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	<title>mymagictypewriter. &#187; Achtung! Mädchenkrams.</title>
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		<title>Whatsapp-Sex. Steckste nich drin.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 17:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Intro-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch. Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich benutze Whatsapp jeden Tag. Ich habe viele schöne Gruppen dort. Es geht um Treffen in Bars, neue Gerüchte und den Austausch schmackhafter Rezepte. Sehr praktisch.</p>
<p>Neulich stehe ich im Bad, sehe aus wie Sau und hänge gerade Wäsche auf, als meine Online-Affäre anfängt, anzügliche Sachen zu schreiben. Ich finde es witzig und steige drauf ein. &#8220;Oh ja, Baby. Ich bin heiß&#8221;, schicke ich zurück, während ich Baumwollschlüpper aufhänge und kichere.</p>
<p>Ich kriege ein Foto. Cool! Ich lade es runter.<br />
Es ist ein Penis. Es ist <i>sein</i> Penis! Ups, ach, anscheinend meint er es ernst mit diesem sexy Chat?</p>
<p>Ehrlich gesagt bin ich kein sexueller Mensch. Es gibt sogar Leute, die beschreiben mich als &#8220;so erotisch wie eine Tennissocke&#8221;<br />
Es ist mein erstes Penisfoto. Dreißig Jahre lang habe ich mich gegen digitale und analoge Erotikfotos gewehrt. Und jetzt starrt es mich unverhofft von meinem Handy an. Hallo Penis. Und siehe da, sooo schlimm ist es gar nicht. Im Gegenteil.<br />
Interessant.</p>
<p>Irgendwas sollte ich nun wohl zum Gemächt sagen. Ich schreibe was ansatzweise Gewagtes zurück. Ich muss noch über die Peinlichkeit des geschriebenen Wortes hinweg kommen. Worte mag ich ja eigentlich. &#8220;Leck meine Nippel, Tiger!&#8221;, schreibe ich im echten Leben aber selten. Und wenn, dann ganz bestimmt nur in nicht-sexuellen, ironischen Zusammenhängen.</p>
<p>&#8220;Ich will auch ein Bild von dir&#8221;, erwidert er. &#8220;Untenrum.&#8221;<br />
Von mir? Nee. Also nee. Da kann ich es ja gleich bei Instagram hochladen.<br />
&#8220;Biiiiitte!&#8221;, bettelt er.<br />
Na gut. Man könnte ja testweise mal &#8230;<br />
Ich mache ein Foto. Sekunden später starre ich auf das Ergebnis. Das gehört doch bitte nicht tatsächlich zu <i>meinem</i> Körper?? Die erotische Stimmung ist sofort komplett ruiniert. Niemals im Leben schicke ich das wem!<br />
Glücklicherweise gehen alle Bilder dieses Chats durch die Quality Assurance-Abteilung &#8211; also mich.<br />
Delete!</p>
<p>Das kann man bei normalem Sex zum Beispiel auch nicht. &#8220;Tschuldigung, ich müsste kurz meine Oberschenkel besser ausleuchten und meinen Unterleib zensieren.&#8221;</p>
<p>Wir schicken also Fotos hin und her. Hier mal ein Nippel, dort mal ein gekringeltes Schamhaar. Mein Kopfkino spielt komplett verrückt. Ich finde es super. Whatsapp-Sex! Das neue Ding!<br />
Vielleicht macht diese Art von Sex Sinn für mich? Eigentlich könnte es genau meine Art von Sex sein: ohne Anfassen, ohne Beine rasieren, ohne Verhütung, ohne Syphilis, ohne Walk of Shame.<br />
Ich bin on.</p>
<p>Und dann, plötzlich &#8211; zwischen all den versauten Worten und Bildern &#8211; ein Gedanke.</p>
<p>AUSZEIT!</p>
<p>Hatte ich gestern im Büro nicht zuerst mein Handy mit meiner Dropbox verknüpft und dann auch gleich noch alle Smartphones und Tablets der Firma? Für mehr Speicherplatz? Und schickt mein Handy nicht alle Fotos automatisch in die Dropbox?<br />
Werden folglich meine Vagina Dialoge gerade in Echtzeit auf das iPad mini meines Chefs gebeamt?<br />
Sollte dieses virtuelle Unterfangen in einem ganz anderen Höhepunkt gipfeln als geplant? Sollte alles anders (Achtung!) kommen?</p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt ist mir längst klar: Eine gemeinsame Nacht im Chatverlauf nachlesen zu können hat nicht nur Vorteile. Tippen über Titten, schreiben übers Reiben, sinnieren übers Penetrieren? Generell super, aber „safety first“ &#8211; das gilt auch im virtuellen Raum.</p>
<p>Die gemeinsame Nacht beende ich nicht mit einem innigen Kuss, sondern mit den Worten: &#8220;Wenn das hier jemals jemand sieht, ich schwöre, dann hacke ich dir beide Beine ab!&#8221;</p>
<p>Am nächsten Morgen bin ich etwas früher im Büro und checke noch mal die Handys und Tablets. Nix. Na immerhin.</p>
<p>Ab und zu gehe ich auch noch auf www.dieschlampevonwhatsappnackt.com und suche nach Bildern von mir. Wahrscheinlich gibt es dann doch schönere Möglichkeiten zu lieben.<br />
Sollte ich mal ausprobieren.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-4081" alt="Chat_1005px" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Chat_1005px.jpg" width="640" height="520" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Text erschien auch im <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Intro-Magazin online" href="http://www.intro.de/news/newsfeatures/23072062/vom-winde-verwoehnt-kolumne-neues-aus-jules-welt" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Intro-Magazin</span></a></strong></span>. Alle meine Intro-Texte gibt es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Jule Müllers Intro-Profil" href="https://www.intro.de/logintro/916833" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier</span></a></strong></span>. Zu Facebook geht es <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">hier entlang</span></a></strong></span>.</p>
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		<title>Mutter fragt nach: Augengel Roll-on Q10</title>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 13:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[augengel]]></category>
		<category><![CDATA[isana]]></category>
		<category><![CDATA[isana men]]></category>
		<category><![CDATA[kosmetik]]></category>
		<category><![CDATA[kundenservice]]></category>
		<category><![CDATA[probanden]]></category>
		<category><![CDATA[rossmann]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebes Rossmann-Team! Ich hielt neulich eines Ihrer Produkte in der Hand &#8211; den Isana men Augengel Roll-on Q10. Auf der Vorderseite der Verpackung werben Sie mit den Worten: Erfrischt und mildert Schwellungen. Viel mehr könnte man sich von einem Augengel wohl auch nicht erträumen. Was mich aber stutzig machte, war das kleine Sternchen hinter dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebes Rossmann-Team!</p>
<p>Ich hielt neulich eines Ihrer Produkte in der Hand &#8211; den Isana men Augengel Roll-on Q10. Auf der Vorderseite der Verpackung werben Sie mit den Worten: Erfrischt und mildert Schwellungen. Viel mehr könnte man sich von einem Augengel wohl auch nicht erträumen. Was mich aber stutzig machte, war das kleine Sternchen hinter dem Claim. Die Aussage, so liest man auf der Rückseite, beruht auf einer Testreihe, die mit 20 Probanden durchgeführt wurde.</p>
<p><img class="size-full wp-image-3996 alignleft" alt="Erfrischt und mildert Fältchen" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/media-20130409.png" width="167" height="600" />Mit Verlaub, aber: Was für eine wissenschaftliche Feldstudie soll das denn bitte sein?</p>
