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	<title>mymagictypewriter. &#187; Saufen für Fortgeschrittene.</title>
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	<description>ich.bin.deine.mutter.</description>
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		<title>47 Minuten im Berghain</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Sep 2013 14:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[»Und ich dachte schon, die Schlange bei Mustafas Gemüsekebab sei lang!« Ich stehe mit Alex vorm Berghain. Kurz bin ich versucht, Wasser und proteinreiche Energieriegel an die Wartenden zu verteilen. Aber was kümmern mich die anderen: Hauptsache wir stehen auf der Gästeliste. Der Türsteher sieht das nicht ganz so und will uns auf seinem Klemmbrett partout [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>»Und ich dachte schon, die Schlange bei Mustafas Gemüsekebab sei lang!« Ich stehe mit Alex vorm <strong>Berghain</strong>. Kurz bin ich versucht, Wasser und proteinreiche Energieriegel an die Wartenden zu verteilen. Aber was kümmern mich die anderen: Hauptsache wir stehen auf der Gästeliste. Der Türsteher sieht das nicht ganz so und will uns auf seinem Klemmbrett partout nicht finden. In einem Anfall von Selbstüberschätzung sage ich: »Sie werden sich vielleicht erinnern, ich war vor sieben Jahren schon mal hier. Mit Bunny und Sunny.« Dabei gucke ich ihm direkt in die Augen. Er knurrt mich zurecht an. Nach langen vier Minuten Diskussion lässt er uns endlich rein. Glück gehabt! Sonst wäre mir noch das <strong>Berghain</strong> entgangen!</p>
<p>Eine burschikose Frau im Eingangsbereich befummelt erst meine Tasche und dann meinen Körper. »Haste ne Kamera dabei?«, will sie wissen. Habe ich ausnahmsweise nicht. Aus meiner Handtasche zieht sie mein Telefon. »Wenn du Fotos machst, fliegst du raus«, schnauzt sie mich pro forma schon mal an. »Ja klar. Wenn Sie mich so freundlich darauf hinweisen &#8230; Schön haben Sie es hier übrigens. Und wie viele Leute Sie jeden Tag kennenlernen &#8230; Toll! Falls Sie mal in Neukölln sind und Lust auf einen Kaffee haben, melden Sie sich doch. Sie wissen ja inzwischen, wo ich wohne. Hihi!«, denke ich und gehe schnell weiter. Aus einem Fenster heraus haut mir jemand so wuchtig einen Stempel auf den Arm, als wolle er ihn dauerhaft dort platzierten. Oder hätte zumindest Spaß am Leid Fremder.</p>
<p>Nachdem wir unsere Sachen abgegeben haben, stehen wir im Innern der Fabrik. Hier herrscht das fortgeschrittene Luftfeuchtigkeitslevel »Bangkok nach einem Sommerregen«. Ich greife meine Ohrstöpsel und brülle Alex zu, dass ich Angst hätte und vielleicht doch einfach zu alt sei für Technoclubs. Er zieht mich an der Hand vorbei an ledernen Männern (weniger ist mehr), Eis essenden Mädchen und verschmutzten Tänzern. Hätte ich doch bloß mehr getrunken! Wie konnte ich mich nur so fahrlässig wenig besaufen? Ich meine: ein Drink? Für die Pannebar? Hallo? Wir hechten Stahltreppen hinauf und dann durch die Menge zur Bar. Alle um uns herum trinken Wasser. Ich bestelle widerwillig einen Wodka Cranberry und habe ab sofort keine Hand mehr frei &#8211; die eine hält den Drink, die andere hält den Drink zu. Am Ellenbogen schleift Alex mich weiter zum Mischpult. Erste Reihe. Na klar! Warum auch nicht.</p>
<p>Ich sage Linda und ihrem Diskogesicht hallo und werde mit einer Runde Augenbrauen-Breakdance belohnt. Es ist so schrecklich, dass ich kaum hingucken kann. »Welchen Tag haben wir?«, fragt sie. »Sonntagmorgen«, antworte ich, Linda hört aber schon nicht mehr zu. Ist ja auch egal. Es ist der Tag zwischen Freitag und Montag – mehr muss man nicht wissen. Apropos! Ich gucke auf die Uhr. Schon neun Minuten hier. Wow! »Wir bleiben aber nicht sooo lange, oder?«, frage ich Alex. »Wieso? Die Musik ist doch super!« &#8211; »Ach?&#8221;, hake ich nach. »Ja. Falls dich jemand fragt: Die Musik ist super.« Ich nicke. Falls ihr euch übrigens fragt: Die Musik war super. #carlosdebrito</p>
<p>Während ich versuche keine Nackten zu berühren, tänzele ich mit meinem Drink auf der Stelle herum. Dabei bestaune ich vom Dancefloor das Panorama der gefühlt Tausenden Wartenden vor dem Club. »Wie viele Leute passen hier rein?« &#8211; »Circa dreitausend? Im Durchlauf?«, schätzt Alex. 3000 Leute mal 3 Tage mal 14 Euro minus Sven Marquardts Gage … Das macht in etwa … Also Pi mal Daumen &#8230; Da muss man ja Punkt vor Strich … Ach verdammt, kann ich nicht rechnen, aber: viel Geld!</p>
<p>Beeindruckt stelle ich meinen leeren Drink am Fenster ab. Ein kleiner, vielleicht italienischer Mann tippt mir auf die Schulter. »Kennst du Olli?« Ich schüttle mit dem Kopf. »Willst du mit auf die Toilette kommen?«, fragt er weiter. Jesus Maria, kann man denn nicht ein Mal gemütlich im <strong>Berghain</strong> zu Techno tanzen wie man es so liebt?? »Nee, ich war gerade schon pinkeln«, lüge ich und gehe zurück zu Alex.</p>
<p>Nach 47 Minuten ist der inzwischen auch endlich am Ende mit den Nerven. Es ist ja auch schon drei Uhr durch! Wir machen einen Polnischen (als würde es jemandem auffallen), schlendern vorbei an der immer noch kilometerlangen Schlange und steigen ins Taxi.</p>
<p>Zu Hause wühle ich auf meiner externen Festplatte. Unter &gt; Eigene Bilder &gt; Berlin &gt; 2006 werde ich fündig: ein gestochen scharfes Bild aus der Panoramabar:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4260" alt="Intro_Kolumne_Jule_Müller_Berghain" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Intro_Kolumne_Jule_Müller_Berghain.jpg" width="640" height="480" /></p>
<p>Ha! Pannebar, nimm das!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072662/vom-winde-verwoehntkolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>.<br />
Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>.</p>
<p style="text-align: center;">Außerdem interessiert dich noch: meine <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Gefangen im Bauch des fiesen Kater Holzigs." href="http://mymagictypewriter.com/gefangen-im-bauch-des-fiesen-katers/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Nacht im Kater Holzig</span></a></strong></span><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #3366ff;"><span style="color: #000000;">,<br />
</span></span></span><span style="color: #3366ff;"><span><span style="color: #000000;">die <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Gay Night im Weekend</span></a></span></strong></span></span></span><strong><span style="color: #3366ff;"><span><br />
</span></span></strong>und <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Bock auf Disco Krebs. Deutschlands älteste Disco im Test." href="http://mymagictypewriter.com/bock-auf-disco-krebs/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">die älteste Disko Deutschlands</span></a></span></strong>.<br />
Klar.</p>
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		<title>Rheingaudi – ein hessischer Reisebericht Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken. Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gebürtige Friedrichshainerin. Westdeutschland, wie es früher bei uns so schön hieß, blieb bislang von mir zu großen Teilen unerkundet. Da alle meine zugewanderten Freunde aus Hessen ständig von den Weinbergen und Flüssen und Feldern ihrer Heimat schwärmen, beschloss ich, mir dieses Bundesland mal genauer anzugucken.</p>
<p>Ich komme mit meinem Begleitschutz in Oestrich-Winkel im Rheingau an. Omma Liesel, noch nie in meinem Leben gesehen, begrüßt mich mit einer herzlichen Umarmung. Sie trägt eine geblümte „<em>Kiddelschörz</em>“ und drückt jedem ein Glas „<em>foi Woische</em>“ in die Hand. Ich sei „<em>e goldisch Oos</em>“. Ich nicke, lächle höflich und trinke einfach alles aus, das mir eingeschenkt wird. Ich verstehe ehrlich gesagt kein Wort von dem, was sie erzählt. Und Omma Liesel erzählt viel. Es ist 14 Uhr und ich habe dezent einen sitzen. Ganz schön, dieses Hessen.</p>
<div id="attachment_4006" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4006" alt="Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard001.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Omma Liesel aus Winkel (Obberbahn) hält seit 84 Jahren erfolgreich einen konstanten Pegel.</p></div>
<p>Wir begeben uns auf die „<em>Romantik-Tour</em>“ nach Rüdesheim. Mit der Seilbahn geht es getreu dem Motto „<em>Über den Reben schweben</em>“ hoch zum Niederwalddenkmal. Der Elvis ist auch schon mal mit der Bahn gefahren, wusste Oma Liesel zu erzählen. Eventuell sprach sie aber auch von etwas ganz anderem.</p>
<div id="attachment_4007" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4007" alt="Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard002.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Katzen-, Deutschland- und auch Brustfans kommen in Rüdesheim am Rhein voll auf ihre Kosten.</p></div>
<p>Die Seilbahn ist nicht ohne. Aus den in die Gegenrichtung fahrenden Gondeln schießen Besoffene mit Böllern auf uns. Ich mache es mir flach auf dem Bauch liegend zu den Füßen meiner Mitfahrer bequem und erinnere mich an Omma Liesels Geschichte von „<em>die letzde drei Granade vom Kriesch.</em>“ Jetzt weiß ich, wie sie sich damals fühlte.</p>
<div id="attachment_4008" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4008" alt="Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard003.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Etwa 40 Meter über den rauen Weinbergklippen von Rüdesheim wird einem, nicht nur der Trunkenheit wegen, speiübel.</p></div>
