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	<title>mymagictypewriter. &#187; Teh Interwebs.</title>
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	<description>ich.bin.deine.mutter.</description>
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		<title>Whatsapp-Sex. Steckste nich drin.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 17:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch. Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch.</p>
<p>Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf ein. &#8220;Oh ja, Baby. Ich bin heiß&#8221;, schicke ich zurück, während ich Baumwollschlüpper aufhänge und kichere.</p>
<p>Ich kriege ein Foto. Cool! Ich lade es runter.<br />
Es ist ein Penis. Es ist <i>sein</i> Penis! Ups, ach, anscheinend meint er es ernst mit diesem sexy Chat?</p>
<p>Ehrlich gesagt bin ich kein sexueller Mensch. Es gibt sogar Leute, die beschreiben mich als &#8220;so erotisch wie eine Tennissocke&#8221;<br />
Es ist mein erstes Penisfoto. Dreißig Jahre lang habe ich mich gegen digitale und analoge Erotikfotos gewehrt. Und jetzt starrt es mich unverhofft von meinem Handy an. Hallo Penis. Und siehe da, sooo schlimm ist es gar nicht. Im Gegenteil.<br />
Interessant.</p>
<p>Irgendwas sollte ich nun wohl zum Gemächt sagen. Ich schreibe was ansatzweise Gewagtes zurück. Ich muss noch über die Peinlichkeit des geschriebenen Wortes hinweg kommen. Worte mag ich ja eigentlich. &#8220;Leck meine Nippel, Tiger!&#8221;, schreibe ich im echten Leben aber selten. Und wenn, dann ganz bestimmt nur in nicht-sexuellen, ironischen Zusammenhängen.</p>
<p>&#8220;Ich will auch ein Bild von dir&#8221;, erwidert er. &#8220;Untenrum.&#8221;<br />
Von mir? Nee. Also nee. Da kann ich es ja gleich bei Instagram hochladen.<br />
&#8220;Biiiiitte!&#8221;, bettelt er.<br />
Na gut. Man könnte ja testweise mal &#8230;<br />
Ich mache ein Foto. Sekunden später starre ich auf das Ergebnis. Das gehört doch bitte nicht tatsächlich zu <i>meinem</i> Körper?? Die erotische Stimmung ist sofort komplett ruiniert. Niemals im Leben schicke ich das wem!<br />
Glücklicherweise gehen alle Bilder dieses Chats durch die Quality Assurance-Abteilung &#8211; also mich.<br />
Delete!</p>
<p>Das kann man bei normalem Sex zum Beispiel auch nicht. &#8220;Tschuldigung, ich müsste kurz meine Oberschenkel besser ausleuchten und meinen Unterleib zensieren.&#8221;</p>
<p>Wir schicken also Fotos hin und her. Hier mal ein Nippel, dort mal ein gekringeltes Schamhaar. Mein Kopfkino spielt komplett verrückt. Ich finde es super. Whatsapp-Sex! Das neue Ding!<br />
Vielleicht macht diese Art von Sex Sinn für mich? Eigentlich könnte es genau meine Art von Sex sein: ohne Anfassen, ohne Beine rasieren, ohne Verhütung, ohne Syphilis, ohne Walk of Shame.<br />
Ich bin on.</p>
<p>Und dann, plötzlich &#8211; zwischen all den versauten Worten und Bildern &#8211; ein Gedanke.</p>
<p>AUSZEIT!</p>
<p>Hatte ich gestern im Büro nicht zuerst mein Handy mit meiner Dropbox verknüpft und dann auch gleich noch alle Smartphones und Tablets der Firma? Für mehr Speicherplatz? Und schickt mein Handy nicht alle Fotos automatisch in die Dropbox?<br />
Werden folglich meine Vagina Dialoge gerade in Echtzeit auf das iPad mini meines Chefs gebeamt?<br />
Sollte dieses virtuelle Unterfangen in einem ganz anderen Höhepunkt gipfeln als geplant? Sollte alles anders (Achtung!) kommen?</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt ist mir längst klar: Eine gemeinsame Nacht im Chatverlauf nachlesen zu können hat nicht nur Vorteile. Tippen über Titten, schreiben übers Reiben, sinnieren übers Penetrieren? Generell super, aber „safety first“ &#8211; das gilt auch im virtuellen Raum.</p>
<p>Die gemeinsame Nacht beende ich nicht mit einem innigen Kuss, sondern mit den Worten: &#8220;Wenn das hier jemals jemand sieht, ich schwöre, dann hacke ich dir beide Beine ab!&#8221;</p>
<p>Am nächsten Morgen bin ich etwas früher im Büro und checke noch mal die Handys und Tablets. Nix. Na immerhin.</p>
<p>Ab und zu gehe ich auch noch auf www.dieschlampevonwhatsappnackt.com und suche nach Bildern von mir. Wahrscheinlich gibt es dann doch schönere Möglichkeiten zu lieben.<br />
Sollte ich mal ausprobieren.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4081" alt="Chat_1005px" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Chat_1005px.jpg" width="640" height="520" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072062/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>. Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>. Zu Facebook geht es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier entlang</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>Mutter fragt nach: Augengel Roll-on Q10</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 13:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[augengel]]></category>
		<category><![CDATA[isana]]></category>
		<category><![CDATA[isana men]]></category>
		<category><![CDATA[kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[kundenservice]]></category>
		<category><![CDATA[probanden]]></category>
		<category><![CDATA[rossmann]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebes Rossmann-Team! Ich hielt neulich eines Ihrer Produkte in der Hand &#8211; den Isana men Augengel Roll-on Q10. Auf der Vorderseite der Verpackung werben Sie mit den Worten: Erfrischt und mildert Schwellungen. Viel mehr könnte man sich von einem Augengel wohl auch nicht erträumen. Was mich aber stutzig machte, war das kleine Sternchen hinter dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Rossmann-Team!</p>
<p>Ich hielt neulich eines Ihrer Produkte in der Hand &#8211; den Isana men Augengel Roll-on Q10. Auf der Vorderseite der Verpackung werben Sie mit den Worten: Erfrischt und mildert Schwellungen. Viel mehr könnte man sich von einem Augengel wohl auch nicht erträumen. Was mich aber stutzig machte, war das kleine Sternchen hinter dem Claim. Die Aussage, so liest man auf der Rückseite, beruht auf einer Testreihe, die mit 20 Probanden durchgeführt wurde.</p>
<p><img class="size-full wp-image-3996 alignleft" alt="Erfrischt und mildert Fältchen" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/media-20130409.png" width="167" height="600" />Mit Verlaub, aber: Was für eine wissenschaftliche Feldstudie soll das denn bitte sein?</p>
<p>Jetzt mal unter uns: Sie benutzen ja sicherlich auch ab und an eine Creme oder ein Deodorant. Was meinen Sie denn, an wie vielen Personen man die positive Eigenschaften Ihrer Kosmetikprodukte testen sollte, um auf der Verpackung eine verlässliche, fundierte Auskunft an die Konsumenten geben zu können? Womit wären Sie Pi mal Daumen zufrieden?</p>
<p>Dreihundert? Fünfhundert? Tausend vielleicht?</p>
<p>Ehrlich gesagt beunruhigt mich die Auskunft auf Ihrem Produkt eher, als dass sie mich in der Richtigkeit meines Kaufes bestätigt. Geht man nicht davon aus, dass Studien verlässlicher werden, je mehr Leute daran teilnehmen? Oder im Umkehrschluss: Umso weniger Probanden, desto ungenauer auch das Ergebnis?</p>
<p>Wäre es da nicht eleganter gewesen, es einfach ganz wegzulassen? Gesetzlich ist das Stützen einer Produktaussage durch eine empirische Studie wohl nicht verankert. Das vergleichbare Produkt aus dem Hause Balea wirbt zwar mit einem ähnlichen Inhalt, verzichtet aber auf ein Sternchen dahinter. Vielleicht auch nicht die feine Englische, aber weitaus weniger verdächtig.</p>
<p>Gut, Ihr Roll-On ist im unteren Preissegment angesiedelt, aber muss man die paar Produktproben, die ein erweiterter Test Sie gekostet hätte, wirklich einsparen?<br />
Sogar die von Familienduell haben sich die Mühe gemacht, für jede einzelne Runde 100 Leute zu befragen.</p>
<p>Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass auch andere internationale Firmen mit geringen Personenzahlen bei ihren Tests hervorstechen. Loreal Elvive Extraordinary Oil wirbt in England mit einer 92%igen Zufriedenheit ihrer Kundinnen. Bei 121 befragten Frauen. Wo Sie immerhin auf eine runde Anzahl von Probanden geachtet haben, ist sich Loreal auch für krumme Ziffern nicht zu schade.</p>
<p>Machen das also alle so und mir ist es nur noch nicht aufgefallen?</p>
<p>Außerdem würde mich noch interessieren, wie diese 20 Testpersonen ausgewählt wurden. Wenn ich einen solche Befragung durchführen müsste, kämen wahrscheinlich 50% der 20 Teilnehmer aus meiner eigenen Familie, 30% wären einfach furchtbar scharf auf die Gratisproben und 20% lägen während der Befragung im Koma.*</p>
<p>*Höchstwahrscheinlich, weil ihr Herzmedikament das beste auf dem Markt ist.**</p>
<p>**Getestet an 20 Personen.</p>
<p>Ich freue mich auf Ihre Antwort.</p>
<p>Viele Grüße.<br />
Ihre Kundin Jule Müller</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>____________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr geehrte Frau Müller,</p>
<p>für Ihre E-Mail und Ihre Kritik bedanken wir uns recht herzlich.</p>
<p>Gern nehmen wir zu Ihren Ausführungen wie folgt Stellung:</p>