<p>Jetzt mal unter uns: Sie benutzen ja sicherlich auch ab und an eine Creme oder ein Deodorant. Was meinen Sie denn, an wie vielen Personen man die positive Eigenschaften Ihrer Kosmetikprodukte testen sollte, um auf der Verpackung eine verlässliche, fundierte Auskunft an die Konsumenten geben zu können? Womit wären Sie Pi mal Daumen zufrieden?</p>
<p>Dreihundert? Fünfhundert? Tausend vielleicht?</p>
<p>Ehrlich gesagt beunruhigt mich die Auskunft auf Ihrem Produkt eher, als dass sie mich in der Richtigkeit meines Kaufes bestätigt. Geht man nicht davon aus, dass Studien verlässlicher werden, je mehr Leute daran teilnehmen? Oder im Umkehrschluss: Umso weniger Probanden, desto ungenauer auch das Ergebnis?</p>
<p>Wäre es da nicht eleganter gewesen, es einfach ganz wegzulassen? Gesetzlich ist das Stützen einer Produktaussage durch eine empirische Studie wohl nicht verankert. Das vergleichbare Produkt aus dem Hause Balea wirbt zwar mit einem ähnlichen Inhalt, verzichtet aber auf ein Sternchen dahinter. Vielleicht auch nicht die feine Englische, aber weitaus weniger verdächtig.</p>
<p>Gut, Ihr Roll-On ist im unteren Preissegment angesiedelt, aber muss man die paar Produktproben, die ein erweiterter Test Sie gekostet hätte, wirklich einsparen?<br />
Sogar die von Familienduell haben sich die Mühe gemacht, für jede einzelne Runde 100 Leute zu befragen.</p>
<p>Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass auch andere internationale Firmen mit geringen Personenzahlen bei ihren Tests hervorstechen. Loreal Elvive Extraordinary Oil wirbt in England mit einer 92%igen Zufriedenheit ihrer Kundinnen. Bei 121 befragten Frauen. Wo Sie immerhin auf eine runde Anzahl von Probanden geachtet haben, ist sich Loreal auch für krumme Ziffern nicht zu schade.</p>
<p>Machen das also alle so und mir ist es nur noch nicht aufgefallen?</p>
<p>Außerdem würde mich noch interessieren, wie diese 20 Testpersonen ausgewählt wurden. Wenn ich einen solche Befragung durchführen müsste, kämen wahrscheinlich 50% der 20 Teilnehmer aus meiner eigenen Familie, 30% wären einfach furchtbar scharf auf die Gratisproben und 20% lägen während der Befragung im Koma.*</p>
<p>*Höchstwahrscheinlich, weil ihr Herzmedikament das beste auf dem Markt ist.**</p>
<p>**Getestet an 20 Personen.</p>
<p>Ich freue mich auf Ihre Antwort.</p>
<p>Viele Grüße.<br />
Ihre Kundin Jule Müller</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>____________________________</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sehr geehrte Frau Müller,</p>
<p>für Ihre E-Mail und Ihre Kritik bedanken wir uns recht herzlich.</p>
<p>Gern nehmen wir zu Ihren Ausführungen wie folgt Stellung:</p>
<p>Das Produkt „ISANA“ Men Augengel Roll-On erfreut sich großer Beliebtheit und bislang sind keine Beschwerden oder Reklamationen hierzu eingegangen.</p>
<p>Alle Produkte sind vor Markteinführung sowohl in der Anwendung als auch bei einem externen Institut auf ihre Hautverträglichkeit untersucht worden. Wir führen zusätzlich einen strengen Epicutantest an 20 Probanden durch, bei dem auch sensible Häute sowie Neurodermitiker mit eingeschlossen werden. Nur wenn in diesem zusätzlichen Test nach 48h keine Reaktion auftritt, geben wir die Produkte für die Anwendung frei.</p>
<p>Studien und Wirksamkeitstests an 20 Personen sind nicht handelsuntypisch; auch andere Firmen oder Marken werben hiermit. Auch sind diese Studien mit 20 Probanden nicht weniger aussagekräftig als Studien mit 100 oder mehr Personen.</p>
<p>Neben Wirksamkeitstests werden alle Produkte auch einer Sicherheitsbewertung unterzogen, die das toxikologische Profil der Einzelsubstanzen und die Art der Anwendung der Produkte berücksichtigt.</p>
<p>Wir hoffen, Ihnen mit unseren Ausführungen zur Aufklärung des Sachverhaltes beigetragen zu haben und verbleiben</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Heidi Zufall  (Anm.: Das muss Schicksal sein.)<br />
Kundenservice<br />
Dirk Rossmann GmbH</p>
</div>
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		<title>&#8220;Du riechst NICHT nach Mensch.&#8221; Von Pheromonen und Fruchtzwergen.</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 09:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
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		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. Wie neulich angekündigt, gehe ich gleich auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, klickt hier). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Ich inhaliere mein Shirt aus dem  Quick &#8216;n Fresh Gefrierbeutel. <span style="color: #333333;">Wie neulich angekündigt, gehe ich glei</span>ch auf eine Pheromonparty. (Wer das Partyprinzip und meine Vorgedanken nachlesen möchte, <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">klickt hier</span></a></span></strong>). Mein Shirt riecht irgendwie nach nicht viel. Ich lasse Linda noch mal gegenchecken. Den eigenen Mief nimmt man doch selbst nicht wahr oder? Sie gibt die Tüte für die anstehende Festivität frei und ext noch einen Wodka. Vorglühen und Qualitätssicherung abgeschlossen. Es kann losgehen.</p>
<p>Wir stehen noch vor der Location und trinken unsere Biere aus, als wir schon vom ersten Journalisten mit Tonband interviewt werden. Auf welchen Geruch wir abfahren würden. Holz, Vanille und Waschmittel sind hoch im Kurs. Interessant.</p>
<p>Wir gehen rein.</p>
<p>Die Gäste der Party sind schöner und ein bisschen weniger desperate als erwartet. Ein einsamer DJ legt auf.<br />
Und nun? Ich kauf doch nicht den Geruch im Sack! Oder doch? Mal gucken. Ich rieche mich durch den Grabbeltisch der Pheromone.</p>
<div id="attachment_3913" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3913" alt="Pheromonparty 3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.01.png" width="638" height="421" /><p class="wp-caption-text">Die Mädchenseite riecht nach Parfum oder Fruchtzwergen.</p></div>
<p>Manches müffelt nach Essen, manches einfach irgendwie strange. Schweiß finde ich nicht so richtig. Das ist okay so. Vieles riecht einfach nach nichts. Nichts ist aber auch nicht gut. Ich checke die weibliche Konkurrenz. Schnell ist klar: Die Mädchen auf der anderen Seite des Tisches haben mit Parfüms getrickst.</p>
<p>Ich entscheide mich für zwei Tütchen mit einem Waschmittelodeur. Der Fotograf macht ein paar Bilder mit jeder Tüte. Irgendein Kamerateam filmt. RTL. Angst.</p>
<div id="attachment_3916" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class=" wp-image-3916 " alt="Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.11.13-1024x679.png" width="638" height="420" /><p class="wp-caption-text">Tu einfach ganz locker, während du von RTL gefilmt wirst, Linda.</p></div>
<p>In einem Raum mit großer Leinwand laufen die Fotos der Singles mit Beutelchen und Nummer durch. Anstatt &#8220;Mann&#8221; hätte ich jetzt doch lieber &#8220;Flachmann&#8221;. Ich hole mir noch einen Drink.</p>
