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	<title>mymagictypewriter. &#187; facebook</title>
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		<title>Nur für den Klick für den Augenblick. Ein Verzicht auf Facebook.</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 18:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[abstinenz]]></category>
		<category><![CDATA[deaktivierung]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[social media]]></category>
		<category><![CDATA[sucht]]></category>

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		<description><![CDATA[-&#62;  Samstag, 11. Februar Ich bin bei M. zu Hause. M. benutzt Facebook täglich. Auf seinem Home Screen sehe ich an die 70 rote Notifications glitzern. Sofort überkommt mich der Drang nachzusehen, was sich hinter dem kleinen Tor des Glücks verbirgt. M. selbst bleibt beim Anblick zen-artig unbeeindruckt. Ich: &#8220;Wow. Bei dir geht’s ja ab.&#8221; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>-&gt;  <strong>Samstag, 11. Februar</strong></p>
<p>Ich bin bei M. zu Hause. M. benutzt Facebook täglich. Auf seinem Home Screen sehe ich an die 70 rote Notifications glitzern. Sofort überkommt mich der Drang nachzusehen, was sich hinter dem kleinen Tor des Glücks verbirgt. M. selbst bleibt beim Anblick zen-artig unbeeindruckt.</p>
<p>Ich: &#8220;Wow. Bei dir geht’s ja ab.&#8221;<br />
Er: &#8220;Wieso? Was ist das?&#8221;<br />
Ich: &#8220;Deine<em> Notifications</em>???&#8221;<br />
Er: &#8220;Ach so. Ja. Checke ich nie.&#8221;</p>
<p>Ich lasse das Thema fallen. Das muss ich erst verdauen. Es gibt also Menschen, für die Benachrichtigungen keinen Punkt darstellen, der sofort und ohne Umwege vom Mauszeiger angepeilt werden muss? Resistenz gegen den schlimmsten Schlüsselreiz der Neuzeit? Ich bin beeindruckt und fühle mich schwach zugleich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Mittwoch, 15. Februar</strong></p>
<p>Ich habe ein neues Facebook-Plugin. Es ist eventuell ethisch fragwürdig, aber so lange nur ich es habe, sehr brauchbar. Ich kann sehen, wer sich wann de- und reaktiviert oder mich komplett aus der Liste der Freunde löscht. Erst durch dieses kleine Tool wird mir bewusst, dass sich einige Menschen in der einen Woche abmelden und in der nächsten wieder zurückkommen. Vielleicht ist die vorübergehende Deaktivierung ab und zu sinnvoll? Beim Gedanken daran beginne ich unter den Armen zu schwitzen. &#8216;Ich könnte natürlich jederzeit abschalten. Ich <em>möchte</em> nur gerade nicht.&#8217; Hmm, genau&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Sonntag, 19. Februar</strong></p>
<p>In einem Café treffe ich F. Dieser beklagt sich über seine kurze Aufmerksamkeitsspanne und den minütlichen Drang das Telefon zu checken. Lernen ist überhaupt nur noch in einer öffentlichen Bibliothek möglich. Mir geht es ähnlich. Da ich in diesem Café schreiben möchte, lasse ich mir bewusst nicht das Wifi-Passwort geben. Ich bin nicht stark genug an einem Rechner zu arbeiten, an dem auch ein Facebook-Fenster studiert werden könnte. Trotzdem ertappe ich mich etwa alle fünf Minuten dabei, wie ich auf dem Touchpad in Richtung Chrome unterwegs bin. Kurz vor Klick merke ich, dass ich eh kein Internet habe. Ein Gedanke, der Unbehagen auslöst. Jetzt nicht mein Handy zu missbrauchen, verlangt mir alles ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Montag, 20. Februar</strong></p>
<p>&#8220;Ich muss mehr Yoga machen und weniger Facebooken&#8221;, schreibt mir C. Sie zieht das Thema Deaktivierung schon seit einiger Zeit in Betracht, traute sich aber nie. In <img title="Bildschirmfoto 2012-02-20 um 16.33.57" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-02-20-um-16.33.57.png" alt="" width="422" height="173" />einer starken Sekunde schlage ich vor, dass wir es einfach tun. Yoga gegen Facebook. Ob ich es ernst meine, weiß ich selbst nicht. Dann schickt C. mir einen Screenshot von ihrer Abmeldebestätigung. Es ist zu spät. Ich muss nachziehen. Jetzt nicht nachdenken, sondern einfach machen.</p>