<p>Das Produkt „ISANA“ Men Augengel Roll-On erfreut sich großer Beliebtheit und bislang sind keine Beschwerden oder Reklamationen hierzu eingegangen.</p>
<p>Alle Produkte sind vor Markteinführung sowohl in der Anwendung als auch bei einem externen Institut auf ihre Hautverträglichkeit untersucht worden. Wir führen zusätzlich einen strengen Epicutantest an 20 Probanden durch, bei dem auch sensible Häute sowie Neurodermitiker mit eingeschlossen werden. Nur wenn in diesem zusätzlichen Test nach 48h keine Reaktion auftritt, geben wir die Produkte für die Anwendung frei.</p>
<p>Studien und Wirksamkeitstests an 20 Personen sind nicht handelsuntypisch; auch andere Firmen oder Marken werben hiermit. Auch sind diese Studien mit 20 Probanden nicht weniger aussagekräftig als Studien mit 100 oder mehr Personen.</p>
<p>Neben Wirksamkeitstests werden alle Produkte auch einer Sicherheitsbewertung unterzogen, die das toxikologische Profil der Einzelsubstanzen und die Art der Anwendung der Produkte berücksichtigt.</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen mit unseren Ausführungen zur Aufklärung des Sachverhaltes beigetragen zu haben und verbleiben</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Heidi Zufall  (Anm.: Das muss Schicksal sein.)<br />
Kundenservice<br />
Dirk Rossmann GmbH</p>
</div>
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		<title>Bauchtanztruppe Idar-Oberstein &#8211; wo ist die nächste Line?</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 20:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auch ich war mal jung.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze auf dem Klo irgendeiner schrummeligen Kellerbar in Mitte. Es ist zwei Uhr. Draußen fährt Nena auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht. Hier drinnen klopft es an meine Tür. &#8220;Juuule, Juuule &#8211; wir haben speedy_gonzales gefunden!&#8221;, brüllt A. rein. Dann leiser und wohl nicht mehr zu mir: &#8220;Nee, die pinkelt gerade.&#8221; Na super. Ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze auf dem Klo irgendeiner schrummeligen Kellerbar in Mitte. Es ist zwei Uhr. Draußen fährt Nena auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht. Hier drinnen klopft es an meine Tür.<br />
&#8220;Juuule, Juuule &#8211; wir haben <em>speedy_gonzales</em> gefunden!&#8221;, brüllt A. rein. Dann leiser und wohl nicht mehr zu mir: &#8220;Nee, die pinkelt gerade.&#8221;<br />
Na super. Ich spüle, zupfe mir noch mal das Haupthaar zurecht, dann trete ich mutig aus der Tür. <em>speedy_gonzales</em> steht vor mir.<br />
Wie begrüßt man sich jetzt am besten?</p>
<p>Aber fangen wir weiter vorne an. (Achtung! Rückblende!)<br />
A. und ich stehen im Hof des alten Magnet Clubs in Berlin. Es ist 2005. Ich hab keine Ahnung, wer genau der hochnäsige Typ neben uns ist, aber er erwähnt etwas namens <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="http://emopunk.net/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">emopunk.net</span></a></span></strong>. Total cool sei das. Er hieße dort <em>callempeter</em>. Wir lachen ihn aus. Was soll das bitte für ein Schwachsinn sein?</p>
<p>Zu Hause gucken wir dann nach. emopunk.net ist eine Plattform zum Kennenlernen von und Kommunizieren mit Freunden und Fremden. Tagline: Hyperlinks und Mädchen. Aha. Schnell finden wir <em>callempeter</em>s Profil. A. und ich melden uns an und nennen uns <em>funnybunny</em> und <em>judo-jule</em>. Es leben die Rhymes und Alliterationen!</p>
<p>Nach ein paar Tagen haben wir uns ganz gut eingelebt, Freunde gesammelt, alle Features entdeckt &#8211; die Seite erlaubt sogar Glitzer-gifs! Voller Übermut eröffnen wir im Forum den Thread <em>&#8220;Bauchtanztruppe Idar-Oberstein &#8211; wo ist die nächste Line&#8221;</em>. Damit provozieren wir völlig absichtlich den bis dahin Platzhirsch gewesenen Thread <em>&#8220;Sambagruppe Wanne-Eickel bitte hier sammeln&#8221;.</em><br />
Erster Eintrag von <em>funnybunny</em>: &#8220;Hallo Jule, sammel dich!&#8221; Das ist wie wenn man das Bombing einer verfeindeten Gang crosst: Absolutes Beefmaterial!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3526" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.01.11" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.01.11.png" width="577" height="71" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben nicht viel zu sagen, das aber ständig. Wir nerven. Wir halten unseren Thread manuell sticky &#8211; immer aktuell, immer oben. Endlich haben wir zwischen Tiefkühlpizza und Sternburg einen sinnvollen Lebensinhalt gefunden. Das ist unser Revier und wir müssen es markieren &#8211; mit einem Zweimann-Dialog, der so unnötig ist wie ein festsitzender Schnupfen im Sommer.</p>
<p>&#8220;Ey, könnt ihr das nicht privat klären?&#8221; &#8211; &#8220;Nö.&#8221;</p>
<p>Wir pöbeln, machen uns über alles und jeden lustig und vor allem treiben wir den Cat Content Trend voran, der erst Jahre später in den Mainstream einziehen sollte. Early Adopter. Early Opfer.</p>
<p>Fun Fact: Meistens sitzen wir in einem Raum, am selben PC, loggen uns abwechselnd immer wieder ein und aus. Laptops sind damals noch rar.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3518" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.40.40" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.40.40.png" width="423" height="559" /></p>
<p>Die armen Sheriffs, die uns täglich ertragen müssen.</p>
<p>Für alle foren-fremden Leser: Sheriffs oder Moderatoren sind die Wortpolizisten einer jeder öffentlichen Diskussion. Sie herrschen sowohl über den &#8220;Delete Comment&#8221; als auch den &#8220;Ban User&#8221; Button. Man fürchtet sich ein wenig vor ihnen, pusht sie aber hauptsächlich bis an die Grenzen des Wahnsinns.</p>
<p>Bei emopunk.net darf uns zum Beispiel <em>beers_darling</em> beäugen und in die Schranken weisen. Damals hasst sie uns, heute tragen wir alle das gleiche Freundschaftstattoo. &lt;3</p>
<p>Ich lerne dort Leute kennen. Unter anderem <em>kante</em>, <em>sterni-stefan, bockstah</em> und <em>speedy_gonzales</em>. Den ein oder anderen treffe ich mal, viele nie. Muss ja auch nicht &#8211; Hauptsache es wird schriftlich entertaint. Das war mir im Leben schon immer wichtig.<br />
Sieben Jahre später stolpere ich irgendwo bei Facebook zufällig über <em>speedy_gonzales</em>. Sein Coverbild zeigt, wie ein Schaf die Gedärme aus einer jungen Frau frisst, das Profilfoto ist ein hübsches Skelett. Ja, kein Zweifel &#8211; das ist er.</p>
<p>Ich schreibe ihm, er sei noch genau so bekloppt wie früher. Er antwortet mit einem Herz. Ich habe diesen Menschen vielleicht noch nie getroffen, aber meine tiefe Sympathie zu ihm ist ungebrochen. Es fühlt sich so an, als wären keine fünf Minuten vergangen.</p>
<p>Und heute feiert er Geburtstag in dieser Bar in Mitte. Und steht vor mir und guckt. Unter normalen Umständen würde ich ihn wahrscheinlich als betrunkenen Hot Water Music-Punk abstempeln, er mich als überschminkte Hipstertussi. Wir würden vielleicht nie zusammen auf einer Party stehen.<br />
Also, wie begrüßt man sich jetzt am besten?</p>
<p>Ich falle ihm um den Hals.<br />
Dann sage ich: &#8220;Guck mal, das sind <em>funnybunny</em> und <em>callempeter </em>aus dem Forum. Die sind inzwischen verheiratet.&#8221;</p>
<p><em>speedy_gonzales</em> antwortet: &#8220;Lol.&#8221;</p>
<p>Dann gehen wir saufen.</p>
<p>Ich liebe das Internet.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3576" title="tumblr_l02ravNAId1qzefipo1_250" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_l02ravNAId1qzefipo1_250.gif" width="150" height="112" /><img class="alignleft size-full wp-image-3575" title="tumblr_les4qlQnJ41qcqd1wo1_100" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_les4qlQnJ41qcqd1wo1_100.gif" width="95" height="95" /><img class="alignleft size-full wp-image-3569" title="th_Animated_Dancing_Cat_1" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/th_Animated_Dancing_Cat_1.gif" width="150" height="130" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3573" title="tumblr_ks8lqnhmeo1qzefipo1_100" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_ks8lqnhmeo1qzefipo1_100.gif" width="100" height="100" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3534" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.27.12" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.27.12.png" width="580" height="208" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier geht&#8217;s zu meiner grandiosen <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook Page</span></a></span></strong>. Like doch mal rüber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #b225c5;"><a title="Nur für den Klick für den Augenblick." href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/"><span style="color: #b225c5;"><strong>Nur für den Klick für den Augenblick &#8211; ein Verzicht auf Facebook.</strong></span></a></span><br />
<a title="“Du bist eine Lügnerin und ein Troll. Fick dich weg!”" href="http://mymagictypewriter.com/du-bist-eine-lugnerin-und-ein-troll-fick-dich-weg/"><span style="color: #b225c5;"><span style="color: #b225c5;"><strong>Du bist eine Lügnerin und ein Troll. Fick dich weg! &#8211; jetzt.de im Test.</strong></span></span></a><br />