<p>Auf meinem eigenen Foto halte ich die Tüte des Vertrauens sinnvollerweise vor mein Gesicht. Na, vielleicht steigert das ja meine Chancen.</p>
<div id="attachment_3911" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3911" alt="Zwischen Journalist und Justin Bieber." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Phermone.jpg" width="638" height="319" /><p class="wp-caption-text">Zwischen Journalist und Justin Bieber schnüffle ich an etwas Gestreiftem.</p></div>
<p>Ein Mann zeigt ein Shirt ins Bild. Er trägt Brille, Bart und kariertes Hemd. Nummer 39.<br />
DAS BIN ICH!<br />
Dann stehe ich vor ihm.</p>
<p>&#8220;Hi.&#8221;<br />
&#8220;Hi, na?&#8221;</p>
<p>Er erklärt mir, was er an meinem Geruch mochte. &#8220;Nicht so fake.&#8221; Und vergleicht mit meinem Hals. Strange? Irgendwie nicht.<br />
Ich frage mich, warum er auf dieser Party ist. Er ist niedlich. Der könnte auch einfach wen in einer Bar ansprechen. Er erzählt mir, wie er in der Schule vor den Mädchen immer rot geworden ist. Und dass er sich nie trauen würde, den ersten Schritt zu machen. Seine Freunde stehen im Türrahmen und gucken und kichern.<br />
Ich weiß, was er meint, verstehe es trotzdem nicht.<br />
Sein Shirt riecht solide. Ungefährlich. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass er sich ruhig mal was trauen kann, weil er toll ist, lasse ich ihn gehen. Er ist ca. fünf Jahre jünger und einen Kopf kleiner. Auch schon wieder schade.</p>
<p>Ich tausche Karten mit Presseleuten. Dann trinke ich noch was. Jemand sagt über mein Shirt: &#8220;Es riecht NICHT nach Mensch.&#8221; Aha.</p>
<div id="attachment_3923" class="wp-caption alignleft" style="width: 648px"><img class="size-full wp-image-3923" alt="Pheromonparty 5" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.10.png" width="638" height="422" /><p class="wp-caption-text">Die Pheromonisierung des Seins.</p></div>
<p>Als die Party schon die Werbebanner abnimmt, sitze ich noch mit fünf Leuten da. Wir haben über dem Thema Körpergeruch gebondet. Dann stehen wir alle zusammen vor der Bar. &#8221;Gehen wir noch irgendwo was trinken?&#8221; Das machen wir dann auch.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 648px"><img alt="Pheromonparty 6" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-22-um-11.10.48.png" width="638" height="429" /><p class="wp-caption-text">Daumen hoch für die Kamera. Nächstes Mal machen wir aber was anderes, okay?</p></div>
<p>Fazit:</p>
<p>Pheromonparties haben ein Problem: Es sind Singleparties. Parties für Singles.<br />
Und Angst und Verzweiflung kann man nun mal riechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lindas Artikel zum Thema findet ihr übrigens bei <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Mit Vergnügen" href="http://www.mitvergnuegen.com/2013/alltag-raus-nase-rein-deutschlands-erste-pheromon-party/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Mit Vergnügen</span></a></strong></span>. Und besucht mich doch auch mal auf <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="My Magic Typewriter auf Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #3366ff;"><a href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #3366ff;"><b>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #3366ff;"><b>Smell you later.</b></span></a></span><br />
<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #3366ff;"><b>Checkliste für brauchbare Männer.</b></span></a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Smell you later! Deutschlands erste Pheromonparty</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 20:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen sich 2, sind es 4.]]></category>
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		<description><![CDATA[Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen. &#160; Und dann: Eine Pressemitteilung landet auf meinem Schreibtisch. Es [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Pheromone. Das fällt für mich in eine Kategorie mit Diätpillen und penisverlängernden Maßnahmen: Humbug, der mehr Sex bringen soll und einem deshalb für teures Geld verkauft wird. Eine Stufe drunter in der Welt des Spams sind nur noch blinkende Werbeanzeigen, die ein gratis iPad versprechen.</p>
<p><a href="http://axcitelp7.com/product/index.php"><img class="alignleft size-full wp-image-3776" alt="Any girl, any time" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.43.581.png" width="638" height="223" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann: Eine <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Pheromon-Party Pressemitteilung" href="https://www.shopaman.de/presse/pressemitteilungen/pheromon-party" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Pressemitteilung</span></a></span></strong> landet auf meinem Schreibtisch. Es geht um die erste offizielle Pheromonparty Deutschlands. Was soll das bitte sein? Auf einem zugehörigen Bild schnüffelt eine lebensbejahende Frau an der Achsel eines Typen. Ich bin angeekelt, aber fasziniert.</p>
<p>Das Konzept der Party ist folgendes: Man bringt ein mehrfach nachts getragenes und luftdicht verschlossenes T-Shirt mit, das vor Ort mit einer Nummer versehen wird. Dann widmet man sich einem Haufen männlich markierter Kleidungsstücke und erriecht sich brauchbare Single-Männer. Mit der Plastiktüte des Vertrauens wird dann ein Foto von einem gemacht, das auf der Party über eine Leinwand läuft. Der zum Shirt gehörige Mann kann sich dann anhand des Bildes entscheiden, ob er reden/ flirten/fummeln möchte.</p>
<p>Mir wäre es lieber, wenn Menschen generell nach nichts riechen würden. Nach nichts und Parfum. Die Vorstellung, an Fremden im Rahmen einer Abendveranstaltung riechen zu müssen, finde ich so absurd und beängstigend, dass sich mir sofort die Fußnägel aufrollen. <strong>Ich muss da auf jeden Fall hin!</strong> Mit meiner Freundin Linda, die auch ein Ding für schmerzhafte Grenzerfahrungen hat.</p>
<p>Ich checke die Liste der Teilnehmer bei Facebook. Scheint, als würde das Angebot eher überschaubar bleiben. Super. Singleparty zu fünft. Ich kann es kaum abwarten. Ob es da wohl Schnaps gibt?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3768" style="border: 1px solid black;" alt="Facebook Event" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2013-04-10-um-13.04.061.png" width="471" height="218" />Es gab mal eine Show in England (Oder war es Deutschland? Egal). Da haben sich die Kandidaten ausschließlich mit verbundenen Augen gedatet. Sie durften anfassen, schmecken, hören, sprechen, saufen, riechen, küssen. Fast alle verliebten sich in wen. Nach Lüftung des Sichtschutzes wollte aber kaum jemand den gerade noch Angebeteten haben. Die Frauen waren da noch härter als die Männer. Fazit meist: Du bist echt super, mir aber zu hässlich.</p>