<p>Das Deaktivieren ist komplizierter als erwartet. Ich muss meine Gruppen und Seiten anderen Administratoren und meine Apps anderen Developern anvertrauen, mein Passwort eingeben, bestätigen, verdrehte, komplett unleserliche Buchstaben identifizieren und nachtippen. Außerdem werden mir Bilder von meinen engsten Freunden vorgesetzt. &#8220;Annelie Jasmin wird dich sicherlich sehr vermissen.&#8221; Die Schweine, ey. Je länger der Prozess dauert, desto weniger möchte ich es durchziehen. Aber ich schaffe es. Ich klicke den finalen Button in die Einsamkeit. Und zack – raus bin ich.</p>
<p>Eine Weile starre ich auf den Bildschirm. Ich habe es wirklich getan. Hätte ich jemandem bescheid sagen sollen? In einem umnachteten Moment denke ich tatsächlich: ‚Ich könnte es bei Facebook posten!’<br />
Ach nein. Könnte ich nicht.<br />
Nicht, dass jetzt 600 Leute denken, mir sei etwas zugestoßen. Ob es überhaupt jemand merkt? Ob jemand mir schreiben oder mich stalken will? Ob jemand mitkriegt, dass etwa die Hälfte aller Fotos im Netz verschwunden sind? Ob jemand meinen Namen in einem Kommentar verschlagworten möchte und dann denkt, das @ sei kaputt?</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/bildschirmfoto-2012-02-20-um-16-41-56/" rel="attachment wp-att-2019"><img class="aligncenter size-full wp-image-2019" title="Bildschirmfoto 2012-02-20 um 16.41.56" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2012-02-20-um-16.41.56.png" alt="" width="638" height="184" /></a></p>
<p>Später schreibt mir A. bei Whatsapp: &#8220;Jule, was hat es mit deinem FB Hiatus auf sich? Schick mir ne Mail.&#8221; Im selben Moment schreibt auch J.: &#8220;Wasndalos???&#8221; Dann flattert eine Email von R. rein: &#8220;Sag mal, spinnst du?&#8221;<br />
Ich bin ruhig. Innerlich. Den Rest des Tages klicke ich nur einmal auf den Browser, um sofort zu merken, dass es dort nichts Spannendes gibt. Das Foto von H. und mir beim Lunch würde ich gerne posten. Ich verschiebe es auf nach meine Rückkehr.<br />
Abends esse ich Brote, während ich in der Kinderbibel blättere. Dann wasche ich ab, mache eine Runde Yoga und bespreche vegane Kuchenrezepte mit C. Um halb elf bin ich abgeschminkt und im Bett. Da ich nichts mehr bei Facebook zu checken habe, schlafe ich einfach sofort ein. Dingdingding Jackpot?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Dienstag, 20. Februar</strong></p>
<p>Mein Handyakku hält und hält und hält. Ich nehme das Telefon morgens von der Steckdose und haben ABENDS IMMER NOCH STROM! Ich fühle mich wie zu Zeiten des Nokia 3310. Es eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Vielleicht übernachte ich sogar mal woanders?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Mittwoch, 22. Februar</strong></p>
<p>Ich sitze vor dem Laptop. Aus Ermangelung an sinnvollen Tätigkeiten eröffne ich ein Tagesgeldkonto und überweise mir selbst feierlich 100 Euro. Über die werde ich mich mal sehr freuen, wenn ich 50 und arbeitsunfähig bin. Und wo wir schon mal beim Thema Geld sind, könnte ich auch gleich noch welches ausgeben. Ich gehe zu Amazon und klicke eine Yogamatte, einen Bauchmuskeltrainer (wtf?) und eine elektrische Zahnbürste in meinen Einkaufswagen. Gewöhnlich besuche ich vor dem Amazon/Asos/Zalando-Checkout noch mal Facebook, werde abgelenkt, in ein Kommentarfeuerwerk verwickelt und der Kauf kommt nie zustande. Jetzt ist alles anders. Bauchmuskeln &#8211; here I come!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Donnerstag, 23. Februar</strong></p>
<p>&#8220;Facebook ist kaputt. Ich kann dir nicht schreiben.&#8221; Mir fällt auf, dass die Unerreichbarkeit meiner Person auf Facebook eher auf ein Versagen der Technik zurückgeführt wird, als darauf, dass ich freiwillig auf mein Profil verzichtet haben könnte. Zweiter Gedanke der Verlassenen: Die muss ein psychisches Problem haben. Wahrscheinlich wurde sie gerade von nem Typen betrogen und steht kurz vorm Suizid, der nur noch durch eine Facebook-Abstinenz umgangen werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Freitag, 24. Februar</strong></p>
<p>Ich sitze ich mit R. in einer Bar. Ich nehme mein Handy, um einzuchecken. Da ich betrunken bin, dauert es einen Tick zu lange, bis ich merke, dass das keine Option ist. Ich suche Trost im Alkohol. Wird eine Sucht immer durch eine andere abgelöst? Heroin vom Methadon, Rauchen vom Fressen und Facebook vom Saufen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Samstag, 25. Februar</strong></p>