<p>Oben angekommen schwingt die unverhältnismäßig große Germania kampfeslustig eine Fackel. Auf ihrem Sockel klettern Gruppen rotzeblauer Vatertagsausflügler mit fahrbaren Bierfässern und mobilen Holzkohlegrills umher – allesamt mit geöffneten Hosenställen und glasigen Augen. Ich spüle angeekelt eine Prinzenrolle Vollkorn mit einem doppelten Schoppen Weißwein runter.</p>
<div id="attachment_4010" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4010" alt="Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard004.jpg" width="638" height="291" /><p class="wp-caption-text">Dunkle Vatertagswolken über dem Main. Oder wie der Fluss dort heißt.</p></div>
<p>Später geht es mit einem Kreuzfahrtschiff den Rhein entlang am Binger Loch vorbei in die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville. Eltville verhält sich zum Wohnort meiner brandenburgischen Großeltern, Schenkendorf, in etwa wie Megan Fox zu Vera Int-Veen. Ostdörfer wurden aus grauem Staub und Asbest gebaut, Eltville aus Fachwerk und Rosen. Ich trinke einen Weincocktail mit Basilikum auf einer edlen Terrasse, während unter mir Kanadagansbabies im sonnigen Rhein planschen. In der Kirche von Eltville zünde ich eine Kerze an und wünsche mir, dass ich mich auf dieser Reise nicht öffentlich übergeben muss. Na, dann zeig mal, was du drauf hast, Mutter Maria.</p>
<div id="attachment_4011" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4011" alt="Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard005.jpg" width="638" height="477" /><p class="wp-caption-text">Ich habe inzwischen an die zwei Liter Riesling intus und bin mir sicher, dass die Filmkulisse von Eltville der schönste Ort der Welt ist.</p></div>
<p>„<em>Was mer net esse, trinke mer</em>“, werden wir im Weingut Allendorf begrüßt. Dazu gibt es ein Glas Sekt. Natürlich. Inzwischen bin ich versucht, es heimlich in einen Blumenkübel zu gießen. Omma Liesel sitzt draußen mit ihrem Stammtisch „<em>Winkler Girls</em>“ und strahlt.</p>
<p>Im Weinkeller darf ich in ein 16.000-Liter-Fass gucken. Der Weinstein glitzert wie Diamantenstaub. Inzwischen kommt mir hier eh alles vor wie Disneyland. Ich bin begeistert.</p>
<div id="attachment_4012" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-4012" alt="„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/storyboard006.jpg" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">„In Vino Veritas“, finde ich inzwischen auch. Man reiche mir eine Aspirin.</p></div>
<p>In meinem jugendlichen Übermut klettere ich auf einen großen Kirschbaum inmitten des Weingutes und brülle: „<em>Ich liebe Rheinland-Pfalz!</em>“</p>
<p>„<em>Ebe langts</em>“, ruft mir Omma Liesel von unten zu. Ich freue mich mit ihr und bestelle mir noch eine Rotweinschorle. Inzwischen bin ich quasi als Hessin wiedergeboren und ich kann euch sagen: <em>Des geht hnunner wie heilisch El.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Intro-Magazin online" href="https://www.intro.de/news/newsfeatures/23071788/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></span></strong>. Alle meine Intro-Texte gibt es <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></span></strong>.</p>
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		<title>Bauchtanztruppe Idar-Oberstein &#8211; wo ist die nächste Line?</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 20:04:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auch ich war mal jung.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze auf dem Klo irgendeiner schrummeligen Kellerbar in Mitte. Es ist zwei Uhr. Draußen fährt Nena auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht. Hier drinnen klopft es an meine Tür. &#8220;Juuule, Juuule &#8211; wir haben speedy_gonzales gefunden!&#8221;, brüllt A. rein. Dann leiser und wohl nicht mehr zu mir: &#8220;Nee, die pinkelt gerade.&#8221; Na super. Ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze auf dem Klo irgendeiner schrummeligen Kellerbar in Mitte. Es ist zwei Uhr. Draußen fährt Nena auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht. Hier drinnen klopft es an meine Tür.<br />
&#8220;Juuule, Juuule &#8211; wir haben <em>speedy_gonzales</em> gefunden!&#8221;, brüllt A. rein. Dann leiser und wohl nicht mehr zu mir: &#8220;Nee, die pinkelt gerade.&#8221;<br />
Na super. Ich spüle, zupfe mir noch mal das Haupthaar zurecht, dann trete ich mutig aus der Tür. <em>speedy_gonzales</em> steht vor mir.<br />
Wie begrüßt man sich jetzt am besten?</p>
<p>Aber fangen wir weiter vorne an. (Achtung! Rückblende!)<br />
A. und ich stehen im Hof des alten Magnet Clubs in Berlin. Es ist 2005. Ich hab keine Ahnung, wer genau der hochnäsige Typ neben uns ist, aber er erwähnt etwas namens <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="http://emopunk.net/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">emopunk.net</span></a></span></strong>. Total cool sei das. Er hieße dort <em>callempeter</em>. Wir lachen ihn aus. Was soll das bitte für ein Schwachsinn sein?</p>
<p>Zu Hause gucken wir dann nach. emopunk.net ist eine Plattform zum Kennenlernen von und Kommunizieren mit Freunden und Fremden. Tagline: Hyperlinks und Mädchen. Aha. Schnell finden wir <em>callempeter</em>s Profil. A. und ich melden uns an und nennen uns <em>funnybunny</em> und <em>judo-jule</em>. Es leben die Rhymes und Alliterationen!</p>
<p>Nach ein paar Tagen haben wir uns ganz gut eingelebt, Freunde gesammelt, alle Features entdeckt &#8211; die Seite erlaubt sogar Glitzer-gifs! Voller Übermut eröffnen wir im Forum den Thread <em>&#8220;Bauchtanztruppe Idar-Oberstein &#8211; wo ist die nächste Line&#8221;</em>. Damit provozieren wir völlig absichtlich den bis dahin Platzhirsch gewesenen Thread <em>&#8220;Sambagruppe Wanne-Eickel bitte hier sammeln&#8221;.</em><br />
Erster Eintrag von <em>funnybunny</em>: &#8220;Hallo Jule, sammel dich!&#8221; Das ist wie wenn man das Bombing einer verfeindeten Gang crosst: Absolutes Beefmaterial!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3526" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.01.11" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.01.11.png" width="577" height="71" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir haben nicht viel zu sagen, das aber ständig. Wir nerven. Wir halten unseren Thread manuell sticky &#8211; immer aktuell, immer oben. Endlich haben wir zwischen Tiefkühlpizza und Sternburg einen sinnvollen Lebensinhalt gefunden. Das ist unser Revier und wir müssen es markieren &#8211; mit einem Zweimann-Dialog, der so unnötig ist wie ein festsitzender Schnupfen im Sommer.</p>
<p>&#8220;Ey, könnt ihr das nicht privat klären?&#8221; &#8211; &#8220;Nö.&#8221;</p>
<p>Wir pöbeln, machen uns über alles und jeden lustig und vor allem treiben wir den Cat Content Trend voran, der erst Jahre später in den Mainstream einziehen sollte. Early Adopter. Early Opfer.</p>
<p>Fun Fact: Meistens sitzen wir in einem Raum, am selben PC, loggen uns abwechselnd immer wieder ein und aus. Laptops sind damals noch rar.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3518" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.40.40" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.40.40.png" width="423" height="559" /></p>
<p>Die armen Sheriffs, die uns täglich ertragen müssen.</p>
<p>Für alle foren-fremden Leser: Sheriffs oder Moderatoren sind die Wortpolizisten einer jeder öffentlichen Diskussion. Sie herrschen sowohl über den &#8220;Delete Comment&#8221; als auch den &#8220;Ban User&#8221; Button. Man fürchtet sich ein wenig vor ihnen, pusht sie aber hauptsächlich bis an die Grenzen des Wahnsinns.</p>
<p>Bei emopunk.net darf uns zum Beispiel <em>beers_darling</em> beäugen und in die Schranken weisen. Damals hasst sie uns, heute tragen wir alle das gleiche Freundschaftstattoo. &lt;3</p>
<p>Ich lerne dort Leute kennen. Unter anderem <em>kante</em>, <em>sterni-stefan, bockstah</em> und <em>speedy_gonzales</em>. Den ein oder anderen treffe ich mal, viele nie. Muss ja auch nicht &#8211; Hauptsache es wird schriftlich entertaint. Das war mir im Leben schon immer wichtig.<br />
Sieben Jahre später stolpere ich irgendwo bei Facebook zufällig über <em>speedy_gonzales</em>. Sein Coverbild zeigt, wie ein Schaf die Gedärme aus einer jungen Frau frisst, das Profilfoto ist ein hübsches Skelett. Ja, kein Zweifel &#8211; das ist er.</p>
<p>Ich schreibe ihm, er sei noch genau so bekloppt wie früher. Er antwortet mit einem Herz. Ich habe diesen Menschen vielleicht noch nie getroffen, aber meine tiefe Sympathie zu ihm ist ungebrochen. Es fühlt sich so an, als wären keine fünf Minuten vergangen.</p>
<p>Und heute feiert er Geburtstag in dieser Bar in Mitte. Und steht vor mir und guckt. Unter normalen Umständen würde ich ihn wahrscheinlich als betrunkenen Hot Water Music-Punk abstempeln, er mich als überschminkte Hipstertussi. Wir würden vielleicht nie zusammen auf einer Party stehen.<br />
Also, wie begrüßt man sich jetzt am besten?</p>
<p>Ich falle ihm um den Hals.<br />
Dann sage ich: &#8220;Guck mal, das sind <em>funnybunny</em> und <em>callempeter </em>aus dem Forum. Die sind inzwischen verheiratet.&#8221;</p>
<p><em>speedy_gonzales</em> antwortet: &#8220;Lol.&#8221;</p>
<p>Dann gehen wir saufen.</p>
<p>Ich liebe das Internet.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3576" title="tumblr_l02ravNAId1qzefipo1_250" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_l02ravNAId1qzefipo1_250.gif" width="150" height="112" /><img class="alignleft size-full wp-image-3575" title="tumblr_les4qlQnJ41qcqd1wo1_100" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_les4qlQnJ41qcqd1wo1_100.gif" width="95" height="95" /><img class="alignleft size-full wp-image-3569" title="th_Animated_Dancing_Cat_1" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/th_Animated_Dancing_Cat_1.gif" width="150" height="130" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3573" title="tumblr_ks8lqnhmeo1qzefipo1_100" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/tumblr_ks8lqnhmeo1qzefipo1_100.gif" width="100" height="100" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><img class="alignleft size-full wp-image-3534" title="Bildschirmfoto 2013-01-31 um 19.27.12" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-01-31-um-19.27.12.png" width="580" height="208" /></p>