<p>Also, was ist nun das Geheimnis von Attraktivität? Sind symmetrische Gesichter überbewertet? Kann man mit einer sexy Stimme nichts reißen? Sind Werte, Wesen und Werktätigkeit nur vorgeschobene Kriterien? Vertrauen wir doch am meisten auf unser feines Näschen, das uns den Weg zum richtigen Partner zeigt? Zum Partner, den wir gut riechen können?</p>
<p>Kurz: Ist Ausdünstung größer Ausstrahlung?</p>
<p>Linda und ich werden es herausfinden auf der ersten Pheromonparty Deutschlands. Oder auch nicht.<br />
So oder so: Ich rieche einen guten Blogpost. Oder?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3758" alt="Pheromonparty3" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Pheromonparty3.jpg" width="638" height="357" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer auch zur Party kommen möchte: Alle Infos gibt es auf der <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook Event" href="https://www.facebook.com/events/385502888224379/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook-Eventpage</span></a></span></strong>.</p>
<p>Titelbild: <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="www.shopaman.de" href="https://www.shopaman.de" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.shopaman.de</span></a></span></strong></p>
<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #b616de;"><strong><a title="Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln." href="http://mymagictypewriter.com/finya-einfach-verliebenlasziv-vogeln/"><span style="color: #b616de;">Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="U8 und die Leinestraße – Gefahren, Gerüche, Geschissenes." href="http://mymagictypewriter.com/u8-und-die-leinestrase-gefahren-geruche-geschissenes/"><span style="color: #b616de;">U8 – Gefahren, Gerüche, Geschissenes.</span></a></strong></span><br />
<span style="color: #b616de;"><strong><a title="Checkliste für brauchbare Männer" href="http://mymagictypewriter.com/checkliste-fur-brauchbare-manner/"><span style="color: #b616de;">Checkliste für brauchbare Männer.</span></a> </strong></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Finya. Einfach verlieben/lasziv vögeln.</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2012 14:04:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[dating]]></category>
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		<category><![CDATA[männer]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221; Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Finya.de ist Deutschlands großes, vollständig kostenloses Dating-Portal. Sind Sie auf der Suche nach einem neuen Partner, nach einem netten Flirt oder einfach nur nach neuen Freunden? Dann sind Sie bei Finya.de genau richtig. Warum fürs Verlieben bezahlen?&#8221;</strong></p>
<p>Das denke ich mir auch. Warum bezahlen, wenn&#8217;s auch umsonst geht? Nach Empfehlungen aus dem Freundeskreis, melde ich mich heimlich, weil voll peinlich, bei Finya an.</p>
<p>Volle Vorfreude auf tolle Bekanntschaften richte ich mein Profil ein. Ein Foto, ein Statement, Äußerliches und ein paar Fragen zum Thema Ernährung, Partnerschaft und Freizeit. Dann warte ich einfach ab. Noch während mein Foto auf seine Freischaltung wartet, kriege ich die ersten Mails. Ob die Verfasser einfach unheimlich nett zu allen Frauen oder schlichtweg verzweifelt sind, kann ich nicht ganz feststellen. Ich ignoriere sie erst mal.</p>
<p>Ich klicke mich durch Männer in meiner Nähe. Da es hier, wie zum Beispiel bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Elitepartner</span></a></span></strong>, keinen Wesenstest gibt, nach dessen Ergebnis man mit anderen gematcht wird, kriege ich vom Bundeswehrsoldaten bis zum Technoopfer alles aufgetischt. Ich gebe jedem Bild etwa eine Sekunde, dann klicke ich weiter. Das reicht völlig für eine Beurteilung. Nach 300 Sekunden bin ich erschöpft, habe aber drei Männer mit einem Stern als Favorit markiert.</p>
<p>Später, als mein Bild sichtbar ist, häufen sich die Mails. Und eins wird schnell klar: Möchte man viele Nachrichten von sex- und vielleicht sogar heiratswilligen Männern kriegen, ist man hier richtig. Auch ich freue mich natürlich über die Zuschriften, muss aber feststellen, dass die Mitglieder entweder zu hässlich/doof oder ich zu wählerisch bin. So manch einer schreibt mir eine freundliche Nachricht. Leider aber kann ich mich wirklich nicht frei von optischen Vorstellungen machen. Ich hab nicht mal einen Typ Mann, aber ich weiß, was ich alles nicht möchte: Männer mit Anzug und Krawatte, Dreads, oberkörperfrei, neben einer Zimmerpflanze, vor einem Sportwagen, auf einer Katze jenseits der Fünfzig, unter 1,60 und/oder ohne Foto.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-3094" title="Auswahl" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Finya1.jpg" width="655" height="427" /></p>
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<p>Bin ich einfach zu wählerisch? Oder noch schlimmer: zu oberflächlich? Vorsichtshalber gehe ich später alle Zuschriften mit einem Mädchen und einem Jungen durch. Vielleicht habe ich ja ein paar versteckte Perlen übersehen? &#8211; Nein, auch die anderen sind von der Ausbeute gänzlich unbeeindruckt bis angewidert. Das beruhigt.</p>
<p>Einige Männer schreiben, nachdem sie keine Antwort bekommen, noch ein zweites, drittes und sogar viertes Mal.</p>
<p>&#8220;Na? Schüchtern?&#8221;<br />
&#8220;Nein, ich hab nur leider keine Lust auf Analverkehr mit einem übergewichtigen, alten Mann im Jogginganzug.&#8221;<br />
&#8220;Nicht so bissig, kleine Lady. Was hast du an?&#8221;<br />
Würg.</p>
<p>Im echten als auch Onlineleben bin ich sehr bemüht, freundlich zu sein. Ich mag es nicht, wenn Leute mich nicht mögen. Nicht mal die, die ich selbst nicht mag. Die höflichen Mails nicht zu beantworten, verlangt mir alles ab. Mit jeder Nachricht wächst mein schlechtes Gewissen. Es wird schnell klar, dass ich es hier nicht lange aushalten werde. Der soziale Druck ist zu hoch. Freundliche Mails machen übrigens nur etwa die Hälfte aller Nachrichten aus. Der Rest ist anzüglich, beleidigend, Spam (auch das gibts) oder reinkopiert, wenn man Glück hat, noch mit dem Namen der Vorgängerin in der Anrede.</p>
<p><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-3122" title="Dating" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/graph1.jpeg" width="600" height="463" /></a></p>
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<p><em>Quelle: <span style="color: #3366ff;"><strong><a href="http://www.graphitti-blog.de/2011/11/27/manner-die-in-online-singleborsen-angemeldet-sind/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Graphitti-Blog</span></a></strong></span></em></p>
<p>Nach vier Tagen antworte ich dann mal zwei Leuten, die ich als das kleinste Übel einstufe. Mal gucken, was sich so entwickelt. Vielleicht sind sie ja sympathisch?</p>
<p>Der erste antwortet. Drei Sätze und vier Rechtschreibfehler. Okay, mit Mühe sehe ich darüber hinweg. Man will ja nicht kleinlich sein.<br />