<span style="color: #b225c5;"><a title="Romantik Zwo Punkt Null." href="http://mymagictypewriter.com/romantik-zwo-punkt-null/"><span style="color: #b225c5;"><strong>Romantik Zwo Punkt Null.</strong></span></a></span></p>
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		<title>&#8220;Du bist eine Lügnerin und ein Troll. Fick dich weg!&#8221; Jetzt.de</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 21:35:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
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		<description><![CDATA[24 Stunden bei jetzt.de und ich bin befreundet mit einem Pimmel, einem Shakespeare, der mich beleidigt, und einem rosanen Ei. Ob das die Zielgruppe ist, die ich mit meinen Texten erreichen möchte, ist fragwürdig… Immerhin haben andere meinen Elitepartnertext mit Kommentaren und Herzen (das Like der Süddeutschen) bedacht. Da ist es ja zum ersten Verlagsdeal nicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>24 Stunden bei <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="jetzt.de" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">jetzt.de</span></a></strong></span> und ich bin befreundet mit einem Pimmel, einem Shakespeare, der mich beleidigt, und einem rosanen Ei. Ob das die Zielgruppe ist, die ich mit meinen Texten erreichen möchte, ist fragwürdig…</p>
<p>Immerhin haben andere meinen <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/"><span style="color: #3366ff;">Elitepartnertext</span></a></span></strong> mit Kommentaren und Herzen (das Like der Süddeutschen) bedacht. Da ist es ja zum ersten Verlagsdeal nicht mehr weit.</p>
<p>Diese Community erinnert mich dezent an <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Threads im Forum sind wichtig!" href="http://www.emopunk.net/forum/topic.php?td=37856" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">emopunk.net</span></a></strong></span> damals. Hyperlinks und Mädchen. Da schrieb ich mir mit jemandem, der nie etwas anderes sagte, als “Ich hab ne große Gurke.“ und “Hat der braune Salon heute geöffnet?“. Die meisten User hatten ihn geblockt, ich konnte stundenlang mit ihm diskutieren. Er war so ein guter Zuhörer und mein bester Freund. Er inspirierte uns noch Jahre später zum Namen des neuköllner Trend-Wohnzimmers &#8220;Brauner Salon&#8221;. (Danke, almighty Gurke).</p>
<p>Auch Pimmel ist mir jetzt(.de) schon ans Herz gewachsen. Meine Eintrittskarte in die Tiefenpsychologie der Community. So viele Fragen&#8230;</p>
<p>Ich halte mich durchaus für web-affin, aber der Einzug war wirklich nicht leicht. Aus reiner Neugier klickte ich bei jemandem auf den “Komm küssen“-Button. Das löste irgendwas aus. Ich habe noch nicht rausgefunden was, hoffe aber, dass es sich lediglich um ein aufreizendes Poke handelt (was schon schlimm genug wäre). Auf jeden Fall soll ich mich laut Webseite nun bezüglich dieser Anfrage gedulden.</p>
<p>Ein unfassbares Gefühl von Anonymität vermittelt dieser Ort. Keine Vernetzung mit Facebook, keine realen Freunde, keine 4000 Fotos. Nicht mal Beruf. Oder Alter. Oder Stadt. Ich kann sein, wer ich will. Mutig entschließe ich mich für&#8230; Jule Müller. Leider kann auch jeder andere sein, wer er will. Profilfotos sind in der Regel Blumen, Comicfiguren oder grafische Muster. Aus dem Schreibstil muss man sich mühsam sein eigenes, verschobenes Bild des Gegenübers machen.</p>
<p>Ich schreibe mir ja gerne mit Menschen und muss auch nicht lange warten, da stehe ich in Kontakt zu vier Typen und einem Mädchen. Das Mädchen, falls sie denn wirklich eins ist, hat viele Gedichte veröffentlicht, die ich in etwa so gut verstehe wie die Weltwirtschaftsnews. Außerdem scheint Flirten ein ganz großes Thema zu sein. Vielleicht hätte ich kein reales Bild als Avatar wählen sollen&#8230; Übertriebene Schönheit führt halt zu hocherotischen Messages. Duh! Und vielleicht hätte meine erste Veröffentlichung nicht das Flirten im Netz thematisieren sollen. Hinterher ist man immer schlauer.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/du-bist-eine-lugnerin-und-ein-troll-fick-dich-weg/jetzt-de/" rel="attachment wp-att-2169"><img class="alignleft size-full wp-image-2169" title="jetzt.de" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/jetzt.de_.jpg" alt="" width="619" height="430" /></a></p>
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<p>Wie freundet man sich nun mit anderen an? Man muss ihre Texte lesen. Da ich so ungerne lese, adde ich einfach alles, das irgendwie mit mir in Kontakt tritt. Egal ob Eier, Shakespeare oder Pimmel.</p>
<p>Der Pimmel ist wirklich freundlich. Er macht mir Komplimente und erklärt mir die Gepflogenheiten der Seite. Außerdem solle ich mich von dem Shakespeare fernhalten.<br />
Shakespeare spamt derweil schon meine Seite mit Kommentaren zu. Dann schreibt er mir, um mich persönlich zu beleidigen. Ich bin erstaunt. Pimmel hatte Recht. Aber nicht nur Shakespeare ist abgrundtief böse. Auch das Ei wird ausfallend. Ich sei ein Troll und es wäre anmaßend zu behaupten, ich sei seine Mutter. Ich solle mich &#8220;wegficken&#8221;. Bitte was? Ich vergesse mich und pöble zurück. Es dauert kurz, bis ich realisiere, dass das Ei einfach ein unerfülltes Leben führt und deswegen andere im Netz nerven möchte. Ohmmmmm &#8211; Ruhe bewahren.</p>
<p>Immerhin kann man Leute blocken. In Kürze habe ich auf meiner Blockier-Liste mehr Menschen, als bei meinen Freunden. Bei Facebook habe ich nicht eine einzige Seele blockiert. Ich bin ja auch voll freundlich. Warum wollen die alle mit mir streiten? Warum sind die alle so krass am haten?</p>
<p>Nach zwei Tagen beschließe ich, dass diese Seite kein schöner Ort ist, und logge mich für immer aus. Nur den Pimmel nehme ich mit rüber zu Facebook. Mehr hatte jetzt.de nämlich leider nicht zu bieten.</p>
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		<title>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 14:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
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		<category><![CDATA[männer]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221; Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221;</strong></p>
<p>Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich mich heimlich, weil voll peinlich, bei Finya an.</p>
<p>Volle Vorfreude auf tolle Bekanntschaften richte ich mein Profil ein. Ein Foto, ein Statement, Äußerliches und ein paar Fragen zum Thema Ernährung, Partnerschaft und Freizeit. Dann warte ich einfach ab. Noch während mein Foto auf seine Freischaltung wartet, kriege ich die ersten Mails. Ob die Verfasser einfach unheimlich nett zu allen Frauen oder schlichtweg verzweifelt sind, kann ich nicht ganz feststellen. Ich ignoriere sie erst mal.</p>
<p>Ich klicke mich durch Männer in meiner Nähe. Da es hier, wie zum Beispiel bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Elitepartner</span></a></span></strong>, keinen Wesenstest gibt, nach dessen Ergebnis man mit anderen gematcht wird, kriege ich vom Bundeswehrsoldaten bis zum Technoopfer alles aufgetischt. Ich gebe jedem Bild etwa eine Sekunde, dann klicke ich weiter. Das reicht völlig für eine Beurteilung. Nach 300 Sekunden bin ich erschöpft, habe aber drei Männer mit einem Stern als Favorit markiert.</p>
<p>Später, als mein Bild sichtbar ist, häufen sich die Mails. Und eins wird schnell klar: Möchte man viele Nachrichten von sex- und vielleicht sogar heiratswilligen Männern kriegen, ist man hier richtig. Auch ich freue mich natürlich über die Zuschriften, muss aber feststellen, dass die Mitglieder entweder zu hässlich/doof oder ich zu wählerisch bin. So manch einer schreibt mir eine freundliche Nachricht. Leider aber kann ich mich wirklich nicht frei von optischen Vorstellungen machen. Ich hab nicht mal einen Typ Mann, aber ich weiß, was ich alles nicht möchte: Männer mit Anzug und Krawatte, Dreads, oberkörperfrei, neben einer Zimmerpflanze, vor einem Sportwagen, auf einer Katze jenseits der Fünfzig, unter 1,60 und/oder ohne Foto.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3094" title="Auswahl" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Finya1.jpg" width="655" height="427" /></p>
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<p>Bin ich einfach zu wählerisch? Oder noch schlimmer: zu oberflächlich? Vorsichtshalber gehe ich später alle Zuschriften mit einem Mädchen und einem Jungen durch. Vielleicht habe ich ja ein paar versteckte Perlen übersehen? &#8211; Nein, auch die anderen sind von der Ausbeute gänzlich unbeeindruckt bis angewidert. Das beruhigt.</p>
<p>Einige Männer schreiben, nachdem sie keine Antwort bekommen, noch ein zweites, drittes und sogar viertes Mal.</p>
<p>&#8220;Na? Schüchtern?&#8221;<br />
&#8220;Nein, ich hab nur leider keine Lust auf Analverkehr mit einem übergewichtigen, alten Mann im Jogginganzug.&#8221;<br />
&#8220;Nicht so bissig, kleine Lady. Was hast du an?&#8221;<br />
Würg.</p>
