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	<title>mymagictypewriter. &#187; cathi</title>
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	<description>ich.bin.deine.mutter.</description>
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		<title>Wie bei &#8216;The Day After Tomorrow&#8217;. Nur halt kälter.</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Feb 2011 11:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[x]]></category>
		<category><![CDATA[ausgesperrt]]></category>
		<category><![CDATA[büro]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[dach]]></category>
		<category><![CDATA[kälte]]></category>
		<category><![CDATA[überleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist der 21. Februar 2011. Ich sitze im Büro in Mitte. Alle Kollegen/Chefs sind schon gegangen. Gleich soll es zu Kiki Cools Geburtstags-Meet-Up gehen. Cathi kommt vorbei, um mich abzuholen. Sie ist zum ersten Mal hier. Es ist kurz nach 20 Uhr. „Voll gemütlich hier. Wäre eine tolle Wohnung. Zeigst du mir auch noch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der 21. Februar 2011. Ich sitze im Büro in Mitte. Alle Kollegen/Chefs sind schon gegangen. Gleich soll es zu Kiki Cools Geburtstags-Meet-Up gehen. Cathi kommt vorbei, um mich abzuholen. Sie ist zum ersten Mal hier. Es ist kurz nach 20 Uhr.</p>
<p>„Voll gemütlich hier. Wäre eine tolle Wohnung. Zeigst du mir auch noch das Dach?“</p>
<p>„Klar. Sollen wir Jacken anziehen?“</p>
<p>„Ach nee. Nur kurz gucken.“</p>
<p>Wir klettern die kleine Stahltreppe nach oben. Ich öffne die Tür zum Dach. Cathi dreht auf der Hälfte wieder um mit den Worten:</p>
<p>„Ach, ich hol noch schnell mein Handy. Vielleicht kann ich ja ein schönes Foto machen.“</p>
<p>Dann kommt sie mir hinterher.</p>
<p>Auf dem Dach ist es sehr dunkel. Von Berlin sieht man nur wenig. Definitiv keine Photo-Op. Und es ist sehr kalt. Minus sieben sind ja heute.</p>
<p><img title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/02/pc151621.jpg" alt="" width="500" height="374" /></p>
<p>„Puh, lass uns wieder rein. Mir ist kalt.“</p>
<p>Cathi geht voraus und bleibt an der Tür stehen. Ich frage mich, warum sie nicht reingeht. Der Wind peitscht mir um die Ohren.</p>
<p>„Und wie geht die Tür jetzt auf?“</p>
<p>„Wie jetzt? Die ist zu?? Aber…“</p>
<p>„Nee oder? Sag jetzt nicht du hast keinen Schlüssel…“</p>
<p>In meinem Gehirn herrscht Leere. Wie war das noch gleich mit der Tür? Was ist die Lösung des Problems? Ah, keine Panik, am besten erstmal rütteln.</p>
<p>Rütteln bringt nichts. Der Türknauf lässt sich nicht bewegen. Die Tür ist zu. Ich habe keinen Schlüssel.</p>
<p>„Das glaube ich jetzt nicht. Das KANN nicht wahr sein!“</p>
<p>Cathi starrt mich an. Ich starre die Tür an. So verharren wir.</p>
<p>„Denk nach, Cathi!“</p>
<p>„Handy! Ich habe ein Handy!“</p>
<p>„Sehr gut. Wir müssen jemanden anrufen. Nur wen?“</p>
<p>„Wer hat alles einen Schlüssel?“</p>
<p>„Ich weiß von vier Personen. Aber du hast die Nummern ja nicht. Julian! Ruf Julian an. Der kann dann R. anrufen. Ich glaub der ist in Köln, aber egal.“</p>
<p>Es klingelt. Julian geht nicht ran.</p>
<p>„Fuck, Jule &#8211; mir ist jetzt schon kalt!“</p>
<p>Julian ruft zurück. Ich rede langsam und deutlich.</p>
<p>„Hallo Jules. Es ist etwas schlimmes passiert. Du musst dich jetzt konzentrieren. Ich steh mit Cathi auf dem Dach des Büros. Wir haben uns ausgesperrt. Es ist sehr kalt und wir haben keine Jacken an. Du musst uns bitte helfen.“</p>
<p>„Boah, was? Auf so Action hab ich jetzt echt keinen Bock.“</p>
<p>„Ja nee is klar. Ruf bitte R. an. R. hat doch die Nummer von S. zum Beispiel. Jemand muss uns hier abholen. Ich wiederhole: Jemand MUSS uns hier abholen!“</p>