Dann möchte er, dass ich ihn anrufe. Er erklärt mir, dass lange Emailstränge die Erwartungen schüren. Erwartungen, die dann oft nicht zu erfüllen seien. Und jede Enttäuschung koste Kraft, die er nicht mehr bereit sei, zu investieren. Außerdem sei es besser, sich von Finya zu entfernen, um die Konkurrenz zu minimieren.</p>
<p>Irgendwie tut er mir Leid. Wo ich noch Romantik hinter jeder Ecke vermute, ist er schon total abgeklärt.</p>
<p>Und mal abgesehen davon, dass ich echt ungerne mit Fremden telefoniere, bin ich wenig motiviert, ihn anzurufen. Der Fakt, dass ich ihm das nicht genau so schreibe, macht ihn nervös. Er wird patzig.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich verstehe nur Bahnhof. Klare offene einfache Sätze, am Kontext des Gesprächs orientiert, Fragen beantwortend, Fragen stellend und Gesprächsfluss bildend. Derartiges (Briefe schreiben) ist Deutschunterricht 4. Klasse.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kommt bei mir Bombe an.</p>
<p>Die Anonymität macht mir zu schaffen. Man weiß nichts über die Leute. Wo ich bei Facebook fleißig mit Daten rumschmeiße, knausere ich hier mit den Details. Sogar &#8220;Ich wohne in Neukölln.&#8221; scheint mir unangebracht. In meinen Augen sind hier alle schon halbe Stalker, enttäuscht vom Leben und mit nichts zu verlieren. Bereit, vor meinem Fenster aufzutauchen &#8211; mit Pfingstrosen oder Flammenwerfer.</p>
<p>Man kann Leute bei Finya auch bewerten. Nach ihrem Aussehen. Von den Fotos zweier Männer sucht man sich das attraktivere aus. Finya errechnet im Hintergrund dann für jedes Mitglied einen Marktwert zwischen 1 und 10.</p>
<p>Nach vier Tagen hat das System auch genug Daten über mich gesammelt. Spannend.<br />
Ich starre auf die rote Zahl neben meinen Bildern.<br />
Ich bin eine WAS?<br />
Eine 3,3??<br />
Das MUSS ein Versehen sein.<br />
Ich klicke Refresh. Es bleibt dabei. 3,3.<br />
Also, ich bin wirklich keine volle Punktzahl, aber überdurchschnittlich unattraktiv? Frechheit.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3143" title="Mail" alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-07-31-um-10.49.07.png" width="542" height="223" /></p>
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<p>Nach sieben Tagen habe ich Post von über fünfzig Männern bekommen, davon etwa fünf beantwortet. Alle kamen sehr schnell auf ein Date zu sprechen. Ich wollte keinen einzigen davon treffen.</p>
<p>Eigentlich ist es ja eine Traumvorstellung: interessierte Männer reihen sich vor einem auf und man darf sich welche davon aussuchen. Würde ich in der Disko auch immer sofort mitmachen. Wenn man sich allerdings niemanden aus der Schlange aussuchen möchte, dann kippt das Ganze in etwas Unangenehmes. Dann ist der Return on Investment schlichtweg zu niedrig und die Awkwardness auf Dauer zu hoch.</p>
<p>Einem müden Wikinger, einem kleinen Franzosen und einem bärtigen Türken schreibe ich eine Abschiedsmail, in der ich mich für ihre Zuschrift bedanke und ihnen viel Glück auf der Suche wünsche.</p>
<p>Bevor ich auf den Abmeldungsbutton klicke, halte ich noch mal kurz inne. Was, wenn die nächste Mail ein Treffer wäre? Was, wenn der Traummann morgen schreiben würde? Dann kommt eine neue Nachricht rein. Ich öffne sie. Leo, 51 fragt, ob Machtspiele und SM für mich ein Thema seien. Dann klicke ich endlich den verdammten Button.</p>
<p>Auf meinem Profil prangt inzwischen übrigens eine große, rote 3,0.</p>
<p>Na danke, Finya.</p>
<p style="text-align: center;">                            <img class=" wp-image-3151 aligncenter" title="Für alle Dating-Trolls." alt="" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Foto-am-09-08-2012-um-18.42.jpg" width="448" height="336" /></p>
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<p>Lieblingsmails:</p>
<p>- Donnerstag, 08:16h &#8211; Kategorie: Witze.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Kommt ein Mann in eine Kneipe, geht an einer kleinen Gruppe angetrunkener Jugendlicher vorbei, direkt zu auf den Wirt und fragt: Hattu Möhren?&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Samstag, 08:28h &#8211; Kategorie: Offtopic.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;&#8230; hörst du schon den Trecker??&#8221;</em></p></blockquote>
<p>- Sonntag, 09:34h &#8211; Kategorie: Intimes.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;(&#8230;) Vielleicht wird das ja der Auftakt eines ganz netten, unverfänglichen und unterhaltsamen Abends mit einer Aussicht auf ein intensives Kennenlernen! Ich bin mal frech: Männer und Frauen passen nie zusammen, außer in der Mitte, und um genau das geht es hier! Ich will ja nicht heiraten, sondern entspannt und sinnlich verführen, Spaß haben und lasziv vögeln, einfach genießen. *g* Viele Grüße.&#8221;</em></p></blockquote>
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<p>Lets stay in touch on <strong><span style="color: #3366ff;"><a href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>.</p>
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<p style="text-align: center;">Das hier gefällt dir übrigens auch:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #bd32cd;"><a title="Elitepartner – der trockene Akademiker mit Niveau" href="http://mymagictypewriter.com/elitepartner-akademiker-und-singles-mit-niveau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Elitepartner &#8211; der trockene Akademiker mit Niveau.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Smell you later!" href="http://mymagictypewriter.com/smell-you-later/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Smell you later &#8211; Deutschlands erste Pheromonparty.</strong></span></a></span><br />
<span style="color: #bd32cd;"><a title="Swahili versteht doch keine Sau." href="http://mymagictypewriter.com/swahili-versteht-doch-keine-sau/"><span style="color: #bd32cd;"><strong>Swahili versteht doch keine Sau &#8211; wie man sich entliebt.</strong></span></a></span></p>
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		<title>Sarg bei Roy. Hardcore mit Glitzerschuhen.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 13:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[bei roy]]></category>
		<category><![CDATA[beiroy]]></category>
		<category><![CDATA[hardcore]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze mit M. und C. in der Küche. Die beiden hören Musik, wo das Geschrei von Leuten den Gesang ersetzt. Faszinierend. Sie überreden mich, mit ihnen auf ein halbillegales Konzert zu gehen. Zu Sarg. Bei Roy. Aufregend. Wir radeln am Kanal entlang, es ist dunkel. Dann geht es in eine kleine Gasse, in der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze mit M. und C. in der Küche. Die beiden hören Musik, wo das Geschrei von Leuten den Gesang ersetzt. Faszinierend. Sie überreden mich, mit ihnen auf ein halbillegales Konzert zu gehen. Zu Sarg. Bei Roy. Aufregend.</p>
<p>Wir radeln am Kanal entlang, es ist dunkel. Dann geht es in eine kleine Gasse, in der sich Autowerkstätten befinden. Ganz am Ende halten wir vor einer stillgelegten Fabrik. Hier ist es. Wir schließen die Räder an und laufen die Treppen hoch. Im Flur stehen Holzpaletten, Spiegel, Blech und rote Plastikbojen. Ich stolpere im zweiten Stock über eine kaputte Steinstufe.</p>
