit vielen Männern, aber ohne tanzen. Ich kriege dort oft Komplimente und manchmal sogar Nummern. Wenn ich mich schlecht fühle, sind 2 Vodka Cranberry in der Olfe genau das richtige.<br />
Nun aber wollten die Gays mit mir auf eine krediblere Schwulenparty. Sie entschieden sich gegen Pork im Ficken3000 und für GMF im Weekend. Ich fand zwar, das andere klang vielversprechender, aber gut.</p>
<p>Ich gehe auf die <strong><span style="color: #0000ff;"><a href="http://www.gmf-berlin.de/" target="_blank"><span style="color: #0000ff;">Webseite</span></a></span></strong> der Clubnacht. Es ertönt der Baywatch Titelsong, ich sehe muskulöse Männer mit kurzen Haaren und nackten Oberkörpern. Die Partyfotos erinnern an Homo-Ballermann. Ich beschließe, Glitzer einzupacken.</p>
<p>Ich ziehe mir das kürzeste Kleid an, das ich besitze und male mir großzügig die Lippen an. Ich gehe total als Transe durch. Super. Bei dem Konzert, das ich vorher fotografiere, werden sie denken, ich sei bekloppt. Aber Hauptsache, die Gays finden mich später nicht langweilig. Auf geht es ins Weekend!</p>
<p>Wir nehmen den Fahrstuhl in den 15. Stock. 37 Menschen (lies: 37 Männer) auf 4 Quadratmetern. &#8220;Hier gehts nun mal um Körperkontakt.&#8221; Testosteron flimmert in der Luft. Ich kriege Bock, mich an den Eiern zu kratzen. Mit mir hier sind Wolfi und Ralli und Famil und Krank. 75 Prozent meiner männlichen Begleiter tragen Feinrip-Unterhemden. Ich rieche einen Trend.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-2-2/" rel="attachment wp-att-2660"><img class="alignleft size-full wp-image-2660" title="GMF" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download-2.jpg" alt="" width="461" height="307" /></a>Wir schieben uns vom Fahrstuhl auf den Dancefloor im 15. Stock. Der Raum ist so heiß, wie ich mir einen Raum voller Schwuler immer vorgestellt hatte. 42 Grad, 99,9% Luftfeuchtigkeit. Wer es sich erlauben kann und/oder ein Tribal auf der Schulter hat, geht topless. Nach 20 Minuten werfe ich meine Strumpfhose ab &#8211; bei dem Kleid eigentlich ein Unding, bei den Temperaturen aber unumgänglich.</p>
<p>Ich gehe zur Toilette. Die Euphorie in Erwartung eines leeren Damen-WCs erlischt denkbar schnell. Natürlich gibt es nur Männerklos. Ich stelle mich hinter zehn verschwitze Typen. Kommt einer und pflanzt sich vor mich in die Schlange. Ich tippe ihm auf die Schulter. &#8220;Sorry, ich warte auch.&#8221; Ist ihm aber völlig Latte. Ein nächster Klotourist zieht einfach komplett an den Wartenden vorbei. Ich bin empört. Schnell wird klar, dass bei diesen Einzelkabinen, die an normalen Tagen den Damen vorbehalten sind, nur Typen anstehen, die bumsen, koksen oder kacken müssen. Den Platz in der Schlange zu verteidigen ist harte Arbeit, das Klo selbst sieht aus wie Sau.</p>
<p>Auf dem Weg zurück zu den anderen Boys fasst mir jemand volle Kanne an den Hintern. Unter normalen Umständen hätte ich dem Nächstbesten eine reingehauen. Hier wackle ich noch mal mit dem Popo und wage einen Blick über die Schulter. Die Hand ist etwas über 20 und schickt mir einen Luftkuss hinterher. Glamourös.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-6/" rel="attachment wp-att-2670"><img class="alignleft size-full wp-image-2670" title="Dancefloor" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download.jpg" alt="" width="461" height="307" /></a>Auf der Tanzfläche läuft etwas, das ich frei als &#8220;House&#8221; interpretiere. Unhörbar. Ich exe meinen Drink. Neben uns knutscht ein Pärchen. Mann und Frau. &#8220;Mitten auf der Tanzfläche. Ekelhaft.&#8221; Angewidert dreht sich Wolfi weg.</p>