<p>„Okay. Mach ich. Ich meld mich dann wieder.“</p>
<p>Ich lege auf. Es ist still und dunkel auf dem Dach. Cathi tippelt von einem Fuß auf den anderen. Ihr Blazer reicht gerade mal bis zu den nackten Ellenbogen.</p>
<p>„Gleich müssen wir anfangen zu kuscheln.“</p>
<p>„Wie wärs mit hüpfen? Wenn man hüpft, wird einem warm. Weiß ja jeder.“</p>
<p>„Verbraucht man da nicht zu viel Energie?“</p>
<p>„Vielleicht wenn man tagelang in der Kälte überleben muss. Aber nicht bei so einem kurzen Aufenthalt.“</p>
<p>Also hüpfen wir umher. Dabei müssen wir etwas lachen. Die ganze Situation ist eh sehr komisch. Wenn auch von leichter Panik durchfressen.</p>
<p>„Meine Füße sind jetzt schon so krass kalt.“</p>
<p>„Solange die Gliedmaßen wehtun, sind sie bestimmt noch am Leben.“</p>
<p>„Stimmt. Guter Bloodflow-Performance-Indikator. Merken wir uns.“</p>
<p>Julian ruft an.</p>
<p>„HALLO???%&amp;$“</p>
<p>„Ey Jule, jetzt mal ganz ruhig. Du musst echt nicht so Panik schieben…“</p>
<p>„Ich weiß ja nicht, ob ich es erwähnt hatte, aber wir haben keine Jacken und es sind minus schießmichtot und wir haben uns auf einer Dachterrasse ausgeschlossen!“</p>
<p>„Ich erreiche R. nicht. Jetzt konzentrier dich mal. Welche Firmen sitzen noch in eurem Gebäude?“</p>
<p>„Diese Galerie. Und der Typ. Der hat seine Handynummer auf der Webseite. Aber die haben doch alle keinen Schlüssel?!“</p>
<p>„Okay. Ich meld mich wieder.“</p>
<p>„Nein, GEH NICHT!“</p>
<p>Dann ist er weg. Ich nehme Cathi in den Arm.Wir zittern.</p>
<p>„Das ist jetzt wie ein Kater. Man muss einfach nur ausharren und warten bis es vorbei ist.“</p>
<p>„Ich hasse Kater.“</p>
<p>„Ja, ich auch.“</p>
<p>„Oh Goooooooott, istdaskaltey!“</p>
<p>„Ab wann friert einem eigentlich was ab?“</p>
<p>„Bestimmt nicht so schnell. Bevor uns was abfriert, rufen wir die Polizei, okay?“</p>
<p>„Okay. Stell dir mal vor, ich hätte mein Handy nicht eingesteckt, um Fotos zu machen…?“</p>
<p>„Na, da haben wir ja quasi voll Glück gehabt! Dann hätten wir brüllen müssen und hoffen, dass uns jemand hört. Zum Beispiel die da drüben.“</p>
<p>Ich zeige auf ein wohlig warm erleuchtetes Dachgeschoss. Eigentumswohnung bestimmt. Ich erkenne einen Kamin und ein kuschelndes Pärchen.</p>
<p>„Wie die Bonzen alle nichts von der Welt um sich rum mitkriegen. So ignorant.“</p>
<p>Julian ruft an.</p>
<p>„JULIAN!!“</p>
<p>„Ich hab R. erreicht. Der ruft jetzt mal S. an. Hilfe naht.“</p>
<p>„Okay. Danke. Es ist auch nicht peinlich, dass mein eigener Chef mich und meine Mitbewohnerin vom Dach retten muss um kurz vor neun abends oder?“</p>
<p>„Öhm&#8230; Na wir sehen uns dann ja später bei Kiki.“</p>
<p>Wir legen auf. Zitternd hängt Cat mir an der Brust. Ich rubbel ihren Rücken. So muss das also gewesen sein bei The Day After Tomorrow. Nur bestimmt nicht so kalt. Der Wind pfeift uns durch die dünnen Klamotten.</p>
<p>„Da hinten, da kommt Dampf aus diesem Rohr. Vielleicht ist das warm?“</p>
<p>Ich laufe über das Dach zu dem Rohr, um meine Hände in den Dampf zu strecken. Die Wärme, die dort abgegeben wird, steht in keiner Relation zu der Kälte, die durch die Finger drängt, wenn man sie aus den Hosentaschen nimmt. Ich humple zurück zu Cathi.</p>
<p>„Du Jule, jetzt mal ohne Mist, ich fang gleich an zu weinen.“</p>
<p>„Wenn du JETZT losheulst, ist alles verloren. Dann muss ich Panik kriegen. Jetzt nur keine Panik kriegen! S. ist bestimmt schon auf dem Weg.“</p>
<p>(Randnotiz: Zu diesem Zeitpunkt liegt S. noch in der Badewanne und hört sein Handy nicht. Das wissen wir aber zum Glück nicht.)</p>
<p>„Pssst. Ich glaub ich hab was gehört! Ich glaub S. kommt!“</p>
<p>„Ehrlich?“</p>
<p>Wir lauschen an der Stahltür.</p>
<p>„Ach nee. Doch nicht. Sorry.“</p>
<p>„Was dauert das denn so lange?“</p>