<p>Der Einlasser will einen Betrag zwischen 6 und 8 Euro von mir haben. Geld? Ja gibt es hier denn keine Gästeliste?<br />
Ich zahle fairerweise 6.</p>
<p>Drinnen sind mindestens 40 Grad. Es ist unerträglich. Aber ich darf nicht meckern. Das erwarten die nur von mir. Ich bin cool und credible. Ich kann mindestens eine Blink 182 Hook anstimmen und hatte mal einen zweireihigen Nietengürtel.</p>
<p>K. guckt auf meine Füße. &#8221;Was hast du denn da an?&#8221;<br />
&#8220;Goldene Glitzersandalen mit Perlenbesatz.&#8221;<br />
&#8220;Damit Jule glänzen kann beim Stagediven&#8221;, erklärt C. Ich meine, leichte Ironie in ihrer Stimme hören zu können.</p>
<p>Wir gehen zur Bar. Das Getränkesortiment hängt an Schnüren von der Decke. Ich verkneife mir, nach Sekt auf Eis zu fragen und nehme einen lauwarmen Cider. So anpassungsfähig, dass ich richtiges Bier trinke, bin ich dann doch nicht.<br />
&#8220;Lieber stärker oder lieber schwächer?&#8221;, werde ich vom Haarkeeper (haariger Barkeeper) gefragt.<br />
&#8220;Mach ruhig stark, heute gebe ich es mir dreckig.&#8221;</p>
<p>Die erste Band spielt. Ich tue interessiert. Es ist auf jeden Fall kein Hardcore. Das erkenne ich. Es hat einigermaßen Melodie. Etwa zehn Minuten mische ich mich unter die Zuschauer. Keiner pogt. Sogar ich nicht.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3016" title="Bei Roys Bad" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/C360_2012-07-27-23-28-56.jpg" alt="" width="295" height="456" /><img class="alignleft size-full wp-image-3019" title="Bei Roys Klo." src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/C360_2012-07-28-00-30-14.jpg" alt="" width="295" height="456" /></p>
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<p>Es gibt Gemeinschaftstoiletten. Natürlich. Meine letzten Erlebnisse auf einer <span style="color: #3366ff;"><strong><a title="Gay Night Out. All in." href="http://mymagictypewriter.com/gay-night-out-all-in/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Schwulenparty </span></a></strong></span>waren eher unglamourös. Ich stelle mich an. Der Raum ist verziert mit Worten, Aufklebern und Postern. Es gibt sogar einen Spiegel! Dass darüber &#8216;You are beautiful&#8217; steht, finde ich gut. Man sollte sich auch wirklich nicht schämen, nur weil man Christina Aguilera hört.</p>
<p>Zwei Hardcorer mit Plugs kommen aus der Kabine. Zusammen. Ist man ja sonst nur von Technofreunden gewohnt. Die haben bestimmt einen Schnaps getrunken, ein Schnitzel gegessen und Sex gehabt. Das darf man in der Öffentlichkeit nämlich bei denen nicht. Hab ich gehört. Ich nicke ihnen anerkennend zu. Ich verrate euch nicht, Jungs.<br />
Auf Klodeckel und -brille kann man eine Geschichte lesen.</p>
<p>Dann spielen Sarg. Ich bin mental drauf vorbereitet, dass es mir nicht gefallen wird.</p>
<p>Es ist laut und schnell und ich verstehe kein Wort.<br />
&#8220;Was ist das für eine Sprache?&#8221;, frage ich C.<br />
Wir hören eine Weile konzentriert zu und einigen uns dann auf &#8220;Englisch, Deutsch oder Polnisch&#8221;.</p>
<p>So schnell wie der Drummer auf seine Trommeln eindrescht, kann man gar nicht spielen. Wirklich. Meine Augen können nicht folgen. Meine Ohren eh nicht. Der Sänger stirbt. Zumindest schreit er so. Jetzt macht auch der Bandname Sinn. Sarg ich mal so.</p>
<p>(Fun Fact: Meine Mutter hat mal im Bestattungsinstitut gearbeitet und auf unserer Fensterbank stand jahrelang ein kleiner Miniatur-Holzsarg für Stifte. Den Namen finde ich also top.)</p>
<p>Ein kleines Lächeln, ein hübsch gesungener Refrain, das hätte mir gefallen. Aber nein, die knüppeln wie besessen auf ihre Instrumente ein. Jeder für sich. Der Crowd gefällt es.</p>
<p>Mir drängt sich ein Gedanke auf: Haben hier vielleicht alle anderen ein Brain, das komplexe, unmelodische Musik besser verarbeiten kann als meines? Bin ich mit einem Weichspülerpop-Verständnis bestraft? Springe ich etwa nur auf 1. Strophe, Refrain, 2. Strophe, Refrain, Bridge, Refrain, Refrain an??</p>
<p>Das fiel mir schon sowohl bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Alles Klarinette?" href="http://mymagictypewriter.com/alles-klarinette/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">klassischer Musik</span></a></span></strong> als auch bei <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="“Ist das Carlo?” – “Nein, das ist bloß die Judo-Jule.”" href="http://mymagictypewriter.com/ist-das-carlo/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Hiphop </span></a></span></strong>auf. Immerhin kann ich die Arbeit an den Instrumenten wertschätzen. Die Musik selbst bleibt mir ein ähnliches Rätsel wie Kornkreise in Neuruppin.</p>
<p>Soll ich so tun, als fände ich es voll geil? Um dazuzugehören? So wie mit Arte früher? Vielleicht besser nicht. Sonst werde ich noch entlarvt.</p>
<p>Wenigstens ist den anderen genau so heiß wie mir. Das verbindet. &#8220;Puh, ich schwitz wien Schwein&#8221;, trifft auf Verständnis &#8211; egal ob in der Philharmonie oder hier bei Roy.</p>
<p><img title="Richtiges Schuhwerk ist das A und O" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Screen-shot-2013-03-02-at-1.41.19-PM.png" alt="" width="206" height="206" />Nach dem Konzert sitzen wir in einer Gruppe auf dem Boden vor der Fabrik. (Und das mit meiner weißen Hose!)<br />
M. fragt mich: &#8220;Und, Jule, wie fandest du es? Du hörst doch eher so Incubus.&#8221;<br />
Voll auf die Zwölf. Wenn Incubus mir im normalen Leben schon peinlich ist, kriege ich in dieser Kulisse sofort ein faustgroßes Magengeschwür.<br />
&#8220;Ach, danke, gut.&#8221;</p>
<p>Nach zwei Flaschen Cider und zwei Zigaretten bin ich um kurz vor eins reif fürs Bett und radle als erste nach Hause. Na gut, vielleicht bin ich eben doch nicht so Punkrock, wie ich früher immer dachte.</p>
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<p>Leute, die ihr Hardcore mögt, <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Sarg" href="http://www.facebook.com/SARRRG" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">bitte checkt Sarg aus</span></a></span></strong>. Ich habe mir sagen lassen, die sind der Hammer.<br />
Danke. Eure Mutter.</p>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Zehn Dinge, die man tun kann, wenn man bei einem Date einen unübersehbaren Pickel hat.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2012 14:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mich fragen ja oft (nie) Leute nach Rat, wenn es ums Thema Dating geht. Neulich kam das Thema &#8220;Pickel + Date, ja geht denn das zusammen?&#8221; auf. Ich sage ganz klar: auf keinen Fall. Falls ihr es doch probieren möchtet, hier ein paar gut gemeinte Ratschläge von Mutter: &#160; 1. Gängigste Methode: Das Date je nach [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mich fragen ja oft (nie) Leute nach Rat, wenn es ums Thema Dating geht. Neulich kam das Thema &#8220;Pickel + Date, ja geht denn das zusammen?&#8221; auf. Ich sage ganz klar: auf keinen Fall. Falls ihr es doch probieren möchtet, hier ein paar gut gemeinte Ratschläge von Mutter:</p>