<p>Auf dem Dach ist es zu kalt, im 12. Stock zu prollig und im 15. zu heiß. Wir lassen uns auf den Sitzen hinter der Bar nieder. Neben uns fummeln zwei Typen. Recht schnell fängt der eine unauffällig an, dem anderen einen zu blasen. So unauffällig wie es halt mitten im Club geht&#8230; Ich bin schon mal gehookt. Wenig später gehen die beiden all in. Der Bläser setzt sich auf den anderen und juckelt los. Fünf Meter Luftlinie von mir.<br />
&#8220;Du, was machen die Männer da?&#8221;, frage ich. Sogar Wolfi und Ralli neben mir klappt beim Anblick die Kinnlade runter. Ich starre möglichst wenig schockiert, möchte aber natürlich nichts verpassen. &#8221;Guck da nicht so hin!&#8221;, werde ich ermahnt.<br />
Aber hallo gucke ich da hin. My policy: If you don&#8217;t want me to watch you having sex, don&#8217;t fcuk in front of my face.<br />
Leider habe ich nichts dazu gelernt. Außer vielleicht, dass man seinen Sitz im Weekend immer mit einem Feuchttuch desinfizieren sollte. Aufregend war es allemal. Live-Gaysex im Club: check!</p>
<p>Wir gehen wieder eine Runde tanzen. Einer unserer Hetero-Freunde gesellt sich zu uns. Ich warne ihn vor, es sei sehr schwul auf der Party. Er trotzt dieser Info und findet sich kurz nach seiner Ankunft auf der Tanzfläche mit einem Verehrer wieder, der ihn küssen möchte. Alle Avancen werden standhaft ignoriert. Nach dem Verschwinden des Küssers vergehen etwa zwei Minuten, dann flüchtet der Hetero aufs Dach &#8220;zum Abkühlen&#8221;. Kurz danach folgt dann die SMS, er sei gegangen. Es wundert mich nicht.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-1/" rel="attachment wp-att-2667"><img class="alignleft size-full wp-image-2667" title="Sonne" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download-1.jpg" alt="" width="461" height="344" /></a>Verschwitzt gehen wir auf die Dachterrasse. Die eine Seite des Himmels wird schon hell, während sich der Rest noch in Dunkelheit hüllt. Es ist kurz nach 4 Uhr und kühl. Wir ergattern zwei neongrüne Fleecedecken von Ikea, die wir erst pärchenweise aufteilen, in die wir uns vor lauter Euphorie (Vodka) aber wenig später schon zu viert kuscheln. Kalt ist keinem mehr. Um die Sicht gerecht aufzuteilen, rotieren wir in unserem Zylinder aus Fleece ab und zu in kleinen Tippelschritten um die eigene Achse. Zwei weitere Boys quetschen sich in unseren Kreis. Keiner kennt sie, aber sie brauchen eindeutig auch etwas von unserer Liebe. All in ohne Reinstecken. Zwischen fünf Männern klemme ich auf diesem Dach und fühle es. The Löve. And the Sun.</p>
<p>Als das rote Glühen am Horizont in die ersten, zaghaften Sonnenstrahlen übergeht, bin ich glücklich. So schön kann das Leben also sein&#8230; Wir applaudieren vor Freude dem Licht entgegen und verlieren dabei kurz die Decke. Am Horizont drehen sich Windräder, an uns vorbei schieben sich die Menschen. Wir bleiben einfach stehen und gucken. So lange bis das Licht uns in den Augen schmerzt.</p>
<p>Auch wenn der Club bis zum Anschlag gefüllt ist und der letzte Vodka noch wirkt, die Party ist vorbei. Zum Abschied gehe ich auf die Toilette. Acht Nackte ziehen sich an mit vorbei. Klar, drängelt ruhig alle vor. Irgendwann ergattere ich eine Kabine. Beim Betreten folgt mir ein druffer Meister Proper Richtung Kloschüssel. Hallo? Da mich seine Pupillen vollmondartig anstrahlen, lasse ich ihm das Klo. Auf dem Weg nach draußen rutsche ich auf einem Kondom aus. Eindeutig der Tiefpunkt des Abends. Wolfi nimmt mich an die Hand und zieht mich zum Fahrstuhl. Wenigstens ist auf die eigene Gang Verlass.</p>
