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	<title>mymagictypewriter. &#187; Selbstversuch of Death.</title>
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		<title>Meine Abenteuer auf Schalke.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Dec 2013 11:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze mit Pukki, Ralli und Locke im Auto von Essen nach Gelsenkirchen. Wir gehen auf Schalke, den Fußballclub des einfachen Mannes. Ich verstehe Fußball zwar nicht, aber die Idee, zwei Stunden lang verkatert und bei Regen zwischen 62.000 rotzeblauen Ruhrpott-Originalen im Stadion eingeklemmt zu sein und einen Ball anzuglotzen, gefällt mir richtig gut. &#160; &#160; &#160; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze mit Pukki, Ralli und Locke im Auto von Essen nach <strong>Gelsenkirchen</strong>. Wir gehen auf <strong>Schalke</strong>, den Fußballclub des einfachen Mannes. Ich verstehe Fußball zwar nicht, aber die Idee, zwei Stunden lang verkatert und bei Regen zwischen 62.000 rotzeblauen Ruhrpott-Originalen im Stadion eingeklemmt zu sein und einen Ball anzuglotzen, gefällt mir richtig gut.</p>
<p><img class="alignleft" alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/1(4).jpg" width="550" height="380" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Merch aus 100% Polyester? Läuft.</p>
<p>Ich habe selten etwas Merkwürdigeres gesehen als die <strong>Schalke</strong>r Meile, einer Gelsener Hauptstraße, die in das Vereinsblau gehüllt ist. Da gibt es eine <strong>Schalke</strong>-Polsterei, eine <strong>Schalke</strong>-Bushaltestelle, <strong>Schalke</strong>-Laternen, Bäume, -Banner und das bei Hools allseits beliebte Lokal »Gelsen-Szene«. Vor der örtlichen Kirche sind riesige <strong>Schalke</strong>-Fahnen aufgezogen. Klar. Zu Gott wird hier sicher nicht so oft gebetet wie zum FC S 04.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/2(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Krass. In <strong>Gelsenkirchen</strong> sind sogar die Parkplatzschilder in den <strong>Schalke</strong>r Vereinsfarben gehalten.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/3(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Im Schatten des Stadions kaufen wir bei Moni Currywürste mit Darm, ohne Brötchen und passend zur Location ein paar Veltins. Es ist schweinekalt.</p>
<p>Pukki drückt mir ein Ticket in die Hand. »Einlass nur für S04 Fans«, lese ich darauf. Ich trage zwar ein Trikot, fühle mich aber trotzdem wie ein Betrüger. Hoffentlich merkt keiner, dass ich für den Verein im Notfall gar nicht unbedingt sterben würde, wie es die Fanlieder vorschlagen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/4(4).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Beim Bodycheck werde ich erst von den Männern getrennt und dann meines Deodorants entledigt. Frechheit!</p>
<p>Die Veltins-Arena ist gigantisch. Die Spieler machen sich gerade warm, wir suchen uns Plätze, es läuft »Eye of the Tiger«. Das kenne ich schon vom Boxen. Erwin, das nasige Maskottchen des Vereins, schlawenzelt wild winkend zum Fuße der Nordkurve auf und ab.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/5(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Ralli checkt erst mal Grindr. Ich hoffe, dass wir nix aufs Maul kriegen.</p>
<p>In der Nordkurve gibt es keine Sitzplätze, nur Stufen. Dicht an dicht drängen sich die blauen Fans. Vom Rest des Stadions ist die Kurve mit hohen Trennwänden abgeriegelt, ein riesiges Netz schützt Tor und Spielfeld vor Wurfgeschossen aus unseren Rängen. Direkt hinter dem Tor stehen die treuen Fans mit ihren überdimensionalen Fahnen. Am anderen Ende der Arena hocken 4000 Bremer als grüner Punkt gut geschützt in einer Ecke rum und versuchen, den Rest der Welt zu übertönen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/6(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Ein Vortrommler koordiniert die Gesänge unserer Fankurve. »Vorwärts<strong>Schalke</strong>, schießt ein Tor, schießt ein Tor, schießt ein Tohohooor.« Schnell sind Ralli und ich textsicher.</p>
<p>Auf den Werbebannern wird neben anderen gängigen Fleischereigütern auch Bärchenwurst angepriesen. Ich gucke mich um und bin überzeugt, dass ungetoastetes Weißbrot, Bärchenwurst und Senf hier zu den Grundnahrungsmitteln gehören. Locke bestätigt. Gelsen-Style.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/7(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> »Olé, olééé. Olé, olé, olééé. Der FC <strong>Schalke</strong> Null Vier, der FC <strong>Schalke</strong> Null Vier, der FC <strong>Schalke</strong> Null Vieeeer.« Dieser Ohrwurm wird mir noch ewig erhalten bleiben.</p>
<p>Ich habe Fußball schon im Fernsehen geguckt. Ich kenne Menschen, die sich dabei mal ärgern, mal freuen und ab und zu &#8220;wenn er rauskommt, muss er ihn auch haben&#8221; sagen. Das hier ist ein völlig anderes Emotionslevel. Die jungen und alten Männer lassen ihre Blicke keine Sekunde vom Ball schweifen. Aus der Ferne erkennen sie Fouls, Schwalben und ein zu Unrecht gepfiffenes Abseits. Ich beobachte lieber die Reaktionen der Fans. Fans mit Kutten und Schals und Biermetern und Schnupftabak und Frisuren. Fans, die ihre Fäuste in die Luft strecken und Lieder vom »Sieg« singen. Der Ruhrpott lebt. Heute sind hier alle derselben Meinung: Der Schiri mit Doktortitel kann nicht ordentlich pfeifen, der Neustädter muss dringend ausgewechselt werden, <strong>Schalke</strong> müsste längst führen.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/8(3).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild:</strong> Keine Kutte, keine Competition.</p>
<p>Das 1:0 für Bremen ist ein harter Rückschlag. Fassungslosigkeit brennt sich in die Gesichter um mich herum. »Boah, dann spring doch hoch, du Birne«, brüllt einer hinter mir. Ralli und ich prophezeien eine starke zweite Halbzeit. Aus der Reihe vor uns kriegen wir Zuspruch. Ich fühle mich richtig integriert. Man nimmt meine Meinung hier ernst. Ich klopfe Pukki auf die Schulter. »Glück auf, Junge.</p>
<p>Natürlich behalten wir Recht. Neuzugang Kevin Prince Boateng legt den Ausgleichstreffer ins Tor. Es wird gebrüllt. Blitzschnell ziehe ich meine Kapuze auf, um mich vor den fliegenden Bieren zu schützen, dann brülle ich auch. Und hüpfe und umarme voller Adrenalin irgendwen mit einer Kombi aus Afro und geflochtenem Zopf. Dann geht es weiter. Wir machen noch zwei Tore. Ich bin voll drin. Ich liebe Fußball.</p>
<p><img alt="" src="http://www.intro.de/ckfinder/userfiles/images/9(2).jpg" /></p>
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<p><strong>Bild: </strong>Heute bin ich mit 58.000 Freunden zusammen. Heute bin ich <strong>Schalke</strong>. Heute bin ich glücklich.</p>
<p>Am Ende der zweiten Halbzeit habe ich Gänsehaut, ein Mann neben mir Tränen in den Augen. Ich wünschte, ich könnte auch an etwas so sehr glauben, wie diese Jungs an <strong>Schalke</strong>. So sehr, dass sich manche von ihnen gleich mit den Bremern auf einem Feld hinter dem Stadion treffen, um das Spielergebnis noch mal nachzubesprechen. Fan gegen Fan, Faust gegen Faust. Hach. Meine Liebe, mein Verein.</p>
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<p style="text-align: center;">Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072662/vom-winde-verwoehntkolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>.<br />
Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>47 Minuten im Berghain</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 14:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<category><![CDATA[carlos de brito]]></category>
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		<category><![CDATA[panoramabar]]></category>
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		<category><![CDATA[techno]]></category>

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		<description><![CDATA[»Und ich dachte schon, die Schlange bei Mustafas Gemüsekebab sei lang!« Ich stehe mit Alex vorm Berghain. Kurz bin ich versucht, Wasser und proteinreiche Energieriegel an die Wartenden zu verteilen. Aber was kümmern mich die anderen: Hauptsache wir stehen auf der Gästeliste. Der Türsteher sieht das nicht ganz so und will uns auf seinem Klemmbrett partout [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>»Und ich dachte schon, die Schlange bei Mustafas Gemüsekebab sei lang!« Ich stehe mit Alex vorm <strong>Berghain</strong>. Kurz bin ich versucht, Wasser und proteinreiche Energieriegel an die Wartenden zu verteilen. Aber was kümmern mich die anderen: Hauptsache wir stehen auf der Gästeliste. Der Türsteher sieht das nicht ganz so und will uns auf seinem Klemmbrett partout nicht finden. In einem Anfall von Selbstüberschätzung sage ich: »Sie werden sich vielleicht erinnern, ich war vor sieben Jahren schon mal hier. Mit Bunny und Sunny.« Dabei gucke ich ihm direkt in die Augen. Er knurrt mich zurecht an. Nach langen vier Minuten Diskussion lässt er uns endlich rein. Glück gehabt! Sonst wäre mir noch das <strong>Berghain</strong> entgangen!</p>
<p>Eine burschikose Frau im Eingangsbereich befummelt erst meine Tasche und dann meinen Körper. »Haste ne Kamera dabei?«, will sie wissen. Habe ich ausnahmsweise nicht. Aus meiner Handtasche zieht sie mein Telefon. »Wenn du Fotos machst, fliegst du raus«, schnauzt sie mich pro forma schon mal an. »Ja klar. Wenn Sie mich so freundlich darauf hinweisen &#8230; Schön haben Sie es hier übrigens. Und wie viele Leute Sie jeden Tag kennenlernen &#8230; Toll! Falls Sie mal in Neukölln sind und Lust auf einen Kaffee haben, melden Sie sich doch. Sie wissen ja inzwischen, wo ich wohne. Hihi!«, denke ich und gehe schnell weiter. Aus einem Fenster heraus haut mir jemand so wuchtig einen Stempel auf den Arm, als wolle er ihn dauerhaft dort platzierten. Oder hätte zumindest Spaß am Leid Fremder.</p>
<p>Nachdem wir unsere Sachen abgegeben haben, stehen wir im Innern der Fabrik. Hier herrscht das fortgeschrittene Luftfeuchtigkeitslevel »Bangkok nach einem Sommerregen«. Ich greife meine Ohrstöpsel und brülle Alex zu, dass ich Angst hätte und vielleicht doch einfach zu alt sei für Technoclubs. Er zieht mich an der Hand vorbei an ledernen Männern (weniger ist mehr), Eis essenden Mädchen und verschmutzten Tänzern. Hätte ich doch bloß mehr getrunken! Wie konnte ich mich nur so fahrlässig wenig besaufen? Ich meine: ein Drink? Für die Pannebar? Hallo? Wir hechten Stahltreppen hinauf und dann durch die Menge zur Bar. Alle um uns herum trinken Wasser. Ich bestelle widerwillig einen Wodka Cranberry und habe ab sofort keine Hand mehr frei &#8211; die eine hält den Drink, die andere hält den Drink zu. Am Ellenbogen schleift Alex mich weiter zum Mischpult. Erste Reihe. Na klar! Warum auch nicht.</p>