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<p>Hier geht&#8217;s zu meiner grandiosen <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook Page</span></a></span></strong>. Like doch mal rüber.</p>
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<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #b225c5;"><a title="Nur für den Klick für den Augenblick." href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/"><span style="color: #b225c5;"><strong>Nur für den Klick für den Augenblick &#8211; ein Verzicht auf Facebook.</strong></span></a></span><br />
<a title="“Du bist eine Lügnerin und ein Troll. Fick dich weg!”" href="http://mymagictypewriter.com/du-bist-eine-lugnerin-und-ein-troll-fick-dich-weg/"><span style="color: #b225c5;"><span style="color: #b225c5;"><strong>Du bist eine Lügnerin und ein Troll. Fick dich weg! &#8211; jetzt.de im Test.</strong></span></span></a><br />
<span style="color: #b225c5;"><a title="Romantik Zwo Punkt Null." href="http://mymagictypewriter.com/romantik-zwo-punkt-null/"><span style="color: #b225c5;"><strong>Romantik Zwo Punkt Null.</strong></span></a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gefangen im Bauch des fiesen Kater Holzigs.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 15:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[kater]]></category>
		<category><![CDATA[kater holzig]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[silvester]]></category>
		<category><![CDATA[trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[23:17h &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb. 0:00h &#8211; Wir stehen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>23:17h</strong> &#8211; Bei dem neuen Trendspiel &#8220;Killer and Spy&#8221; (Mord im Dunkeln ohne Licht aus) muss man logisch kombinieren und lügen. In fünf Runden werde ich vier Mal kaltblütig ermordet &#8211; am Ende sogar von meiner besten Freundin. Ich hätte meinen Instinkten folgen und sofort von der Party flüchten müssen. Ich blieb.</p>
<p><strong>0:00h</strong> &#8211; Wir stehen auf einer Dachterrasse. Ists schon zwölf? Dürfen wir uns schon umarmen? Keiner weiß es so richtig. Wir zählen mehrfach den Countdown runter. So lange, bis sich die Anzahl der Raketen im Himmel exponentiell nach oben geschraubt hat. Happy New Year!</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3477" title="Prosit Neujahr" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9537.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>0:07h</strong> &#8211; Alle telefonieren mit irgendwem. Ich zücke mein Handy. Ich habe eine Whatsapp-Nachricht bekommen! Geil!<br />
&#8220;New version of WhatsApp Messenger is now available. Please visit the Android Market or the WhatsApp Website to upgrade to the latest version.&#8221;</p>
<p><strong>0:08h</strong> &#8211; Ich werfe mein Handy gegen die Wand und exe etwas, das im Abgang angeblich nach Bratwurst schmeckt.</p>
<p><strong>0:27h</strong> &#8211; Die Bratwurst hat gewirkt. Ich habe ein Mikro um den Hals baumeln, zwei Zigaretten im Mund und singe Bonnie Tyler. Überall glitzert es. Ist das noch Make-Up oder sind das schon Sterne?</p>
<p><strong>1:12h</strong> &#8211; Beim Versuch die Hebefigur aus Dirty Dancing in einem bodenlangen Kleid nachzustellen und mich dabei selbst zu fotografieren, falle ich erstmalig hin. Lande aber weich in einem Meer aus Luftschlangen. Dort bin ich glücklich.</p>
<p><strong>2:45h</strong> &#8211; Entweder aufs Sofa zum Ehepaar oder auf eine Party mit dem Rest? Eine entscheidende Weiche des Abends nimmt den falschen Lauf.</p>
<p><strong>3:08h</strong> &#8211; Nach einer unendlich langen Tramfahrt kommen wir bei einer Privatparty am Oranienburger Tor an. Vor der Tür schleudert mir ein Mädchen einen gelben Ofenanzünder ins Gesicht. Es tut trotz Trunkenheit unheimlich weh. Meine Wange schwillt auf das doppelte an.</p>
<p><strong>3:15h</strong> &#8211; Ich betrachte mich in einem Spiegel in dieser Wohnung. Von der Fleischwunde in meinem Gesicht keine Spur. Jemand bringt mir eine Tasse Waldfruchtlikör mit Redbull. Gegen die Schmerzen. Das Gemisch entpuppt sich sofort als mein neuer Lieblingsdrink.</p>
<p><strong>4:07h</strong> &#8211; Mir wurden sehr viele Menschen vorgestellt. Alle Sportler. Ich habe mir keinen einzigen gemerkt. Ich freunde mich mit etwas Lametta an und fotografiere eine Flasche Schweppes auf Klo.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3475" title="Schweppes" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9702.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4:41h</strong> &#8211; Jemand tippt mir auf die Schulter: &#8220;Komm, wir fahren ins Picknick.&#8221; &#8211; &#8220;No way. Dafür ist es viel zu spät.&#8221;</p>
<p><strong>6:06h</strong> &#8211; Irgendwas hat mich schon mehrfach von der Bank gehauen, auf der ich mit den anderen im Picknick tanze. Wahrscheinlich war es der Schnaps. Ich sollte nach Hause fahren, möchte aber lieber noch ein bisschen glücklich sein.</p>
<p><strong>8:50h</strong> &#8211; Ich werde von meiner schönen Bank gezerrt: &#8220;Wir fahren jetzt ins Kater.&#8221; &#8211; &#8220;Seid ihr irre? Ich komme auf gar keinen Fall mit!&#8221;</p>
<p><strong>9:12h</strong> &#8211; Wir stehen am Eingang. Ich habe keinen Pfennig Geld mehr. Es ist unfassbar hell. An der Tür treffe ich einen Bekannten mit einer Banane im Gesicht. Das ist also das Kater Holzig. Ich war noch nie hier, möchte aber auch wirklich nicht rein.</p>
<p><strong>9:17h</strong> &#8211; Jemand hat mich am Arm nach drinnen gezogen. Ich stehe und starre und staune. Dieser Club hasst mich! Alles ist wie in einem Horrorfilm. Wenn ich jetzt nicht aufpasse, fressen mich die Zombies bestimmt auf. Und wenn ich jetzt nicht sofort was trinke, werde ich wieder nüchtern. Bloß nicht!</p>
<p><strong>9:21h</strong> &#8211; Ich mache ein Foto von der Bar. Um meinen Arm hängt eine teure Kamera mit lichtstarkem Objektiv und externem Blitz. &#8220;Wenn die Security dich erwischt, fliegst du sofort raus.&#8221; Ich kippe meinen Jägermeister runter. War das jetzt eine Drohung oder ein Versprechen? Ich zumindest fordere mein Glück heraus.</p>
<p><img title="Im Bauch des Katers" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9777.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>9:29h</strong> &#8211; Das ist es also, das Kater. Post-apokalyptische, kranke Vision von Hippies, die auf Chemie stehen. Abrisshaus aus Disneyland mit Marktplatz, Infrastruktur und Würstchenbude. Ein alles verschlingendes Loch, das sich einfach nicht schert um das sonst so gängige Raum-Zeit-Kontinuum. Eine Parallelwelt der Verrückten. Womöglich werden die mich nie wieder gehen lassen.</p>
<p><strong>9:45h</strong> &#8211; Ich bin die einzige im Club, die keine Drogen genommen hat, und doch komme ich von allen am wenigsten klar. Außer dem Mädchen da hinten, das Schaum vorm Maul hat und grunzt. Ist es eigentlich schon zu spät jetzt noch mit Ketamin anzufangen?</p>
<p><strong>10:07h</strong> &#8211; Ich lehne an einer Häuserwand, als mich jemand von der Seite anspricht. Er sieht ganz nett aus. Ich verstehe nicht viel, meine aber, das Wort GHB zu hören. Ich halte mir schnell den Drink zu und rutsche unauffällig von ihm weg. Als er kurz nicht guckt, renne ich so lange bis ich im rettenden Bauch einer riesigen Katze Unterschlupf finde. WTF?</p>
<p><strong>10:18h</strong> &#8211; Ich verirre mich immer weiter in dieser Katze und bleibe irgendwo zwischen Bumsecke und Bar stehen. Von der Decke hängt ein armdickes Tau. Ich greife danach und lasse es die nächste halbe Stunde nicht mehr los. Etwas Halt in Druffie-Land: unbezahlbar.</p>
<p><strong>10:52h</strong>  - Was ist eigentlich, wenn mich hier jemand sieht? Zwischen den ganzen Opfern? Wie ich das Tau umarme? Das macht mir echt Sorgen. Ich mache es mir zur Aufgabe, jedem der etwa 2000 Anwesenden zu erklären, dass ich auch wirklich nichts genommen habe. Mir glaubt niemand. Ich sehe aber auch echt scheiße aus.</p>
<p><strong>11:02h</strong> - Sonnenbrille! Ich brauche eine verdammte Sonnenbrille!</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9795.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>11:33h</strong> &#8211; Ich bin durch Gänge geirrt, Treppen hoch und runter gehechtet, über Dancefloors gejagt und stehe nun in der Kloschlange. Es stinkt, gibt keinen Spiegel, ich habe freie Sicht aufs Pissoirs, die Leute gehen zu acht aufs Klo. Ich gucke mir die Anstehenden genauer an &#8211; die zucken mit den Mündern, haben riesige Schweißflecken und müssen nie blinzeln.</p>
<p><strong>11:48h</strong> &#8211; Ich sitze in der Sonne und versuche normal auszusehen. Die Zombies krauchen um mich rum. Überall Dreck und Fratzen. Neben mir isst jemand einen Rollmops und ne Wiener. Gleichzeitig! Ich gucke ihn an &#8211; ihm fehlt das Weiße in den Augen. Wie soll ich nur jemals nach Hause kommen?</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9815.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>12:07h</strong> &#8211; Ich habe endlich den scheiß Ausgang gefunden. Die Kamera hängt noch um meinen Arm. An der Tür werde ich verwarnt. Taaaaaxi!</p>