<p>„Findest du ich hab am Telefon den Fakt, dass wir erfrieren mit genügend Nachdruck vermittelt?“</p>
<p>Eine Weile schweigen wir. Cathi atmet flach. Ich spüre meine Zehen nicht mehr. Auch gut, dann tun sie wenigstens nicht so weh.</p>
<p>„Jule, ich hab voll die Probleme zu atmen.“</p>
<p>„Halte durch. Gleich werden wir gerettet. Weißt du noch wie Rose und Jack damals im Pazifik zwischen Eisschollen umher trieben? Die hatten wirklich einen sehr starken Überlebenswillen.“</p>
<p>„Aber Jack ist doch gestorben?“</p>
<p>„Wir sind natürlich Rose. Okay, vielleicht kein so gutes Beispiel&#8230; Drinnen mach ich dir gleich einen Tee. Wir haben voll viele Sorten. Orange und Apfel und Pfefferminz und schwarzen Tee.“</p>
<p>„Schwarzen Tee mag ich nicht.“</p>
<p>„Dann vielleicht heiße Zitrone?“</p>
<p>„HEISSE Zitrone. Hach… Ich würde jetzt gerne Facebook checken, ich kann mich aber nicht bewegen.“</p>
<p>„Wir checken später Facebook. Ich wette unsere virtuellen Freunde denken gerade an uns und wünschen uns viel Glück. Das gibt mir Hoffnung. Dir nicht?“</p>
<p>„Hmm…“</p>
<p>Dann schweigen wir wieder. Es ist eine dreiviertel Stunde vergangen. Meine Energie sinkt von Minute zu Minute. Wenn Cathi nicht hier wäre, hätte ich bestimmt schon mit meinem Leben abgeschlossen. Wir zittern extrem. Sprechen fällt schwer. Denken sowieso. Es ist ruhig und dunkel. Das Lachen ist uns schon vor einiger Zeit vergangen.</p>
<p>Dann höre ich was.</p>
<p>„Ich glaube ich habe was gehört! Ich glaube S. kommt!“</p>
<p>„Das sagst du immer.“</p>
<p>„Nein, echt jetzt! Da ist er! Ich höre ihn!!“</p>
<p>Cathi hebt mühsam ihren Kopf. Wir starren Richtung Tür. Dann öffnet sie sich.</p>
<p>S. guckt uns entgeistert an. Wir fallen ihm entgegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 13px; line-height: 22px;"><em><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif; line-height: 19px;">Danke an </span></em><em><span style="font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif; line-height: 19px;">alle, die maßgeblich zu unserer Rettung beigetragen haben.</span></em></span></p>
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		<title>Kühlschrank &#8211; eine WG-Bewohnerin zieht Bilanz.</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 16:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Interview des Schicksals]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[cat]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[elektronik]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[küche]]></category>
		<category><![CDATA[kühlschrank]]></category>
		<category><![CDATA[petersilie]]></category>

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		<description><![CDATA[Cathi Krämer im exklusiven Interview. &#160; Cathi, vielen Dank erstmal, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Wie ich höre, hast du jetzt einen Kühlschrank zu Hause. Herzlichen Glückwunsch! Wie hat sich dein Leben seit der Anschaffung verändert? Es ist ein Traum. Ich fühle mich glücklich wie noch nie in meinem Leben. Bakterienfreies Essen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Cathi Krämer im exklusiven Interview.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Cathi, vielen Dank erstmal, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Wie ich höre, hast du jetzt einen Kühlschrank zu Hause. Herzlichen Glückwunsch! Wie hat sich dein Leben seit der Anschaffung verändert?</strong></p>
<p><em>Es ist ein Traum. Ich fühle mich glücklich wie noch nie in meinem Leben. Bakterienfreies Essen beflügelt meinen Geist und meine Seele. Auch die Anordnung der Lebensmittel im Kühlschrank macht mir große Freude. Der Käse nach oben, die Milch an die Seite, das Gemüse nach unten &#8211; je nach Größe der Verpackung.</em></p>