<p>Ich sage Linda und ihrem Diskogesicht hallo und werde mit einer Runde Augenbrauen-Breakdance belohnt. Es ist so schrecklich, dass ich kaum hingucken kann. »Welchen Tag haben wir?«, fragt sie. »Sonntagmorgen«, antworte ich, Linda hört aber schon nicht mehr zu. Ist ja auch egal. Es ist der Tag zwischen Freitag und Montag – mehr muss man nicht wissen. Apropos! Ich gucke auf die Uhr. Schon neun Minuten hier. Wow! »Wir bleiben aber nicht sooo lange, oder?«, frage ich Alex. »Wieso? Die Musik ist doch super!« &#8211; »Ach?&#8221;, hake ich nach. »Ja. Falls dich jemand fragt: Die Musik ist super.« Ich nicke. Falls ihr euch übrigens fragt: Die Musik war super. #carlosdebrito</p>
<p>Während ich versuche keine Nackten zu berühren, tänzele ich mit meinem Drink auf der Stelle herum. Dabei bestaune ich vom Dancefloor das Panorama der gefühlt Tausenden Wartenden vor dem Club. »Wie viele Leute passen hier rein?« &#8211; »Circa dreitausend? Im Durchlauf?«, schätzt Alex. 3000 Leute mal 3 Tage mal 14 Euro minus Sven Marquardts Gage … Das macht in etwa … Also Pi mal Daumen &#8230; Da muss man ja Punkt vor Strich … Ach verdammt, kann ich nicht rechnen, aber: viel Geld!</p>
<p>Beeindruckt stelle ich meinen leeren Drink am Fenster ab. Ein kleiner, vielleicht italienischer Mann tippt mir auf die Schulter. »Kennst du Olli?« Ich schüttle mit dem Kopf. »Willst du mit auf die Toilette kommen?«, fragt er weiter. Jesus Maria, kann man denn nicht ein Mal gemütlich im <strong>Berghain</strong> zu Techno tanzen wie man es so liebt?? »Nee, ich war gerade schon pinkeln«, lüge ich und gehe zurück zu Alex.</p>
<p>Nach 47 Minuten ist der inzwischen auch endlich am Ende mit den Nerven. Es ist ja auch schon drei Uhr durch! Wir machen einen Polnischen (als würde es jemandem auffallen), schlendern vorbei an der immer noch kilometerlangen Schlange und steigen ins Taxi.</p>
<p>Zu Hause wühle ich auf meiner externen Festplatte. Unter &gt; Eigene Bilder &gt; Berlin &gt; 2006 werde ich fündig: ein gestochen scharfes Bild aus der Panoramabar:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4260" alt="Intro_Kolumne_Jule_Müller_Berghain" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Intro_Kolumne_Jule_Müller_Berghain.jpg" width="640" height="480" /></p>
<p>Ha! Pannebar, nimm das!</p>
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<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072662/vom-winde-verwoehntkolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>.<br />
Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>.</p>
<p style="text-align: center;">Außerdem interessiert dich noch: meine <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Gefangen im Bauch des fiesen Kater Holzigs." href="http://mymagictypewriter.com/gefangen-im-bauch-des-fiesen-katers/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Nacht im Kater Holzig</span></a></strong></span><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #000000;">,<br />
</span></span></span><span style="color: #3366ff;"><span><span style="color: #000000;">die <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Gay Night im Weekend</span></a></span></strong></span></span></span><strong><span style="color: #3366ff;"><span><br />
</span></span></strong>und <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Bock auf Disco Krebs. Deutschlands älteste Disco im Test." href="http://mymagictypewriter.com/bock-auf-disco-krebs/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">die älteste Disko Deutschlands</span></a></span></strong>.<br />
Klar.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Whatsapp-Sex. Steckste nich drin.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 17:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[chat]]></category>
		<category><![CDATA[deine mutter]]></category>
		<category><![CDATA[justin bieber]]></category>
		<category><![CDATA[online]]></category>
		<category><![CDATA[penis]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>
		<category><![CDATA[whatsapp]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch. Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch.</p>
<p>Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf ein. &#8220;Oh ja, Baby. Ich bin heiß&#8221;, schicke ich zurück, während ich Baumwollschlüpper aufhänge und kichere.</p>
<p>Ich kriege ein Foto. Cool! Ich lade es runter.<br />
Es ist ein Penis. Es ist <i>sein</i> Penis! Ups, ach, anscheinend meint er es ernst mit diesem sexy Chat?</p>
<p>Ehrlich gesagt bin ich kein sexueller Mensch. Es gibt sogar Leute, die beschreiben mich als &#8220;so erotisch wie eine Tennissocke&#8221;<br />
Es ist mein erstes Penisfoto. Dreißig Jahre lang habe ich mich gegen digitale und analoge Erotikfotos gewehrt. Und jetzt starrt es mich unverhofft von meinem Handy an. Hallo Penis. Und siehe da, sooo schlimm ist es gar nicht. Im Gegenteil.<br />
Interessant.</p>
<p>Irgendwas sollte ich nun wohl zum Gemächt sagen. Ich schreibe was ansatzweise Gewagtes zurück. Ich muss noch über die Peinlichkeit des geschriebenen Wortes hinweg kommen. Worte mag ich ja eigentlich. &#8220;Leck meine Nippel, Tiger!&#8221;, schreibe ich im echten Leben aber selten. Und wenn, dann ganz bestimmt nur in nicht-sexuellen, ironischen Zusammenhängen.</p>
<p>&#8220;Ich will auch ein Bild von dir&#8221;, erwidert er. &#8220;Untenrum.&#8221;<br />
Von mir? Nee. Also nee. Da kann ich es ja gleich bei Instagram hochladen.<br />
&#8220;Biiiiitte!&#8221;, bettelt er.<br />
Na gut. Man könnte ja testweise mal &#8230;<br />
Ich mache ein Foto. Sekunden später starre ich auf das Ergebnis. Das gehört doch bitte nicht tatsächlich zu <i>meinem</i> Körper?? Die erotische Stimmung ist sofort komplett ruiniert. Niemals im Leben schicke ich das wem!<br />
Glücklicherweise gehen alle Bilder dieses Chats durch die Quality Assurance-Abteilung &#8211; also mich.<br />
Delete!</p>
<p>Das kann man bei normalem Sex zum Beispiel auch nicht. &#8220;Tschuldigung, ich müsste kurz meine Oberschenkel besser ausleuchten und meinen Unterleib zensieren.&#8221;</p>
<p>Wir schicken also Fotos hin und her. Hier mal ein Nippel, dort mal ein gekringeltes Schamhaar. Mein Kopfkino spielt komplett verrückt. Ich finde es super. Whatsapp-Sex! Das neue Ding!<br />
Vielleicht macht diese Art von Sex Sinn für mich? Eigentlich könnte es genau meine Art von Sex sein: ohne Anfassen, ohne Beine rasieren, ohne Verhütung, ohne Syphilis, ohne Walk of Shame.<br />
Ich bin on.</p>
<p>Und dann, plötzlich &#8211; zwischen all den versauten Worten und Bildern &#8211; ein Gedanke.</p>
<p>AUSZEIT!</p>
<p>Hatte ich gestern im Büro nicht zuerst mein Handy mit meiner Dropbox verknüpft und dann auch gleich noch alle Smartphones und Tablets der Firma? Für mehr Speicherplatz? Und schickt mein Handy nicht alle Fotos automatisch in die Dropbox?<br />
Werden folglich meine Vagina Dialoge gerade in Echtzeit auf das iPad mini meines Chefs gebeamt?<br />
Sollte dieses virtuelle Unterfangen in einem ganz anderen Höhepunkt gipfeln als geplant? Sollte alles anders (Achtung!) kommen?</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt ist mir längst klar: Eine gemeinsame Nacht im Chatverlauf nachlesen zu können hat nicht nur Vorteile. Tippen über Titten, schreiben übers Reiben, sinnieren übers Penetrieren? Generell super, aber „safety first“ &#8211; das gilt auch im virtuellen Raum.</p>
<p>Die gemeinsame Nacht beende ich nicht mit einem innigen Kuss, sondern mit den Worten: &#8220;Wenn das hier jemals jemand sieht, ich schwöre, dann hacke ich dir beide Beine ab!&#8221;</p>
<p>Am nächsten Morgen bin ich etwas früher im Büro und checke noch mal die Handys und Tablets. Nix. Na immerhin.</p>
<p>Ab und zu gehe ich auch noch auf www.dieschlampevonwhatsappnackt.com und suche nach Bildern von mir. Wahrscheinlich gibt es dann doch schönere Möglichkeiten zu lieben.<br />
Sollte ich mal ausprobieren.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4081" alt="Chat_1005px" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Chat_1005px.jpg" width="640" height="520" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072062/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>. Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>. Zu Facebook geht es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier entlang</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Schnapsschüsse.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[allendorf]]></category>
		<category><![CDATA[assmannshausen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im Rheingau an. Omma Liesel, noch nie in meinem Leben gesehen, begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. Sie trägt eine geblümte „<em>Kiddelschörz</em>“ und drückt jedem ein Glas „<em>foi Woische</em>“ in die Hand. Ich sei „<em>e goldisch Oos</em>“. Ich nicke, lächle höflich und trinke einfach alles aus, das mir eingeschenkt wird. Ich verstehe ehrlich gesagt kein Wort von dem, was sie erzählt. Und Omma Liesel erzählt viel. Es ist 14 Uhr und ich habe dezent einen sitzen. Ganz schön, dieses Hessen.</p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4006" alt="Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard001.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel.</p></div>
<p>Wir begeben uns auf die „<em>Romantik-Tour</em>“ nach Rüdesheim. Mit der Seilbahn geht es getreu dem Motto „<em>Über den Reben schweben</em>“ hoch zum Niederwalddenkmal. Der Elvis ist auch schon mal mit der Bahn gefahren, wusste Oma Liesel zu erzählen. Eventuell sprach sie aber auch von etwas ganz anderem.</p>
<div id="attachment_4007" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4007" alt="Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard002.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten.</p></div>
<p>Die Seilbahn ist nicht ohne. Aus den in die Gegenrichtung fahrenden Gondeln schießen Besoffene mit Böllern auf uns. Ich mache es mir flach auf dem Bauch liegend zu den Füßen meiner Mitfahrer bequem und erinnere mich an Omma Liesels Geschichte von „<em>die letzde drei Granade vom Kriesch.</em>“ Jetzt weiß ich, wie sie sich damals fühlte.</p>