<p><strong>12:20h</strong> &#8211; Ich stehe in der Sparkasse. Wahrscheinlich in Berlin. In der Scheibe spiegelt sich etwas, das mal eine Frisur war. Ich gebe meinen Pin ein. Falsch. Ich gebe ihn erneut ein. Wieder falsch. Die Tasten müssen heute irgendwie anders als sonst angeordnet sein. In der Ecke sitzt ein Penner. Vielleicht sollte ich mich einfach zu ihm legen?</p>
<p><strong>12:35h</strong> &#8211; Ich schaffe es zwar nicht, selbständig die Taxitür zu öffnen, verlange aber noch nach einer Quittung. Auch kurz vorm Koma darf man den Blick fürs Wesentliche nicht verlieren. Wenn diese Fahrt bei der Steuer durchgeht, hab ich das System vollends überlistet.</p>
<p><strong>12:39h</strong> &#8211; Ich bin zu Hause. Mein Handy ist schon längst aus. Muss es wieder anstellen, brauche ja nen Wecker. Ich gebe den Pin ein. Falsch. Ich gebe den Pin erneut ein. Wieder falsch. Beim dritten Mal werde ich aufgefordert, meinen achtstelligen Puk einzugeben. Scheiße.</p>
<p><strong>12:43h</strong> &#8211; Ich sitze auf dem Fußboden meines Zimmers. Um mich herum liegen drei Aktenordner und ne Menge Papierkram. Was mache ich noch mal? Ach richtig, Puk suchen. Pukpukpuk. Ich halte mir ein Auge zu, um besser sehen zu können.</p>
<p><strong>12:48h</strong> &#8211; Mein Handy ist endlich von den Zahlenfesseln befreit. Ich darf mir einen neuen Code aussuchen und tippe irgendwelche Tasten. (Shit! Welche eigentlich?) Ich stelle meinen Wecker erst auf Mitternacht, dann auf 20h.</p>
<p><strong>20:00h</strong> &#8211; Wer bin ich? Warum lebe ich? Welches Jahrhundert haben wir?</p>
<p><strong>20:02h</strong> &#8211; Geil. Ich habe den Kater komplett übersprungen. Oder&#8230; Oder bin ich etwa immer noch betrunken? Auf meinem Handgelenk prangt hartnäckig eine tollwütige Katze. Ich sollte aufstehen.</p>
<p><img title="Kater Holzig" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/DSC_9821.jpg" width="660" height="437" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>21:01h</strong> &#8211; Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>22:03h</strong> &#8211; Nee, echt jetzt. Gleich stehe ich auf.</p>
<p><strong>23:02h</strong> &#8211; Ich stehe auf. Hui, mir ist noch schwindelig.</p>
<p><strong>23:03h</strong> &#8211; Ich bin bis zum Klo gekommen. Mein Magen bringt vielleicht nichts mehr hervor, ich würge mich trotzdem durch die nächsten Minuten.</p>
<p><strong>23:13h</strong> &#8211; Als ich endlich wieder im Bett liege, beschließe ich, nie mehr zu trinken. Dann stelle ich meinen Wecker auf 12 Uhr am nächsten Mittag. Ich hasse Kater. Ich hasse Kater Holzig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Ich habe aufgehört zu kotzen und hier geht es zu<strong><span style="color: #3366ff;"> <a title="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Gay Night Out. All in. - GFM im Weekend.</strong></span></span></a><br />
<a title="Bock auf Disco Krebs." href="http://mymagictypewriter.com/bock-auf-disco-krebs/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Bock auf Disco Krebs. - Deutschlands älteste Disco.</strong></span></span></a><br />
<a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #cc37d2;"><span style="color: #cc37d2;"><strong>Ein erholsames Wochenende in den Bergen. - Verkatert auf die Zugspitze.</strong></span></span></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bock auf Disco Krebs. Deutschlands älteste Disco im Test.</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2012 13:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[disco]]></category>
		<category><![CDATA[feiern]]></category>
		<category><![CDATA[helgoland]]></category>
		<category><![CDATA[krebs]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked! Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night. Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind gerade auf Helgoland, als wir es beim Kuchenessen auf dem Oberland erstmals sehen: den Disco Krebs. Die älteste Disco Deutschlands. Montags Karaoke. Freier Eintritt. Wir sind hooked!</p>
<p>Es ist Sonntag. Wir haben Saufbock. Scheiß auf Karaoke. Tonight is the Night.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3388" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.25-298x300.png" width="298" height="300" />Nach einem deftigen Abendessen lassen wir uns von Besitzer Harry in der Kneipe Knieper abfüllen. Er macht hervorragende Cosmos mit einem neckischen Twist: Kiwi anstatt Limette. Divine! Zum krönenden Abschluss serviert er uns zu unserer Schachtel Kippen schiefe Schnäpse und einen Cocktail mit vier Strohhalmen. Geil. Wir kosten alle gleichzeitig. Es ist so süß, dass sogar ich mich schütteln muss. Harry guckt gespannt. Einer muss was sagen.<br />
A. erbarmt sich: &#8220;Was ist das Süße?&#8221;<br />
&#8220;Creme de Banane.&#8221; Wir gucken uns gegenseitig an. Wir müssen es ihm schonend beibringen.<br />
&#8220;Harry, einen Tick weniger davon, dann ist er perfekt!&#8221;<br />
Harry ist nicht überzeugt. Er steht noch immer bei uns. Einer muss austrinken. Ich hole tief Luft und ziehe durch. That&#8217;s what friends are for.<br />
&#8220;Lecker&#8221;, schließe ich ab. Harry freut sich und räumt ab. Ich habe tierisch einen sitzen.</p>
<p>Wir torkeln die 300 Treppen vom Knieper zum Disco Krebs. C. will nicht zuerst rein, deshalb wage ich kopfüber den Vorstoß in die rauchige Disse. Beim Anblick wird mir dann allerdings doch irgendwie übel. Die anderen Girls schieben mich von hinten weiter in den Raum.</p>
<p style="text-align: left;"><strong><em>&gt;&gt; Maria, Mariaaaa &#8211; she remind me of a West Side Story. Growin&#8217; up in Spanish Harlem. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Selbstgemalte Orkas, Delfine und nautische Symbole zieren die Wände. Die Tanzfläche ist von Spiegeln umgeben, Nebel wabt, es tanzt keiner. Natürlich.<br />
Alle kleben anstattdessen prollig an der Bar (Stichwort: Oase, Berlin Alexanderplatz).<br />
Wir setzen uns in drehbare, weiße Discosessel. Alle glotzen. Es läuft Shakira. Wir brauchen Schnaps. Ich gehe mit A. durch die Jugendlichen (alle unter 30) hindurch direkt zur Bar.<br />
&#8220;Vier Wodka Cranberry bitte&#8221;, sage ich. Die Barkeeperin schüttelt den Kopf und hält uns eine Flasche klaren Apfelsaft hin.<br />
&#8220;Oder halt viermal das da&#8221;, resigniere ich. Wir schaffen die Getränke durch das feindliche Gebiet zurück zu den Mädels. Jetzt muss getrunken werden. Und zwar von der Mitte zur Titte. Ein Typ mit geligen Haaren, schwarzer Sonnenbrille und weißem Schlips (Ja ist denn schon Halloween?) kommt lässig auf uns zugetanzt.<br />
&#8220;Hey, wo kommt ihr her?&#8221;, will er wissen.<br />
&#8220;Berlin!&#8221;<br />
&#8220;Wien?&#8221;<br />
&#8220;Ja genau. Wien.&#8221;</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna fcuk you, fcuk you, you already know. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Ein zweiter stellt sich vor. Er sei Rapper und hätte gerade einen Record Release Gig hier im Disco Krebs hinter sich. Spannend. Über Cros Easy bonden wir ein wenig &#8211; ist hier also auch schon angekommen. Respekt. Inzwischen hält uns nicht mehr viel auf den Stühlen. Wir wagen uns ins Herzstück der Location.<br />
Die Tanzfläche besticht durch ihre Sauberkeit. &#8220;Drinks sind beim Tanzen verboten&#8221;, werden wir in unsere Schranken gewiesen. Wir stellen den Fusel ab. Das sollte man in Berlin auch mal durchsetzen. Rauchen ist hingegen überall erlaubt. Ich zünde mir drei hintereinander an.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; Know you&#8217;re in heaven smiling down. Watching us while we pray for you. Every day we pray for you. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3381" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/579138_10151149288883721_1801120139_n1-300x300.jpg" width="300" height="300" /></p>
<p>Die Mädchen des Disco Krebs freuen sich eher nicht so über unseren Besuch. Sie glotzen zickig. Wir liefern uns einen anmoderierten Dance-Off. Keine Ahnung, wer gewinnt. Wir haben natürlich die krasseren (nicht unbedingt erotischeren) Moves drauf, es fehlt uns in letzter Instanz aber an Extensions.<br />
Ich gucke an mir herunter. Ich trage gefütterte Oma-Schneeschuhe, Strumpfhose unter der Jeans, Wollpulli. Und Haare. Vom Winde verweht. Neben mir hängt meine gesteppte Wattejacke. Ich sehe so richtig schön scheiße aus. So würde ich in Berlin nicht mal zum Späti gehen. Ich muss mich mir noch schöner saufen.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; I wanna dance, and love, and dance again. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3384" title="" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-11-12-um-14.36.37-300x300.png" width="300" height="300" /></p>
<p>&#8220;Wodka Cooola!&#8221;, brüllt A. Ich halte es für einen Scherz. Dann steht der Drink vor mir. Na, hilft ja nix. Ich exe.</p>
<p>So langsam gefällt mir die älteste Disco Deutschlands richtig gut. Alle haben auch extrem gute Laune. Auf der Toilette sprühen wir uns gegenseitig mit Duftneutralisator ein. Dann noch ne Runde kleiner Feigling, noch ne Runde West Lights, Gruppenfotos mit den Boys &#8211; der Laden gehört uns!</p>
<p>Sogar Melly (Barkeeperin/Tänzerin/DJane/<wbr />Sängerin) mag uns. Und Cosimo, der Robben-Rapper. Die fremden Mädchen sind schon gegangen, als ich auf dem Boden liege, um den Sonnengruß zu performen &#8211; megasynchron zur Musik. Da macht dann auch die saubere Tanzfläche plötzlich Sinn.</p>
<p><strong><em><br />
&gt;&gt; Esta no no no, esta no no no, esta no no no, esta si. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Melly hat inzwischen die Mix-CD, die den ganzen Abend lief, auf unseren Wunsch gegen &#8220;alles von Rihanna&#8221; getauscht. A. bringt eine neue Runde Schnäpse &#8211; ganz ohne Geld, ich bin beeindruckt. Es ist kurz vor drei und ich habe jetzt schon gesoffen für bis um sieben.</p>