<p><strong>Aha. Bist du nun selbstbewusster, wenn du neue Leute kennenlernst?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Die meisten Jungs, die ich kennenlerne, nehme ich natürlich auch mit nach Hause. In früheren Zeiten war es mit teilweise unangenehm, wenn sie verschimmelte Produkte zu sich nehmen mussten beim morgendlichen Frühstück. Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr damit Leute kennenzulernen und sie auch zu mir einzuladen, weil ich nun selbstbewusst den Kühlschrank öffne, das Licht angeht und ich ihnen eine gesunde Auswahl an biologischen, regionalen Lebensmitteln präsentieren kann.</em></p>
<p><strong>Ja, das ist nett, aber sag mal, hast du kein schlechtes Gewissen jetzt so viel Strom zu verbrauchen?</strong></p>
<p><em>Nein.</em> (lacht)</p>
<p><strong>Was steht als nächstes an? Ein elektrischer Eis-Crusher vielleicht?</strong></p>
<p><em>Hmm. Zuerst kam der Geschirrspüler, danach folgte der Kühlschrank &#8211; ich fühlte mich schon auf dem absoluten K-High des Elektroherstellermarktes&#8230;</em></p>
<p><strong>Auf dem was? K-High?</strong></p>
<p><em>Ein Begriff aus der Drogenkunde. Ketamin-Hoch. Oder Kühlschrank-Hoch. Diese Anschaffung verschiedenster elektronischer Geräte war wirklich wie ein Rausch, ließ dann aber auch ziemlich schnell wieder nach. Ich wollte mehr und bin dann zu unserem ortsansässigen Media Markt gefahren, um Nachschub in Form einer elektrischen Zahnbürste zu holen. Ich denke auch über elektrische Lockenwickler nach. Oder einen Vibrator.</em></p>
<p><strong>Du weißt schon, dass alles, was du hier sagst, gegen dich verwendet werden kann?</strong></p>
<p><em>Ich hau dich! </em></p>
<p><img title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2011/01/p1172028.jpg" alt="" width="500" height="374" /><strong>Du kennst beide Seiten der Medaille. Dein Fazit &#8211; Kühlschrank? Yes oder no?</strong></p>
<p><em>Doch. Es tut mir ein bisschen Leid, dass der kühle Schrank jetzt leicht überflüssig geworden ist, aber man hat nun die Möglichkeit ihn mit Linsengerichten, Nudelvorräten und Dörrobst aufzustocken. Kühlschrank ist ein Must.</em></p>
<p><strong>Cathi, und jetzt nochmal in eigener Sache: Wann nimmst du endlich die vertrocknete Petersilie vom Fensterbrett?</strong></p>
<p>(lacht) <em>Wenn der Schimmel aus dem Glas gewachsen ist.</em></p>
<p><strong>Super! Dann bedanke ich mich ganz herzlich &#8211; man sieht sich.</strong></p>
<p><strong><em><br />
</em></strong></p>
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		<title>5 Monate ohne Kühlschrank &#8211; die Jubiläumsparty.</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 20:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[anarchie in neukölln]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[kühlschrank]]></category>
		<category><![CDATA[schimmel]]></category>

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		<description><![CDATA[Da haben wir ja richtig was geschafft, die Cathi und ich! Die Sache mit dem &#8220;ohne Kühlschrank leben&#8221; läuft echt hervorragend (ganz im Gegensatz zu &#8220;mehr Yoga und weniger trinken&#8221;). Und die Google-Suchbegriffe dieses Blogs geben mir Recht: Die Kühlschrank-Problematik ist (neben &#8220;pobacken auseinander&#8221;) in den Top 5 des vergangenen Jahres anzufinden, Trend steigend. Ja, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben wir ja richtig was geschafft, die Cathi und ich! Die Sache mit dem &#8220;ohne Kühlschrank leben&#8221; läuft echt hervorragend (ganz im Gegensatz zu &#8220;mehr Yoga und weniger trinken&#8221;). Und die Google-Suchbegriffe dieses Blogs geben mir Recht: Die Kühlschrank-Problematik ist (neben &#8220;pobacken auseinander&#8221;) in den Top 5 des vergangenen Jahres anzufinden, Trend steigend.</p>