<div id="attachment_4008" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4008" alt="Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard003.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel.</p></div>
<p>Oben angekommen schwingt die unverhältnismäßig große Germania kampfeslustig eine Fackel. Auf ihrem Sockel klettern Gruppen rotzeblauer Vatertagsausflügler mit fahrbaren Bierfässern und mobilen Holzkohlegrills umher – allesamt mit geöffneten Hosenställen und glasigen Augen. Ich spüle angeekelt eine Prinzenrolle Vollkorn mit einem doppelten Schoppen Weißwein runter.</p>
<div id="attachment_4010" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4010" alt="Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard004.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt.</p></div>
<p>Später geht es mit einem Kreuzfahrtschiff den Rhein entlang am Binger Loch vorbei in die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville. Eltville verhält sich zum Wohnort meiner brandenburgischen Großeltern, Schenkendorf, in etwa wie Megan Fox zu Vera Int-Veen. Ostdörfer wurden aus grauem Staub und Asbest gebaut, Eltville aus Fachwerk und Rosen. Ich trinke einen Weincocktail mit Basilikum auf einer edlen Terrasse, während unter mir Kanadagansbabies im sonnigen Rhein planschen. In der Kirche von Eltville zünde ich eine Kerze an und wünsche mir, dass ich mich auf dieser Reise nicht öffentlich übergeben muss. Na, dann zeig mal, was du drauf hast, Mutter Maria.</p>
<div id="attachment_4011" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4011" alt="Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard005.jpg" width="638" height="477" /><p class="wp-caption-text">Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist.</p></div>
<p>„<em>Was mer net esse, trinke mer</em>“, werden wir im Weingut Allendorf begrüßt. Dazu gibt es ein Glas Sekt. Natürlich. Inzwischen bin ich versucht, es heimlich in einen Blumenkübel zu gießen. Omma Liesel sitzt draußen mit ihrem Stammtisch „<em>Winkler Girls</em>“ und strahlt.</p>
<p>Im Weinkeller darf ich in ein 16.000-Liter-Fass gucken. Der Weinstein glitzert wie Diamantenstaub. Inzwischen kommt mir hier eh alles vor wie Disneyland. Ich bin begeistert.</p>
<div id="attachment_4012" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4012" alt="„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard006.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin.</p></div>
<p>In meinem jugendlichen Übermut klettere ich auf einen großen Kirschbaum inmitten des Weingutes und brülle: „<em>Ich liebe Rheinland-Pfalz!</em>“</p>
<p>„<em>Ebe langts</em>“, ruft mir Omma Liesel von unten zu. Ich freue mich mit ihr und bestelle mir noch eine Rotweinschorle. Inzwischen bin ich quasi als Hessin wiedergeboren und ich kann euch sagen: <em>Des geht hnunner wie heilisch El.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>&#8220;Du riechst NICHT nach Mensch.&#8221; Von Pheromonen und Fruchtzwergen.</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 09:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[flirten]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[pheromon]]></category>
		<category><![CDATA[pheromone]]></category>
		<category><![CDATA[pheromonparty]]></category>
		<category><![CDATA[riechen]]></category>
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		<category><![CDATA[singles]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. Wie neulich angekündigt, gehe ich gleich auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, klickt hier). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. <span style="color: #333333;">Wie neulich angekündigt, gehe ich glei</span>ch auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">klickt hier</span></a></span></strong>). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für die anstehende Festivität frei und ext noch einen Wodka. Vorglühen und Qualitätssicherung abgeschlossen. Es kann losgehen.</p>
<p>Wir stehen noch vor der Location und trinken unsere Biere aus, als wir schon vom ersten Journalisten mit Tonband interviewt werden. Auf welchen Geruch wir abfahren würden. Holz, Vanille und Waschmittel sind hoch im Kurs. Interessant.</p>
<p>Wir gehen rein.</p>
<p>Die Gäste der Party sind schöner und ein bisschen weniger desperate als erwartet. Ein einsamer DJ legt auf.<br />
Und nun? Ich kauf doch nicht den Geruch im Sack! Oder doch? Mal gucken. Ich rieche mich durch den Grabbeltisch der Pheromone.</p>
<div id="attachment_3913" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3913" alt="Pheromonparty 3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.01.png" width="638" height="421" /><p class="wp-caption-text">Die Mädchenseite riecht nach Parfum oder Fruchtzwergen.</p></div>
<p>Manches müffelt nach Essen, manches einfach irgendwie strange. Schweiß finde ich nicht so richtig. Das ist okay so. Vieles riecht einfach nach nichts. Nichts ist aber auch nicht gut. Ich checke die weibliche Konkurrenz. Schnell ist klar: Die Mädchen auf der anderen Seite des Tisches haben mit Parfüms getrickst.</p>
<p>Ich entscheide mich für zwei Tütchen mit einem Waschmittelodeur. Der Fotograf macht ein paar Bilder mit jeder Tüte. Irgendein Kamerateam filmt. RTL. Angst.</p>
<div id="attachment_3916" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class=" wp-image-3916 " alt="Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.13-1024x679.png" width="638" height="420" /><p class="wp-caption-text">Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda.</p></div>
<p>In einem Raum mit großer Leinwand laufen die Fotos der Singles mit Beutelchen und Nummer durch. Anstatt &#8220;Mann&#8221; hätte ich jetzt doch lieber &#8220;Flachmann&#8221;. Ich hole mir noch einen Drink.</p>
<p>Auf meinem eigenen Foto halte ich die Tüte des Vertrauens sinnvollerweise vor mein Gesicht. Na, vielleicht steigert das ja meine Chancen.</p>
<div id="attachment_3911" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3911" alt="Zwischen Journalist und Justin Bieber." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Phermone.jpg" width="638" height="319" /><p class="wp-caption-text">Zwischen Journalist und Justin Bieber schnüffle ich an etwas Gestreiftem.</p></div>
<p>Ein Mann zeigt ein Shirt ins Bild. Er trägt Brille, Bart und kariertes Hemd. Nummer 39.<br />
DAS BIN ICH!<br />
Dann stehe ich vor ihm.</p>
<p>&#8220;Hi.&#8221;<br />
&#8220;Hi, na?&#8221;</p>
<p>Er erklärt mir, was er an meinem Geruch mochte. &#8220;Nicht so fake.&#8221; Und vergleicht mit meinem Hals. Strange? Irgendwie nicht.<br />
Ich frage mich, warum er auf dieser Party ist. Er ist niedlich. Der könnte auch einfach wen in einer Bar ansprechen. Er erzählt mir, wie er in der Schule vor den Mädchen immer rot geworden ist. Und dass er sich nie trauen würde, den ersten Schritt zu machen. Seine Freunde stehen im Türrahmen und gucken und kichern.<br />
Ich weiß, was er meint, verstehe es trotzdem nicht.<br />
Sein Shirt riecht solide. Ungefährlich. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass er sich ruhig mal was trauen kann, weil er toll ist, lasse ich ihn gehen. Er ist ca. fünf Jahre jünger und einen Kopf kleiner. Auch schon wieder schade.</p>
<p>Ich tausche Karten mit Presseleuten. Dann trinke ich noch was. Jemand sagt über mein Shirt: &#8220;Es riecht NICHT nach Mensch.&#8221; Aha.</p>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3923" alt="Pheromonparty 5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.10.png" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Die Pheromonisierung des Seins.</p></div>
<p>Als die Party schon die Werbebanner abnimmt, sitze ich noch mit fünf Leuten da. Wir haben über dem Thema Körpergeruch gebondet. Dann stehen wir alle zusammen vor der Bar. &#8221;Gehen wir noch irgendwo was trinken?&#8221; Das machen wir dann auch.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 648px"><img alt="Pheromonparty 6" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.48.png" width="638" height="429" /><p class="wp-caption-text">Daumen hoch für die Kamera. Nächstes Mal machen wir aber was anderes, okay?</p></div>
<p>Fazit:</p>
<p>Pheromonparties haben ein Problem: Es sind Singleparties. Parties für Singles.<br />
Und Angst und Verzweiflung kann man nun mal riechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lindas Artikel zum Thema findet ihr übrigens bei <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Mit Vergnügen" href="http://www.mitvergnuegen.com/2013/alltag-raus-nase-rein-deutschlands-erste-pheromon-party/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Mit Vergnügen</span></a></strong></span>. Und besucht mich doch auch mal auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #3366ff;"><a href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #3366ff;"><b>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #3366ff;"><b>Smell you later.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #3366ff;"><b>Checkliste für brauchbare Männer.</b></span></a></span></p>
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		<title>Smell you later! Deutschlands erste Pheromonparty</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 20:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[dating]]></category>
		<category><![CDATA[hilfe]]></category>
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		<category><![CDATA[pheromone]]></category>
		<category><![CDATA[pheromonparty]]></category>
		<category><![CDATA[shopaman]]></category>
		<category><![CDATA[singles]]></category>

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		<description><![CDATA[Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen. &#160; Und dann: Eine Pressemitteilung landet auf meinem Schreibtisch. Es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen.</p>
<p><a href="http://axcitelp7.com/product/index.php"><img class="alignleft size-full wp-image-3776" alt="Any girl, any time" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.43.581.png" width="638" height="223" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann: Eine <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Pheromon-Party Pressemitteilung" href="https://www.shopaman.de/presse/pressemitteilungen/pheromon-party" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Pressemitteilung</span></a></span></strong> landet auf meinem Schreibtisch. Es geht um die erste offizielle Pheromonparty Deutschlands. Was soll das bitte sein? Auf einem zugehörigen Bild schnüffelt eine lebensbejahende Frau an der Achsel eines Typen. Ich bin angeekelt, aber fasziniert.</p>
