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		<title>Abendliches Update aus dem Braunen Salon zu Upper Neukölln.</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 21:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[90210]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze im braunen Salon. Weil ich habe von meinem Zimmer aus keinen guten Internetempfang. Natürlich nicht. Warum auch? Ich kann ja auch ganz gut ohne dieses Internet. Okay. Spaß beiseite. Cathi liegt auf der antik-braunen Ledercouch von Annis Großtante D’eaurice und guckt 90210. Ich hab sie heute abhängig gemacht. Mit voller Absicht. Nach acht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze im braunen Salon. Weil ich habe von meinem Zimmer aus keinen guten Internetempfang. Natürlich nicht. Warum auch? Ich kann ja auch ganz gut ohne dieses Internet.</p>
<p>Okay. Spaß beiseite.</p>
<p>Cathi liegt auf der antik-braunen Ledercouch von Annis Großtante D’eaurice und guckt 90210. Ich hab sie heute abhängig gemacht. Mit voller Absicht. Nach acht Minuten der ersten Folge nahm sie ihre Kopfhörer ab und sagte „Okay, ich bin drin.“ Und während ich nun hier am Esstisch sitze und Bewerbungen tippe (oder Blogposts), starrt Cathi bei der 5ten Folge gebannt auf den Rechner und lächelt. Oder verzieht die Augenbrauen traurig.</p>
<p>Wenn man sonst nichts im Leben hat, dann wenigstens amerikanische Soaps…</p>
<p>Die Wohnung ist inzwischen recht warm. Der übergewichtige, humoröse Heizungsmann war da. Jetzt weiß ich auch was die Schornsteinfegertaste ist. Trotzdem ist der Winter hart zu ertragen. Ist doch schon Winter oder? Wir haben auf unsere BrauchenWirNoch-Liste sowohl Zitruspresse (für die Vitamine) als auch Stövchen (für die nachhaltige Wärme) und Duftkerzen (einfach so, WEIL WIR KÖNNEN UND IHR NICHTS DAGEGEN MACHEN KÖNNT) gesetzt. Außerdem stehen Dörrobst, Dominosteine und Dauer-Festnetztelefonate hoch im Kurs. Da braucht man noch nicht mal Männer. Wir haben ja aufgehört zu heulen und uns unserem Schicksal ergeben. Wir haben einander. Und eine Mikrowelle aus den Kralischs ihrem Keller. A propos. Cathi hat heute versucht die pikante Gemüsesuppe von gestern (ich kochte sie einst) zu erwärmen und musste auf die harte Weise herausfinden, dass die Goldrandteller auf die Mikrowellen nicht so gut zu sprechen sind. Oder andersrum. Es blitzte gewaltig und war somit Highlight des spannenden Tages. Naja, die Funken und der Fakt, dass wir mit der DVBT-Zimmerantenne fast RTL reingekriegt hätten. Bisschen so wie damals Softpornos auf dem (natürlich) verschlüsselten Premiere zu gucken.</p>
<p>So. Cathi schreit. Es ist wohl Zeit für 90210 Season 03 Episode 06. Ob Dixon jetzt wirklich Aids von Sasha hat und deswegen nicht mit Ivy schlafen kann, die ja noch Jungfrau ist und deren enger Freund Oscar heimlich mit ihrer eigenen Mutter schläft? Und ob Silver von der Schule fliegt, weil sie versucht hat ihren englischen Lehrer zu verführen, um zu beweisen, dass er Naomi vergewaltigt hat, die seitdem nicht mehr schlafen kann und sich deswegen mit Tabletten fast das Leben genommen hätte? Und ob Navid wohl merkt, dass Adirana das Songbuch von einem im selben Auto gestorbenen Popstar geklaut hat und den großen Hit dann bei der Mutter von Ivy, die nicht nur mit Oscar schläft, sondern auch ihre Managerin ist, als ihr eigen ausgegeben hat, um damit über Nacht zum YouTube-Schlager zu werden, und nun von dem Onkel des Verstorbenen erpresst wird?</p>
<p>Es bleibt spannend in meinem Leben an der West Beverly High&#8230;</p>