<p>Im echten als auch Onlineleben bin ich sehr bemüht, freundlich zu sein. Ich mag es nicht, wenn Leute mich nicht mögen. Nicht mal die, die ich selbst nicht mag. Die höflichen Mails nicht zu beantworten, verlangt mir alles ab. Mit jeder Nachricht wächst mein schlechtes Gewissen. Es wird schnell klar, dass ich es hier nicht lange aushalten werde. Der soziale Druck ist zu hoch. Freundliche Mails machen übrigens nur etwa die Hälfte aller Nachrichten aus. Der Rest ist anzüglich, beleidigend, Spam (auch das gibts) oder reinkopiert, wenn man Glück hat, noch mit dem Namen der Vorgängerin in der Anrede.</p>
<p><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-3122" title="Dating" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/graph1.jpeg" width="600" height="463" /></a></p>
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<p><em>Quelle: <span style="color: #3366ff;"><strong><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Graphitti-Blog</span></a></strong></span></em></p>
<p>Nach vier Tagen antworte ich dann mal zwei Leuten, die ich als das kleinste Übel einstufe. Mal gucken, was sich so entwickelt. Vielleicht sind sie ja sympathisch?</p>
<p>Der erste antwortet. Drei Sätze und vier Rechtschreibfehler. Okay, mit Mühe sehe ich darüber hinweg. Man will ja nicht kleinlich sein.<br />
Dann möchte er, dass ich ihn anrufe. Er erklärt mir, dass lange Emailstränge die Erwartungen schüren. Erwartungen, die dann oft nicht zu erfüllen seien. Und jede Enttäuschung koste Kraft, die er nicht mehr bereit sei, zu investieren. Außerdem sei es besser, sich von Finya zu entfernen, um die Konkurrenz zu minimieren.</p>
<p>Irgendwie tut er mir Leid. Wo ich noch Romantik hinter jeder Ecke vermute, ist er schon total abgeklärt.</p>
<p>Und mal abgesehen davon, dass ich echt ungerne mit Fremden telefoniere, bin ich wenig motiviert, ihn anzurufen. Der Fakt, dass ich ihm das nicht genau so schreibe, macht ihn nervös. Er wird patzig.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich verstehe nur Bahnhof. Klare offene einfache Sätze, am Kontext des Gesprächs orientiert, Fragen beantwortend, Fragen stellend und Gesprächsfluss bildend. Derartiges (Briefe schreiben) ist Deutschunterricht 4. Klasse.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kommt bei mir Bombe an.</p>
<p>Die Anonymität macht mir zu schaffen. Man weiß nichts über die Leute. Wo ich bei Facebook fleißig mit Daten rumschmeiße, knausere ich hier mit den Details. Sogar &#8220;Ich wohne in Neukölln.&#8221; scheint mir unangebracht. In meinen Augen sind hier alle schon halbe Stalker, enttäuscht vom Leben und mit nichts zu verlieren. Bereit, vor meinem Fenster aufzutauchen &#8211; mit Pfingstrosen oder Flammenwerfer.</p>
<p>Man kann Leute bei Finya auch bewerten. Nach ihrem Aussehen. Von den Fotos zweier Männer sucht man sich das attraktivere aus. Finya errechnet im Hintergrund dann für jedes Mitglied einen Marktwert zwischen 1 und 10.</p>
<p>Nach vier Tagen hat das System auch genug Daten über mich gesammelt. Spannend.<br />
Ich starre auf die rote Zahl neben meinen Bildern.<br />
Ich bin eine WAS?<br />
Eine 3,3??<br />
Das MUSS ein Versehen sein.<br />
Ich klicke Refresh. Es bleibt dabei. 3,3.<br />
Also, ich bin wirklich keine volle Punktzahl, aber überdurchschnittlich unattraktiv? Frechheit.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3143" title="Mail" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-07-31-um-10.49.07.png" width="542" height="223" /></p>
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<p>Nach sieben Tagen habe ich Post von über fünfzig Männern bekommen, davon etwa fünf beantwortet. Alle kamen sehr schnell auf ein Date zu sprechen. Ich wollte keinen einzigen davon treffen.</p>
<p>Eigentlich ist es ja eine Traumvorstellung: interessierte Männer reihen sich vor einem auf und man darf sich welche davon aussuchen. Würde ich in der Disko auch immer sofort mitmachen. Wenn man sich allerdings niemanden aus der Schlange aussuchen möchte, dann kippt das Ganze in etwas Unangenehmes. Dann ist der Return on Investment schlichtweg zu niedrig und die Awkwardness auf Dauer zu hoch.</p>
<p>Einem müden Wikinger, einem kleinen Franzosen und einem bärtigen Türken schreibe ich eine Abschiedsmail, in der ich mich für ihre Zuschrift bedanke und ihnen viel Glück auf der Suche wünsche.</p>
<p>Bevor ich auf den Abmeldungsbutton klicke, halte ich noch mal kurz inne. Was, wenn die nächste Mail ein Treffer wäre? Was, wenn der Traummann morgen schreiben würde? Dann kommt eine neue Nachricht rein. Ich öffne sie. Leo, 51 fragt, ob Machtspiele und SM für mich ein Thema seien. Dann klicke ich endlich den verdammten Button.</p>
<p>Auf meinem Profil prangt inzwischen übrigens eine große, rote 3,0.</p>
<p>Na danke, Finya.</p>
<p style="text-align: center;">                            <img class=" wp-image-3151 aligncenter" title="Für alle Dating-Trolls." alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Foto-am-09-08-2012-um-18.42.jpg" width="448" height="336" /></p>
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<p>Lieblingsmails:</p>
<p>- Donnerstag, 08:16h &#8211; Kategorie: Witze.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Kommt ein Mann in eine Kneipe, geht an einer kleinen Gruppe angetrunkener Jugendlicher vorbei, direkt zu auf den Wirt und fragt: Hattu Möhren?&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Samstag, 08:28h &#8211; Kategorie: Offtopic.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230; hörst du schon den Trecker??&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Sonntag, 09:34h &#8211; Kategorie: Intimes.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(&#8230;) Vielleicht wird das ja der Auftakt eines ganz netten, unverfänglichen und unterhaltsamen Abends mit einer Aussicht auf ein intensives Kennenlernen! Ich bin mal frech: Männer und Frauen passen nie zusammen, außer in der Mitte, und um genau das geht es hier! Ich will ja nicht heiraten, sondern entspannt und sinnlich verführen, Spaß haben und lasziv vögeln, einfach genießen. *g* Viele Grüße.&#8221;</em></p></blockquote>
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<p>Lets stay in touch on <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
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<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #bd32cd;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Elitepartner &#8211; der trockene Akademiker mit Niveau.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Smell you later &#8211; Deutschlands erste Pheromonparty.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Swahili versteht doch keine Sau." href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Swahili versteht doch keine Sau &#8211; wie man sich entliebt.</strong></span></a></span></p>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 14:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich habe ich auch mal eine sinnvolle Business-Idee. Geht es euch nicht auch oft so, dass ihr über einem leckeren Gemüseauflauf mit den Girls denkt: &#8220;Mit wem hatte Thomas Schneider eigentlich was vor dieser Susi Hof?&#8221; Oder vielleicht: &#8220;Sagt mal, habt ihr auch alle mit Michael Priel geschlafen?&#8221; Genau da setzt meine Idee an: ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich habe ich auch mal eine sinnvolle Business-Idee. Geht es euch nicht auch oft so, dass ihr über einem leckeren Gemüseauflauf mit den Girls denkt:</p>
<p>&#8220;Mit wem hatte Thomas Schneider eigentlich was vor dieser Susi Hof?&#8221;</p>
<p>Oder vielleicht:</p>
<p>&#8220;Sagt mal, habt ihr auch alle mit Michael Priel geschlafen?&#8221;</p>
<p>Genau da setzt meine Idee an: ein Fummel-Tracker für den Dunstkreis um die eigene Peer Group.</p>
<p>Das beste: &#8220;Fummel-Tracker&#8221; liefert nur total weirde Treffer bei Google. Das ist meine Chance eine echte, noch unbesetzte Marktlücke zu füllen.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/fummel-tracker/bildschirmfoto-2012-05-22-um-17-59-13/" rel="attachment wp-att-2612"><img class="alignleft size-full wp-image-2612" title="Bildschirmfoto 2012-05-22 um 17.59.13" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-05-22-um-17.59.13.png" alt="" width="666" height="227" /></a></p>
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<p>Ich möchte auf einen Blick sehen können, wer schon mal mit wem rumgemacht hat. Wer ist wessen Lochschwager? Wer wessen Nudelnichte? Da verliert man über die Jahre echt den Überblick. Einige von euch vielleicht sogar bei sich selbst. Und man braucht ja auch nur Fotos und ein paar bunte Striche. Zum Beispiel:</p>
<p>Gestrichelte Linie: geknutscht<br />
Einfache Linie: rumgemacht<br />
Doppelte Linie: reingesteckt<br />
Dicke Linie: zusammen (gewesen)<br />
Zwei dicke Linien: verheiratet (gewesen)</p>
<p>Jede aufgeführte Person kriegt einen kleinen Steckbrief mit Foto und Eckdaten. Man kann die eigenen Aufzeichnungen für andere freigeben und mit deren Sammlungen synchronisieren. Je mehr man zusammenführt, desto detaillierter wird der Ausschnitt, den man erhält.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2605" title="Bildschirmfoto 2012-05-22 um 17.30.05" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-05-22-um-17.30.05.png" alt="" width="322" height="273" /></p>