<p>Das Konzept der Party ist folgendes: Man bringt ein mehrfach nachts getragenes und luftdicht verschlossenes T-Shirt mit, das vor Ort mit einer Nummer versehen wird. Dann widmet man sich einem Haufen männlich markierter Kleidungsstücke und erriecht sich brauchbare Single-Männer. Mit der Plastiktüte des Vertrauens wird dann ein Foto von einem gemacht, das auf der Party über eine Leinwand läuft. Der zum Shirt gehörige Mann kann sich dann anhand des Bildes entscheiden, ob er reden/ flirten/fummeln möchte.</p>
<p>Mir wäre es lieber, wenn Menschen generell nach nichts riechen würden. Nach nichts und Parfum. Die Vorstellung, an Fremden im Rahmen einer Abendveranstaltung riechen zu müssen, finde ich so absurd und beängstigend, dass sich mir sofort die Fußnägel aufrollen. <strong>Ich muss da auf jeden Fall hin!</strong> Mit meiner Freundin Linda, die auch ein Ding für schmerzhafte Grenzerfahrungen hat.</p>
<p>Ich checke die Liste der Teilnehmer bei Facebook. Scheint, als würde das Angebot eher überschaubar bleiben. Super. Singleparty zu fünft. Ich kann es kaum abwarten. Ob es da wohl Schnaps gibt?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3768" style="border: 1px solid black;" alt="Facebook Event" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.04.061.png" width="471" height="218" />Es gab mal eine Show in England (Oder war es Deutschland? Egal). Da haben sich die Kandidaten ausschließlich mit verbundenen Augen gedatet. Sie durften anfassen, schmecken, hören, sprechen, saufen, riechen, küssen. Fast alle verliebten sich in wen. Nach Lüftung des Sichtschutzes wollte aber kaum jemand den gerade noch Angebeteten haben. Die Frauen waren da noch härter als die Männer. Fazit meist: Du bist echt super, mir aber zu hässlich.</p>
<p>Also, was ist nun das Geheimnis von Attraktivität? Sind symmetrische Gesichter überbewertet? Kann man mit einer sexy Stimme nichts reißen? Sind Werte, Wesen und Werktätigkeit nur vorgeschobene Kriterien? Vertrauen wir doch am meisten auf unser feines Näschen, das uns den Weg zum richtigen Partner zeigt? Zum Partner, den wir gut riechen können?</p>
<p>Kurz: Ist Ausdünstung größer Ausstrahlung?</p>
<p>Linda und ich werden es herausfinden auf der ersten Pheromonparty Deutschlands. Oder auch nicht.<br />
So oder so: Ich rieche einen guten Blogpost. Oder?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3758" alt="Pheromonparty3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Pheromonparty3.jpg" width="638" height="357" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer auch zur Party kommen möchte: Alle Infos gibt es auf der <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook Event" href="https://www.facebook.com/events/385502888224379/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook-Eventpage</span></a></span></strong>.</p>
<p>Titelbild: <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="www.shopaman.de" href="https://www.shopaman.de" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.shopaman.de</span></a></span></strong></p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #b616de;"><strong><a title="Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln." href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #b616de;">Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="U8 und die Leinestraße – Gefahren, Gerüche, Geschissenes." href="http://mymagictypewriter.com/u8-und-die-leinestrase-gefahren-geruche-geschissenes/"><span style="color: #b616de;">U8 – Gefahren, Gerüche, Geschissenes.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="Checkliste für brauchbare Männer" href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #b616de;">Checkliste für brauchbare Männer.</span></a> </strong></span></p>
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		<title>Gefangen im Bauch des fiesen Kater Holzigs.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 15:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[kater]]></category>
		<category><![CDATA[kater holzig]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[silvester]]></category>
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		<description><![CDATA[23:17h &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb. 0:00h &#8211; Wir stehen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>23:17h</strong> &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb.</p>
<p><strong>0:00h</strong> &#8211; Wir stehen auf einer Dachterrasse. Ists schon zwölf? Dürfen wir uns schon umarmen? Keiner weiß es so richtig. Wir zählen mehrfach den Countdown runter. So lange, bis sich die Anzahl der Raketen im Himmel exponentiell nach oben geschraubt hat. Happy New Year!</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3477" title="Prosit Neujahr" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9537.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>0:07h</strong> &#8211; Alle telefonieren mit irgendwem. Ich zücke mein Handy. Ich habe eine Whatsapp-Nachricht bekommen! Geil!<br />
&#8220;New version of WhatsApp Messenger is now available. Please visit the Android Market or the WhatsApp Website to upgrade to the latest version.&#8221;</p>
<p><strong>0:08h</strong> &#8211; Ich werfe mein Handy gegen die Wand und exe etwas, das im Abgang angeblich nach Bratwurst schmeckt.</p>
<p><strong>0:27h</strong> &#8211; Die Bratwurst hat gewirkt. Ich habe ein Mikro um den Hals baumeln, zwei Zigaretten im Mund und singe Bonnie Tyler. Überall glitzert es. Ist das noch Make-Up oder sind das schon Sterne?</p>
<p><strong>1:12h</strong> &#8211; Beim Versuch die Hebefigur aus Dirty Dancing in einem bodenlangen Kleid nachzustellen und mich dabei selbst zu fotografieren, falle ich erstmalig hin. Lande aber weich in einem Meer aus Luftschlangen. Dort bin ich glücklich.</p>
<p><strong>2:45h</strong> &#8211; Entweder aufs Sofa zum Ehepaar oder auf eine Party mit dem Rest? Eine entscheidende Weiche des Abends nimmt den falschen Lauf.</p>
<p><strong>3:08h</strong> &#8211; Nach einer unendlich langen Tramfahrt kommen wir bei einer Privatparty am Oranienburger Tor an. Vor der Tür schleudert mir ein Mädchen einen gelben Ofenanzünder ins Gesicht. Es tut trotz Trunkenheit unheimlich weh. Meine Wange schwillt auf das doppelte an.</p>
<p><strong>3:15h</strong> &#8211; Ich betrachte mich in einem Spiegel in dieser Wohnung. Von der Fleischwunde in meinem Gesicht keine Spur. Jemand bringt mir eine Tasse Waldfruchtlikör mit Redbull. Gegen die Schmerzen. Das Gemisch entpuppt sich sofort als mein neuer Lieblingsdrink.</p>
<p><strong>4:07h</strong> &#8211; Mir wurden sehr viele Menschen vorgestellt. Alle Sportler. Ich habe mir keinen einzigen gemerkt. Ich freunde mich mit etwas Lametta an und fotografiere eine Flasche Schweppes auf Klo.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3475" title="Schweppes" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9702.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4:41h</strong> &#8211; Jemand tippt mir auf die Schulter: &#8220;Komm, wir fahren ins Picknick.&#8221; &#8211; &#8220;No way. Dafür ist es viel zu spät.&#8221;</p>
<p><strong>6:06h</strong> &#8211; Irgendwas hat mich schon mehrfach von der Bank gehauen, auf der ich mit den anderen im Picknick tanze. Wahrscheinlich war es der Schnaps. Ich sollte nach Hause fahren, möchte aber lieber noch ein bisschen glücklich sein.</p>
<p><strong>8:50h</strong> &#8211; Ich werde von meiner schönen Bank gezerrt: &#8220;Wir fahren jetzt ins Kater.&#8221; &#8211; &#8220;Seid ihr irre? Ich komme auf gar keinen Fall mit!&#8221;</p>
<p><strong>9:12h</strong> &#8211; Wir stehen am Eingang. Ich habe keinen Pfennig Geld mehr. Es ist unfassbar hell. An der Tür treffe ich einen Bekannten mit einer Banane im Gesicht. Das ist also das Kater Holzig. Ich war noch nie hier, möchte aber auch wirklich nicht rein.</p>
<p><strong>9:17h</strong> &#8211; Jemand hat mich am Arm nach drinnen gezogen. Ich stehe und starre und staune. Dieser Club hasst mich! Alles ist wie in einem Horrorfilm. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, fressen mich die Zombies bestimmt auf. Und wenn ich jetzt nicht sofort was trinke, werde ich wieder nüchtern. Bloß nicht!</p>
<p><strong>9:21h</strong> &#8211; Ich mache ein Foto von der Bar. Um meinen Arm hängt eine teure Kamera mit lichtstarkem Objektiv und externem Blitz. &#8220;Wenn die Security dich erwischt, fliegst du sofort raus.&#8221; Ich kippe meinen Jägermeister runter. War das jetzt eine Drohung oder ein Versprechen? Ich zumindest fordere mein Glück heraus.</p>
<p><img title="Im Bauch des Katers" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9777.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9:29h</strong> &#8211; Das ist es also, das Kater. Post-apokalyptische, kranke Vision von Hippies, die auf Chemie stehen. Abrisshaus aus Disneyland mit Marktplatz, Infrastruktur und Würstchenbude. Ein alles verschlingendes Loch, das sich einfach nicht schert um das sonst so gängige Raum-Zeit-Kontinuum. Eine Parallelwelt der Verrückten. Womöglich werden die mich nie wieder gehen lassen.</p>
<p><strong>9:45h</strong> &#8211; Ich bin die einzige im Club, die keine Drogen genommen hat, und doch komme ich von allen am wenigsten klar. Außer dem Mädchen da hinten, das Schaum vorm Maul hat und grunzt. Ist es eigentlich schon zu spät jetzt noch mit Ketamin anzufangen?</p>
<p><strong>10:07h</strong> &#8211; Ich lehne an einer Häuserwand, als mich jemand von der Seite anspricht. Er sieht ganz nett aus. Ich verstehe nicht viel, meine aber, das Wort GHB zu hören. Ich halte mir schnell den Drink zu und rutsche unauffällig von ihm weg. Als er kurz nicht guckt, renne ich so lange bis ich im rettenden Bauch einer riesigen Katze Unterschlupf finde. WTF?</p>
<p><strong>10:18h</strong> &#8211; Ich verirre mich immer weiter in dieser Katze und bleibe irgendwo zwischen Bumsecke und Bar stehen. Von der Decke hängt ein armdickes Tau. Ich greife danach und lasse es die nächste halbe Stunde nicht mehr los. Etwas Halt in Druffie-Land: unbezahlbar.</p>