<p>Der Versuch einen Verlassenen zu beruhigen. Konversation mit L. Per SMS:</p>
<p>L.: „Bist du wirklich weg von Facebook? Mir wird sofort schlecht.“<br />
Ich: „Ich teste momentan meine Grenzen aus – Yoga, Tagesgeldkonto, Facebooklosigkeit, Steckrübenpüree. Vielleicht hilfts ja bei irgendwas. Und mal unter uns: Ich bin bald zurück. Man kann mir alles nehmen – Geld, Wohnung, Freunde – aber bei Handybilder des Grauens hörts echt auf.“<br />
L.: „Ein Glück! Mir geht’s nämlich genauso. Wie kam es bloß zu diesem Schrecken? Thrill? Der Kick für den Augenblick? Verlustangst?“<br />
Ich: „Mischung aus „über was soll ich bloß bloggen?“ und „die Leute nerven mich“ und „ich bin extrem süchtig – hupsi.“ Erstaunlicherweise dreht sich die Welt noch.“<br />
L.: „Letztens hatte ich was Lustiges auf Facebook gestellt. Das hast du voll verpasst. Na dann schicke ich dir immer eine SMS, wenn was Gutes war. Keine Angst, kommt nicht so oft vor.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Sonntag, 26. Februar</strong></p>
<p>Mir schmerzt die Schulter. Ich benutze ein Rheumapflaster. Das macht alles nur noch schlimmer. Außerdem habe ich Hunger und die Küche sieht aus wie Sau. Ich will Mitleid. Das kriegt man im echten Leben ja nur auf Facebook. Jetzt ein paar Likes auf einen beliebigen Status&#8230; Ich rufe meine Mutter an. Auch okay.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Montag, 27. Februar</strong></p>
<p>Heute ist meine selbst auferlegte Suchtbekämpfungsmaßnahme eigentlich beendet. Es war eine erholsame Woche. Ich habe viel geschlafen, mit Menschen telefoniert, es geschafft eine Massenmail <em>ohne</em> Facebook zu versenden, der Welt Strom gespart und in der Bahn Zeit gehabt, die Menschen um mich herum verachtend zu mustern. Irgendetwas hält mich davon ab mich wieder einzuloggen. Ich verschiebe die Rückkehr auf morgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>-&gt;  <strong>Dienstag, 28. Februar</strong></p>
<p>Ich tu es einfach. Ich logge mich wieder ein.<br />
Nein, ich werde jetzt nicht die sieben letzten Tage runterscrollen. Nein, ich werde nicht sofort alle Bilder posten, die in meinem Handy warten. Nein, ich werde keine Rundmail schreiben, dass ich wieder zurück bin und Gefahr laufen zu erfahren, dass es eh niemand gemerkt hat.<br />
<a href="http://mymagictypewriter.com/nur-fur-den-klick-fur-den-augenblick/431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n/" rel="attachment wp-att-2024"><img class="aligncenter size-full wp-image-2024" title="431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/431010_3268231581108_1126887488_33289706_643206360_n.jpg" alt="" width="350" height="344" /></a>Zwei Minuten später habe ich Posts auf meiner Wall, Mails im Posteingang und die Notifications leuchten wieder verführerisch. Meine Freunde schmeißen mir eine virtuelle Willkommensparty. Ich bin gerührt.</p>
<p>Fazit: Facebook ist schlecht für die Aufmerksamkeitsspanne, ist verantwortlich für die Verkrüppelung sozialer Kompetenzen, hält von den wichtigen Dingen ab, verkürzt die Lebenszeit aufgrund des erhöhten Stressaufkommens, konditioniert das Gehirn und den Daumen auf absurde Weise, begünstigt Stalking, Mobbing und Online-Pädophilie &#8211; und ich würde nicht darauf verzichten wollen. Wir sehen uns drüben.</p>
<p>Alles Liebe, eure Mutter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>PS: Supportet meine Sucht mit einem Like auf <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">www.facebook.com/MyMagicTypewriter</span></a></span></p>
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		<title>mein (alter) ego dreht durch.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 17:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Jungs sind voll doof!]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[dating]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[scham]]></category>