<p>Ich brauche nur noch einen Mobile Developer, einen User Interface Designer und dann können wir die Daten in die Cloud Nine beamen. Des weiteren empfiehlt sich eventuell die Erweiterung der App durch die Seite www.didisleepwiththiswoman.com. Domain hab ich schon mal gesichert.</p>
<p>Das ist anfangs vielleicht etwas zeitintensiv, wird sich über die Jahre aber auszahlen. Glaubt es mir. Wenn wir jetzt damit anfangen, alle Liebschaften zu archivieren, dann haben wir bald eine Date-Base, die uns das Gossipen und Erinnern enorm vereinfachen wird. Vor allem, wenn das Alzheimer einsetzt. Das wird im Pflegeheim den Anker in die reale Welt bedeuten.</p>
<p>Um guten Willen zu zeigen, liste ich nun schon mal auf, was bei mir die letzten Jahre so ging: eher nicht so viel.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Anfragen zur App und zu Sonstigem bitte mit Foto an mich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>Meine 5 Minuten auf 102.6</title>
		<link>http://mymagictypewriter.com/5-minuten-auf-102-6/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=5-minuten-auf-102-6</link>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 14:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[blogger privat]]></category>
		<category><![CDATA[fritz]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[potsdam]]></category>
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		<category><![CDATA[trackback]]></category>

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		<description><![CDATA[Radio Fritz fragte mich neulich, ob ich bereit wäre, mich in ihrer Internetz-Sendung Trackback für die Rubrik &#8220;Blogger privat&#8221; interviewen zu lassen. Weil Steffi vom Hochzeitsblog Nini und Florida mich so lieb empfohlen hatte. Da ich mich als sehr privaten Blogger verstehe und Schmeicheleien eh nicht widerstehen kann, sagte ich ja. Wie jeder vernünftige Autor bin ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Radio Fritz fragte mich neulich, ob ich bereit wäre, mich in ihrer Internetz-Sendung Trackback für die Rubrik &#8220;Blogger privat&#8221; interviewen zu lassen. Weil Steffi vom Hochzeitsblog <span style="color: #3366ff;"><a href="http://niniundflorida.blogspot.de/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Nini und Florida</span></a></span> mich so lieb empfohlen hatte. Da ich mich als sehr privaten Blogger verstehe und Schmeicheleien eh nicht widerstehen kann, sagte ich ja. Wie jeder vernünftige Autor bin ich mündlich eine Niete und ahnte schon im Voraus Schreckliches.</p>
<p>Auf dem Weg zu den rbb-Studios in Potsdam treffe ich das Bird. Sie ist heute Mittag an Seilen befestigt vom Hochhaus am Alex gesprungen. Auf einmal scheint Radio doch gar keine so schlechte Option für einen Samstag. Es könnte alles so viel schlimmer sein. (Siehe Bird.)</p>
<p>Ich denke über meinen Blog nach: Wer bin ich? Worüber schreibe ich? Was ist mein USP? Ach, egal. Ich beschließe nur, darauf zu achten, nicht so rüberzukommen wie ein: Arschloch, Analphabet, Asthmatiker, Angeber, Adeliger, Anfänger, Alkoholiker, Affe. Und das sind nur die Worte mit A. Gar nicht so einfach.</p>
<p>Moderator Marcus hat eine furchtbar tolle Radiostimme. Weiß ich aus einem Podcast. Ob er auch das dazu passende Radiogesicht hat, interessiert mich brennend. Und wie das wohl so ist in einem Studio? Ob ich ein Wasser bekomme? Ob es eine Masseuse gibt im Trackbackstage? Ob die mich dann gleich fest einstellen wollen? Fragen über Fragen&#8230;</p>
<p>Ich komme auf dem rbb-Areal an. Der Türsteher schickt mich irgendwelche Flure entlang. Nach einer Weile finde ich diesen Fritz. Sein Studio ist größer als gedacht. Es gibt viele Schreibtische und Türen, die zu den einzelnen Aufnahmeräumen führen. Niemand ist da. Also wirklich niemand. Einzig ein Typ &#8211; vermutlich Marcus &#8211; steht in einem</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/5-minuten-auf-102-6/camera-360/" rel="attachment wp-att-2587"><img class="alignleft size-full wp-image-2587" title="Camera 360" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/C360_2012-05-19-19-15-33.jpg" alt="" width="388" height="259" /></a>der Studios. Er signalisiert mir, er würde sich gleich um mich kümmern. Ich setze mich an einen Schreibtisch und studiere die Monitore, Mikros und Knöpfe. Zu gerne würde ich mal wo drücken. Oder flüchten.</p>
<p>An der Studiotür leuchtet ein rotes Ampelmännchen. Stopp &#8211; hier wird aufgezeichnet. So langsam rutscht mir das Herz in die Hose. Durch ein Fenster kann ich Marcus on Air beobachten. Er steht in Socken auf dem petrolfarbenen Studioteppich und tanzt zu elektronischer Musik. Außerdem gestikuliert er wild, während er spricht. Marcus ist ein Nerd, wie er im Notebook steht. Er trägt eine schmale, unauffällige Brille und auf seinem rasierten Haupt Kopfhörer, hat Cargohosen und ein graues T-Shirt an. Sein Bart ist irgendwie dreigeteilt. Ob das von alleine so wächst? Ich beschließe, dass Marcus völlig zu recht diese Sendung übers Netz moderieren darf und dass er bestimmt mindestens einem Clan angehört und HTML fließend spricht.</p>
<p>Während eines Songs steckt er den Kopf aus der Tür. &#8221;Du bist bestimmt Judo-Jule&#8221;, sagt er. Da war es wieder &#8211; dieses &#8220;Judo-Jule&#8221;. Seit Jahren nicht gehört und doch noch so vertraut. Ich bestätige.<br />
Er würde mich dann nach den News zu sich holen. Ich habe auf einmal sehr viel Zeit&#8230;</p>
<p>Ein Mann kommt irgendwo her um die Ecke geflitzt und läuft zu Marcus ins Studio. Er ist verantwortlich für die Nachrichten. Er sieht aber überhaupt nicht aus wie ein Nachrichtensprecher. Eher wie eine Mischung aus Chippendale und Traveller. Seine blonden Haaren fallen ihm bis fast auf die Schultern. Zwischendrin verliest er sich. Beim nächsten Einspieler flucht er deswegen laut. Sekunden später liest er wieder souverän das Wetter, dann geht er nach Hause. Wahn-Sinn!</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/5-minuten-auf-102-6/fritz4/" rel="attachment wp-att-2559"><img class="alignleft size-full wp-image-2559" title="Fritz4" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Fritz4.jpg" alt="" width="384" height="256" /></a>Ich werde ins Studio gebeten. Ich verliere zwischen Tischen, Computer-Screens und Kabelgedöns sofort den Überblick. Marcus zeigt mir meinen Stehplatz und erklärt Mikro, Kopfhörer und Mischpult. Ich darf sogar an einem Knopf drehen. Ich liebe es, an Knöpfen zu drehen! (Wer mal versucht hat auf einer Party aufzulegen, auf der ich auch zufällig bin, wird wissen, was ich meine.) Ich fühle mich ganz wohl. Nur sagen, sagen will ich wirklich nichts. An der Wand hängt eine Digitalanzeige so groß wie die beim Basketball. Sie zählt diverse Sekunden, zum Beispiel, die, die vor dem Ende des aktuellen Songs noch vergehen werden. Es ist ein Mahnmal. Mir steht das Wasser in den Händen. Ich mache erstmal Fotos.</p>
<p>Marcus zeigt mir die Webcam. Eine Webcam! Im Radio! Muss man sich mal vorstellen! Vorsichtshalber sehe ich während des ganzen Interviews gut aus&#8230; Wir stehen uns gegenüber. Ich sehe Marcus kaum wegen der vielen Monitore und Mikros und Spuckschutzkreise.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/5-minuten-auf-102-6/fritz5/" rel="attachment wp-att-2561"><img class="alignleft size-full wp-image-2561" title="Fritz5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Fritz5.jpg" alt="" width="384" height="256" /></a>Während des letzten Songs verwickelt Marcus mich in ein Gespräch. Ich durchschaue sofort, dass er versucht, mir so die Angst zu nehmen. Klappt auch. Der Stock in meinem Hintern scheint sich zumindest ein kleines bisschen zu biegen.</p>
<p>Dann gehts irgendwie los. Der Trackback-Jingle ertönt, Marcus redet etwas über Schreibmaschinen und dann stellt er eine Frage. An mich. Oha. Ich antworte irgendwas und das gilt wohl auch für das ganze Interview. Themen grob: U8, Kühlschränke, Männer, WordPress-Templates, Schreibmaschinen, Facebook.</p>
<p>Beim Thema Deep Package Inspection (oder so ähnlich) rät Marcus mir, mich mal eingehender mit Netzpolitik auseinanderzusetzen. Politik? Netiquette? Datenschutz? Blockupy? Ich will doch nur lustige Dinge schreiben&#8230;  (&#8220;Hallo, ich bin Deep Package Inspector Müller! Machense mal die Hose auf, junger Herr!&#8221;)</p>
<p>Immerhin lacht Marcus zwischendrin, das beruhigt mich. Dabei tritt er vom Mikro weg. Profimäßig finde ich das. Wie früher bei Whitney. Er könnte ja auch vor Langeweile popeln oder angewidert auf den Boden spucken.</p>