<p><strong>10:52h</strong>  - Was ist eigentlich, wenn mich hier jemand sieht? Zwischen den ganzen Opfern? Wie ich das Tau umarme? Das macht mir echt Sorgen. Ich mache es mir zur Aufgabe, jedem der etwa 2000 Anwesenden zu erklären, dass ich auch wirklich nichts genommen habe. Mir glaubt niemand. Ich sehe aber auch echt scheiße aus.</p>
<p><strong>11:02h</strong> - Sonnenbrille! Ich brauche eine verdammte Sonnenbrille!</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9795.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>11:33h</strong> &#8211; Ich bin durch Gänge geirrt, Treppen hoch und runter gehechtet, über Dancefloors gejagt und stehe nun in der Kloschlange. Es stinkt, gibt keinen Spiegel, ich habe freie Sicht aufs Pissoirs, die Leute gehen zu acht aufs Klo. Ich gucke mir die Anstehenden genauer an &#8211; die zucken mit den Mündern, haben riesige Schweißflecken und müssen nie blinzeln.</p>
<p><strong>11:48h</strong> &#8211; Ich sitze in der Sonne und versuche normal auszusehen. Die Zombies krauchen um mich rum. Überall Dreck und Fratzen. Neben mir isst jemand einen Rollmops und ne Wiener. Gleichzeitig! Ich gucke ihn an &#8211; ihm fehlt das Weiße in den Augen. Wie soll ich nur jemals nach Hause kommen?</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9815.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12:07h</strong> &#8211; Ich habe endlich den scheiß Ausgang gefunden. Die Kamera hängt noch um meinen Arm. An der Tür werde ich verwarnt. Taaaaaxi!</p>
<p><strong>12:20h</strong> &#8211; Ich stehe in der Sparkasse. Wahrscheinlich in Berlin. In der Scheibe spiegelt sich etwas, das mal eine Frisur war. Ich gebe meinen Pin ein. Falsch. Ich gebe ihn erneut ein. Wieder falsch. Die Tasten müssen heute irgendwie anders als sonst angeordnet sein. In der Ecke sitzt ein Penner. Vielleicht sollte ich mich einfach zu ihm legen?</p>
<p><strong>12:35h</strong> &#8211; Ich schaffe es zwar nicht, selbständig die Taxitür zu öffnen, verlange aber noch nach einer Quittung. Auch kurz vorm Koma darf man den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren. Wenn diese Fahrt bei der Steuer durchgeht, hab ich das System vollends überlistet.</p>
<p><strong>12:39h</strong> &#8211; Ich bin zu Hause. Mein Handy ist schon längst aus. Muss es wieder anstellen, brauche ja nen Wecker. Ich gebe den Pin ein. Falsch. Ich gebe den Pin erneut ein. Wieder falsch. Beim dritten Mal werde ich aufgefordert, meinen achtstelligen Puk einzugeben. Scheiße.</p>
<p><strong>12:43h</strong> &#8211; Ich sitze auf dem Fußboden meines Zimmers. Um mich herum liegen drei Aktenordner und ne Menge Papierkram. Was mache ich noch mal? Ach richtig, Puk suchen. Pukpukpuk. Ich halte mir ein Auge zu, um besser sehen zu können.</p>
<p><strong>12:48h</strong> &#8211; Mein Handy ist endlich von den Zahlenfesseln befreit. Ich darf mir einen neuen Code aussuchen und tippe irgendwelche Tasten. (Shit! Welche eigentlich?) Ich stelle meinen Wecker erst auf Mitternacht, dann auf 20h.</p>
<p><strong>20:00h</strong> &#8211; Wer bin ich? Warum lebe ich? Welches Jahrhundert haben wir?</p>
<p><strong>20:02h</strong> &#8211; Geil. Ich habe den Kater komplett übersprungen. Oder&#8230; Oder bin ich etwa immer noch betrunken? Auf meinem Handgelenk prangt hartnäckig eine tollwütige Katze. Ich sollte aufstehen.</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9821.jpg" width="660" height="437" /></p>
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<p><strong>21:01h</strong> &#8211; Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>22:03h</strong> &#8211; Nee, echt jetzt. Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>23:02h</strong> &#8211; Ich stehe auf. Hui, mir ist noch schwindelig.</p>
<p><strong>23:03h</strong> &#8211; Ich bin bis zum Klo gekommen. Mein Magen bringt vielleicht nichts mehr hervor, ich würge mich trotzdem durch die nächsten Minuten.</p>
<p><strong>23:13h</strong> &#8211; Als ich endlich wieder im Bett liege, beschließe ich, nie mehr zu trinken. Dann stelle ich meinen Wecker auf 12 Uhr am nächsten Mittag. Ich hasse Kater. Ich hasse Kater Holzig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Ich habe aufgehört zu kotzen und hier geht es zu<strong><span style="color: #3366ff;"> <a title="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
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<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Gay Night Out. All in. - GFM im Weekend.</strong></span></span></a><br />
<a title="Bock auf Disco Krebs." href="http://mymagictypewriter.com/bock-auf-disco-krebs/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Bock auf Disco Krebs. - Deutschlands älteste Disco.</strong></span></span></a><br />
<a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Ein erholsames Wochenende in den Bergen. - Verkatert auf die Zugspitze.</strong></span></span></a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 14:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[dating]]></category>
		<category><![CDATA[finya]]></category>
		<category><![CDATA[männer]]></category>
		<category><![CDATA[online dating]]></category>
		<category><![CDATA[singles]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221; Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221;</strong></p>
<p>Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich mich heimlich, weil voll peinlich, bei Finya an.</p>
<p>Volle Vorfreude auf tolle Bekanntschaften richte ich mein Profil ein. Ein Foto, ein Statement, Äußerliches und ein paar Fragen zum Thema Ernährung, Partnerschaft und Freizeit. Dann warte ich einfach ab. Noch während mein Foto auf seine Freischaltung wartet, kriege ich die ersten Mails. Ob die Verfasser einfach unheimlich nett zu allen Frauen oder schlichtweg verzweifelt sind, kann ich nicht ganz feststellen. Ich ignoriere sie erst mal.</p>
<p>Ich klicke mich durch Männer in meiner Nähe. Da es hier, wie zum Beispiel bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Elitepartner</span></a></span></strong>, keinen Wesenstest gibt, nach dessen Ergebnis man mit anderen gematcht wird, kriege ich vom Bundeswehrsoldaten bis zum Technoopfer alles aufgetischt. Ich gebe jedem Bild etwa eine Sekunde, dann klicke ich weiter. Das reicht völlig für eine Beurteilung. Nach 300 Sekunden bin ich erschöpft, habe aber drei Männer mit einem Stern als Favorit markiert.</p>
<p>Später, als mein Bild sichtbar ist, häufen sich die Mails. Und eins wird schnell klar: Möchte man viele Nachrichten von sex- und vielleicht sogar heiratswilligen Männern kriegen, ist man hier richtig. Auch ich freue mich natürlich über die Zuschriften, muss aber feststellen, dass die Mitglieder entweder zu hässlich/doof oder ich zu wählerisch bin. So manch einer schreibt mir eine freundliche Nachricht. Leider aber kann ich mich wirklich nicht frei von optischen Vorstellungen machen. Ich hab nicht mal einen Typ Mann, aber ich weiß, was ich alles nicht möchte: Männer mit Anzug und Krawatte, Dreads, oberkörperfrei, neben einer Zimmerpflanze, vor einem Sportwagen, auf einer Katze jenseits der Fünfzig, unter 1,60 und/oder ohne Foto.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3094" title="Auswahl" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Finya1.jpg" width="655" height="427" /></p>
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<p>Bin ich einfach zu wählerisch? Oder noch schlimmer: zu oberflächlich? Vorsichtshalber gehe ich später alle Zuschriften mit einem Mädchen und einem Jungen durch. Vielleicht habe ich ja ein paar versteckte Perlen übersehen? &#8211; Nein, auch die anderen sind von der Ausbeute gänzlich unbeeindruckt bis angewidert. Das beruhigt.</p>
<p>Einige Männer schreiben, nachdem sie keine Antwort bekommen, noch ein zweites, drittes und sogar viertes Mal.</p>
<p>&#8220;Na? Schüchtern?&#8221;<br />
&#8220;Nein, ich hab nur leider keine Lust auf Analverkehr mit einem übergewichtigen, alten Mann im Jogginganzug.&#8221;<br />
&#8220;Nicht so bissig, kleine Lady. Was hast du an?&#8221;<br />
Würg.</p>
<p>Im echten als auch Onlineleben bin ich sehr bemüht, freundlich zu sein. Ich mag es nicht, wenn Leute mich nicht mögen. Nicht mal die, die ich selbst nicht mag. Die höflichen Mails nicht zu beantworten, verlangt mir alles ab. Mit jeder Nachricht wächst mein schlechtes Gewissen. Es wird schnell klar, dass ich es hier nicht lange aushalten werde. Der soziale Druck ist zu hoch. Freundliche Mails machen übrigens nur etwa die Hälfte aller Nachrichten aus. Der Rest ist anzüglich, beleidigend, Spam (auch das gibts) oder reinkopiert, wenn man Glück hat, noch mit dem Namen der Vorgängerin in der Anrede.</p>
<p><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-3122" title="Dating" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/graph1.jpeg" width="600" height="463" /></a></p>
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<p><em>Quelle: <span style="color: #3366ff;"><strong><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Graphitti-Blog</span></a></strong></span></em></p>
<p>Nach vier Tagen antworte ich dann mal zwei Leuten, die ich als das kleinste Übel einstufe. Mal gucken, was sich so entwickelt. Vielleicht sind sie ja sympathisch?</p>
<p>Der erste antwortet. Drei Sätze und vier Rechtschreibfehler. Okay, mit Mühe sehe ich darüber hinweg. Man will ja nicht kleinlich sein.<br />
Dann möchte er, dass ich ihn anrufe. Er erklärt mir, dass lange Emailstränge die Erwartungen schüren. Erwartungen, die dann oft nicht zu erfüllen seien. Und jede Enttäuschung koste Kraft, die er nicht mehr bereit sei, zu investieren. Außerdem sei es besser, sich von Finya zu entfernen, um die Konkurrenz zu minimieren.</p>
<p>Irgendwie tut er mir Leid. Wo ich noch Romantik hinter jeder Ecke vermute, ist er schon total abgeklärt.</p>
<p>Und mal abgesehen davon, dass ich echt ungerne mit Fremden telefoniere, bin ich wenig motiviert, ihn anzurufen. Der Fakt, dass ich ihm das nicht genau so schreibe, macht ihn nervös. Er wird patzig.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich verstehe nur Bahnhof. Klare offene einfache Sätze, am Kontext des Gesprächs orientiert, Fragen beantwortend, Fragen stellend und Gesprächsfluss bildend. Derartiges (Briefe schreiben) ist Deutschunterricht 4. Klasse.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kommt bei mir Bombe an.</p>