<p><strong><em>&gt;&gt; We found love in a hopeless place. We found love in a hope-less place. &lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Erklärtes Ziel &#8220;Krebsverbot&#8221; kriegen wir irgendwie nicht hin. Wir sind halt nicht ganz so cool wie Harry aus der Kneipe Knieper &#8211; dem ältesten Knieper Deutschlands.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ACHTUNG! Für alle, die nun interessiert sind: Am Samstag, dem 10.11. findet im <a title="Disco Krebs auf Facebook" href="https://www.facebook.com/DiscothekKrebs" target="_blank">Disco Krebs</a> ab 20 Uhr ein Gangnam Style Flashmob statt! Getränke gibt&#8217;s gratis.</p>
<p>Und hier noch ein Track unseres herzallerliebsten Robben-Rappers. Go Robbi!</p>
<p><iframe width="960" height="540" src="http://www.youtube.com/embed/Vh-uLdriXJA?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(alle Fotos: Annelie Jasmin)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/"><span style="color: #ba36c8;">Gay Night Out. All in.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Gefangen im Bauch des fiesen Katers." href="http://mymagictypewriter.com/gefangen-im-bauch-des-fiesen-katers/"><span style="color: #ba36c8;">Gefangen im Bauch des fiesen Katers.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #ba36c8;"><strong><a title="Ein erholsames Wochenende in den Bergen" href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/"><span style="color: #ba36c8;">Ein erholsames Wochenende in den Bergen.</span></a></strong></span></p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ich nahm zwei Kilo ab. Es war der schönste Urlaub meines Lebens.</title>
		<link>http://mymagictypewriter.com/ich-nahm-zwei-kilo-ab-es-war-der-schonste-urlaub-meines-lebens/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ich-nahm-zwei-kilo-ab-es-war-der-schonste-urlaub-meines-lebens</link>
		<comments>http://mymagictypewriter.com/ich-nahm-zwei-kilo-ab-es-war-der-schonste-urlaub-meines-lebens/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2012 19:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auch ich war mal jung.]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
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		<category><![CDATA[busreise]]></category>
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		<description><![CDATA[Es war 1998, ich war 16 Jahre alt und saß im Bus Richtung Costa Brava. Das war in Spanien, so viel wusste ich, und es gabt dort Schnaps und Jungs. Die Fahrt ins Glück war leider elendig lang. In meinem Tagebuch von damals liest es sich so: „Ich frage mich, warum diese Sitze den luxuriös [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war 1998, ich war 16 Jahre alt und saß im Bus Richtung Costa Brava. Das war in Spanien, so viel wusste ich, und es gabt dort Schnaps und Jungs. Die Fahrt ins Glück war leider elendig lang. In meinem Tagebuch von damals liest es sich so:</p>
<p><strong>„Ich frage mich, warum diese Sitze den luxuriös anmutenden Namen ‚Schlafsessel‘ tragen dürfen, wenn der Winkel der Rückenlehne auch nach dem Zurückklappen noch ein rechter ist. Und dann darf man sich hier noch nicht mal die Kante geben. Wenn wir angekommen sind, stelle ich mich proaktiv vor den Bus und exe eine ganze Wanne Sangria. Geil.“</strong></p>
<p>Als wir irgendwann dann doch in Spanien eintrudelten, stieg jemand namens Koks Piet Klocke in den Bus und erklärte uns, dass unser Hotel in Lloret de Mar niedergebrannt sei und wir deshalb in Calella wohnen würden. Durch die Reihen fegte ein Orkan der Entrüstung.</p>
<p><strong>„Calella? Nie gehört! Da kann man bestimmt gar nicht Saufen! Ich will mein Geld zurück!“</strong></p>
<p>Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Mutter gezahlt hatte. Ich war ja noch in der Schule und mein Einkommen betrug Taschengeld plus Erträge von Kasse 14 bei Real in den Borsighallen. Also nicht viel.</p>
<p>Das Zimmer, in das Koks Piet Klocke uns steckte, war unter aller Sau. Das sahen auch die anderen Neuankömmlinge so. Über einem ersten Feinschmeckerdrink im Innenhof verbrüderten wir uns &#8211; gegen den Reiseveranstalter und für mehr Spaß. Was mir anfangs noch wie ein Haufen prolliger Ossis vorkam, wurde schnell immer sympathischer.</p>
<p><strong>„Diese Diana machte mich voll blöd an. Ich pöbelte zurück. Wir waren dann zwar beide etwas eingeschnappt, aber nach einem großen Schluck Sangria-Gin-Mischung aus dem Fünf-Liter-Wasserkanister kriegten wir uns wieder ein.“</strong></p>
<p>Wir kauften uns einen aufblasbaren Swimmingpool und tauften unser neues Zuhause <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Melrose Place Intro" href="http://www.youtube.com/watch?v=TVmRluWZiW8" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Melrose Place</span></a></span></strong>. Fürs Baden kassierten wir 100 Peseten, die die Leute bereitwillig im Wasser hinterließen. Jeden Abend wurde das Geld herausgefischt und in Gemeinschafts-Barcadi umgesetzt. Ich kümmerte mich damals schon gerne um meine Lieblinge.</p>
<p><strong>„Von Fabian bekam ich feierlich den Namen ‚Knuffeltrude‘ verliehen, weil ich so fröhlich bin.“</strong></p>
<p>Nur Gott weiß, was wir uns Ende der 90er mit unseren Frisuren und Accessoires dachten. Mein Lieblings-Shirt zeigte Tweetie den Vogel, an meinem Arm prangte eine gelbe Baby-G aus durchsichtigem Plastik. Ich trug außerdem eine Art blondierten, kurzen Bob, den ich mir jeden Morgen zu einem unvergleichlichen Look toupierte.</p>
<p><strong>„Abends stand Poolparty auf dem Plan. Ich hatte mir fest vorgenommen, auf keinen Fall ins Wasser zu gehen, weil mein Frisör gesagt hat, dass blondierte Haare durch den Chlorgehalt grün werden. Da Sangria umsonst war, schüttete ich ordentlich was hinter. Natürlich wurde ich dann doch von so einem Arsch  in den Pool geschmissen. Als Koks Piet Klocke nackt hinterhersprang, gingen wir zurück zum Melrose Place. Meine Haare wurden übrigens nicht grün.“</strong></p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3203" title="Verschnaufpause." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/JuleMueller-6-von-7.jpg" alt="" width="389" height="258" /></p>
<p>Wir feierten im Galeon und im Red Planet. Nachts saßen wir am Strand oder um unseren Pool. Tagsüber schliefen wir. Wir hörten <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Ghetto Superstar auf YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=969ANF3GCX8" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Ghetto Superstar</span></a></strong></span> von Pras. Essen war überbewertet. Ich ließ mir unheimlich viele Drinks ausgeben, ließ aber niemanden ran, weil ich das unerhört fand. Beim Wort „Sex“ musste ich schließlich noch immer kichern.</p>
<p><strong>„Slaven-Kalle stresste im Galeon voll ab. Ich ließ mir trotzdem eine Cola von ihm spendieren. Dann wollte er mit mir tanzen. Igitt. Als das Galeon um sechs Uhr zumachte, gingen wir nach Hause. Dort war die Party schon wieder am laufen. Als die meisten schlafen gegangen waren, machte ich mit Grinsekatze und Schweda Nudeln, die der besoffene Piercie (sieben Piercings!) dann runterschmiss. Na toll. Als Entschädigung erzählte er uns von seinem ersten LSD-Trip.“</strong></p>
<p>Wahrscheinlich war es der Alkohol, aber ich liebte diese Menschen. Wer auch immer sie waren &#8211; für zehn Tage wurden wir beste Freunde, die alles teilten, die auf sich aufpassten, die nicht schlafen wollten, weil das Leben einfach zu schön war. So viel Liebe und Euphorie hatte ich selten zuvor verspürt. Es war wundervoll. Ich wollte es nicht aufgeben.</p>
<p><strong>„Am Tag der Abreise machte ich den Melrose-Place-Pool platt und fand es sehr symbolisch, wie die Luft so aus dem Ventil strömte. Ich wollte nicht nach Hause und schon gar nicht wieder in die Schule.“</strong></p>
<p>So chaotisch wie die Reise begonnen hatte, endete sie dann auch.</p>
<p><strong>„Nach drei Stunden Warterei am Abfahrtsort fing ich langsam aber sicher an, mich mit Sangria volllaufen zu lassen. Nach vier Stunden kam der olle Bus endlich angekurvt. Fabian sprang sofort auf und fragte den Busfahrer, warum er so lange gebraucht hatte. Dieser meinte, dass er froh sein könne, wenn er überhaupt mitgenommen würde. Als Fabian dann so was wie ‚Wichser‘ sagte, nahm der Busfahrer eine Plastiktüte mit einer Bierflasche drin und zerschlug diese auf Fabians Kopf! Das muss man sich mal vorstellen! Dieser blieb bestimmt nur so ruhig, weil er gerade auf Bewährung ist.“</strong></p>
<p>Ich sah in diesem Urlaub mein erstes Koks, ich hatte eine Schusswaffe in der Hand, ich war 10 Tage am Stück betrunken, begutachtete verschiedenste Penisse und kotzte mehrfach in einen Mülleimer. Oder kurz:</p>
<p><strong>„Ich nahm zwei Kilo ab. Es war der schönste Urlaub meines Lebens.“</strong></p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3202" title="Party im Melrose Place." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/JuleMueller-3-von-7.jpg" alt="" width="618" height="409" /></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Artikel auch erschienen bei den Homies von <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Mit Vergnügen" href="http://www.mitvergnuegen.com/2012/mein-erster-urlaub-ohne-dosenravioli-4-mit-jule-mueller-an-die-costa-brava/#more-19372" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Mit Vergnügen</span></a></strong></span>.</p>
<p>Bitte besucht auch meine <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook Page</span></a></span></strong>. Dort präsentiere ich gerne Bademoden.</p>