<p>Zum Schluss stelle ich noch zwei Blogs vor, die mir am Herzen liegen: <span style="color: #3366ff;"><a href="http://lotterrr.com/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Frau Lottes Lotterrr.com</span></a></span> und <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.schinkenomi.com/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">die gute alte Schinken Omi</span></a></span>. Dann ist meine Arbeit getan. Ich muss wieder gehen.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/5-minuten-auf-102-6/416561_10150844424811443_724506442_10119932_508227715_o/" rel="attachment wp-att-2588"><img class="alignleft size-full wp-image-2588" title="416561_10150844424811443_724506442_10119932_508227715_o" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/416561_10150844424811443_724506442_10119932_508227715_o.jpg" alt="" width="387" height="258" /></a>Als ich schon fast aus der Tür bin sagt Marcus noch: &#8220;Vielleicht schreibst du ja mal ein Buch über Männer.&#8221; Und damit hat er natürlich recht. Während er schon wieder etwas dem Mikro erzählt, verlasse ich den Neubau, um noch an der Havel spazieren zu gehen. Dass mich dort keiner nach Autogramm oder Foto fragt, finde ich gut. Die Potsdamer gehen halt respektvoll mit ihren lokalen Stars um.</p>
<p>Wer die fünf Minuten Ruhm, die mich unsterblich machten, anhören will, findet die komplette Sendung im<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://trackback.fritz.de/2012/05/19/trb-279-fb-aktien-relegation-datenschutz-sigint-jule/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Trackback-Blog</span></a></span>. Ich bin die erotische Stimme ab Minute 47.</p>
<p>Danke für eure Aufmerksamkeit.</p>
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		<title>Nur für den Klick für den Augenblick. Ein Verzicht auf Facebook.</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 18:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[abstinenz]]></category>
		<category><![CDATA[deaktivierung]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[sucht]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#62;  Samstag, 11. Februar Ich bin bei M. zu Hause. M. benutzt Facebook täglich. Auf seinem Home Screen sehe ich an die 70 rote Notifications glitzern. Sofort überkommt mich der Drang nachzusehen, was sich hinter dem kleinen Tor des Glücks verbirgt. M. selbst bleibt beim Anblick zen-artig unbeeindruckt. Ich: &#8220;Wow. Bei dir geht’s ja ab.&#8221; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>-&gt;  <strong>Samstag, 11. Februar</strong></p>
<p>Ich bin bei M. zu Hause. M. benutzt Facebook täglich. Auf seinem Home Screen sehe ich an die 70 rote Notifications glitzern. Sofort überkommt mich der Drang nachzusehen, was sich hinter dem kleinen Tor des Glücks verbirgt. M. selbst bleibt beim Anblick zen-artig unbeeindruckt.</p>
<p>Ich: &#8220;Wow. Bei dir geht’s ja ab.&#8221;<br />
Er: &#8220;Wieso? Was ist das?&#8221;<br />
Ich: &#8220;Deine<em> Notifications</em>???&#8221;<br />
Er: &#8220;Ach so. Ja. Checke ich nie.&#8221;</p>
<p>Ich lasse das Thema fallen. Das muss ich erst verdauen. Es gibt also Menschen, für die Benachrichtigungen keinen Punkt darstellen, der sofort und ohne Umwege vom Mauszeiger angepeilt werden muss? Resistenz gegen den schlimmsten Schlüsselreiz der Neuzeit? Ich bin beeindruckt und fühle mich schwach zugleich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Mittwoch, 15. Februar</strong></p>
<p>Ich habe ein neues Facebook-Plugin. Es ist eventuell ethisch fragwürdig, aber so lange nur ich es habe, sehr brauchbar. Ich kann sehen, wer sich wann de- und reaktiviert oder mich komplett aus der Liste der Freunde löscht. Erst durch dieses kleine Tool wird mir bewusst, dass sich einige Menschen in der einen Woche abmelden und in der nächsten wieder zurückkommen. Vielleicht ist die vorübergehende Deaktivierung ab und zu sinnvoll? Beim Gedanken daran beginne ich unter den Armen zu schwitzen. &#8216;Ich könnte natürlich jederzeit abschalten. Ich <em>möchte</em> nur gerade nicht.&#8217; Hmm, genau&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Sonntag, 19. Februar</strong></p>
<p>In einem Café treffe ich F. Dieser beklagt sich über seine kurze Aufmerksamkeitsspanne und den minütlichen Drang das Telefon zu checken. Lernen ist überhaupt nur noch in einer öffentlichen Bibliothek möglich. Mir geht es ähnlich. Da ich in diesem Café schreiben möchte, lasse ich mir bewusst nicht das Wifi-Passwort geben. Ich bin nicht stark genug an einem Rechner zu arbeiten, an dem auch ein Facebook-Fenster studiert werden könnte. Trotzdem ertappe ich mich etwa alle fünf Minuten dabei, wie ich auf dem Touchpad in Richtung Chrome unterwegs bin. Kurz vor Klick merke ich, dass ich eh kein Internet habe. Ein Gedanke, der Unbehagen auslöst. Jetzt nicht mein Handy zu missbrauchen, verlangt mir alles ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Montag, 20. Februar</strong></p>
<p>&#8220;Ich muss mehr Yoga machen und weniger Facebooken&#8221;, schreibt mir C. Sie zieht das Thema Deaktivierung schon seit einiger Zeit in Betracht, traute sich aber nie. In <img title="Bildschirmfoto 2012-02-20 um 16.33.57" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-02-20-um-16.33.57.png" alt="" width="422" height="173" />einer starken Sekunde schlage ich vor, dass wir es einfach tun. Yoga gegen Facebook. Ob ich es ernst meine, weiß ich selbst nicht. Dann schickt C. mir einen Screenshot von ihrer Abmeldebestätigung. Es ist zu spät. Ich muss nachziehen. Jetzt nicht nachdenken, sondern einfach machen.</p>
<p>Das Deaktivieren ist komplizierter als erwartet. Ich muss meine Gruppen und Seiten anderen Administratoren und meine Apps anderen Developern anvertrauen, mein Passwort eingeben, bestätigen, verdrehte, komplett unleserliche Buchstaben identifizieren und nachtippen. Außerdem werden mir Bilder von meinen engsten Freunden vorgesetzt. &#8220;Annelie Jasmin wird dich sicherlich sehr vermissen.&#8221; Die Schweine, ey. Je länger der Prozess dauert, desto weniger möchte ich es durchziehen. Aber ich schaffe es. Ich klicke den finalen Button in die Einsamkeit. Und zack – raus bin ich.</p>
<p>Eine Weile starre ich auf den Bildschirm. Ich habe es wirklich getan. Hätte ich jemandem bescheid sagen sollen? In einem umnachteten Moment denke ich tatsächlich: ‚Ich könnte es bei Facebook posten!’<br />
Ach nein. Könnte ich nicht.<br />
Nicht, dass jetzt 600 Leute denken, mir sei etwas zugestoßen. Ob es überhaupt jemand merkt? Ob jemand mir schreiben oder mich stalken will? Ob jemand mitkriegt, dass etwa die Hälfte aller Fotos im Netz verschwunden sind? Ob jemand meinen Namen in einem Kommentar verschlagworten möchte und dann denkt, das @ sei kaputt?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/bildschirmfoto-2012-02-20-um-16-41-56/" rel="attachment wp-att-2019"><img class="aligncenter size-full wp-image-2019" title="Bildschirmfoto 2012-02-20 um 16.41.56" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-02-20-um-16.41.56.png" alt="" width="638" height="184" /></a></p>
<p>Später schreibt mir A. bei Whatsapp: &#8220;Jule, was hat es mit deinem FB Hiatus auf sich? Schick mir ne Mail.&#8221; Im selben Moment schreibt auch J.: &#8220;Wasndalos???&#8221; Dann flattert eine Email von R. rein: &#8220;Sag mal, spinnst du?&#8221;<br />
Ich bin ruhig. Innerlich. Den Rest des Tages klicke ich nur einmal auf den Browser, um sofort zu merken, dass es dort nichts Spannendes gibt. Das Foto von H. und mir beim Lunch würde ich gerne posten. Ich verschiebe es auf nach meine Rückkehr.<br />
Abends esse ich Brote, während ich in der Kinderbibel blättere. Dann wasche ich ab, mache eine Runde Yoga und bespreche vegane Kuchenrezepte mit C. Um halb elf bin ich abgeschminkt und im Bett. Da ich nichts mehr bei Facebook zu checken habe, schlafe ich einfach sofort ein. Dingdingding Jackpot?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Dienstag, 20. Februar</strong></p>
<p>Mein Handyakku hält und hält und hält. Ich nehme das Telefon morgens von der Steckdose und haben ABENDS IMMER NOCH STROM! Ich fühle mich wie zu Zeiten des Nokia 3310. Es eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Vielleicht übernachte ich sogar mal woanders?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Mittwoch, 22. Februar</strong></p>
<p>Ich sitze vor dem Laptop. Aus Ermangelung an sinnvollen Tätigkeiten eröffne ich ein Tagesgeldkonto und überweise mir selbst feierlich 100 Euro. Über die werde ich mich mal sehr freuen, wenn ich 50 und arbeitsunfähig bin. Und wo wir schon mal beim Thema Geld sind, könnte ich auch gleich noch welches ausgeben. Ich gehe zu Amazon und klicke eine Yogamatte, einen Bauchmuskeltrainer (wtf?) und eine elektrische Zahnbürste in meinen Einkaufswagen. Gewöhnlich besuche ich vor dem Amazon/Asos/Zalando-Checkout noch mal Facebook, werde abgelenkt, in ein Kommentarfeuerwerk verwickelt und der Kauf kommt nie zustande. Jetzt ist alles anders. Bauchmuskeln &#8211; here I come!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Donnerstag, 23. Februar</strong></p>
<p>&#8220;Facebook ist kaputt. Ich kann dir nicht schreiben.&#8221; Mir fällt auf, dass die Unerreichbarkeit meiner Person auf Facebook eher auf ein Versagen der Technik zurückgeführt wird, als darauf, dass ich freiwillig auf mein Profil verzichtet haben könnte. Zweiter Gedanke der Verlassenen: Die muss ein psychisches Problem haben. Wahrscheinlich wurde sie gerade von nem Typen betrogen und steht kurz vorm Suizid, der nur noch durch eine Facebook-Abstinenz umgangen werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Freitag, 24. Februar</strong></p>