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		<title>Leben am Limit. Heute: Das Leben ohne Kühlschrank und Korkenzieher.</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 12:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe keinen Kühlschrank. Und ich habe es in drei Monaten nicht geschafft mir einen zu besorgen. Weil ich natürlich wie jeder ordentliche Hartz-4-Empfänger unglaublich busy bin. Erst war das Fehlen eines Kühlschrankes ein allgegenwärtiger Panikmacher in der WG. Wir hatten Angst einzukaufen, zu kochen, Leute einzuladen – unser Leben war die Hölle. Inzwischen haben [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keinen Kühlschrank. Und ich habe es in drei Monaten nicht geschafft mir einen zu besorgen. Weil ich natürlich wie jeder ordentliche Hartz-4-Empfänger unglaublich busy bin. Erst war das Fehlen eines Kühlschrankes ein allgegenwärtiger Panikmacher in der WG. Wir hatten Angst einzukaufen, zu kochen, Leute einzuladen – unser Leben war die Hölle. Inzwischen haben wir uns beruhigt und gelernt, dass auch ein Leben ohne Kühlschrank durchaus ein lebenswertes sein kann. Denn, wer hätte das gedacht: Man kann Butter, Eier und auch Milch wunderbar einfach so in der Gegend rumstehen lassen. Meine Mutter würde mir sicherlich zustimmen, denn – sieh einer an – unsere jungen Eltern in der Deutschen Demokratischen Republik hatten auch keine Kühlschränke. Die vergruben im Sommer Milchkannen in der Erde – quasi der Vorläufer der Kühltasche. Und praktisch ist das schon, wenn man fertig gefrühstückt hat und dann anstatt alles wieder wegzuräumen einfach alles stehen lässt. Weil man hat ja gar keinen gekühlten Schrank. Das ist Freiheit auf höchstem Niveau. Und auch die Dinnerparties laufen prächtig.</p>
<p>„Hilfst du mir kochen?“</p>
<p>„Klar. Wo ist denn euer Kühlschrank?“</p>
<p>„Haben wir nicht. Such einfach die Regale und Nischen zwischen den Schränken nach Essbarem ab.“</p>
<p>„Ich wünschte ich wäre auch so cool wie ihr.“</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash2/hs342.ash2/62236_442785961442_724506442_5835068_6244171_n.jpg" alt="" width="460" height="460" />Da ist das Leben ohne Korkenzieher schon um einiges härter. Vor allem wenn man Mädchen ist und immer viel Wein trinken muss. Und wenn immer viele Mädchen vorbeikommen und dann auch Wein trinken wollen. Nun sind wir zwar handwerklich nicht begabt, aber wenn es um einen Schluck (also ein paar Gläser) Wein geht, dann wissen wir uns auch fast ohne Hilfsmittel zu helfen. Man braucht ja lediglich ein kleines scharfes Messer, einen schmerzunempfindlichen Daumen, ein nicht mehr benötigtes Handtuch, eine siebener Schraube, eine Zange und/oder Brechstange. Ich hätte Fotos machen sollen von den verschiedenen Gästen, die sich an der Weinflaschenöffnung  versucht haben. Generell gab es pro Abend und pro Flasche immer einen designated Opener im Rotationsprinzip. Und wenn ich an der Reihe war, holte ich mir einen Mann. Am liebsten den Opernsänger von unten, denn der hat sogar einen richtigen Korkenzieher. Der Typ von nebenan ist der absolte Notnagel, denn der lädt sich dann immer gleich selbst zu der Verköstigung ein. Außerdem hat er in seinem Flur einen kleinen rosanen Kinderwagen zu stehen und das macht mir Angst. Inzwischen haben wir aufgehört Telefonketten zu starten, um alle daran zu erinnern nur Weine mit Schraubverschluss mitzubringen. Ich bin in die Welt gezogen und habe nach drei Monaten einen Korkenzieher erstanden. Bei Karstadt. Mit Yessi. Der hat mir ein Gerät angedreht, das ich bis heute nicht verstehe. Alle anderen übrigens auch nicht. Aber hey – so bleibt es spannend bei  jeder neuen Öffnungszeremonie in der WG Krämer/Müller.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hommage an die Spass-WG.</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 17:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auch ich war mal jung.]]></category>
		<category><![CDATA[Ich liebe Deutscheland.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[anni]]></category>