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		<title>Splash.</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jul 2012 20:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Reisen.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
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		<description><![CDATA[„Es kann in Deutschland einfach keine geilere Location für ein Festival geben!“ „Warst du schon mal woanders als auf dem Splash oder Melt?“ „Ja. Auf dem Berlinova 2001.“ So fallen die Worte, als wir bei unserer Ankunft mit dem Auto euphorisch über die Schotterpiste Richtung Bagger rollen. Beim ausverkauften Splash freuen sich 17.000 Menschen mit [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Es <em>kann</em> in Deutschland einfach keine geilere Location für ein Festival geben!“<br />
„Warst du schon mal woanders als auf dem Splash oder Melt?“<br />
„Ja. Auf dem Berlinova 2001.“</p>
<p>So fallen die Worte, als wir bei unserer Ankunft mit dem Auto euphorisch über die Schotterpiste Richtung Bagger rollen.</p>
<p>Beim ausverkauften Splash freuen sich 17.000 Menschen mit uns. Gefühlter Altersdurchschnitt: 18. Aber ey – hier sind wir alle 18. Eine halbe Stunde auf der Halbinsel und ich benutze Worte wie „represent“, „abchillen“ und „krass cool, Alter“. Aber es ist halt auch einfach krass cool, Alter. Während hinter der Hauptbühne Cro, Casper, Savas, Diplo und Nas (gefühlt) zusammen Vodka Relentless Berry zischen, drehen die Kids auf dem Rest des Geländes voll auf. Von weiter oben betrachtet zappeln ihre Caps (Neudeutsch auch: Raphelme) in der Sonne wie buntes Konfetti. Und spätestens als Marsimoto zwischen Tausenden von Armen und Bengalos in einem Schlauboot über die grünen Massen schwebt, sind wir alle ein großes, glückliches Ganzes.</p>
<p>„Sind wir eigentlich West Coast oder East Coast?“<br />
„Egal, heute sind wir einfach nur Coast.“</p>
<p>Inzwischen bin ich zu Hause, hab die Sneaker wieder gegen Loafer getauscht und versuche im Alltag ohne „Yo“ und „Yeah“ auszukommen. Und alles, was mich daran abhält, in die berühmte Post-Festival-Depression zu verfallen, ist der Gedanke an das Melt am nächsten Wochenende.</p>
<p>Fazit: Licht, Stahl, Wasser, Musik &amp; geile Menschen funktionieren immer. Punkt.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash1/" rel="attachment wp-att-2736"><img class="alignleft size-full wp-image-2736" title="Splash1" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash1.png" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash3/" rel="attachment wp-att-2738"><img class="alignleft size-full wp-image-2738" title="Splash3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash3.png" alt="" width="620" height="410" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash4/" rel="attachment wp-att-2739"><img class="alignleft size-full wp-image-2739" title="Splash4" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash4.png" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash5/" rel="attachment wp-att-2740"><img class="alignleft size-full wp-image-2740" title="Splash5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash5.png" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash6/" rel="attachment wp-att-2741"><img class="alignleft size-full wp-image-2741" title="Splash6" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash6.png" alt="" width="620" height="410" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash7/" rel="attachment wp-att-2742"><img class="alignleft size-full wp-image-2742" title="Splash7" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash7.png" alt="" width="620" height="410" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash9/" rel="attachment wp-att-2782"><img class="alignleft size-full wp-image-2782" title="Splash9" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash9.png" alt="" width="620" height="412" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash10/" rel="attachment wp-att-2783"><img class="alignleft size-full wp-image-2783" title="Splash10" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash10.jpg" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash11/" rel="attachment wp-att-2784"><img class="alignleft size-full wp-image-2784" title="Splash11" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash11.jpg" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash12/" rel="attachment wp-att-2785"><img class="alignleft size-full wp-image-2785" title="Splash12" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash12.jpg" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/splash/splash13/" rel="attachment wp-att-2786"><img class="alignleft size-full wp-image-2786" title="Splash13" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Splash13.jpg" alt="" width="620" height="411" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Diese Fotos sind auch erschienen bei <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="East Coast oder West Coast?" href="http://www.mitvergnuegen.com/2012/east-coast-oder-west-coast-jule-mueller-war-beim-splash-und-kennt-die-antwort/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Mit Vergnügen</span></a></strong></span> und auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23068529/splash-2012-fotostrecke-cro-marsimoto-und-kool-savas" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">intro.de</span></a></span></strong>.</p>
<p>PPS: My Magic Typewriter ist auch auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook.</span></a></span></strong> Lllike it!</p>
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		<title>Gay Night Out. All in.</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 15:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
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		<category><![CDATA[club]]></category>
		<category><![CDATA[gay]]></category>
		<category><![CDATA[gmf]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[sex]]></category>
		<category><![CDATA[weekend]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gay-Parties in der Olfe kenne ich schon. Da ist es warm, eng und mit vielen Männern, aber ohne tanzen. Ich kriege dort oft Komplimente und manchmal sogar Nummern. Wenn ich mich schlecht fühle, sind 2 Vodka Cranberry in der Olfe genau das richtige. Nun aber wollten die Gays mit mir auf eine krediblere Schwulenparty. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gay-Parties in der Olfe kenne ich schon. Da ist es warm, eng und mit vielen Männern, aber ohne tanzen. Ich kriege dort oft Komplimente und manchmal sogar Nummern. Wenn ich mich schlecht fühle, sind 2 Vodka Cranberry in der Olfe genau das richtige.<br />
Nun aber wollten die Gays mit mir auf eine krediblere Schwulenparty. Sie entschieden sich gegen Pork im Ficken3000 und für GMF im Weekend. Ich fand zwar, das andere klang vielversprechender, aber gut.</p>
<p>Ich gehe auf die <strong><span style="color: #0000ff;"><a href="http://www.gmf-berlin.de/" target="_blank"><span style="color: #0000ff;">Webseite</span></a></span></strong> der Clubnacht. Es ertönt der Baywatch Titelsong, ich sehe muskulöse Männer mit kurzen Haaren und nackten Oberkörpern. Die Partyfotos erinnern an Homo-Ballermann. Ich beschließe, Glitzer einzupacken.</p>
<p>Ich ziehe mir das kürzeste Kleid an, das ich besitze und male mir großzügig die Lippen an. Ich gehe total als Transe durch. Super. Bei dem Konzert, das ich vorher fotografiere, werden sie denken, ich sei bekloppt. Aber Hauptsache, die Gays finden mich später nicht langweilig. Auf geht es ins Weekend!</p>
<p>Wir nehmen den Fahrstuhl in den 15. Stock. 37 Menschen (lies: 37 Männer) auf 4 Quadratmetern. &#8220;Hier gehts nun mal um Körperkontakt.&#8221; Testosteron flimmert in der Luft. Ich kriege Bock, mich an den Eiern zu kratzen. Mit mir hier sind Wolfi und Ralli und Famil und Krank. 75 Prozent meiner männlichen Begleiter tragen Feinrip-Unterhemden. Ich rieche einen Trend.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-2-2/" rel="attachment wp-att-2660"><img class="alignleft size-full wp-image-2660" title="GMF" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download-2.jpg" alt="" width="461" height="307" /></a>Wir schieben uns vom Fahrstuhl auf den Dancefloor im 15. Stock. Der Raum ist so heiß, wie ich mir einen Raum voller Schwuler immer vorgestellt hatte. 42 Grad, 99,9% Luftfeuchtigkeit. Wer es sich erlauben kann und/oder ein Tribal auf der Schulter hat, geht topless. Nach 20 Minuten werfe ich meine Strumpfhose ab &#8211; bei dem Kleid eigentlich ein Unding, bei den Temperaturen aber unumgänglich.</p>
<p>Ich gehe zur Toilette. Die Euphorie in Erwartung eines leeren Damen-WCs erlischt denkbar schnell. Natürlich gibt es nur Männerklos. Ich stelle mich hinter zehn verschwitze Typen. Kommt einer und pflanzt sich vor mich in die Schlange. Ich tippe ihm auf die Schulter. &#8220;Sorry, ich warte auch.&#8221; Ist ihm aber völlig Latte. Ein nächster Klotourist zieht einfach komplett an den Wartenden vorbei. Ich bin empört. Schnell wird klar, dass bei diesen Einzelkabinen, die an normalen Tagen den Damen vorbehalten sind, nur Typen anstehen, die bumsen, koksen oder kacken müssen. Den Platz in der Schlange zu verteidigen ist harte Arbeit, das Klo selbst sieht aus wie Sau.</p>
<p>Auf dem Weg zurück zu den anderen Boys fasst mir jemand volle Kanne an den Hintern. Unter normalen Umständen hätte ich dem Nächstbesten eine reingehauen. Hier wackle ich noch mal mit dem Popo und wage einen Blick über die Schulter. Die Hand ist etwas über 20 und schickt mir einen Luftkuss hinterher. Glamourös.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-6/" rel="attachment wp-att-2670"><img class="alignleft size-full wp-image-2670" title="Dancefloor" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download.jpg" alt="" width="461" height="307" /></a>Auf der Tanzfläche läuft etwas, das ich frei als &#8220;House&#8221; interpretiere. Unhörbar. Ich exe meinen Drink. Neben uns knutscht ein Pärchen. Mann und Frau. &#8220;Mitten auf der Tanzfläche. Ekelhaft.&#8221; Angewidert dreht sich Wolfi weg.</p>