<p>Ich sitze ich mit R. in einer Bar. Ich nehme mein Handy, um einzuchecken. Da ich betrunken bin, dauert es einen Tick zu lange, bis ich merke, dass das keine Option ist. Ich suche Trost im Alkohol. Wird eine Sucht immer durch eine andere abgelöst? Heroin vom Methadon, Rauchen vom Fressen und Facebook vom Saufen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Samstag, 25. Februar</strong></p>
<p>Der Versuch einen Verlassenen zu beruhigen. Konversation mit L. Per SMS:</p>
<p>L.: „Bist du wirklich weg von Facebook? Mir wird sofort schlecht.“<br />
Ich: „Ich teste momentan meine Grenzen aus – Yoga, Tagesgeldkonto, Facebooklosigkeit, Steckrübenpüree. Vielleicht hilfts ja bei irgendwas. Und mal unter uns: Ich bin bald zurück. Man kann mir alles nehmen – Geld, Wohnung, Freunde – aber bei Handybilder des Grauens hörts echt auf.“<br />
L.: „Ein Glück! Mir geht’s nämlich genauso. Wie kam es bloß zu diesem Schrecken? Thrill? Der Kick für den Augenblick? Verlustangst?“<br />
Ich: „Mischung aus „über was soll ich bloß bloggen?“ und „die Leute nerven mich“ und „ich bin extrem süchtig – hupsi.“ Erstaunlicherweise dreht sich die Welt noch.“<br />
L.: „Letztens hatte ich was Lustiges auf Facebook gestellt. Das hast du voll verpasst. Na dann schicke ich dir immer eine SMS, wenn was Gutes war. Keine Angst, kommt nicht so oft vor.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Sonntag, 26. Februar</strong></p>
<p>Mir schmerzt die Schulter. Ich benutze ein Rheumapflaster. Das macht alles nur noch schlimmer. Außerdem habe ich Hunger und die Küche sieht aus wie Sau. Ich will Mitleid. Das kriegt man im echten Leben ja nur auf Facebook. Jetzt ein paar Likes auf einen beliebigen Status&#8230; Ich rufe meine Mutter an. Auch okay.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Montag, 27. Februar</strong></p>
<p>Heute ist meine selbst auferlegte Suchtbekämpfungsmaßnahme eigentlich beendet. Es war eine erholsame Woche. Ich habe viel geschlafen, mit Menschen telefoniert, es geschafft eine Massenmail <em>ohne</em> Facebook zu versenden, der Welt Strom gespart und in der Bahn Zeit gehabt, die Menschen um mich herum verachtend zu mustern. Irgendetwas hält mich davon ab mich wieder einzuloggen. Ich verschiebe die Rückkehr auf morgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Dienstag, 28. Februar</strong></p>
<p>Ich tu es einfach. Ich logge mich wieder ein.<br />
Nein, ich werde jetzt nicht die sieben letzten Tage runterscrollen. Nein, ich werde nicht sofort alle Bilder posten, die in meinem Handy warten. Nein, ich werde keine Rundmail schreiben, dass ich wieder zurück bin und Gefahr laufen zu erfahren, dass es eh niemand gemerkt hat.<br />
<a href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n/" rel="attachment wp-att-2024"><img class="aligncenter size-full wp-image-2024" title="431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n.jpg" alt="" width="350" height="344" /></a>Zwei Minuten später habe ich Posts auf meiner Wall, Mails im Posteingang und die Notifications leuchten wieder verführerisch. Meine Freunde schmeißen mir eine virtuelle Willkommensparty. Ich bin gerührt.</p>
<p>Fazit: Facebook ist schlecht für die Aufmerksamkeitsspanne, ist verantwortlich für die Verkrüppelung sozialer Kompetenzen, hält von den wichtigen Dingen ab, verkürzt die Lebenszeit aufgrund des erhöhten Stressaufkommens, konditioniert das Gehirn und den Daumen auf absurde Weise, begünstigt Stalking, Mobbing und Online-Pädophilie &#8211; und ich würde nicht darauf verzichten wollen. Wir sehen uns drüben.</p>
<p>Alles Liebe, eure Mutter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Supportet meine Sucht mit einem Like auf <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.facebook.com/MyMagicTypewriter</span></a></span></p>
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		<title>Elitepartner &#8211; der trockene Akademiker mit Niveau</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 16:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[elitepartner]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[niveau]]></category>
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		<description><![CDATA[Julian Krohn (dessen Namen ich verwenden wollte, um meinen Google-Search-Traffic zu erhöhen) ist mein bester Freund und der Meinung, dass ich mich bei Elitepartner angemeldet habe, um ernsthaft einen Mann zu finden. Dies stimmt so nicht. Vielmehr bin ich auf der Suche nach Stoff für meinen Blog. Und etwas neugierig. Erwartungen im Liebesbereich sind non-existent. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Julian Krohn (dessen Namen ich verwenden wollte, um meinen Google-Search-Traffic zu erhöhen) ist mein bester Freund und der Meinung, dass ich mich bei Elitepartner angemeldet habe, um ernsthaft einen Mann zu finden. Dies stimmt so nicht. Vielmehr bin ich auf der Suche nach Stoff für meinen Blog. Und etwas neugierig. Erwartungen im Liebesbereich sind non-existent. Schon vorab &#8211; ich habe mich prächtig amüsiert. Die Geschichte meiner Singlebörsen-Karriere geht so:</p>
<p>Ich rufe die Seite <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.elitepartner.de/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.elitepartner.de</span></a></span> auf und bleibe erst mal bei der Passwortvergabe hängen, weil nirgends steht, dass man neben acht Buchstaben auch noch zwei Ziffern verwenden muss. Ich breche Projekt “Doktor für Müller“ erstmalig fast ab. (Das auch zum Thema Niveau.) Egal. Die Aussicht auf eine Liste mit Tausend zu mir passenden, willigen Typen in meiner Nähe lässt mich diese Hürde meistern.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/elitep090609/" rel="attachment wp-att-786"><img class="aligncenter size-full wp-image-786" title="eliteP090609" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/eliteP090609.jpg" alt="" width="465" height="321" /></a><br />
Nach der Anmeldung geht&#8217;s gleich zum Persönlichkeitstest. Mein erstes &#8220;Wissenschaftliches Matching&#8221;. Aufregend!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fängt mit Haarfarbe und Figur an. Ich finde mich schlank und brünett. Easy.</p>
<p><em>&#8220;Bitte schätzen sie nun ein, wie andere ihre äußere Erscheinung beurteilen. Auf andere Menschen wirke ich wahrscheinlich a) äußerst attraktiv, b) sehr attraktiv, c) attraktiv, d) sehr sympathisch oder e) dazu möchte ich lieber nichts sagen&#8221;.</em><br />
Ich bin überfordert. Meinen die nüchtern oder betrunken? Ich gebe mir vorsichtshalber nur Bestnoten. Ist ja eh Geschmackssache.<br />
Weiter im Text.</p>
<p>Bevorzugte Freizeitaktivitäten: Ausgehen, Freunde treffen, Internet, Hobby nachgehen.<br />
Hobbies: Fotografie, Musik, Reisen, Schreiben.<br />
Lieblings-Sportarten: Kein Interesse. Normal.</p>
<p>Dann wird es etwas tiefer. Die Fragen werden nahezu unerträglich unangenehm. Ich kriege Angst, dass meine Antworten mit meiner IP-Adresse zu etwas verschmelzen, das später unter meinem echten Namen bei Google gehandelt wird. Egal. Liebe wird aus Mut gemacht.</p>
<p>Am spannendsten ist die Sektion, in der ich mir drei Fragen mit je 120 Zeichen frei ausdenken soll, die ich potenziellen Potenten schicken kann. Diese dürfen aber nur mit <em>“Ja“, “Nein“, “Vielleicht“</em> oder <em>“Halts Maul, Psycho“</em> antworten. Gehobene Kommunikation wird sonst nur mit dem Paid Account geliefert. Okay. Verstanden. Was frag ich bloß? Ach, ich weiß.</p>
<p>Frage 1: <em>Sind Clipper die besseren Nagelscheren?</em><br />
Frage 2:<em> Findest du Füße auch so grausam?</em><br />
Frage 3: <em>Bock?</em></p>
<p>Vielleicht etwas zu fußfixiert?<br />
Der Gedanke, jemals jemandem diese limitierten Fragen unter einem Chiffre und verpixelten Bild schicken zu dürfen, lässt mein Herz schon jetzt höher schlagen.</p>
<p>Nach zwanzig Minuten bin ich durch mit dem Test. Die Auswertung meiner Persönlichkeit liegt vor &#8211;  in Form einer Liste von Männern.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-17-57-57/" rel="attachment wp-att-780"><img title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 17.57.57" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-17.57.57.png" alt="" width="503" height="178" /></a></p>
<p>Es gibt sogar jemanden, der 99% mit meinen Gefühlen kompatibel ist. Wahnsinn! Den muss ich dringend das mit dem Nagelclipper fragen. Er ist 40 Jahre alt, beschreibt sich selbst als unkompliziert, offen und ehrlich und kommt aus Niedersachsen. Leider ist sein Bild zur Unendlichkeit entstellt. Zugang zur tatsächlichen Version nur mit Pro-Account. Gott sei Dank kann man als oberflächlicher Mensch auch durch den Filter  sofort erkennen, dass der wahrscheinlich eh zu niveauvoll ist.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-47-25/" rel="attachment wp-att-793"><img class="aligncenter size-full wp-image-793" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.47.25" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.47.25.png" alt="" width="638" height="392" /></a></p>