<p>Ja, gut, mitunter sind unsere Lebensmittel zu Hause geschmacklich etwas unterhalb des europäischen Durchschnitts anzusiedeln, aber man entwickelt da sehr schnell eine recht hohe Toleranzgrenze. Und wenigstens kriegen wir so unsere tägliche Portion Kultur ab (wenn auch nur im/auf dem Schmierkäse). Am Wochenende noch hab ich Cathi quasi das Leben gerettet, als ich sie darauf hinwies, dass sie gerade etwas schimmliges essen wollte. Sagte sie: &#8220;Aber die andere Ecke ist ja noch gut.&#8221; und biss zu.</p>
<p>Ich sehs schon &#8211; noch ein paar Monate und wir scheißen auch noch auf den letzten Rest ethischen Anstands und beginnen komplett verdorbene Ware zu verköstigen.</p>
<p>Falls du uns mal nachts in Neukölln mit zerruppter Kleidung auf der Suche nach Nahrung um Mülltonnen streunen siehst, bitte erinnere uns einfach daran, dass wir noch einen Kühlschrank für unsere Wohnung brauchen. Danke.</p>
<p>PS: Wir haben jetzt einen neuen Geschirrspüler! Youve gotta have your priorities straight.</p>
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		<title>Forget the Horror here.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 20:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[foals]]></category>
		<category><![CDATA[jugend]]></category>
		<category><![CDATA[kesselhaus]]></category>
		<category><![CDATA[konzert]]></category>
		<category><![CDATA[the foals]]></category>

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		<description><![CDATA[ich komme frisch aus dem mosh pit der foals. moment mal- fragt man sich da vielleicht- foals? mosh pit? ja wie geht das denn zusammen? ich weiß es auch nicht, schiebe es aber auf die jungen leute. diese dreckige spaßgeneration, die da wild rumknutschend, rauchend und morbide schwitzend vor uns rumhampelt mit ihrem kleinporigen gesicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2010/12/bild1.jpg"><img title="Bild1" src="http://mymagictypewriter.com/wp-content/uploads/2010/12/bild1.jpg" alt="" width="450" height="338" /></a></p>
<p>ich komme frisch aus dem mosh pit der foals. moment mal- fragt man sich da vielleicht- foals? mosh pit? ja wie geht das denn zusammen? ich weiß es auch nicht, schiebe es aber auf die jungen leute. diese dreckige spaßgeneration, die da wild rumknutschend, rauchend und morbide schwitzend vor uns rumhampelt mit ihrem kleinporigen gesicht und den langen strahlenden haaren. die wollen schubsen, knutschen, beißen, pöbeln. einfach so &#8211; weil sie können&#8230; ich stehe nur da und rege mich drüber auf, dass mir jemand erst auf die feinen schuhe tritt, um mir dann das nasse haar ins gesicht zu schleudern. denen ist es egal. denen ist alles egal.</p>
<p><span id="more-413"></span></p>
<p>ich bin ja eigentlich zu alt zum moshen, aber leider auch zu groß fürs bloße rumstehen. von links nach rechts und wieder zurück muss ich mich da schubsen lassen, um meine 182 zentimeter gerecht auf die 1200 leute hinter mir zu verteilen. auf meinem weg boxe ich ab und zu wo rein. to take the edge off.</p>
<p>worum gings? ach ja &#8211; die foals. was ne band. so kleine jungs und so viele große hits. hätt ich selbst nicht besser schreiben können.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abendliches Update aus dem Braunen Salon zu Upper Neukölln.</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 21:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
		<category><![CDATA[Passt in keine Schublade.]]></category>
		<category><![CDATA[90210]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[mikrowelle]]></category>