<p>Auf dem Dach ist es zu kalt, im 12. Stock zu prollig und im 15. zu heiß. Wir lassen uns auf den Sitzen hinter der Bar nieder. Neben uns fummeln zwei Typen. Recht schnell fängt der eine unauffällig an, dem anderen einen zu blasen. So unauffällig wie es halt mitten im Club geht&#8230; Ich bin schon mal gehookt. Wenig später gehen die beiden all in. Der Bläser setzt sich auf den anderen und juckelt los. Fünf Meter Luftlinie von mir.<br />
&#8220;Du, was machen die Männer da?&#8221;, frage ich. Sogar Wolfi und Ralli neben mir klappt beim Anblick die Kinnlade runter. Ich starre möglichst wenig schockiert, möchte aber natürlich nichts verpassen. &#8221;Guck da nicht so hin!&#8221;, werde ich ermahnt.<br />
Aber hallo gucke ich da hin. My policy: If you don&#8217;t want me to watch you having sex, don&#8217;t fcuk in front of my face.<br />
Leider habe ich nichts dazu gelernt. Außer vielleicht, dass man seinen Sitz im Weekend immer mit einem Feuchttuch desinfizieren sollte. Aufregend war es allemal. Live-Gaysex im Club: check!</p>
<p>Wir gehen wieder eine Runde tanzen. Einer unserer Hetero-Freunde gesellt sich zu uns. Ich warne ihn vor, es sei sehr schwul auf der Party. Er trotzt dieser Info und findet sich kurz nach seiner Ankunft auf der Tanzfläche mit einem Verehrer wieder, der ihn küssen möchte. Alle Avancen werden standhaft ignoriert. Nach dem Verschwinden des Küssers vergehen etwa zwei Minuten, dann flüchtet der Hetero aufs Dach &#8220;zum Abkühlen&#8221;. Kurz danach folgt dann die SMS, er sei gegangen. Es wundert mich nicht.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/download-1/" rel="attachment wp-att-2667"><img class="alignleft size-full wp-image-2667" title="Sonne" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Download-1.jpg" alt="" width="461" height="344" /></a>Verschwitzt gehen wir auf die Dachterrasse. Die eine Seite des Himmels wird schon hell, während sich der Rest noch in Dunkelheit hüllt. Es ist kurz nach 4 Uhr und kühl. Wir ergattern zwei neongrüne Fleecedecken von Ikea, die wir erst pärchenweise aufteilen, in die wir uns vor lauter Euphorie (Vodka) aber wenig später schon zu viert kuscheln. Kalt ist keinem mehr. Um die Sicht gerecht aufzuteilen, rotieren wir in unserem Zylinder aus Fleece ab und zu in kleinen Tippelschritten um die eigene Achse. Zwei weitere Boys quetschen sich in unseren Kreis. Keiner kennt sie, aber sie brauchen eindeutig auch etwas von unserer Liebe. All in ohne Reinstecken. Zwischen fünf Männern klemme ich auf diesem Dach und fühle es. The Löve. And the Sun.</p>
<p>Als das rote Glühen am Horizont in die ersten, zaghaften Sonnenstrahlen übergeht, bin ich glücklich. So schön kann das Leben also sein&#8230; Wir applaudieren vor Freude dem Licht entgegen und verlieren dabei kurz die Decke. Am Horizont drehen sich Windräder, an uns vorbei schieben sich die Menschen. Wir bleiben einfach stehen und gucken. So lange bis das Licht uns in den Augen schmerzt.</p>
<p>Auch wenn der Club bis zum Anschlag gefüllt ist und der letzte Vodka noch wirkt, die Party ist vorbei. Zum Abschied gehe ich auf die Toilette. Acht Nackte ziehen sich an mit vorbei. Klar, drängelt ruhig alle vor. Irgendwann ergattere ich eine Kabine. Beim Betreten folgt mir ein druffer Meister Proper Richtung Kloschüssel. Hallo? Da mich seine Pupillen vollmondartig anstrahlen, lasse ich ihm das Klo. Auf dem Weg nach draußen rutsche ich auf einem Kondom aus. Eindeutig der Tiefpunkt des Abends. Wolfi nimmt mich an die Hand und zieht mich zum Fahrstuhl. Wenigstens ist auf die eigene Gang Verlass.</p>
<p>Nach Hause fahren wir zum Entsetzen aller mit der U-Bahn. Es gibt Streuselschnecken und Penner.</p>
<p>Als die Sonne schon voll am Himmel steht, ziehe ich mir meinen Schal über die Augen und träume von nackten Männern. Hach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soon to come: Homopedia &#8211; Begrifflichkeiten des Schwulseins total p.c. erklärt von deiner Mutter.<br />
Für zu definierende Wunschworte schreibt mir eine Mail oder einen Kommentar.</p>
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		<title>Ein erholsames Wochenende in den Bergen</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SAMSTAG 07:00h Der Wecker klingelt nach gesunden drei Stunden Schlaf. Ich weiß spontan nicht, worum es geht. Nix macht Sinn. Dann fällt es mir ein: Ich fliege nach München. Irgendwas mit Bergen. Ich bin total betrunken und snooze. 07:15h Wann muss ich los?  In einer halben Stunde. Es dreht sich alles. Die Katze nervt. Hätte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SAMSTAG</strong></p>
<p>07:00h<br />
Der Wecker klingelt nach gesunden drei Stunden Schlaf. Ich weiß spontan nicht, worum es geht. Nix macht Sinn. Dann fällt es mir ein: Ich fliege nach München. Irgendwas mit Bergen. Ich bin total betrunken und snooze.</p>
<p>07:15h<br />
Wann muss ich los?  In einer halben Stunde. Es dreht sich alles. Die Katze nervt. Hätte ich etwas Energie, würde ich sie anbrüllen. Der Weg in die Küche ist furchtbar lang und kalt. Theoretisch und praktisch bin ich nicht in der Lage, zu reisen. Ich schalte das Radio ein. Es laufen die Ärzte. Danke, jetzt bin ich wach. Schlecht ist mir trotzdem. Ich schmiere mir einen Kanten Brot mit irgendwas &#8211; vielleicht saugt das noch etwas Alk aus dem Magen. Dann leere ich einen halben Liter schwarze Johannisbeerschorle. Man gönnt sich ja sonst nichts.</p>
<p>07:28h<br />
Ich betrete das Bad.  Duschen fällt aus, is klar. Muss ja gleich los. Ist der Heroin-Chic eigentlich wieder salonfähig? In Bayern? Ich werde es herausfinden müssen.</p>
<p>07:51h<br />
Kamera, Portemonnaie, Tickets &#8211; ich hab alles außer meiner Würde. Es kann losgehen.</p>
<p>08:02h<br />
Ich ziehe meinen Koffer laut die Treppe zur U-Bahn hinunter. Tragen steht nicht zur Debatte. Super. Die Bahn nach Schönefeld kommt gleich. Vorsichtshalber krame ich die Flugbestätigungsmail aus meinem Rollkoffer&#8230;</p>
<p>08:03h<br />
Ich muss nach Tegel!?  Wie oft kann man eigentlich noch auf diesen Schwachsinn reinfallen? Ich breche in Panik aus, dann stelle ich eine alternative Route zusammen. Kurz vergesse ich sogar die Übelkeit.</p>
<p>08:31h<br />
Ich falle in einen Bäcker am Kutschi. So wie ich aussehe, könnte ich auch in den Mülltonnen nach Essbarem suchen. Würde nicht weiter auffallen. Im Radio läuft Alexandra Burke.  Ihr Nachname klingt so, wie ich mich fühle.</p>
<p>08:36h<br />
Im Bus möchte eine Dame meinen Sitzplatz. Not gonna happen, Sister.</p>
<p>08:49h<br />
Ich stehe vollkommen dehydriert in der Check-In-Schlange. Mein 7 Kilo schweres Köfferchen entspricht gewichtstechnisch nicht den Anforderungen der Airline. “Es ist nur sehr wenig Platz im Flugzeug.“ Selbst ich merke, dass die  Zusammenhänge hinken. Ich muss es einchecken. Mir ist alles egal, Hauptsache ich muss hier und jetzt nicht sterben.</p>
<p>08:56h<br />
Ich trinke das teuerste Wasser der Welt. Jeder Schluck kostet mich etwa einen Euro.<br />
Worth. Every. Fucking. Penny.</p>
<p>09:10h<br />
Ich lese den Playboy im Wartekabuff. H. kommt rein. Als wir uns hallo sagen, muss ich rülpsen. Er weiß dafür meinen Namen nicht. Dann sind wir wohl quitt. Ich lese demonstrativ wieder nackte Frauen.</p>
<p>09:14h<br />
Eine Damenhandballmannschaft mit Partnerlook-Hoodies schart sich um mich. Alle haben kurze Haare und muskulöse Oberarme. Sie lesen auch den Playboy.  Natürlich. Ihr Mittagsmenü für die kommenden Tage muss demokratisch gewählt werden. Auf dem Speiseplan stehen Schweinelendensteak, Rinderfilet und Eisbein. Ich setze mich um.</p>
<p>09:26h<br />
Ich merke, dass in Schlangen zu stehen heute nicht so mein Ding ist. In dem Fach über meinem Sitz hätten noch zehn meiner Koffer Platz gehabt. Vor mir sitzt der übergewichtige asiatische Friseur aus Schwer Verliebt.  Oder jemand anderes. Erst mal schlafen.</p>
<p>11:05h<br />
Ich erwache, als wir den Asphalt berühren. Meine Augen kriege ich trotzdem nicht auf. Blind schleiche ich den Flur entlang Richtung Ausgang. Viel zu viele Menschen hier. An der Gepäckausgabe warte ich 25 Minuten auf meinen Koffer. Ich bin fuchsteufelswild.</p>
<p>11:47h<br />
Ich sitze in der vollen S-Bahn nach München Zentrum. Für nur 10 Euro. Draußen sieht es öde aus. Felder, Bäume, Nebel. Flach wie Brandenburg. Wo sind denn jetzt die Berge und Brezn? Niemand trägt Dirndl. Alle sind auch total normal. Die sprechen nicht mal komisch. Etwas enttäuscht betrachte ich meine Haarspitzen. Zwar ist mir nicht mehr so doll nach Kotzen, nach Jägermeister ist mir aber auch nicht.</p>
<p>12:30h<br />
Ich habe 50 Minuten in der Bahn gesessen und niemand wollte mir Feuerzeuge oder eine Obdachlosenzeitung verkaufen, niemand hat mir einen Song gespielt, niemand hat einfach mal so nach Geld für Drogen gefragt, niemand hat betrunken laut die Welt/Ausländer/Politiker verflucht. Es war wunderbar ruhig. Meine Laune steigt stetig. Immer noch keine Berge.</p>
<p>21:02h<br />
Nach Hotel-Check-In, Mittagsschlaf und Make-Up sitze ich nun in 1500 Metern auf der Drehmöser-9-Alm. Ich habe Magenkrämpfe und Schüttelfrost. Das ist sicherlich die Höhenkrankheit. Die dünne Luft und so. Ich bin umgeben von Jägermeister. Auf Eis, mit Red Bull, Saft, Brause, Wasser, Milch, Bier &#8211; alles kann, alles muss. Ich lege meinen Kopf auf der Theke ab. Wenn ich den Schnaps nicht sehe, sieht er mich vielleicht auch nicht.</p>