<p>Nach Hause fahren wir zum Entsetzen aller mit der U-Bahn. Es gibt Streuselschnecken und Penner.</p>
<p>Als die Sonne schon voll am Himmel steht, ziehe ich mir meinen Schal über die Augen und träume von nackten Männern. Hach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soon to come: Homopedia &#8211; Begrifflichkeiten des Schwulseins total p.c. erklärt von deiner Mutter.<br />
Für zu definierende Wunschworte schreibt mir eine Mail oder einen Kommentar.</p>
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		<title>Swahili versteht doch keine Sau.</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 17:18:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[love]]></category>
		<category><![CDATA[trauer]]></category>
		<category><![CDATA[uganda]]></category>
		<category><![CDATA[verlieben]]></category>

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		<description><![CDATA[Hierbei handelt es sich um eine unbezahlte Auftragsarbeit zum Thema: &#8220;Wieso verliebt man sich fast immer zur falschen Zeit am falschen Ort in die falsche Person?&#8221; Ein Hilferuf ereilte mich vor kurzem über das bekannte Medium Internet. Der kluge Kerl, um dessen Gefühle es hier geht, eröffnete mit den Worten &#8220;Jule, du mit so viel [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hierbei handelt es sich um eine unbezahlte Auftragsarbeit zum Thema: &#8220;Wieso verliebt man sich fast immer zur falschen Zeit am falschen Ort in die falsche Person?&#8221; Ein Hilferuf ereilte mich vor kurzem über das bekannte Medium Internet. Der kluge Kerl, um dessen Gefühle es hier geht, eröffnete mit den Worten &#8220;Jule, du mit so viel Lebenserfahrung&#8230;&#8221;.<br />
Da hatte er mich.</p>
<p>Kurzes Résumé: Er hatte sich verliebt. In ein Mädchen. Aus Uganda.</p>
<p>Schlechte Nachrichten verpackt man ja bekanntlich in ein Sandwich aus Schmeicheleien und schönen Facts. Los geht’s, ich eröffne das Brot des Grauens:</p>
<p>Positiv anzumerken: Du hast dich verliebt! Das kann ja auch nicht jeder. Du hast ein Hirn, Rezeptoren und sogar Emotionen, die du eindeutig identifizieren und mit deinen Mitmenschen teilen kannst. Mit dir ist alles in bester Ordnung. Ich freue mich sogar für dich.</p>
<p>Schon mal vorweg: Auf deine Frage gibt es keine Antwort. Und selbst wenn, würde sie dir auch nichts nützen, denn du, mein Freund, bist verliebt.</p>
<p>Aber der Reihe nach.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/bildschirmfoto-2011-11-25-um-12-35-58/" rel="attachment wp-att-1863"><img title="Bildschirmfoto 2011-11-25 um 12.35.58" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-11-25-um-12.35.58.png" alt="" width="400" height="470" /></a>Erstes To Do: Die Pro- und Contra-Liste. Absolute Zeitverschwendung, aber wirklich nötig. Frage hier natürlich: Sollte ich nach Uganda ziehen?<br />
Auf der Pro-Seite sollten Dinge wie &#8220;immer schönes Wetter&#8221;, &#8220;überaus artenreiche Pflanzenwelt&#8221; und &#8220;Sie lebt dort&#8221; stehen, bei Contra eventuell &#8220;berufliche Verwirklichung unsicher&#8221;, &#8220;Easyjet fliegt nicht hin&#8221;, &#8220;Bürgerkrieg&#8221; und &#8220;Hunger&#8221;. Ich empfehle hierbei übrigens das praktische Excel-Template.</p>
<p>Eigentlich ist es egal, was auf dieser Liste steht, denn das Mädchen fällt viel doller ins Gewicht, als alle anderen Punkte. Wichtig ist es aber, diese Liste mit jemandem zu teilen, der einen erst auslacht und dann ordentlich den Kopf wäscht, bevor er seine eigene Version anfertigt.</p>