		<category><![CDATA[wg]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sitze im braunen Salon. Weil ich habe von meinem Zimmer aus keinen guten Internetempfang. Natürlich nicht. Warum auch? Ich kann ja auch ganz gut ohne dieses Internet. Okay. Spaß beiseite. Cathi liegt auf der antik-braunen Ledercouch von Annis Großtante D’eaurice und guckt 90210. Ich hab sie heute abhängig gemacht. Mit voller Absicht. Nach acht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sitze im braunen Salon. Weil ich habe von meinem Zimmer aus keinen guten Internetempfang. Natürlich nicht. Warum auch? Ich kann ja auch ganz gut ohne dieses Internet.</p>
<p>Okay. Spaß beiseite.</p>
<p>Cathi liegt auf der antik-braunen Ledercouch von Annis Großtante D’eaurice und guckt 90210. Ich hab sie heute abhängig gemacht. Mit voller Absicht. Nach acht Minuten der ersten Folge nahm sie ihre Kopfhörer ab und sagte „Okay, ich bin drin.“ Und während ich nun hier am Esstisch sitze und Bewerbungen tippe (oder Blogposts), starrt Cathi bei der 5ten Folge gebannt auf den Rechner und lächelt. Oder verzieht die Augenbrauen traurig.</p>
<p>Wenn man sonst nichts im Leben hat, dann wenigstens amerikanische Soaps…</p>
<p>Die Wohnung ist inzwischen recht warm. Der übergewichtige, humoröse Heizungsmann war da. Jetzt weiß ich auch was die Schornsteinfegertaste ist. Trotzdem ist der Winter hart zu ertragen. Ist doch schon Winter oder? Wir haben auf unsere BrauchenWirNoch-Liste sowohl Zitruspresse (für die Vitamine) als auch Stövchen (für die nachhaltige Wärme) und Duftkerzen (einfach so, WEIL WIR KÖNNEN UND IHR NICHTS DAGEGEN MACHEN KÖNNT) gesetzt. Außerdem stehen Dörrobst, Dominosteine und Dauer-Festnetztelefonate hoch im Kurs. Da braucht man noch nicht mal Männer. Wir haben ja aufgehört zu heulen und uns unserem Schicksal ergeben. Wir haben einander. Und eine Mikrowelle aus den Kralischs ihrem Keller. A propos. Cathi hat heute versucht die pikante Gemüsesuppe von gestern (ich kochte sie einst) zu erwärmen und musste auf die harte Weise herausfinden, dass die Goldrandteller auf die Mikrowellen nicht so gut zu sprechen sind. Oder andersrum. Es blitzte gewaltig und war somit Highlight des spannenden Tages. Naja, die Funken und der Fakt, dass wir mit der DVBT-Zimmerantenne fast RTL reingekriegt hätten. Bisschen so wie damals Softpornos auf dem (natürlich) verschlüsselten Premiere zu gucken.</p>
<p>So. Cathi schreit. Es ist wohl Zeit für 90210 Season 03 Episode 06. Ob Dixon jetzt wirklich Aids von Sasha hat und deswegen nicht mit Ivy schlafen kann, die ja noch Jungfrau ist und deren enger Freund Oscar heimlich mit ihrer eigenen Mutter schläft? Und ob Silver von der Schule fliegt, weil sie versucht hat ihren englischen Lehrer zu verführen, um zu beweisen, dass er Naomi vergewaltigt hat, die seitdem nicht mehr schlafen kann und sich deswegen mit Tabletten fast das Leben genommen hätte? Und ob Navid wohl merkt, dass Adirana das Songbuch von einem im selben Auto gestorbenen Popstar geklaut hat und den großen Hit dann bei der Mutter von Ivy, die nicht nur mit Oscar schläft, sondern auch ihre Managerin ist, als ihr eigen ausgegeben hat, um damit über Nacht zum YouTube-Schlager zu werden, und nun von dem Onkel des Verstorbenen erpresst wird?</p>
<p>Es bleibt spannend in meinem Leben an der West Beverly High&#8230;</p>
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		<title>Leben am Limit. Heute: Das Leben ohne Kühlschrank und Korkenzieher.</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 12:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Salon und Umgebung.]]></category>