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		<description><![CDATA[neulich nacht lag ich wach im bett, dachte ueber die zeit in der spass-wg nach und verfasste einen blog-eintrag in meinem gehirn. leider hab ich wieder alles vergessen, aber ich will trotzdem drueber schreiben. die spass-wg gruendete ich anno (lass mich nicht luegen) 2005 (?) mit annibunny und maexchen-matze. damals war ich kurz zu meiner [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">neulich nacht lag ich wach im bett, dachte ueber die zeit in der spass-wg nach und verfasste einen blog-eintrag in meinem gehirn. leider hab ich wieder alles vergessen, aber ich will trotzdem drueber schreiben.<br />
die spass-wg gruendete ich anno (lass mich nicht luegen) 2005 (?) mit annibunny und maexchen-matze. damals war ich kurz zu meiner mutter gezogen nach zwei traumatischen monaten in denen ich eine wohnung mit meinem exfreund teilte. ich litt unter einem mix aus frischem herzbruch und neugewonnener freiheit. anni kannte ich zwar noch nicht sehr lange (ich moechte fast meinen, dass wir uns bei unseren ersten treffen nicht grade gruen waren), dennoch wurde sie zu meinem neuesten lieblings-zeitvertreib. wir sahen uns fast jeden tag und fruehstueckten croissants mit frisch gepressten orangensaft zusammen. nach kurzer zeit fragten mich anni und matze (den ich noch weniger kannte), ob ich mit ihnen in eine wohnung ziehen wollte. anni war auch gerade dabei sich zu trennen und matze wollte raus aus seiner alten wg. perfekte bedingungen also. wir besiegelten den deal mit einer flasche voda. wir tranken eh viel. trinken machte damals extrem viel sinn. wir hatten spass. ich glaub den prae-wg-spass-klimax erreichten wir als wir stockhacke in potsdam auf einer kletterspinne sassen und &#8220;last christmas&#8221; von wham schmetterten. matze hat bestimmt noch die grausige mp3 davon. es war alles offiziell- wir liebten uns. also fingen wir an nach wohnungen zu suchen und entschieden uns fuer ein spottbilliges domizil in einer vorzeige-platte im schoensten mitte. wir waren sogar so ueber-eifrig, dass wir zum baumarkt pilgerten und dinge wie nen neuen fussboden kauften. das parkett zu verlegen war unsere erste amtstat (nachdem wir die beschissene toilette gesaeubert und eine trittschalldaemmung verlegt hatten). matze war fuer das saegen und haemmern verantwortlich (die feder in die nut). ich klebte, anni wischte (manchmal auch umgekehrt). wir brauchten tage. dabei hoerten wir the used. weil wir unsere wohnung so liebten schliefen wir entweder auf einer matratze in annis zimmer (die eigentlich matze gehoerte) oder auf dem boden. wir hatten sogar ne kleine ikea-lampe und ne menge schokokekse. und wir filmten alles. anni und ich strichen unsere zimmer rosa (remember alf?) waehrend wir ne flasche erdbeersekt leerten. in einem anflug von vorpubertaerem emotum bastelten wir schablonen aus pizzakartons und spruehten totenkoepfe und sterne in pink oder gold (oder beidem) an alle waende die wir finden konnten. die offene abstellkammer versiegelten wir mit einem vorhang aus meiner alten heidi-bettwaesche. wir kauften einen puempel, der nicht funktionierte, schnitten das alte silikon vom badewannenrand und verlegten es neu (der schimmel liess trotzdem nicht lange auf sich warten). der vormieter aus dem IIIIIIIIHran (wie der vermieter immer sagte) hatte uns teppichkaefer hinterlassen, die unter unserem frischen parkett hausten. also kam der kammerjaeger und spruehte alles voll mit gift.<br />
<img class="aligncenter" src="http://moblog.net/media/j/u/d/judojule/such-a-shame.jpg" alt="" width="413" height="310" /><span id="more-71"></span>am tag des einzugs kam matze mit ca. 5 kisten, anni mit 8 und ich mit etwa 20. ich brachte alles mit was ich hatte (auch weil ich beim auszug aus der exfreund-wohnung nicht grade zeit und lust hatte auszusortieren. naja und weil ich eh n messie bin).<br />