<p>Und auf der wird stehen: Nach Uganda zu ziehen ist Selbstmord. Und eigentlich weißt du auch, dass er Recht hat.</p>
<p>Also was folgt nun? Hoffentlich Einsicht. Uganda ist verdammt weit weg. Die Chancen, dass sich die tektonischen Platten in den nächsten sechs Monaten so verschieben, dass Afrika Holland verdrängt, ist meines Ermessens nach eher unwahrscheinlich. Ich bin aber kein Fachmann, korrigiert mich gerne, falls ich mich irre. Also knicke den Swahili-Kurs.<br />
It&#8217;s not gonna happen.</p>
<p>Ein nicht zu verachtender Fakt: Man will immer das haben, was man nicht haben kann. Bei mir waren es früher Bananen in der DDR, heute ist es eine glückliche Beziehung mit Brandon Boyd. Inzwischen habe ich freien Zugang zu Bananen und sooo geil sind die Dinger gar nicht. An Brandon Boyd halte ich weiter fest. Unterschied ist natürlich, dass ich beides noch nie probiert hatte/habe.<br />
Wenn man von der verbotenen Frucht schon genascht hat und es vorzüglich schmeckte, setzt hingegen diese oftmals verzerrte Glorifizierung des Vergangenen ein. Und die füttert die vermeintliche Gewissheit, dass in Uganda alles besser wäre als zu Hause. Dass das Leben noch viel mehr zu bieten haben müsste. Zu bieten <em>hat</em>. Man hat es ja selbst erlebt. Dabei verzichtet man großzügig auf alles, das man seit der Grundschule in Sachen Liebe schon gelernt hat. Hier wird auf das Herz gehorcht. Und das pocht beim Gedanken an Schmusi Schmusi.</p>
<p>Ein Alternativplan muss her. Und der heißt leider: Vergessen.<br />
Jetzt fragst du dich sicherlich, wie genau man das macht. Hervorragende Frage.<br />
Die Lösung liegt im ersten Moment klar auf der Hand. Umbringen. In der Badewanne, auf dem Dachboden, im Auto, im Wald.</p>
<p>Hoffentlich ist jemand bei dir, der dir erklärt, wie furchtbar unglamourös und schlecht für deine Laufbahn das wäre.</p>
<p>Da müssen wir anders durch.<br />
Ablenken ist einer meiner Favoriten. Das macht jeder anders. Ich empfehle hier vor allem das Saufen. Batida Kirsch, Kristallweizen, Doppelkorn. Alles in einem Drink und das zwischen 10 und 0h stündlich verabreicht. Es spricht wirklich auch gar nichts gegen einen kleinen Flachmann auf dem Büroklo.<br />
Insidertipp: Immer gut schütteln &#8211; der Kokoskram setzt sich sonst zu doll vom Bier ab.<br />
Da gibt es jetzt bestimmt die Gesundheitsfreaks, die aufschreien. Für alle körperbewussten Trauernden kann man sich natürlich auch in die Arbeit schmeißen. Gedichte aus dem eigenen Blut. Aquarelle aus Tränen. Bücher aus Emotionen. Konzepte aus Kacke. Nur zu: Arbeit macht frei. (Ich entschuldige mich wirklich!)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/imag0478/" rel="attachment wp-att-1868"><img class="aligncenter size-full wp-image-1868" title="IMAG0478" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/IMAG0478.jpg" alt="" width="619" height="391" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Zu guter Letzt ist ein Weg aus der Trauer auch immer das Neu-Verlieben. Meistens klappt das ja nicht ganz reibungsfrei. Vor allem, weil man sich scheiße fühlt und auch so aussieht. An dieser Stelle kommt Ablenkungsthema Nummer 1 wieder in den Blickpunkt: das Saufen. Alkohol ist der Schlüssel zur Liebe.<br />
Leider wissen wir ja alle, dass das nächste Girl der Notnagel sein muss, die persönliche Trauerbeauftragte, der Rebound. Auch eigentlich unfair.</p>