<p>Die Anonymität macht mir zu schaffen. Man weiß nichts über die Leute. Wo ich bei Facebook fleißig mit Daten rumschmeiße, knausere ich hier mit den Details. Sogar &#8220;Ich wohne in Neukölln.&#8221; scheint mir unangebracht. In meinen Augen sind hier alle schon halbe Stalker, enttäuscht vom Leben und mit nichts zu verlieren. Bereit, vor meinem Fenster aufzutauchen &#8211; mit Pfingstrosen oder Flammenwerfer.</p>
<p>Man kann Leute bei Finya auch bewerten. Nach ihrem Aussehen. Von den Fotos zweier Männer sucht man sich das attraktivere aus. Finya errechnet im Hintergrund dann für jedes Mitglied einen Marktwert zwischen 1 und 10.</p>
<p>Nach vier Tagen hat das System auch genug Daten über mich gesammelt. Spannend.<br />
Ich starre auf die rote Zahl neben meinen Bildern.<br />
Ich bin eine WAS?<br />
Eine 3,3??<br />
Das MUSS ein Versehen sein.<br />
Ich klicke Refresh. Es bleibt dabei. 3,3.<br />
Also, ich bin wirklich keine volle Punktzahl, aber überdurchschnittlich unattraktiv? Frechheit.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3143" title="Mail" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-07-31-um-10.49.07.png" width="542" height="223" /></p>
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<p>Nach sieben Tagen habe ich Post von über fünfzig Männern bekommen, davon etwa fünf beantwortet. Alle kamen sehr schnell auf ein Date zu sprechen. Ich wollte keinen einzigen davon treffen.</p>
<p>Eigentlich ist es ja eine Traumvorstellung: interessierte Männer reihen sich vor einem auf und man darf sich welche davon aussuchen. Würde ich in der Disko auch immer sofort mitmachen. Wenn man sich allerdings niemanden aus der Schlange aussuchen möchte, dann kippt das Ganze in etwas Unangenehmes. Dann ist der Return on Investment schlichtweg zu niedrig und die Awkwardness auf Dauer zu hoch.</p>
<p>Einem müden Wikinger, einem kleinen Franzosen und einem bärtigen Türken schreibe ich eine Abschiedsmail, in der ich mich für ihre Zuschrift bedanke und ihnen viel Glück auf der Suche wünsche.</p>
<p>Bevor ich auf den Abmeldungsbutton klicke, halte ich noch mal kurz inne. Was, wenn die nächste Mail ein Treffer wäre? Was, wenn der Traummann morgen schreiben würde? Dann kommt eine neue Nachricht rein. Ich öffne sie. Leo, 51 fragt, ob Machtspiele und SM für mich ein Thema seien. Dann klicke ich endlich den verdammten Button.</p>
<p>Auf meinem Profil prangt inzwischen übrigens eine große, rote 3,0.</p>
<p>Na danke, Finya.</p>
<p style="text-align: center;">                            <img class=" wp-image-3151 aligncenter" title="Für alle Dating-Trolls." alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Foto-am-09-08-2012-um-18.42.jpg" width="448" height="336" /></p>
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<p>Lieblingsmails:</p>
<p>- Donnerstag, 08:16h &#8211; Kategorie: Witze.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Kommt ein Mann in eine Kneipe, geht an einer kleinen Gruppe angetrunkener Jugendlicher vorbei, direkt zu auf den Wirt und fragt: Hattu Möhren?&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Samstag, 08:28h &#8211; Kategorie: Offtopic.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230; hörst du schon den Trecker??&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Sonntag, 09:34h &#8211; Kategorie: Intimes.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(&#8230;) Vielleicht wird das ja der Auftakt eines ganz netten, unverfänglichen und unterhaltsamen Abends mit einer Aussicht auf ein intensives Kennenlernen! Ich bin mal frech: Männer und Frauen passen nie zusammen, außer in der Mitte, und um genau das geht es hier! Ich will ja nicht heiraten, sondern entspannt und sinnlich verführen, Spaß haben und lasziv vögeln, einfach genießen. *g* Viele Grüße.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lets stay in touch on <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
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<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #bd32cd;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Elitepartner &#8211; der trockene Akademiker mit Niveau.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Smell you later &#8211; Deutschlands erste Pheromonparty.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Swahili versteht doch keine Sau." href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Swahili versteht doch keine Sau &#8211; wie man sich entliebt.</strong></span></a></span></p>
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		<item>
		<title>Sarg bei Roy. Hardcore mit Glitzerschuhen.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 13:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[bei roy]]></category>
		<category><![CDATA[beiroy]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze mit M. und C. in der Küche. Die beiden hören Musik, wo das Geschrei von Leuten den Gesang ersetzt. Faszinierend. Sie überreden mich, mit ihnen auf ein halbillegales Konzert zu gehen. Zu Sarg. Bei Roy. Aufregend. Wir radeln am Kanal entlang, es ist dunkel. Dann geht es in eine kleine Gasse, in der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze mit M. und C. in der Küche. Die beiden hören Musik, wo das Geschrei von Leuten den Gesang ersetzt. Faszinierend. Sie überreden mich, mit ihnen auf ein halbillegales Konzert zu gehen. Zu Sarg. Bei Roy. Aufregend.</p>
<p>Wir radeln am Kanal entlang, es ist dunkel. Dann geht es in eine kleine Gasse, in der sich Autowerkstätten befinden. Ganz am Ende halten wir vor einer stillgelegten Fabrik. Hier ist es. Wir schließen die Räder an und laufen die Treppen hoch. Im Flur stehen Holzpaletten, Spiegel, Blech und rote Plastikbojen. Ich stolpere im zweiten Stock über eine kaputte Steinstufe.</p>
<p>Der Einlasser will einen Betrag zwischen 6 und 8 Euro von mir haben. Geld? Ja gibt es hier denn keine Gästeliste?<br />
Ich zahle fairerweise 6.</p>
<p>Drinnen sind mindestens 40 Grad. Es ist unerträglich. Aber ich darf nicht meckern. Das erwarten die nur von mir. Ich bin cool und credible. Ich kann mindestens eine Blink 182 Hook anstimmen und hatte mal einen zweireihigen Nietengürtel.</p>
<p>K. guckt auf meine Füße. &#8221;Was hast du denn da an?&#8221;<br />
&#8220;Goldene Glitzersandalen mit Perlenbesatz.&#8221;<br />
&#8220;Damit Jule glänzen kann beim Stagediven&#8221;, erklärt C. Ich meine, leichte Ironie in ihrer Stimme hören zu können.</p>
<p>Wir gehen zur Bar. Das Getränkesortiment hängt an Schnüren von der Decke. Ich verkneife mir, nach Sekt auf Eis zu fragen und nehme einen lauwarmen Cider. So anpassungsfähig, dass ich richtiges Bier trinke, bin ich dann doch nicht.<br />
&#8220;Lieber stärker oder lieber schwächer?&#8221;, werde ich vom Haarkeeper (haariger Barkeeper) gefragt.<br />
&#8220;Mach ruhig stark, heute gebe ich es mir dreckig.&#8221;</p>
<p>Die erste Band spielt. Ich tue interessiert. Es ist auf jeden Fall kein Hardcore. Das erkenne ich. Es hat einigermaßen Melodie. Etwa zehn Minuten mische ich mich unter die Zuschauer. Keiner pogt. Sogar ich nicht.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3016" title="Bei Roys Bad" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/C360_2012-07-27-23-28-56.jpg" alt="" width="295" height="456" /><img class="alignleft size-full wp-image-3019" title="Bei Roys Klo." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/C360_2012-07-28-00-30-14.jpg" alt="" width="295" height="456" /></p>
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<p>Es gibt Gemeinschaftstoiletten. Natürlich. Meine letzten Erlebnisse auf einer <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Schwulenparty </span></a></strong></span>waren eher unglamourös. Ich stelle mich an. Der Raum ist verziert mit Worten, Aufklebern und Postern. Es gibt sogar einen Spiegel! Dass darüber &#8216;You are beautiful&#8217; steht, finde ich gut. Man sollte sich auch wirklich nicht schämen, nur weil man Christina Aguilera hört.</p>
<p>Zwei Hardcorer mit Plugs kommen aus der Kabine. Zusammen. Ist man ja sonst nur von Technofreunden gewohnt. Die haben bestimmt einen Schnaps getrunken, ein Schnitzel gegessen und Sex gehabt. Das darf man in der Öffentlichkeit nämlich bei denen nicht. Hab ich gehört. Ich nicke ihnen anerkennend zu. Ich verrate euch nicht, Jungs.<br />
Auf Klodeckel und -brille kann man eine Geschichte lesen.</p>
<p>Dann spielen Sarg. Ich bin mental drauf vorbereitet, dass es mir nicht gefallen wird.</p>
<p>Es ist laut und schnell und ich verstehe kein Wort.<br />
&#8220;Was ist das für eine Sprache?&#8221;, frage ich C.<br />
Wir hören eine Weile konzentriert zu und einigen uns dann auf &#8220;Englisch, Deutsch oder Polnisch&#8221;.</p>
<p>So schnell wie der Drummer auf seine Trommeln eindrescht, kann man gar nicht spielen. Wirklich. Meine Augen können nicht folgen. Meine Ohren eh nicht. Der Sänger stirbt. Zumindest schreit er so. Jetzt macht auch der Bandname Sinn. Sarg ich mal so.</p>
<p>(Fun Fact: Meine Mutter hat mal im Bestattungsinstitut gearbeitet und auf unserer Fensterbank stand jahrelang ein kleiner Miniatur-Holzsarg für Stifte. Den Namen finde ich also top.)</p>
<p>Ein kleines Lächeln, ein hübsch gesungener Refrain, das hätte mir gefallen. Aber nein, die knüppeln wie besessen auf ihre Instrumente ein. Jeder für sich. Der Crowd gefällt es.</p>
<p>Mir drängt sich ein Gedanke auf: Haben hier vielleicht alle anderen ein Brain, das komplexe, unmelodische Musik besser verarbeiten kann als meines? Bin ich mit einem Weichspülerpop-Verständnis bestraft? Springe ich etwa nur auf 1. Strophe, Refrain, 2. Strophe, Refrain, Bridge, Refrain, Refrain an??</p>
<p>Das fiel mir schon sowohl bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Alles Klarinette?" href="http://mymagictypewriter.com/alles-klarinette/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">klassischer Musik</span></a></span></strong> als auch bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="“Ist das Carlo?” – “Nein, das ist bloß die Judo-Jule.”" href="http://mymagictypewriter.com/ist-das-carlo/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Hiphop </span></a></span></strong>auf. Immerhin kann ich die Arbeit an den Instrumenten wertschätzen. Die Musik selbst bleibt mir ein ähnliches Rätsel wie Kornkreise in Neuruppin.</p>
<p>Soll ich so tun, als fände ich es voll geil? Um dazuzugehören? So wie mit Arte früher? Vielleicht besser nicht. Sonst werde ich noch entlarvt.</p>