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		<description><![CDATA[ich habe gehört, dass manche von euch leute auf der straße, im supermarkt oder im zug kennenlernen. leider bin ich nicht so glücklich veranlagt. ich muss das mühsam mit meinem alter ego im netz ausgleichen. hierbei habe ich nun aus versehen mit voller absicht ganz neue, düstere türen aufgestoßen. in einem anfall von verkaterter selbstzerstörungswut und [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe gehört, dass manche von euch leute auf der straße, im supermarkt oder im zug kennenlernen. leider bin ich nicht so glücklich veranlagt. ich muss das mühsam mit meinem alter ego im netz ausgleichen. hierbei habe ich nun <del>aus versehen</del> mit voller absicht ganz neue, düstere türen aufgestoßen. in einem anfall von verkaterter selbstzerstörungswut und restalkoholisiertem optimimus habe ich einen jungen per email um ein date gebeten. ich wiederhole: bei facebook. per email.</p>
<p>hört sich das bei euch auch so komisch an, wie bei mir hier? sollte das eigene rest-schamgefühl solche entgleisungen nicht frühzeitig erkennen und konsequent im keim ersticken?</p>
<p>und vor allem: darf man so was überhaupt? gibt es sowas wie eine digitale flirtikette?</p>
<p>(hierzu etwas tolles gefunden:<span style="color: #3366ff;"> <a href="http://gdtricks.twoday.net/stories/4629764/"><span style="color: #3366ff;">schwul müsste man sein</span></a>.</span> liebster absatz: <span style="color: #000000;"><em>An Grußformeln sollte deine Kreativität nicht scheitern. Da gibt es so viele &#8211; je nach Fasson.</em> </span><span style="color: #000000;"><em>&#8220;Grüße nach [...] , Heidiho, Aloa, Sei mir gegrüßt (Freund der Nacht) , Sonnige/Nächtliche Grüße, Einen wunderschönen guten Abend, Grüß di &#8230;&#8221; um nur ein paar zu nennen.</em></span>)</p>
<p>im facebook helpcenter erzielt man mit dem keyword &#8216;date&#8217; übrigens nur treffer, in denen es um geburtstage und zeitzonen geht. &#8216;was this answer helpful?&#8217; äh, nein?</p>
<p>na da habe ich mir ja was eingebrockt. und nicht nur mir. ich habe auch eine unschuldige person in diese klassische &#8216;lose-lose situation&#8217; verwickelt.</p>
<p>er hatte schon über einen tag zeit, um mir nicht zu antworten. oder wie zählt man das seit der uhrumstellung? ach egal. bestimmt sitzt er eh gerade mit seinen überdurchschnittlich hübschen freunden auf einer sonnigen wiese und liest meine email laut vor, während alle schallend lachen und sich gegenseitig zuprosten/zuprusten.</p>
<p>also ich persönlich hätte mich über mein angebot gefreut. ich schaffs selten mal etwas zeit mit mir zu verbringen. vielleicht sollte ich mich selbst daten? verzweiflung 3.0 lässt grüßen.</p>
<p>mir bleibt eine wichtige erkenntnis: mit restalkohol bin ich eine gefahr für mich und andere. deswegen trinke ich auch nichts mehr.*  jesus ist mein zeuge.**</p>
<p><a href="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/03/606-0-anstecker-poesie-pin-aus-emaille-mit-dem-thema-willst-du-mit-mir-gehen-von-raeder.jpg"><img title="606-0-Anstecker-Poesie-Pin-aus-Emaille-mit-dem-Thema-WILLST-DU-MIT-MIR-GEHEN-von-Raeder" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/03/606-0-anstecker-poesie-pin-aus-emaille-mit-dem-thema-willst-du-mit-mir-gehen-von-raeder.jpg" alt="" width="160" height="160" /></a></p>
<p>ich hoffe, dass ihr jetzt alle wild eure inbox durchstöbert habt auf der suche nach der besagten email. an alle freunde, mit denen ich mich dieses wochenende treffen wollte: nein, ich stehe nicht auf euch. das wäre ja ekelhaft. falls ihr aber noch anmerkungen zum thema &#8220;wie sehr darf man sich digital die blöße geben&#8221; habt, sagt bescheid. ich bin an einem ernsthaften dialog interessiert.</p>
<p>achso, und falls du dieser junge bist, tut es mir leid, dass ich jetzt überflüssigerweise auch noch öffentlich darüber schreiben musste. bestimmt kannst du nur nicht antworten, weil du spontan das land verlassen musstest. und facebook. schöne flucht.</p>
<p>* ziemlich wahrscheinlich.</p>
<p>** ziemlich unwahrscheinlich.</p>
<p>Einer geht noch: Please like <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter"><span style="color: #3366ff;">http://www.facebook.com/MyMagicTypewriter</span></a></span></p>