<p>Vielleicht solltest du alles mal ausprobieren. Wenn du nach drei Wochen leicht gelblich im Gesicht aussiehst, zwei Bücher geschrieben und eine neue Traumfrau getroffen hast, wirst du wahrscheinlich merken: Es hilft alles nichts, ich muss abwarten.</p>
<p>Uuuuuh. Abwarten. Das fällt schwer.<br />
Aber irgendwann kommen die Botenstoffe im Hirn zur Ruhe. Wenn wir mal ehrlich sind, handelt es sich eh nur um einen chemischen Prozess in den Synapsen.</p>
<p>So. Jetzt schließe ich das Sandwich des Grauens mit diesem Fakt:<br />
Du wartest nicht alleine. Wir warten und heulen mit dir. Wir mixen dir deine Drinks und verkuppeln dich mit allem, was zwei Beine hat. Weil wir dich lieben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bonustipp für alle Angehörigen von Betroffenen:</p>
<p>Was sagt man als guter Freund zu einem Besessenen?<br />
Es gibt nichts zu sagen. Diese Lovestory wird kein Happy End haben. Alle wissen das. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz.</p>
<p>“Ist das da eine Warze auf ihrer Stirn oder nur ein großer Eiterpickel?“</p>
<p>“Also <em>soo</em> groß sind ihre Brüste nun auch wieder nicht.“</p>
<p>“Ach, trägt man die Hosen jetzt wieder so? Hatte ich gar nicht mitbekommen&#8230;“</p>
<p>Zuhören ist ein Weg in den Heilungsprozess. Das kann jeder gut. (Man muss ja nicht die ganze Zeit aufpassen&#8230; Ist eh immer dasselbe.) Die Kunst ist es, zu wissen, wann man die Schulter zum Ausheulen und wann den Gürtel zum Auspeitschen rausholt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zur Not geht auch immer ein sorgfältig vorbereiteter Prep-Talk. Dieser Monolog darf gerne auswendig gelernt und möglichst emotionslos vorgetragen werden:</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/p20111221-180424/" rel="attachment wp-att-1869"><br />
<img title="p20111221-180424" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/p20111221-180424.jpg" alt="" width="448" height="465" /></a>&#8220;Sieh es mal so. Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt. Davon leben 82 Millionen in Deutschland, davon rund 42 Millionen Frauen. Von diesen Frauen sind 10%, also 4,2 Millionen zwischen 20 und 30. Hiervon sind wiederum etwas mehr als die Hälfte in Beziehungen. Bleiben 2.000.000 Frauen im richtigen Alter und Land. Wenn man davon jetzt alle Döflerinnen, Lesben, Verwandten, Sonderschülerinnen, Prostituierten, Exfreundinnen von Freunden und vor allem Trotteltussen aussortiert, ist man höchstens noch bei 200.000. Und das ist schon wohlwollend kalkuliert.<br />
Müssen nur noch alle Damen abgezogen werden, denen du niemals begegnen wirst, und die (ganz wichtig) einfach total hässlich sind/stinken.<br />
Bleiben meiner Rechnung nach ca. 20.000 potentielle Lebensabschnittsgefährtinnen. Bedeutet im Klartext: Bei nur 0,00027% aller Frauen, die du auf der Welt triffst, lohnt sich überhaupt ein Verlieben.<br />
Ach nein, Moment&#8230; zur glücklichen Beziehung fehlt dann ja auch noch die emotionale Zustimmung des Gegenparts. Es ist aber auch eine Nadelsuche im Heuhaufen.<br />
Also: Bei nur 0,0001% der Frauen darf man sich guten Gewissens verschießen. Die sind safe. Welche zu welchen gehört ist natürlich nicht so leicht bis überhaupt nicht zu identifizieren. Aber mal ehrlich – warum solltest gerade du dich in eine von den Richtigen verlieben?<br />
Noch ein Bierchen?&#8221;</p>