<p>21:20h<br />
D. und D. besuchen mich an meinem Sitzplatz an der Bar.  Sie nehmen sich meine mühsam zu einem Turm gestapelten Getränkemarken und bestellen drei Jägermeister-Redbull. Ich solle mich nicht so anstellen. Der erste Schluck tut mir in der Leber weh. Vom zweiten muss ich aufstoßen. Nach dem dritten etappe ich mich beim Lächeln. Ich erinnere mich wieder daran, wie man sich eigentlich im Leben fühlen sollte. Irgendwie glücklich.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n/" rel="attachment wp-att-1846"><img class="aligncenter size-full wp-image-1846" title="313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/313236_10150415129391443_724506442_8977148_404162746_n.jpg" width="634" height="422" /></a></p>
<p>21:29h<br />
Mein High hielt etwa 27 Minuten vor. Inzwischen bin ich zurück in einen bemitleidenswerten Geisteszustand gefallen und starre auf den Kamin. Oder auf die dauergewellten Dorfdamen. Drehmöser-Style.</p>
<p>22:14h<br />
Ich hänge so auf einem rustikalen Holztisch rum und spiele mit Strohhalmen. Vor mir steht ein oranger Jägermeister-Stammtisch-<wbr />Wimpel, um meine Schultern schmiegt sich ein Jägermeister-T-Shirt, vor mir stehen kleine Flaschen Jägermeister, daneben liegt ein Haufen Jägermeister-Getränkebons. Es ist klar, wo ich mich befinde. Oben spielt die Band, hier unten gammeln die Partypooper rum. Ich gucke nach draußen. Irgendwo muss die Zugspitze sein. Man sieht genau: nix. Ehrlich gesagt könnten die mich auch in  einen unterirdischen Saunaclub gefahren haben.  Nachts verpufft der Effekt eines Bergmassivs irgendwie. Hinter mir hängen in einem Trockenschrank etwa 20 Schinken. Naja, ist ja auch ganz schön.</p>
<p>23:05h<br />
Ich trinke Apfelschorle aus einem Maßkrug. Der Bluff fällt keinem auf.<br />
Mein Mantra des Abends: Ich möchte mich nicht vor dem Kamin zusammenrollen und einschlafen! Ich möchte mich nicht vor dem Kamin zusammenrollen und einschlafen! Fast glaube ich es mir selbst.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4276" alt="392210_10150415130436443_791208173_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/392210_10150415130436443_791208173_n.jpg" width="634" height="422" /></p>
<p>23:23h<br />
Die Gondel fährt um zwei Uhr wieder nach unten. Bis dahin muss ich hier ausharren. Ein betrunkener Typ setzt sich zu mir. Er kommt aus Garmisch. Ich behaupte, ich hieße Tusnelda und sei aus Polen. Er geht wieder. Ich exe meine Apfelschorle wie eine ganz Harte.</p>
<p>00:12h<br />
Ich bin umgeben von hackedichten Jungs, die ich nicht kenne. Kurz hebt sich meine Laune wieder.<br />
Der eine: Du bist auch aus Reinickendorf? Vielleicht waren wir auf einer Schule?<br />
Ich: Wie alt seid ihr?<br />
Er: Zwanzig. Und du?<br />
Ich: Dreißig.<br />
Schweigen.<br />
Er: Du könntest unsere Mutter sein!<br />
Ich zeige meine goldene Mutter-Kette. Alle sind beeindruckt. Dann geht uns der Gesprächsstoff aus. Ich schleiche zurück zu meinem Barhocker.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/ein-erholsames-wochenende-in-den-bergen/bildschirmfoto-2011-11-29-um-18-27-23/" rel="attachment wp-att-1820"><img class="size-full wp-image-1820 aligncenter" title="Bildschirmfoto 2011-11-29 um 18.27.23" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-11-29-um-18.27.23.jpg" width="625" height="351" /></a></p>
<p>23:57h<br />
D. interviewt mich draußen. Irgendjemand filmt. Ich erzähle vom großartigen Partyspektakel. Ich finde, ich bringe das voll real rüber. (Edit: Später werde ich herausfinden, dass ich so natürlich wirke, wie die Konservierungsstoffe in Skittles.) Noch eine Stunde bis Abfahrt.</p>
<p>02:03h<br />
In der Gondel schwebe ich Richtung Abgrund. Ins tiefe, schwarze Nichts. D. und D. sprechen vom Altenpanorama in der hoteleigenen Sauna. Ich kauere mich am Boden des Kräftigs zusammen. Je weniger hoch ich bin, desto weniger tief kann ich fallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>SONNTAG</strong></p>
<p><img class=" wp-image-1835 alignleft" title="387847_10150415133866443_724506442_8977187_2031088703_n" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/387847_10150415133866443_724506442_8977187_2031088703_n.jpg" width="480" height="719" /></p>
<p>12:13h<br />
Wir fahren mit dem Auto am Eibsee vor. Ich bin so aufgeregt wie selten. Meine Kamera ist geladen und schussbereit. Gleich gibt es was mit Bergen. Wir laufen durch einen kleinen Wald. Eigentlich renne ich. Ich kann den Ausblick nicht mehr länger abwarten. Irgendwo hier muss der See sein. Und dann lichten sich die Bäume. Ich fühle so etwas wie Ehrfurcht. Der flache, glasklare See leuchtet in stattlichen Grüntönen. Am Ufer liegen große graue Steine, dahinter baut sich ein von der Sonne erleuchteter Streifen aus Tannen auf. Und dann muss man seinen Köpf heben, um das Bergmassiv um die Zugspitze überhaupt erfassen zu können. Schroff, von Schneelinien durchzogen ragen die scharfen Kanten der Steintürme in den türkisen Himmel. Alles funkelt und glänzt und schimmert, als hätte ich die Szene schon durch mein digitales Bildbearbeitungsprogramm gejagt. So ist das also in den Bergen. Ich hatte keine  Ahnung. Ich nehme meine Kamera und lasse ein Blitzfeuer auf die Idylle los. Theres no stoppin now.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4277" alt="313281_10150415130981443_622762829_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/313281_10150415130981443_622762829_n.jpg" width="634" height="422" /></p>
<p>20:30h<br />
Ich verabschiede D. auf dem Flughafen-Weihnachtsmarkt genau zwischen Terminal eins und zwei an der Eislaufbahn. Um uns herum zuzeln alle weiße Würste.</p>
<p>20:34h<br />
Ich trage eine Strumpfhose, Jeans, zwei Paar Socken, Lammfellsohle in den Schuhen, Unterhemd, Shirt, Strickjacke, Hoody, Wintermantel und Schal. Macht man doch so in den Bergen? Draußen sind zehn Grad, hier drinnen gefühlte 29. Ich schwitz wie ein Schwein. Na, wenn ich schon die Sauna verpasst habe&#8230; Ist auch alles hier fast wie im Spa. Nur halt nicht so geil.</p>
<p>23:47h<br />
Ich bin gerade zu Hause angekommen. Ich fühle mich wie überfahren. Und dann gucke ich die Bilder an. Von der Zugspitze. Aus der Gondel. Von der Alm. Und bin glücklich.</p>
<p>Trinken werde ich trotzdem nie wieder.</p>
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		<title>Leben am Limit. Heute: Das Leben ohne Kühlschrank und Korkenzieher.</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 12:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[korkenzieher]]></category>
		<category><![CDATA[kühlschrank]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keinen Kühlschrank. Und ich habe es in drei Monaten nicht geschafft mir einen zu besorgen. Weil ich natürlich wie jeder ordentliche Hartz-4-Empfänger unglaublich busy bin. Erst war das Fehlen eines Kühlschrankes ein allgegenwärtiger Panikmacher in der WG. Wir hatten Angst einzukaufen, zu kochen, Leute einzuladen – unser Leben war die Hölle. Inzwischen haben wir uns beruhigt und gelernt, dass auch ein Leben ohne Kühlschrank durchaus ein lebenswertes sein kann. Denn, wer hätte das gedacht: Man kann Butter, Eier und auch Milch wunderbar einfach so in der Gegend rumstehen lassen. Meine Mutter würde mir sicherlich zustimmen, denn – sieh einer an – unsere jungen Eltern in der Deutschen Demokratischen Republik hatten auch keine Kühlschränke. Die vergruben im Sommer Milchkannen in der Erde – quasi der Vorläufer der Kühltasche. Und praktisch ist das schon, wenn man fertig gefrühstückt hat und dann anstatt alles wieder wegzuräumen einfach alles stehen lässt. Weil man hat ja gar keinen gekühlten Schrank. Das ist Freiheit auf höchstem Niveau. Und auch die Dinnerparties laufen prächtig.</p>
<p>„Hilfst du mir kochen?“</p>
<p>„Klar. Wo ist denn euer Kühlschrank?“</p>
<p>„Haben wir nicht. Such einfach die Regale und Nischen zwischen den Schränken nach Essbarem ab.“</p>
<p>„Ich wünschte ich wäre auch so cool wie ihr.“</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash2/hs342.ash2/62236_442785961442_724506442_5835068_6244171_n.jpg" alt="" width="460" height="460" />Da ist das Leben ohne Korkenzieher schon um einiges härter. Vor allem wenn man Mädchen ist und immer viel Wein trinken muss. Und wenn immer viele Mädchen vorbeikommen und dann auch Wein trinken wollen. Nun sind wir zwar handwerklich nicht begabt, aber wenn es um einen Schluck (also ein paar Gläser) Wein geht, dann wissen wir uns auch fast ohne Hilfsmittel zu helfen. Man braucht ja lediglich ein kleines scharfes Messer, einen schmerzunempfindlichen Daumen, ein nicht mehr benötigtes Handtuch, eine siebener Schraube, eine Zange und/oder Brechstange. Ich hätte Fotos machen sollen von den verschiedenen Gästen, die sich an der Weinflaschenöffnung  versucht haben. Generell gab es pro Abend und pro Flasche immer einen designated Opener im Rotationsprinzip. Und wenn ich an der Reihe war, holte ich mir einen Mann. Am liebsten den Opernsänger von unten, denn der hat sogar einen richtigen Korkenzieher. Der Typ von nebenan ist der absolte Notnagel, denn der lädt sich dann immer gleich selbst zu der Verköstigung ein. Außerdem hat er in seinem Flur einen kleinen rosanen Kinderwagen zu stehen und das macht mir Angst. Inzwischen haben wir aufgehört Telefonketten zu starten, um alle daran zu erinnern nur Weine mit Schraubverschluss mitzubringen. Ich bin in die Welt gezogen und habe nach drei Monaten einen Korkenzieher erstanden. Bei Karstadt. Mit Yessi. Der hat mir ein Gerät angedreht, das ich bis heute nicht verstehe. Alle anderen übrigens auch nicht. Aber hey – so bleibt es spannend bei  jeder neuen Öffnungszeremonie in der WG Krämer/Müller.</p>
<p>&nbsp;</p>
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