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		<category><![CDATA[Saufen für Fortgeschrittene.]]></category>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keinen Kühlschrank. Und ich habe es in drei Monaten nicht geschafft mir einen zu besorgen. Weil ich natürlich wie jeder ordentliche Hartz-4-Empfänger unglaublich busy bin. Erst war das Fehlen eines Kühlschrankes ein allgegenwärtiger Panikmacher in der WG. Wir hatten Angst einzukaufen, zu kochen, Leute einzuladen – unser Leben war die Hölle. Inzwischen haben wir uns beruhigt und gelernt, dass auch ein Leben ohne Kühlschrank durchaus ein lebenswertes sein kann. Denn, wer hätte das gedacht: Man kann Butter, Eier und auch Milch wunderbar einfach so in der Gegend rumstehen lassen. Meine Mutter würde mir sicherlich zustimmen, denn – sieh einer an – unsere jungen Eltern in der Deutschen Demokratischen Republik hatten auch keine Kühlschränke. Die vergruben im Sommer Milchkannen in der Erde – quasi der Vorläufer der Kühltasche. Und praktisch ist das schon, wenn man fertig gefrühstückt hat und dann anstatt alles wieder wegzuräumen einfach alles stehen lässt. Weil man hat ja gar keinen gekühlten Schrank. Das ist Freiheit auf höchstem Niveau. Und auch die Dinnerparties laufen prächtig.</p>
<p>„Hilfst du mir kochen?“</p>
<p>„Klar. Wo ist denn euer Kühlschrank?“</p>
<p>„Haben wir nicht. Such einfach die Regale und Nischen zwischen den Schränken nach Essbarem ab.“</p>
<p>„Ich wünschte ich wäre auch so cool wie ihr.“</p>
<p><img class="alignnone" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash2/hs342.ash2/62236_442785961442_724506442_5835068_6244171_n.jpg" alt="" width="460" height="460" />Da ist das Leben ohne Korkenzieher schon um einiges härter. Vor allem wenn man Mädchen ist und immer viel Wein trinken muss. Und wenn immer viele Mädchen vorbeikommen und dann auch Wein trinken wollen. Nun sind wir zwar handwerklich nicht begabt, aber wenn es um einen Schluck (also ein paar Gläser) Wein geht, dann wissen wir uns auch fast ohne Hilfsmittel zu helfen. Man braucht ja lediglich ein kleines scharfes Messer, einen schmerzunempfindlichen Daumen, ein nicht mehr benötigtes Handtuch, eine siebener Schraube, eine Zange und/oder Brechstange. Ich hätte Fotos machen sollen von den verschiedenen Gästen, die sich an der Weinflaschenöffnung  versucht haben. Generell gab es pro Abend und pro Flasche immer einen designated Opener im Rotationsprinzip. Und wenn ich an der Reihe war, holte ich mir einen Mann. Am liebsten den Opernsänger von unten, denn der hat sogar einen richtigen Korkenzieher. Der Typ von nebenan ist der absolte Notnagel, denn der lädt sich dann immer gleich selbst zu der Verköstigung ein. Außerdem hat er in seinem Flur einen kleinen rosanen Kinderwagen zu stehen und das macht mir Angst. Inzwischen haben wir aufgehört Telefonketten zu starten, um alle daran zu erinnern nur Weine mit Schraubverschluss mitzubringen. Ich bin in die Welt gezogen und habe nach drei Monaten einen Korkenzieher erstanden. Bei Karstadt. Mit Yessi. Der hat mir ein Gerät angedreht, das ich bis heute nicht verstehe. Alle anderen übrigens auch nicht. Aber hey – so bleibt es spannend bei  jeder neuen Öffnungszeremonie in der WG Krämer/Müller.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>uebel uebel sprach der duebel&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 20:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jule Müller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Achtung! Mädchenkrams.]]></category>
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		<category><![CDATA[Ein schönes Bad in Selbstmitleid.]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversuch of Death.]]></category>
		<category><![CDATA[Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.]]></category>
		<category><![CDATA[bohren]]></category>
		<category><![CDATA[cathi]]></category>