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		<title>Romantik Zwo Punkt Null.</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Nov 2010 18:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Manchmal arbeite ich. Echt jetzt!]]></category>
		<category><![CDATA[Teh Interwebs.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[business]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[romantik]]></category>
		<category><![CDATA[tbo]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Wie euch vielleicht nicht entgangen ist, bin ich nun seit ein paar Wochen voll berufstätig. Mit früh aufstehen und allem drum und dran. Nun gibt es aber folgendes Problem. Mein Facebook-Account ist nicht vertretbar vor externen Businesspartnern. Ich benutze Worte wie Anal-Kniffel und Resteficken. Ist mir auch unangenehm, aber das ist wie mit dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wie euch vielleicht nicht entgangen ist, bin ich nun seit ein paar Wochen voll berufstätig. Mit früh aufstehen und allem drum und dran.<br />
Nun gibt es aber folgendes Problem. Mein Facebook-Account ist nicht vertretbar vor externen Businesspartnern. Ich benutze Worte wie Anal-Kniffel und Resteficken. Ist mir auch unangenehm, aber das ist wie mit dem Furzen &#8211; was raus muss, muss raus. (Please note: Wir Frauen haben natürlich keine Verdauung.) Außerdem gibt es Leute (meistens ich selbst), die posten Fotos von mir, auf denen ich aussehe als sei ich betrunken und würde zum Beispiel meinen eigenen Finger lutschen. (Ach nein, das war ja Runa.) Ich trinke zwar nie (ähem), aber besonders professionell wirkt das ja nun nicht. Außer vielleicht professionell hacke.</p>
<p>Und Facebook führt dann zu meinem verdorbenen Blog, auf dem laut <span style="color: #3366ff;"><a href="http://mymagictypewriter.wordpress.com/2010/11/07/all-time-favourite-suchbegriffe/" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Google Search Terms</span></a></span> nur Pädophile und Arbeitslose rumhängen (Ih! Arbeitslose!) und dieser führt dann zu 1000 Flickr-Bildern und diese wiederum zu 3000 Moblog-Fotos und diese dann überflüssigerweise zu meinem MySpace-Profil. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass man dann von dort noch zu Emopunk gelangt. Und zu Twitter, LinkedIn, Xing, Last.fm, StudiVZ und schießmichtot. Eine virtuelle Kette der Peinlichkeiten zieht sich also einmal um den digitalen Globus.</p>
<p>Aber immerhin war ich so schlau das alles unter dem Namen meiner frechen Persönlichkeitsabspaltungen Judo-Jule und Jule Müller zu posten. Ich hatte nämlich schon seit frühester Kindheit Angst vor dem erbarmungslosen Google-Cache.</p>
<p>Da sitze ich nun mit zwei Profilen. Auf dem einen steht &#8220;ich bin deine Mutter&#8221;, auf dem anderen sehe ich aus wie deine Mutter. Also wenn deine Mutter gerne gebügelte Anzüge trägt und um die 30 ist. Falls deine Mutter tatsächlich 30 ist, schließe jetzt bitte diesen Tab (auch: Registerkarte), denn es ist Zeit fürs Bettchen.</p>
<p style="text-align: left;">Ich finde den Gedanken eines zweiten Facebook-Profi-Accounts unter richtigem Namen auf absurde Weise durchaus romantisch:</p>
<p><em>&#8220;Möchtest du mein Freund auf Facebook werden? Noch mal?&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Ja. Ich will.&#8221;</em></p>
<p>Hach. Wenn man sonst nichts spannendes hat im Leben, klammert man sich eben an den berühmten Strohhalm Social Media. Praktisch. Und so viel bekömmlicher als Jägermeister auf Eis. (Das findet Cathi übrigens gar nicht. Die meckert immer, wenn ich irgendwo digital einchecken möchte.)</p>
<p>Na dann mal ran. Ich tu mich leider noch schwer sinnvollen Content zu finden für meinen Business-Profil, aber aller Anfang fällt schwer. <span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100001832673549" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Hier gehts hin.</span></a></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><a href="http://www.facebook.com/pages/MyMagicTypewriter/177751642239196" target="_blank"><span style="color: #3366ff;">Übrigens hat dieser Blog jetzt auch ein Dasein auf Facebook. Like!</span></a></span></p>
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