<p>Wenigstens ist den anderen genau so heiß wie mir. Das verbindet. &#8220;Puh, ich schwitz wien Schwein&#8221;, trifft auf Verständnis &#8211; egal ob in der Philharmonie oder hier bei Roy.</p>
<p><img title="Richtiges Schuhwerk ist das A und O" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Screen-shot-2013-03-02-at-1.41.19-PM.png" alt="" width="206" height="206" />Nach dem Konzert sitzen wir in einer Gruppe auf dem Boden vor der Fabrik. (Und das mit meiner weißen Hose!)<br />
M. fragt mich: &#8220;Und, Jule, wie fandest du es? Du hörst doch eher so Incubus.&#8221;<br />
Voll auf die Zwölf. Wenn Incubus mir im normalen Leben schon peinlich ist, kriege ich in dieser Kulisse sofort ein faustgroßes Magengeschwür.<br />
&#8220;Ach, danke, gut.&#8221;</p>
<p>Nach zwei Flaschen Cider und zwei Zigaretten bin ich um kurz vor eins reif fürs Bett und radle als erste nach Hause. Na gut, vielleicht bin ich eben doch nicht so Punkrock, wie ich früher immer dachte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leute, die ihr Hardcore mögt, <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Sarg" href="http://www.facebook.com/SARRRG" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">bitte checkt Sarg aus</span></a></span></strong>. Ich habe mir sagen lassen, die sind der Hammer.<br />
Danke. Eure Mutter.</p>
<div></div>
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		<title>Der große wissenschaftlich anerkannte, vollständige Energydrink-Test.</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2012 16:08:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[drink]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Energy-Drink-Anfänger testete ich aus purer Langeweile und Konzentrationsmangel die mir vorliegenden Dosen völlig subjektiv auf Herz und Nieren. Vor allem aber auf Herz. Denn das schlug bei mir mit jedem Schluck höher&#8230; Geprüft wurden Preis, Design, Geschmack und Beliebtheit (auf Facebook). Der Aufputscheffekt ist bei allen Getränken mit einem Koffeingehalt von 32mg pro 100ml gleich. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als Energy-Drink-Anfänger testete ich aus purer Langeweile und Konzentrationsmangel die mir vorliegenden Dosen völlig subjektiv auf Herz und Nieren. Vor allem aber auf Herz. Denn das schlug bei mir mit jedem Schluck höher&#8230;</p>
<p>Geprüft wurden Preis, Design, Geschmack und Beliebtheit (auf Facebook). Der Aufputscheffekt ist bei allen Getränken mit einem Koffeingehalt von 32mg pro 100ml gleich. Der Zuckeranteil dieser Drinks übersteigt sogar noch den von Cola. Der Bestandteil Taurin beschleunigt die Kombination der Wirkstoffe. Einzige Ausnahme: Club Mate. Dazu später mehr.</p>
<p><strong style="text-align: left;"><br />
1.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Red Bull. </strong><strong>Verleiht Flügel.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/red-bull-2/" rel="attachment wp-att-2134"><img class="alignleft size-full wp-image-2134" title="Red-Bull" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Red-Bull1.jpg" alt="" width="135" height="266" /></a>Preis:</strong> 60Cent/100ml. (1,49€ für 250ml.) <strong>Sorten:</strong> Original, Sugarfree, Cola, Red Edition, Blue Edition, Silver Edition.</p>
<p><strong>Design:</strong> Der Klassiker aus dem Jahr 1987 in Blau, Silber und Rot wirkt ehrlich gesagt nicht mehr ganz zeitgemäß, besticht aber durch seinen hohen Wiedererkennungswert. Die Dose wird von den meisten Zielgruppen zwischen Technofreaks und Hipstern toleriert.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> Red Bull halt. Kennt man von früher, als man noch Vodka Bull trank. Erinnert deshalb auch dezent an Kater, Kotzen und Krawall. Subjektiv betrachtet spielt das Getränk geschmacklich in der oberen Liga mit.<strong> </strong></p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 27.600.000. War ja klar&#8230;</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Verlässliche.<br />
Wenn auch hochpreisig &#8211; mit dem roten Bullen kann man nichts falsch machen. Geschmacklich und effekttechnisch weiß man, was einen erwartet. Auch wenn die Inhaltsstoffe mysteriös erscheinen, vertraut man dieser Marke noch am ehesten. Von den anderen hat man in der Regel eh noch nicht gehört… Prost.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2.</strong></p>
<p><strong>Monster. Unleash the Beast.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/bildschirmfoto-2012-05-08-um-12-38-14/" rel="attachment wp-att-2443"><img class="alignleft size-full wp-image-2443" title="Bildschirmfoto 2012-05-08 um 12.38.14" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-05-08-um-12.38.14.png" alt="" width="103" height="249" /></a>Preis:</strong> <span style="color: #000000;">40 Cent/100ml. (1,99€ für 500ml.) </span><strong>Sorten: </strong>Monster, Khaos, Ripper, Lo-Carb, Java Mean Bean, Java Irish Blend, Java Loca Moca, BFC.</p>
<p><strong>Design: </strong>Diese Dose ist eine optische Melange aus Saw IV und The X-Files, die sogar Fox Mulder das Fürchten lehren würde.</p>
<p><strong>Geschmack: </strong>Gerade, als man dachte, alle Energydrinks seien zu süß, definiert Monster den Zuckergehalt echt noch mal neu. Man schmeckt die raffinierten Kristalle förmlich auf der Zunge. Über die Hälfte der Dose schmeiße ich weg, weil ich es selbst extrem gut gekühlt einfach nicht ertragen kann. Wirklich nur zur Not zum Verzehr geeignet – zum Beispiel wenn es kostenlos auf Festivals herumsteht oder die letzte Dose Energydrink auf der Erde ist.<br />
<strong><br />
Facebook-Fans:</strong> 15.910.000. Wieso noch mal?</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Bestialische.<br />
Wer auch immer auf Facebook suggeriert hatte, dass dieser Drink überdurchschnittlich gut sei, dem sei gesagt: Für dich habe ich heute leider kein Monster. Der Drink sieht scheiße aus, schmeckt scheiße und ist scheiße teuer. Der absolute Verlierer dieses Tests. Hui Buh!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3.</strong></p>
<p><strong>Effect. No effect without effect.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/22675307_340847/" rel="attachment wp-att-2135"><img class="alignleft size-full wp-image-2135" title="22675307_340847" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/22675307_340847.jpg" alt="" width="146" height="280" /></a>Preis:</strong> 30 Cent/100ml. (0,99€ für 330ml.) <strong>Sorten:</strong> Effect, Effect zuckerfrei.</p>
<p><strong>Design:</strong> Die 250 oder 330ml Slimdosen bestechen durch ihr einfaches, aber hübsches Design. Punkten kann das Produkt hier vor allem mit dem grafischen Muster. Einen Abzug gibt es hingegen für die braunen Flaschen in diversen Größen, die eher nach Meditonsin als nach Freizeitgetränk aussehen.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> <span style="color: #000000;">Kann eindeutig mit Red Bull mithalten und geht geschmacklich in diesem Test sogar als einer der beiden Sieger hervor.</span></p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 160.000. Immerhin.</p>
<p><strong>Fazit:</strong><span style="color: #000000;"> Der Sieger.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Diese stylische Dose kann sich blicken und schmecken lassen. Mit einem Preis, den nur noch die absoluten No-Name-Drinks unterbieten, einem Design, das gefällt, und einem Geschmack, der nicht zum Kotzen ist, ist Effect mein Favorite. Applaus!</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4.</strong></p>
<p><strong>Schwarze Dose 28. Der Tag hat 28 Stunden.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/mcms_img_1_1__387-2/" rel="attachment wp-att-2125"><img class="alignleft size-full wp-image-2125" title="MCMS_IMG_1_1__387" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/MCMS_IMG_1_1__3871.jpg" alt="" width="240" height="277" /></a><span style="color: #000000;">Preis:</span></strong><span style="color: #000000;"> 60Cent/100ml. (1,49€ für 250ml.) <strong>Sorten:</strong> Schwarze Dose 28, Weiße Dose 28.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Design:</strong> Sowohl schwarze, als auch weiße Dose in Mattoptik passen hervorragend zu jedem Outfit – egel ob Paillette oder Sweater. Hier geht es eindeutig um Understatement und Coolness. Ich bin sofort interessiert am Inhalt und verleihe dieser Marke schon mal die Stylig-Krone.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Geschmack:</strong> Leider hält der tolle Look der Dose geschmacklich nicht ganz, was er verspricht. Die beerig süße Note ist in der letzten Instanz dann doch irgendwie aufdringlich. Kühlung ist ein Muss.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Facebook-Fans:</strong> 81.000. Da hätte man mehr erwartet.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Fazit:</strong> Der Stylische.</span><br />
<span style="color: #000000;"> Schade, schade liebe Dose, trotz deiner Sexyness schaffst du es mit Geschmack und Preis an dieser Stelle nicht in die Hitliste. Sollte ich jemals eine leere Dose zum Halten benötigen, bleibst du trotzdem mein Favorit. Versprochen.</span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>5. </strong></p>
<p><strong>Relentless. Keine halben Sachen!</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/libertus-can/" rel="attachment wp-att-2141"><img class="alignleft size-full wp-image-2141" title="Libertus-Can" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Libertus-Can.jpg" alt="" width="138" height="294" /></a>Preis:</strong> 36 Cent/100ml. (1,75€ für 485ml.) <strong>Sorten:</strong> Origin, Inferno, Immortus, Devotion, Relentless Shot, Libertus.</p>
<p><strong>Design:</strong> Also, wer soll das denn bitte in der Öffentlichkeit trinken? Diese Dose schmälert die eigene Zielgruppe leider auf Menschen mit rasiertem Zickzackmuster im Nacken und falschen Brilliant-Ohrringen. Im Supermarkt habe ich mich beim Kauf schämen müssen. Kein gutes Zeichen.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> Etwas süßer als Red Bull. (Geht das überhaupt?) Schmeckt klassisch Energy und durchaus angenehm. Die Größe der Dose verführt zur Überdosierung. Immerhin ist der halbe Liter durch einen ausgeklügelten Verschluss wiederverschließbar. Dafür gibts einen Mitleidspunkt.</p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 116.000. Jeder einzelne gekauft.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Proll.<br />