<p>&nbsp;<br />
1. Gängigste Methode: Das Date je nach Pickelgröße ein paar Monate nach hinten verschieben.</p>
<p>2. Ein total verrücktes Stirnband und riesige Ohrringe tragen. Die 80er sind doch wieder hip, oder?</p>
<p>3. Ein Pflaster auf den Pickel kleben und bei der Begrüßung &#8220;Die Katze, ey. Tzz.&#8221; sagen.</p>
<p>4. Eine Maske tragen. Vielleicht wird man dann sogar noch als Rapper entdeckt? Win win.</p>
<p>5. Die Frisur einfach mal crazy drapieren. Achtung: Bei Pickeln auf der Nase oder im Kinnbereich dringend den Frisör des Vertrauens zu Rate ziehen.</p>
<p>6. Sich noch mehr Pickel malen und eröffnen mit &#8220;Sorry, ich seh echt schlimm aus, ich muss mir irgendwo die Pest geholt haben.&#8221;</p>
<p>7. Sich an der Stelle piercen, branden oder was Witziges (nautischer Stern?) implantieren lassen.</p>
<p>8. Definitiv eine dunkle Location wählen. Stripclub, Schwarzlichtminigolf oder Dunkelrestaurant eignen sich gut.</p>
<p>9. Sich strategisch günstig positionieren, am besten mit dem Rücken zum Date.</p>
<p>10. Die Zwillingsschwester schicken. Aber nicht vergessen, ihr das Knutschen zu verbieten.<br />
&nbsp;<br />
Und im Endeffekt kann man es auch einfach als Wesenstest sehen. Wenn er nicht kreischend wegläuft, ist es vielleicht einer von den Guten. Und wenn nicht &#8211; andere Mütter haben auch schöne Pickel.<br />
&nbsp;</p>
<p>Viel Erfolg. Eure Mutter.</p>
<p>&nbsp;<br />
PS: <strong><span style="color: #3366ff;"><a title="Facebook" href="https://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Facebook</span></a></span></strong>. You know what to do, Kids.</p>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 14:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Endlich habe ich auch mal eine sinnvolle Business-Idee. Geht es euch nicht auch oft so, dass ihr über einem leckeren Gemüseauflauf mit den Girls denkt: &#8220;Mit wem hatte Thomas Schneider eigentlich was vor dieser Susi Hof?&#8221; Oder vielleicht: &#8220;Sagt mal, habt ihr auch alle mit Michael Priel geschlafen?&#8221; Genau da setzt meine Idee an: ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich habe ich auch mal eine sinnvolle Business-Idee. Geht es euch nicht auch oft so, dass ihr über einem leckeren Gemüseauflauf mit den Girls denkt:</p>
<p>&#8220;Mit wem hatte Thomas Schneider eigentlich was vor dieser Susi Hof?&#8221;</p>
<p>Oder vielleicht:</p>
<p>&#8220;Sagt mal, habt ihr auch alle mit Michael Priel geschlafen?&#8221;</p>
<p>Genau da setzt meine Idee an: ein Fummel-Tracker für den Dunstkreis um die eigene Peer Group.</p>
<p>Das beste: &#8220;Fummel-Tracker&#8221; liefert nur total weirde Treffer bei Google. Das ist meine Chance eine echte, noch unbesetzte Marktlücke zu füllen.</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/fummel-tracker/bildschirmfoto-2012-05-22-um-17-59-13/" rel="attachment wp-att-2612"><img class="alignleft size-full wp-image-2612" title="Bildschirmfoto 2012-05-22 um 17.59.13" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-05-22-um-17.59.13.png" alt="" width="666" height="227" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte auf einen Blick sehen können, wer schon mal mit wem rumgemacht hat. Wer ist wessen Lochschwager? Wer wessen Nudelnichte? Da verliert man über die Jahre echt den Überblick. Einige von euch vielleicht sogar bei sich selbst. Und man braucht ja auch nur Fotos und ein paar bunte Striche. Zum Beispiel:</p>
<p>Gestrichelte Linie: geknutscht<br />
Einfache Linie: rumgemacht<br />
Doppelte Linie: reingesteckt<br />
Dicke Linie: zusammen (gewesen)<br />
Zwei dicke Linien: verheiratet (gewesen)</p>
<p>Jede aufgeführte Person kriegt einen kleinen Steckbrief mit Foto und Eckdaten. Man kann die eigenen Aufzeichnungen für andere freigeben und mit deren Sammlungen synchronisieren. Je mehr man zusammenführt, desto detaillierter wird der Ausschnitt, den man erhält.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2605" title="Bildschirmfoto 2012-05-22 um 17.30.05" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-05-22-um-17.30.05.png" alt="" width="322" height="273" /></p>
<p>Ich brauche nur noch einen Mobile Developer, einen User Interface Designer und dann können wir die Daten in die Cloud Nine beamen. Des weiteren empfiehlt sich eventuell die Erweiterung der App durch die Seite www.didisleepwiththiswoman.com. Domain hab ich schon mal gesichert.</p>
<p>Das ist anfangs vielleicht etwas zeitintensiv, wird sich über die Jahre aber auszahlen. Glaubt es mir. Wenn wir jetzt damit anfangen, alle Liebschaften zu archivieren, dann haben wir bald eine Date-Base, die uns das Gossipen und Erinnern enorm vereinfachen wird. Vor allem, wenn das Alzheimer einsetzt. Das wird im Pflegeheim den Anker in die reale Welt bedeuten.</p>
<p>Um guten Willen zu zeigen, liste ich nun schon mal auf, was bei mir die letzten Jahre so ging: eher nicht so viel.</p>
<p>Danke.</p>
<p>Anfragen zur App und zu Sonstigem bitte mit Foto an mich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Das Für und Wider von Krücken im Alltag.</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[bein]]></category>
		<category><![CDATA[contra]]></category>
		<category><![CDATA[knie]]></category>
		<category><![CDATA[krücken]]></category>
		<category><![CDATA[pro]]></category>
		<category><![CDATA[verletzung]]></category>

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		<description><![CDATA[Pro: 1. Der Sitzplatz in der vollen U-Bahn ist einem quasi garantiert. 2. Man trainiert Brustmuskeln, die sonst eher nicht bewegt werden. Das so wichtige Gewebe wird auf lange Sicht gestrafft. 3. Ohne Murren wird man durch die Gegend gefahren. Mit Autos. 4. Wenn man einen Tee an den Schreibtisch geliefert kriegen möchte, ruft man [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pro:</strong></p>
<p>1. Der Sitzplatz in der vollen U-Bahn ist einem quasi garantiert.</p>
<p>2. Man trainiert Brustmuskeln, die sonst eher nicht bewegt werden. Das so wichtige Gewebe wird auf lange Sicht gestrafft.</p>
<p>3. Ohne Murren wird man durch die Gegend gefahren. Mit Autos.</p>
<p>4. Wenn man einen Tee an den Schreibtisch geliefert kriegen möchte, ruft man den Chef im Nebenzimmer an.</p>
<p>5. In Downtown Neukölln fällt man mit der Gehbehinderung plötzlich nicht mehr so doll auf.</p>
<p>6. So lange man von der Hüfte aufwärts einigermaßen gepflegt aussieht, kommt man in Meetings gut mit Jogginghose und Turnschuhen durch.</p>
<p>7. Man wird mehr umarmt, an der Wange gestreichelt und es wird öfter nach dem Befinden gefragt. Auch das Telefon klingelt häufiger. So erfolgreich war ich mit Migräne nie.</p>
<p>8. Wenn man im Club jemanden für einen Drink zur Bar schickt, muss man meistens nichts bezahlen.</p>