		<category><![CDATA[handwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[in so einer neuen wohnung muss ja eine menge gemacht werden. handwerklicher natur. nun sind weder cathi noch ich besonders begabt, wenn es in die richtung geht. wir improvisieren eine menge. fuer viele aufgabenstellungen halten unsere gehirne einfach keine loesungsansaetze bereit. zum beispiel neulich, als wir dinge bohren wollten. muss man ja machen. es ging [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>in so einer neuen wohnung muss ja eine menge gemacht werden. handwerklicher natur. nun sind weder cathi noch ich besonders begabt, wenn es in die richtung geht. wir improvisieren eine menge. fuer viele aufgabenstellungen halten unsere gehirne einfach keine loesungsansaetze bereit. zum beispiel neulich, als wir dinge bohren wollten. muss man ja machen. es ging da um gewuerzregale, haken und badspiegel.</p>
<p>wir fingen mit den gardinenhaken in cathis zimmer an. cathi bohrte mit einem sechser bohrer und ich hielt den staub-auffang-karton. loch gebohrt. duebel mit dem hammer rein. loch zu kurz. duebel wieder mit der zange raus. loch tiefer gebohrt. da passierte das erste malheur des tages – ein grosser riss formte sich vom bohrloch ausgehend richtung norden und sueden. um das loch herum fiel farbe und putz grossflaechig ab. zusammen starrten wir auf die ungluecksstelle. es war cathi, die als erste die worte wiederfand. “kacke.” ich nickte. wir fuellten die grau-braunen putzstellen mit tippex auf und schworen uns den riss nie wieder mit einem wort zu erwaehnen. vor allem nicht gegenueber dem vermieter.</p>
<p>dann ging es weiter zu den gewuerzregalen. professionell massen wir abstaende, machten markierungen und stellten ueberall mal eine wasserwage rauf. aha, also schief. gut. wer mags schon total gerade. jedes loch brachte einen andersfarbigen staub hervor. top gebohrte loecher. mit ein bisschen uebung ging eben alles. dann nur noch schnell die regale anhaengen. passten natuerlich nicht. die schrauben waren zu gross fuer die aufhaengloecher im regal. wer denkt denn an sowas, verdammt? also die sechser schrauben in den sechser duebeln mit fuenfer schrauben ersetzt. wie gesagt – improvisation. passte trotzdem nicht. schrauben zu weit auseinander. also mit dem hammer etwas die generelle richtung der schrauben geaendert. so lange bis uns die erste schraube samt duebel und putz wieder entgegen kam. ich fing an zu schwitzen. wir holten eine rolle tesafilm und fixierten die wandteile, die drohten rauszufallen. dann in das nun riesige loch einen neuen duebel mit schraube und schnell angehaengt. natuerlich schief. memo an mich: nichts auf das rechte gewuerzregal stellen.</p>
<p>wo wir ja schonmal so gut in fahrt waren, beschlossen wir auch noch den badspiegel anzubringen. der wurde mit 4 metallvorrichtungen befestigt. die 2 unten gingen auch super. wir waren fast stolz auf uns. soo dumm waren wir also gar nicht. dann noch die beiden oben. sassen perfekt. dann klemmten wir den spiegel ein. die metallvorrichtungen oben beruehrten den spiegel nicht mal annaehernd. ich moechte meinen sie schwebten mehrere dezimeter ueber dem geschehen. “ich dachte du hast das ausgemessen!?!” “ja, hab ich ja auch.” wieder dieses schweigen. also alles wieder ab und neu gebohrt. cathi war fast fertig mit dem letzten loch, da hoerte ich ein geraeusch in der kueche. “hast du das auch gehoert?” ich schlich rueber. das loch aus dem bad war also auch in der kueche gut zu sehen. nur hier schien es irgendwie 20 mal groesser. das lang wahrscheinlich daran, dass auch ein grossteil der kuechenwand mit rausgefallen war. durch das loch guckte ich cathi an. wie immer schwiegen wir. “hast du noch die rolle tesa?”</p>
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