alles war sehr aufregend. wir hatten einen sodamaxx und einen sprudelfix (oder so), einen sandwichtoaster, ne menge besteck, einen suedsee-palmen-duschvorhang (passend zu den floralen fliesen im bad), und ein kleines wohnzimmer in das wir zwei sofas, einen tisch, eine kommode, den fernseher und ein klavier mit hocker stellten. wir strichen es in einem mittelmeer-orange- die totenkoepfe hielten wir in einem gediegenen gold metallic. damit sich das klavier nicht so alleine fuehlte, brachten wir diverse floeten und eine rassel mit an bord. zur sehr gewollten triangel schafften wir es leider nie.<br />
fuer die kueche kauften wir den tisch ingo und drei passende stuehle. den verrotteten ofen stellten wir auf den balkon.<br />
unsere einweihungsparty sollte was besonderes werden. wir luden alles und jeden ein, den wir kannten. wir druckten sogar flyer (blau und gruen), die anni und ich dann besoffen bei der rock-bar im magneten an heisse (fanden wir zumindestens in unserem suff) typen verteilten.<br />
sogar geheimnis-guenther wollte kommen. ob er kam? keine ahnung. es war stellenweise so voll, dass ich den ueberblick verlor. war aber egal- weil wir ja eh besoffen waren. wir machten fotos von allen gaesten, die wir dann spaeter an eine flurwand klebten, die wir die &#8220;wall of friends&#8221; nannten. oben prangten die spass-wg-mitglieder, darunter alle unsere freunde.<br />
unsere lieblingsbeschaeftigung war das feiern. wir nisteten uns dauerhaft im magnet-club ein. an einem normalen dienstag oder donnerstag oder freitag oder samstag assen wir zu abend (matze hatte immer pizza oder thunfisch-salat, zu besonderen anlaessen ne thunfisch-pizza), kloppten uns ums bad und danach den spiegel im wohnzimmer, guckten ne runde fernsehen (die tuer musste in einem bestimmten winkel zum digital-tv-receiver stehen, um das rauschen zu unterdruecken) und tranken vodka mit o-saft. anni wusste immer genau wann welche tram wo fuhr und war quasi unsere wandelnde bvg-auskunft (als anni mal im urlaub war verfuhren matze und ich uns auf dem weg zum magneten&#8230;). weil wir ja maedchen waren (sind&#8230;) waren wir stylingtechnisch immer im stress und ein wenig zu spaet. zur tram mussten wir mit garantie immer rennen. matze und anni stritten sich immer dabei. immer.<br />
unser mantra des abends (also aller abende) war- &#8220;heute, heute aber wirklich, ich schwoere, schlepp ich jemanden ab!&#8221;<br />
immer (wirklich immer) fuhren wir zu dritt total besoffen wieder zurueck nach hause und sagten sowas wie &#8220;naja, naechstes mal.&#8221;<br />
wir hatten so viel spass, dass es allen aussenstehenden bestimmt im gehirn wehtat. ich moechte meinen dass sogar moerder-moerte (der wg-tiger) sehr viel spass hatte.<br />
<img class="aligncenter" src="http://moblog.net/media/j/u/d/judojule/such-a-shame-5.jpg" alt="" width="413" height="310" /><br />
uns war alles egal- wir nahmen kraeutersosse, knoblauch und scharf auf einmal! mit vorliebe fielen anni und ich auch auf den magnet-boden. wir durchliefen quasi nochmal eine zweite jugend. erwachsen war uns nix. wir wollten spass.<br />
ich arbeitete damals vollzeit bei universal im verlag und mir ist bis heute nicht ganz klar, wie ich den ganzen alkohol verkraftete.<br />
irgendein schlauer mensch hat mal gesagt, dass man immer aufhoeren soll, wenn es am schoensten ist. also zog ich nach england. es kann ein dass der fruehzeitige verlass der spass-wg einen glorifizierungs-prozess in meinem kopf in gang gesetzt hat, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das das spassigste jahr meines ganzen lebens war. die endgueltige aufloesung der spass-wg tat mir sehr im herzen weh.</p>
<p style="text-align: left;">danke an annibunny, maexchen-matze und moerder-moerte!</p>
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