<p>Nehmen wir vielleicht doch lieber einen der anderen. Ein Bild blendet mich von weiter unten. Schwarz-Weiß-Portrait, blonde Haare, sympathisches Lächeln. Ja, mit dem will ich Kinder. 95% Übereinstimmung reichen mir. Ich klicke ihn an. Lehrer. 38. Kann er ja nichts dafür.<br />
Dann fällt mir auf, dass der Typ unter ihm das selbe Bild hat. Oder ist das der gleiche Mann? Ach nein, das ist das Default-Bild. Die haben gar keine hochgeladen. Mist. Reingefallen. Enttäuschung!</p>
<p>Erneut frage ich mich, ob ich für die kultivierten Singles mit festen Absichten und Niveau vielleicht zu doof bin. Aber in Zeiten von „Billich &#8211; will ich“ ist Niveau doch Auslegungssache oder?<br />
Und ich persönlich finde mich niveauvoll. Manchmal sogar auf hohem Niveau voll. Das ist ja auch irgendwie ein Talent.</p>
<p>Schnell finde ich heraus, dass ich weder Fotos angucken kann, noch Emails lesen oder beantworten darf. Lame.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-24-47-2/" rel="attachment wp-att-781"><img title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.24.47" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.24.471.png" alt="" width="473" height="420" /></a></p>
<p>Ich bin beschränkt auf diese drei unsinnigen Fragen und die vier Antwortoptionen.</p>
<p>Eine Konversation mit dem Ersten, der mir schreibt, läuft dann in etwa so ab:</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-46-41/" rel="attachment wp-att-794"><img class="size-full wp-image-794 alignleft" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.46.41" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.46.41.png" alt="" width="207" height="332" /></a></p>
<p>Er: <em>Bist Du an einer &#8220;echten&#8221; Beziehung interessiert?</em><br />
Ich: <em>Ja.</em></p>
<p>Ich: <em>Findest du Füße auch so grausam?</em><em><br />
</em>Er:<em> Nein</em></p>
<p>Er: <em>Wäre die Enfernung zwischen uns für Dich ein Problem?</em><br />
Ich: <em>Vielleicht.</em></p>
<p>Ich: <em>Bock?</em><br />
Er: <em>Ja.</em></p>
<p><em></em>Er: <em>Wollen wir uns auf einen Rotwein am Strand treffen?</em> (Am Strand? In Sachsen? Hä?)<br />
Ich: <em>Nein. </em></p>
<p>Ich: <em>Sind Clipper die besseren Nagelscheren?<br />
</em>Er:<em> Geh weg, Psycho! </em></p>
<p>Vielversprechend. Auf zum Nächsten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach fünf Tagen als nicht-zahlendes Mitglied häufen sich in meinem Posteingang Anfragen von Männern von Bayern bis nach Schleswig-Holstein. Keinen davon kann man sehen. Das Geschriebene reicht mir aber auch schon.</p>
<p><strong>Geschäftsführer</strong>, 39, aus Hessen (Verfolgt ein Ziel ehrgeizig, bis er es erreicht hat.)</p>
<p><strong>Geschäftsführer eines deutschlandweiten Gesundheitsunternehmens</strong>, 31, Brandenburg (Hat es bisher geschafft alle seine Träume zu erfüllen und dadurch ein sehr glückliches Leben zu führen.)</p>
<p><strong>Außenrequisiteur</strong>, 31, Berlin (Hat viel Spaß und Lebensfreude inne. Nimmt dabei gerne kleine Details aus seiner Umwelt wahr.)</p>
<p><strong>Softwareentwickler</strong>, 31, Köln (Ein liebevoller, ehrlicher und humorvoller Typ.)</p>
<p><strong>Bürokaufmann</strong>, 30, Berlin (Versucht immer gute Laune an den Tag zu legen :))</p>
<p><strong>Chefredakteur</strong>, 41, Stuttgart (Ist voller Kreativität und Leidenschaft gespannt auf das Leben.) Thomas Venker, bist du&#8217;s?</p>
<p><strong>Prüfstandsingenieur</strong>, 25, Sachsen (Es gibt nichts Besonderes an ihm, aber die Summe seiner Eigenschaften macht ihn zu etwas Besonderem.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr zu empfehlen sind übrigens die <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.elitepartner.de/km/erfolgsgeschichten/index.html"><span style="color: #3366ff;">Erfolgsgeschichten</span></a></span>.<br />
Ich melde mich mal wieder ab. Sich im Club zu betrinken ist dann vielleicht doch die bessere Alternative.</p>
<p>Insider-Tip: Unter-30Jährige kriegen 50% Rabatt. Na dann proscht.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-18-23-58/" rel="attachment wp-att-792"><img class="aligncenter size-full wp-image-792" title="Bildschirmfoto 2011-09-05 um 18.23.58" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-09-05-um-18.23.58.png" alt="" width="669" height="142" /></a></p>
<p>Tüdelü.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/bildschirmfoto-2011-09-05-um-17-57-57/" rel="attachment wp-att-780"><br />
</a></p>
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		<title>mein (alter) ego dreht durch.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 17:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[dating]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[scham]]></category>

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		<description><![CDATA[ich habe gehört, dass manche von euch leute auf der straße, im supermarkt oder im zug kennenlernen. leider bin ich nicht so glücklich veranlagt. ich muss das mühsam mit meinem alter ego im netz ausgleichen. hierbei habe ich nun aus versehen mit voller absicht ganz neue, düstere türen aufgestoßen. in einem anfall von verkaterter selbstzerstörungswut und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe gehört, dass manche von euch leute auf der straße, im supermarkt oder im zug kennenlernen. leider bin ich nicht so glücklich veranlagt. ich muss das mühsam mit meinem alter ego im netz ausgleichen. hierbei habe ich nun <del>aus versehen</del> mit voller absicht ganz neue, düstere türen aufgestoßen. in einem anfall von verkaterter selbstzerstörungswut und restalkoholisiertem optimimus habe ich einen jungen per email um ein date gebeten. ich wiederhole: bei facebook. per email.</p>
<p>hört sich das bei euch auch so komisch an, wie bei mir hier? sollte das eigene rest-schamgefühl solche entgleisungen nicht frühzeitig erkennen und konsequent im keim ersticken?</p>
<p>und vor allem: darf man so was überhaupt? gibt es sowas wie eine digitale flirtikette?</p>
<p>(hierzu etwas tolles gefunden:<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://gdtricks.twoday.net/stories/4629764/"><span style="color: #3366ff;">schwul müsste man sein</span></a>.</span> liebster absatz: <span style="color: #000000;"><em>An Grußformeln sollte deine Kreativität nicht scheitern. Da gibt es so viele &#8211; je nach Fasson.</em> </span><span style="color: #000000;"><em>&#8220;Grüße nach [...] , Heidiho, Aloa, Sei mir gegrüßt (Freund der Nacht) , Sonnige/Nächtliche Grüße, Einen wunderschönen guten Abend, Grüß di &#8230;&#8221; um nur ein paar zu nennen.</em></span>)</p>
<p>im facebook helpcenter erzielt man mit dem keyword &#8216;date&#8217; übrigens nur treffer, in denen es um geburtstage und zeitzonen geht. &#8216;was this answer helpful?&#8217; äh, nein?</p>
<p>na da habe ich mir ja was eingebrockt. und nicht nur mir. ich habe auch eine unschuldige person in diese klassische &#8216;lose-lose situation&#8217; verwickelt.</p>
<p>er hatte schon über einen tag zeit, um mir nicht zu antworten. oder wie zählt man das seit der uhrumstellung? ach egal. bestimmt sitzt er eh gerade mit seinen überdurchschnittlich hübschen freunden auf einer sonnigen wiese und liest meine email laut vor, während alle schallend lachen und sich gegenseitig zuprosten/zuprusten.</p>
<p>also ich persönlich hätte mich über mein angebot gefreut. ich schaffs selten mal etwas zeit mit mir zu verbringen. vielleicht sollte ich mich selbst daten? verzweiflung 3.0 lässt grüßen.</p>
<p>mir bleibt eine wichtige erkenntnis: mit restalkohol bin ich eine gefahr für mich und andere. deswegen trinke ich auch nichts mehr.*  jesus ist mein zeuge.**</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/03/606-0-anstecker-poesie-pin-aus-emaille-mit-dem-thema-willst-du-mit-mir-gehen-von-raeder.jpg"><img title="606-0-Anstecker-Poesie-Pin-aus-Emaille-mit-dem-Thema-WILLST-DU-MIT-MIR-GEHEN-von-Raeder" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/03/606-0-anstecker-poesie-pin-aus-emaille-mit-dem-thema-willst-du-mit-mir-gehen-von-raeder.jpg" alt="" width="160" height="160" /></a></p>
<p>ich hoffe, dass ihr jetzt alle wild eure inbox durchstöbert habt auf der suche nach der besagten email. an alle freunde, mit denen ich mich dieses wochenende treffen wollte: nein, ich stehe nicht auf euch. das wäre ja ekelhaft. falls ihr aber noch anmerkungen zum thema &#8220;wie sehr darf man sich digital die blöße geben&#8221; habt, sagt bescheid. ich bin an einem ernsthaften dialog interessiert.</p>
<p>achso, und falls du dieser junge bist, tut es mir leid, dass ich jetzt überflüssigerweise auch noch öffentlich darüber schreiben musste. bestimmt kannst du nur nicht antworten, weil du spontan das land verlassen musstest. und facebook. schöne flucht.</p>
<p>* ziemlich wahrscheinlich.</p>
<p>** ziemlich unwahrscheinlich.</p>
<p>Einer geht noch: Please like <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter</span></a></span></p>
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