<p>9. Der Muskelkater vom Rumkrücken lässt einen die Schmerzen im Bein sofort vergessen.</p>
<p>10. Neben einem Hund sind Krücken <em>der</em> Eisbrecher schlechthin. Egal ob beim Bäcker, in der Bahn oder beim Spinning im Fitnessstudio.</p>
<p>11. Wenn man bei Facebook ein Bild von sich selbst aus dem Krankenhaus postet, kriegt man voll viele Kommentare.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Contra:</strong></p>
<p>1. Es gibt verdammt noch mal nicht genügend Fahrstühle auf dieser Welt, um den Gebrauch von Krücken zwischen zwei Beinverletzungen zu rechtfertigen.</p>
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		<title>Gefangen im Schoße des Lotus. Thaimassage des Grauens.</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 21:29:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[massage]]></category>
		<category><![CDATA[schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[thai]]></category>
		<category><![CDATA[thai massage]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sitze in einem Ledersessel. Im Empfangsbereich der Thai-Massage. Es dudelt pentatonische Instrumentalmusik aus Miniboxen. Neben mir schwimmen rote Fische mit Glubschaugen in einem zu wenig gefüllten Aquarium. An der Wand hängen Zertifikate der Angestellten. Die könnte ich sogar mit Paint besser fälschen. Ich vermute eh, hier arbeiten nur minderjährige, illegal eingeschleuste Zwangsprostituierte. Dass ein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Ich sitze in einem Ledersessel. Im Empfangsbereich der Thai-Massage. Es dudelt pentatonische Instrumentalmusik aus Miniboxen. Neben mir schwimmen rote Fische mit Glubschaugen in einem zu wenig gefüllten Aquarium. An der Wand hängen Zertifikate der Angestellten. Die könnte ich sogar mit Paint besser fälschen. Ich vermute eh, hier arbeiten nur minderjährige, illegal eingeschleuste Zwangsprostituierte. Dass ein Typ total relaxt aus dem Behandlungsraum kommt, bestärkt meinen Verdacht. Auf einem Tisch brennt ein Räucherstäbchen, daneben liegen Bananen und eine Ananas. Im Schaufenster steht eine goldene Winkekatze aus Plastik. Sie winkt. Ich trinke meinen Tee, es fehlt Zucker. Den Ingwerbonbon lasse ich liegen. Wäre ja noch schöner…</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/lotus/fxcam_1283085260287/" rel="attachment wp-att-1991"><img title="FxCam_1283085260287" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/FxCam_1283085260287.jpg" alt="" width="406" height="406" /></a>Ich werde von einer jungen Thaifrau aufgerufen. Frau Tuk heiß sie. Sie trägt wie alle Angestellten ein rotes T-Shirt und hat ihr Haar lose mit einer Klammerspange zusammengebunden. Sie lächelt freundlich. Bestimmt wird sie geschlagen, wenn sie es nicht tut. Ich werde in einen Raum geführt, in dem zwei Futonbetten stehen. Sie sind durch einen Vorhang voneinander getrennt. Ich solle mich ausziehen, Unterhose aber anbehalten. Uhr und Mutterkette müssen auch weg. Dann lege ich mich auf den Bauch und befürchte das Schlimmste. Mit Berührungen von Fremden habe ich es eh nicht so. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Frau Tuk mich vielleicht zum krönenden Abschluss untenrum massieren und dann mehr Geld verlangen möchte. Im Bett nebenan stöhnt jemand. Oh oh&#8230;</p>
<p>Sie wischt mich mit warmem Wasser ab wie einen Patienten im Delirium. Das ist ganz angenehm. Entspannen tu ich mich trotzdem nicht. Das will die Alte doch bloß!</p>
<p>Ich mache den Fehler und erzähle Frau Tuk von meiner schmerzenden Schulter. Sie hat mich kaum angefasst, da sagt sie entrüstet: &#8220;Oooh. Ganss ssöne versspann! Ssie blauchen Massaass!&#8221;<br />
Und dann massiert sie. Ihre Unterarme benutzt sie als Nudelhölzer und rollt damit immer und immer wieder über die Schultern. Vielleicht bin ich nicht so gut mit Schmerzbewältigung, aber das hier geht wirklich zu weit. Die massiert mir ja ins rohe Fleisch! Wenn die weiter so macht, fängt sie sich ne schlechte Bewertung auf Qype!</p>
<p>Als Frau Tuk ihren gesamten Körper mit dem Ellenbogen auf dieser einen schlimmen Stelle balanciert, muss ich aufschreien. Hinter mir kichert es. <em>Hallo?</em> Tu wenigstens so, als hättest du Mitleid!</p>
<p>Ich versuche die Zeit im Geiste runterzuzählen. Nach meinen Berechnungen sollten die 30 Minuten gleich um sein. Ich gucke auf. Frau Tuk hängt mit ihren Knien auf meinem nackten Brustbein. Ich schließe die Augen wieder. Das ist kein Anblick für schwache Nerven.<br />
Unermüdlich bohrt sie alles, was sie hat, in meinen Körper. Es würde mich nicht wundern, wenn sie zwischendurch heimlich mit einem Sumoringer getauscht hätte. So starke Finger <em>kann</em> keine Frau haben! Das ist Magie. Schwarze Magie. Voodoo. Diese Naturvölker sind ja sehr anfällig für solchen Hokus Pokus, habe ich gehört.</p>
<p>Zwischendurch biegt Frau Tuk meine Gliedmaßen hin, wo sie will. Als wäre ich eine übergroße Barbie, die man mal stresstestet. Dann verdreht sie meinen Oberkörper in einer Weise, die auch &#8211; da bin ich mir sicher &#8211; meinen Tod hätte bedeuten können. Es knackt und knirscht und rummst. Als sie das gleiche in die entgegengesetzte Richtung versucht, passiert nichts. Sie probiert es noch mal. Ich kann mich nicht wehren &#8211; sie hat mich komplett im Schwitzkasten, meine Arme sind nach hinten gebogen. &#8220;Ssie müsse losslasse!&#8221;, werde ich von Frau Tuk ermahnt. &#8220;Sie müssen<em> mich</em> loslassen!&#8221;, denke ich so laut ich kann. Linksrum Körper auskugeln scheitert.</p>
<p>Zwischendurch hockt sie komplett auf meinem Hintern. Die ganze Frau. Die wiegt ja bestimmt auch an die 30 Kilo!<br />
Selbst in den Schienenbeinen finden sich anscheinend Verspannungen, die es zu lösen gilt. Mit roher Gewalt. Aber so ist das im Dritte-Welt-Land Asien &#8211; da kommt man mit Pazifismus nicht weiter. Da überlebt nur der Stärkere. Und ich bin das in diesem Fall sicher nicht.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/6f95751f371c59eff440.jpg" alt="" width="252" height="360" />Irgendwann, kurz bevor ich das Bewusstsein verliere, steht Frau Tuk auf und schenkt mir noch etwas Tee ein. Morgen hätte ich dann eventuell Muskelkater, gibt sie mir auf den Weg, bevor sie mich einfach nackt und gebrochen auf dem Futon liegen lässt. Ich verweile noch etwas in der Embryonalstellung und lausche dem Stöhnen nebenan. Als ich mich im Spiegel betrachte, stehen meine Haare in alle Richtungen, mein Maskara ist komplett verlaufen und das Handtuch hat feine Abdrücke in meinem Gesicht hinterlassen. Ich sehe so aus, wie ich mich fühle.</p>
<p>Wie ein Brett bin ich eben ins Bett gekippt. Es ist neun Uhr. Das, was ich in meinem Körper spüre, kann nur noch mit Leichenstarre bezeichnet werden. Etwas Gutes hatte die Massage des Grauens aber &#8211; die Schmerzen in meiner Schulter sind nicht mehr so schlimm .<br />
Anstatt dessen tut mir jetzt der gesamte Körper weh.</p>
<p>Sawasdee Kha! (Thailändisch für &#8220;winke winke&#8221;.)</p>
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