Bei dem Äußeren ist der Geschmack dann auch egal. Und haben die Macher schon mal die Namen ihrer Sorten durchgelesen? Libertus und Immortus? Hallo? Heimlich und alleine im Wohnzimmer getrunken ist dieses Produkt aus dem Hause Coca Cola für Rollenspieler und Besitzer von tiefergelegten Autos vielleicht akzeptabel, sonst leider ein No Go.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6.</strong></p>
<p><strong>Rockstar. Party like a Rockstar.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/pgnc1-3767597dt/" rel="attachment wp-att-2140"><img class="alignleft size-full wp-image-2140" title="pGNC1-3767597dt" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/pGNC1-3767597dt.jpg" alt="" width="146" height="280" /></a>Preis:</strong> 39 Cent/100ml. (1,95€ für 500ml.) <strong>Sorten:</strong> Original, Punched Apple, Juiced Mango, Energy Cola, Punched Guava, Recovery.</p>
<p><strong>Design:</strong> Scheint vom gleichen Produktdesigner wie Kollege Relentless und ist für Frauen wie mich einfach nicht tragbar. Wie ein Rockstar feiert man damit bestimmt nicht. Auch die <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.rockstarenergydrink.de/"><span style="color: #3366ff;">Webseite</span></a></span> macht Kopfschmerzen. Mehr ist in diesem Falle nicht wirklich mehr.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> Der tropische Geschmack der Sorte Juiced Mango lässt einem die Fußnägel unter den Socken aufrollen. Den halben Liter alleine zu schaffen war ein unüberwindsames Hindernis – nach jedem Schluck musste ich mich von Gänsehaut übermannt schütteln. Vielleicht ist das Original weniger penetrant, aber Freunde werden Rockstar und mein Gaumen bestimmt nicht mehr.</p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 93.000. Eindeutig zu viele.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Eklige.<br />
Wenn auch nicht der hässlichste Gaul im Stall, ist diese Dose geschmacklich ein echter Würgereizer. Und dann muss man sich den Drink auch noch ordentlich was kosten lassen. Hinter diesem Tor verbirgt sich leider der Zonk.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>7.</strong></p>
<p><strong>Ener-G. High Energy Drink.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/ener-g_5/" rel="attachment wp-att-2448"><img class="alignleft size-full wp-image-2448" title="ener-g_5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/ener-g_5.jpg" alt="" width="110" height="259" /></a>Preis:</strong> 20 Cent/100ml. (0,49€ für 250ml.) <strong>Sorten: </strong>Diese eine.</p>
<p><strong>Design:</strong> Wie von Relentless und Rockstar gelernt: Schlimmer geht immer. Dieses eher schlichte Design kann zwar höchstens als bodenständig und zweckmäßig beschrieben werden, löst aber immerhin keine übertriebenen Aggressionen aus.</p>
<p><strong>Geschmack:</strong> Ohlala. You pay what you get for. Und in diesem Falle kriegt man außer einer Magenverstimmung wahrscheinlich nicht viel. Einziger Wehrmutstropfen: Die Dose ist so klein, dass das Leid auf ein Minimum reduziert wird.</p>
<p>(Edit: In einem Augenklappentest mit Red Bull verglichen, schnitt der Billige doch besser ab, als hier beschrieben. Hat das No-Name-Label tatsächlich so viel Einfluss auf das Gehirn? Ich nehme es an&#8230; Ganz an das Original kann es zwar nicht rankommen, aber ich korrigiere die Punktzahl zugunsten des Drinks nach oben.)</p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 48. Bestimmt alles Mitarbeiter.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Billige.<br />
Für Hartz-4-Empfänger und Geizige durchaus denkbar. Beim Preispunkt absoluter Gewinner des Tests. Wenn da nur der Geschmack und Optik nicht wären…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>8.</strong></p>
<p><strong>Sexergy. Premium Energy Drink.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/sexergy_2615_360x560pixel/" rel="attachment wp-att-2451"><img class="alignleft size-full wp-image-2451" title="sexergy_2615_360x560pixel" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/sexergy_2615_360x560pixel.jpg" alt="" width="109" height="244" /></a>Preis:</strong> <span style="color: #000000;">60Cent/100ml. (1,49€ für 250ml.)</span> <strong>Sorten:</strong> Cherry Classic, Coco Cherimoya, Lemon Lime, Peach Tangerine.</p>
<p><strong>Design:</strong> Die mattschwarze Oberfläche ist mir sofort sympathisch. Erinnert an Kollege Schwarze Dose. Die roten Ecken sind dann zwar doch etwas too much, aber das Design kann sich sehen lassen. Einzig schwierig: der Name. Bedeutet der Kauf dieses Getränks automatisch, dass man es nötig hat? Oder unterstreicht es lediglich die innere Sexiness? Kriegt man so die Boys? Ich bin an der Kasse zwar peinlich berührt, die Neugier über den Wunderdrink siegt aber.<br />
In der Öffentlichkeit &#8211; vor allem im Büro &#8211; ist diese Dose leider nicht ohne Punktabzug zu halten. Und für Männer schon gar nicht. Die Marke verspaßt es sich mit 50% der potentiellen Kundschaft, ist aber die einzige, die sich konkret an Frauen richtet. Keine schlechte Idee.</p>
<p><strong>Geschmack: </strong>Kirsche? Kirsche! Ja geil! Endlich mal was für die Weiber. Ich bin schon vor dem Kosten hin und weg vom Geschmack. Der Drink selbst ist rot, riecht nach Kirsche und schmeckt wir Red Bull, nur weniger &#8220;in your face&#8221; und dafür ein bisschen mehr &#8220;fruity&#8221;. Ich kann die ganze Dose trinken ohne mich zu schütteln. Gutes Zeichen.</p>
<p><strong>Facebook-Fans:</strong> 144.000. Einer sexier als wie der andere.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Erotische.<br />
Auch wenn man mit dem Drink einen Hauch von SatC in das Vorglühen bringt, das Döschen fürs Höschen hält nicht das, was es verspricht. &#8220;Ich verstehe das nicht! Ich hatte doch den Sexergy vorhin?&#8221;, lalle ich auf dem einsamen Weg von der Party nach Hause. Erst heiß machen und dann fallen lassen. Wenigstens schmeckt er gut. Für eine Girls Night Out genau das Richtige.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9.</strong></p>
<p><strong>Club Mate. Der prickelnde Mate-Eistee.</strong></p>
<p><strong><a href="http://mymagictypewriter.com/der-grose-wissenschaftlich-anerkannte-vollstandige-energydrink-test/club-mate-flasche-sp/" rel="attachment wp-att-2442"><img class="alignleft size-full wp-image-2442" title="Club-Mate-Flasche-Sp" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Club-Mate-Flasche-Sp.jpg" alt="" width="132" height="350" /></a>Preis:</strong> 14 <span style="color: #000000;">Cent/100ml. (0,69€ für 500ml.)</span> <strong>Sorten: </strong>Original, Eistee, Winter, Cola.</p>
<p><strong>Design: </strong>Das Label zeigt einen Mexikaner mit Hut. Oder ist es eine Hexe im Mittelalter? Man hat sich an die Flasche zwar schon gewöhnt wie an Justin Biebers Gesicht, geil ist aber trotzdem anders.</p>
<p><strong>Geschmack: </strong>Mein erster Gedanke 2010: Was soll das denn sein? Schmeckt so, wie ich mir eine Mischung aus Fassbrause und Malzbier vorstelle. Ich muss mich mühsam daran gewöhnen. Im Gegensatz zu Bier und Milch gelingt mir hier aber der Weg in die Akzeptanz. Oder ist es der Gruppenzwang?<br />
<strong><br />
Facebook-Fans:</strong> 66.842. Tendenz: steigend.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Der Öko.<br />
Beim Geschmack bin ich mir nach wie vor unsicher. Immerhin hat der braune Kollege verglichen mit den Dosendrinks aber weniger als die Hälfte Zucker und somit auch Kalorien. Auch der Koffeingehalt ist deutlich unter dem Schnitt der Klassiker. Damit gewinnt Club Mate die Herzen von jungen Müttern und körperbewussten Pilatesprofis.<br />
PS: Gibts Jutebeutel, Ray Ban und Club Mate in Berlin eigentlich irgendwo als Starterset für Hipster?</p>
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<p>Und hier nun die Gesamtergebnisse:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2708" title="Bildschirmfoto 2012-06-25 um 17.53.38" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-06-25-um-17.53.38.png" alt="" width="538" height="522" /></p>
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<p>Absoluter Preissieger und Gewinner der Bonuskategorie &#8220;Weniger beschissene Inhaltsstoffe&#8221;: <span style="color: #339966;"><strong>CLUB MATE.</strong></span></p>
<p>Absoluter Designknüller: <strong><span style="color: #339966;">SCHWARZE DOSE.</span></strong></p>
<p>Absolute Geschmacksbombe: <strong><span style="color: #339966;">SEXERGY.</span></strong></p>
<p>Absoluter Gewinner der Facebook-Herzen: <strong><span style="color: #339966;">RED BULL.</span></strong></p>
<p><strong>Absoluter Allgemeinsieger nach Auszählung der Punkte aller Kategorien: <span style="color: #339966;">EFFECT.</span></strong> Preiswert, vollmundig im Abgang, gut zum Auge und zumindest mittelmäßig beliebt im Netz.</p>
<p>Hurrah.</p>
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<p>PS:</p>
<p>Das <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.bfr.bund.de"><span style="color: #3366ff;">Bundesinstitut für Risikobewertung</span></a></span> (fantastischer Claim: &#8220;Mit Sicherheit kein Risiko&#8221;) warnt davor, dass &#8220;beim Konsum größerer Mengen derartiger Getränke im Zusammenhang mit ausgiebiger sportlicher Betätigung oder mit dem Genuss von alkoholischen Getränken unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen werden können&#8221; und dass &#8220;derartige Getränke nicht für Kinder, Schwangere, Stillende und Koffein-empfindliche Personen zu empfehlen sind.&#8221;</p>
<p>Zwar bin ich weder sportbegeistert, noch geschwängert (Anm. d. Red.: Diese Annahme bezieht sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Einnahme der Energygetränke.), aber ich durchlebte eine kurze, heftige Sucht, von der ich nach zwei Wochen kaltem Entzug nun wieder einigermaßen geheilt bin. Mein Gehirn schreit aber immer noch ab und zu nach Energie aus der Dose.<br />
Sollte ich jemals wieder das Bedürfnis nach der Kombination von Zucker und Koffein haben, weiß ich nun, zu was ich im Supermarkt greife: Zartbitterschokolade. Die enthält nämlich furchtbar viel natürliches Koffein.</p>
<p>Also, Prost!</p>
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<p>-&gt; <span style="color: #ff00ff;"><strong><a href="http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #ff00ff;">DEINE MUTTER AUF FACEBOOK</span></a></strong></span> &lt;-</p>
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