<p><span style="text-align: center;">Coming up soon: Die praktische Checkliste für potentielle Sexualpartner zum Ausdrucken.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Pardon me while I burst into Flames.</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 15:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[brandon boyd]]></category>
		<category><![CDATA[chat]]></category>
		<category><![CDATA[freundschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man FAST gestern Brandon Boyd getroffen hätte und deswegen 24 Stunden danach noch total aufgewühlt ist, stellt sich heraus, wer die echten Freunde sind. Im Schatten des Wahns zeigen sich ihre wahren Gesichter. Aber wer hat den Test bestanden? Diese drei hier schon mal nicht: &#160; PERSON 1: i cant sleep. i am thinking of [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man FAST gestern Brandon Boyd getroffen hätte und deswegen 24 Stunden danach noch total aufgewühlt ist, stellt sich heraus, wer die echten Freunde sind.<br />
Im Schatten des Wahns zeigen sich ihre wahren Gesichter. Aber wer hat den Test bestanden? Diese drei hier schon mal nicht:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 1:</strong></p>
<p>i cant sleep. i am thinking of topless brandon boyd. its serious!</p>
<p><em>also thinking of brandon boyd<br />
</em><em>sUcH a HotTiE &lt;3</em></p>
<p>oh shut it.</p>
<p><em>im checking pictures of him RIGHT now</em></p>
<p>honestly! dont mess with me on this one!</p>
<p><em>he looks a bit like a chimpansee.</em></p>
<p>you absolutely have to stop.<br />
youre gonna make me cry.</p>
<p><em>u see yourself in bed with an orang utan.</em></p>
<p>okay. crying now.<br />
LOOK WHAT YOUVE DONE!</p>
<p><em>ok i fucked it up</em></p>
<p>you did. its never gonna be the same again.</p>
<p><em>hope you dont dream about apes now because of me</em></p>
<p>i sorta hate you right now.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 2:</strong></p>
<p><em>Ich ekel mich.</em></p>
<p>ich hab mich gestern zum wiederholten male in brandon boyd verliebt. ich ekel mich auch.</p>
<p><em>der ist doch niedlich!</em></p>
<p>ich hab zwei stunden in einer autogramm-schlange mit 16jährigen gestanden. Alleine.</p>
<p><em>Das hast du nicht gemacht!</em></p>
<p>Ist das sehr schlimm? Ich habe noch nicht mal ein autogramm bekommen. Ich fühlte mich so benutzt&#8230;</p>
<p><em>Jetzt ehrlich! Du hast dich für ein Autogramm angestellt? Wo? Im Media Markt? Und dann noch nicht mal eins bekommen? Ich glaube das nicht.<br />
</em><em>Ich mach mir Sorgen.</em></p>
<p>Beim Telekom Extreme Playgrounds war das. Vor dem Konzert.</p>
<p><em>Stehe ich auf der Leitung?</em><br />
<em>Ist das ein Witz den ich nicht verstehe?</em></p>
<p>du musst auf meine Gefühle aufpassen.<br />
Ich bin reizbar diesbezüglich.</p>
<p><em>Du Nerd.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PERSON 3:</strong></p>
<p>ich hab doch gestern FAST brandon boyd getroffen. ich war noch nie so aufgeregt in meinem ganzen leben.<br />
irgendwas stimmt nicht mit meinem gehirn.</p>
<p><em>kann sein, dass da beim trinken kohlensäure reingelaufen ist&#8230;das passiert manchmal&#8230;versuch mal durch klopfen auf den kopf ein kleines bäuerchen zu erzwingen&#8230;dann ist das weg</em></p>
<p>Äh. Danke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Danke an Cathi, die gestern fast gar nicht gezeigt hat, wie sehr sie leiden musste. Und an alle, die mich mobil unterhalten haben, als ich in der Schlange stand. Und danke an Alex, den ich so wegen der Liste genervt habe. Ich werde mich nun wieder beruhigen&#8230;.</p>
<p>Also bald. Versprochen.</p>
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